Was ist das Grundbuch?

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Was ist das Grundbuch?)

Was ist das Grundbuch?

Verzeichnis aller Grundstücke eines Bezirks (Was ist das Grundbuch?)

Stellen wir uns mal wieder vor: Wir sitzen in der mündlichen Prüfung, der Prüfer fragt: „Sagen Sie mal: Was ist denn überhaupt das Grundbuch?“ – Zwei Möglichkeiten, eine Antwort zu entwickeln: Einmal das Hilfsverb ersetzen durch ein anderes Verb: „Was bewirkt das Grundbuch? … ist das Grundbuch gut für…?“ oder aber hier ein Synonym oder zumindest eine Art Trittstein zu bilden, um zum Inhalt zu kommen.

Ich gehe den zweiten Weg und sage: „Das Grundbuch ist ein Verzeichnis…“ Ich nehme also praktisch dieses Wort „Buch“, ja, „Das Grundbuch ist ein Buch für Grundstücke, ein Verzeichnis aller Grundstücke“. Also aus Buch wird „Verzeichnis“, und aus „Grund“ wird „Grundstück“. Dann hat man es im Prinzip als sogenannte Eselsbrücke: Verzeichnis aller Grundstücke, und zwar nicht alle auf der Welt oder auch aller in Deutschland, sondern eines bestimmten Bezirks, eines bestimmten Bezirks.

So, dann könnte der Prüfer die nächste Frage stellen: „Wo finden Sie denn das Grundbuch?“ — Und Sie finden das Grundbuch beim Amtsgericht oder bei Amtsgerichten, ja, die Amtsgerichte, genauer gesagt müsste man sagen „Das Grundbuch gibt es beim Grundbuchamt, und das Grundbuchamt wiederum ist beim Registergericht, und das Registergericht wiederum ist das Amtsgericht.“ Also wenn Sie hier sagen „Beim Amtsgericht, beim Amtsgericht sozusagen, Abteilung Grundbuchamt“.

Jetzt haben wir aber eine neuere Entwicklung, nämlich wir haben zunehmend auch elektronische, also, wie kann man sagen, ein E-Grundbuch, ja, das elektronische Grundbuch, was mehr und mehr aufgebaut wird. Manche Bundesländer oder auch Bezirke sind da weiter als andere, und man ist auch dabei, für jedes Bundesland hier zu zentralisieren, also so etwas wie ein zentrales Aktivierungs- und Auskunftssystem einzurichten. Das geht in Richtung e-Government, also dass man mit den Behörden auf elektronischem Weg mehr und mehr in Kontakt treten kann. Das sind da so die jüngsten Entwicklungen.

Was der Prüfer jetzt noch fragen könnte, ist: „Darf denn da jeder reinsehen in das Grundbuch, in dieses Verzeichnis aller Grundstücke?“ — Und da lautet die Antwort: „Nein, man braucht ein berechtigtes Interesse und muss das auch nachweisen.“ Aber das ist schon wieder Thema für ein weiteres Video.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Was ist das Grundbuch?)

Im Übrigen glaube ich, dass, wer in die Hölle will, nur einen Fernlehrgang zu buchen braucht. Wollen Sie hingegen lernen ohne zu leiden, dann klicken Sie mal auf den Link unter diesem Video.

Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

© Dr. Marius Ebert

 

Was ist das gerichtliche Insolvenzverfahren?

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Was ist das gerichtliche Insolvenzverfahren?)

Was ist das gerichtliche Insolvenzverfahren?

Gericht setzt Insolvenzverwalter ein (Was ist das gerichtliche Insolvenzverfahren?)

Nehmen wir wieder an, das ist eine Frage, die uns in der mündlichen Prüfung gestellt wird. Dann ist sehr gut, wenn man reagiert nun: „Rechtsgrundlage für das gerichtliche Insolvenzverfahren“, jetzt muss ich ja noch eine offizielle Rechtsgrundlage geben in unserem Rechtssystem, „Die Rechtsgrundlage ist die Insolvenzordnung. Und der Handelnde, der wesentliche Handelnde laut dieser Insolvenzverordnung ist der Insolvenzverwalter. Man kann also sagen: „Die Insolvenzverordnung setzt ein einen Insolvenzverwalter. Dieser Insolvenzverwalter hat zwei Aufgaben, zwei Aufgaben im Rahmen dieses gerichtlichen Insolvenzverfahrens:

→ Einmal: die Gläubiger befriedigen,

→ und zum zweiten: wenn möglich Erhaltung, Rettung des Unternehmens. Ich kürze mal ab, Erhaltung, also die Rettung des Unternehmens.

geralt / Pixabay

Zwei Aufgaben des Insolvenzverwalters.

Vor vielen Jahren hat es da mal eine Reform gegeben. Da hat man diese zweite Aufgabe in ein damals neues Insolvenzrecht eingebaut und hat gesagt: „Der Insolvenzverwalter soll sich darauf konzentrieren, nicht Leichen zu fleddern oder Leichen fleddern zu lassen, sondern wenn möglich das Unternehmen zu retten.“

Und das ist das gerichtliche Insolvenzverfahren, ja, ein Insolvenzverfahren, ein Verfahren, das eintritt, wenn der Schuldner zahlungsunfähig oder überschuldet, Insolvenz, hier ist der Schwerpunkt, Insolvenz heißt Zahlungsunfähigkeit, da wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt vom Gericht, und der Insolvenzverwalter muss sich jetzt nun um zwei Dinge kümmern. Das sieht ein bisschen aus wie ein Spagat, ist es auch, ja: einmal die Gläubige befriedigen, auf der andere Seite das Unternehmen retten, das ist ein Spagat, und man kann ja jetzt lange darüber streiten, ob es gelungen ist, in dieser, naja, neuen kann man nicht mehr sagen, aber in dieser Reform der Insolvenzordnung damals vor vielen Jahren, das wirklich richtig und gut umzusetzen, diesen Gedanken, dass es besser ist im Grunde für alle, wenn das Unternehmen erhalten wird, aber das ist ja nicht Gegenstand dieses Videos, sondern die obige Frage zu beantworten. Und wenn in der mündlichen Prüfung diese Antworten hier kommen, dann ist der Prüfer glücklich. Mehr will der dann auch gar nicht.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Was ist das gerichtliche Insolvenzverfahren?)

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Unterscheiden Sie Frachtführer u Spediteur!

Lernen ohne Leiden

Beförderung der Waren plus Dienstleistung (Unterscheiden Sie Frachtführer u. Spediteur!) Unterscheiden Sie Frachtführer und Spediteur!

Nun, der Frachtführer übernimmt die Beförderung von Gütern, und der Spediteur übernimmt auch die Beförderung von Gütern. Jetzt heißt aber die Handlungsaufforderung „Unterscheiden Sie…“. Das ist ja kein Unterschied, das ist eine Gemeinsamkeit. Jetzt kommt der Unterschied: plus Dienstleistung, ja, er erledigt schreiben wir mal hin „Dienstleistung“. Der Spediteur erledigt alle mit der Beförderung von Gütern verbundenen, anfallenden Arbeiten. Also man kann sagen: Beförderung von Gütern plus Besorgung der Versendung, ja, was immer damit verbunden ist, Zollpapiere und so weiter, Beförderung von Gütern plus Dienstleistung, während der Frachtführer ganz konkret für die Ware verantwortlich ist, dafür, dass die Ware ordentlich auf dem LKW gesichert ist und so weiter und so weiter.

Der Spediteur ist ein, dazu noch der, übernimmt er die Beförderung von Gütern. Kann sein, dass er das dann einem Frachtführer übergibt, ja, die Ware eine, Frachtführer übergibt, damit der das Physische macht, und übernimmt dabei die Dienstleistung oder Dienstleistungen, die mit der Beförderung der Güter verbunden sind, ja. So könnte man den Unterschied abgrenzen. Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Unterscheiden Sie Frachtführer u. Spediteur!)

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