BilMoG, wichtigste Neuerungen

IHK-Prüfung entschlüsselt (BilMoG, wichtigste Neuerungen)

Herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und ich möchte mich in diesem Video dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz widmen…

3 wichtige Änderungen (BilMoG, wichtigste Neuerungen)

… und möchte fokussieren auf in meiner Sicht die 3 wichtigsten Änderungen in diesem Gesetz.

Und zwar sind das folgende:

  • Das erste ist das Maßgeblichkeitsprinzip, welches durch das  BilMoG abgeschafft wurde. Maßgeblichkeit bedeutete die Kopplung der HB (Handelsbilanz) an die StB (Steuerbilanz), d.h. sehr vereinfacht ausgedrückt: „So, wie du’s in der HB machst, musst du’s auch in der StB machen“. Es gab sogar eine umgekehrte Maßgeblichkeit, da kam die Vorschrift aus dem Steuerrecht; musste man erst in der HB ansetzen, damit es dann für die StB maßgeblich wurde. Und diese ganzen Verbindungen hat man nun durchtrennt. Das bedeutet, man kann eine HB unabhängig machen von einer StB. Früher hatte das MGP zur Folge, dass man jede handelsbilanzielle Überlegung bezahlen musste über Steuern, d.h. wenn man in der HB so ein bisschen höher ging mit seinen Vermögenswerten in der Bewertung, dann musste man dafür bezahlen, weil der Gewinn entsprechend auch höher wurde. Das ist nun abgeschafft; die vielleicht wichtigste strukturelle Veränderung.
  • Das zweite ist die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte, und zwar immaterieller selbstgeschaffener Vermögensgegenstände. Das war vorher strikt verboten; jetzt ist die Tür ein kleines bisschen aufgegangen. Schauen Sie bitte in den §248 (2), da finden Sie die kleine, kleine Möglichkeit, teilweise selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wie Patente und Lizenzen zu aktivieren. Nach wie vor verboten ist es für Kundenlisten, für die selbstgeschaffene Marke und für andere Dinge, d.h. das Verbot ist im Grunde noch immer stärker als die Erlaubnis. Aber immerhin, die Tür ist ein klein wenig aufgegangen. Bilanzierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ist nun zumindest teilweise erlaubt.
  • Und das dritte bezieht sich auf die sogenannten Aufwandsrückstellungen. Die Aufwandsrückstellungen sind gestrichen. „Aufwandsrückstellungen“ war ein großer bilanzmanipulatorischer Posten, d.h. ein Schminktopf, wenn Sie so wollen. Ein Schminktopf, mit dem man sich hässlich schminken konnte, d.h. in der HB seine Gewinne reduzieren konnte, indem man Rückstellungen bildete. Man bucht ja per Aufwand an Rückstellung, d.h. jede Rückstellung erhöht den Aufwand, und damit konnte man im Jahresabschluss seine Gewinne reduzieren und dadurch weniger Steuern bezahlen.  Diese Aufwandsrückstellung hat man komplett  gestrichen, d.h. der Posten Rückstellung oder die Möglichkeit, Rückstellung zu bilden, ist stark eingeschränkt worden.

So. Das sind in meiner Sicht die drei wichtigsten Änderungen im BilMoG, das natürlich dann umgesetzt wurde im Handelsgesetzbuch, d.h. wenn Sie sich ein neues HGB kaufen, finden Sie das in den entsprechenden Paragraphen.

Ja, das war’s.

IHK-Prüfung entschlüsselt (BilMoG, wichtigste Neuerungen)

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© Dr. Marius Ebert

Bildungsmethoden, Personalentwicklung Teil 3

IHK-Prüfung entschlüsselt (Bildungsmethoden, Personalentwicklung Teil 3)

Willkommen zurück. Mein Name ist Marius Ebert. Wir sind in einer Serie über die Instrumente der Personalentwicklung, PE – Personalentwicklung Instrumente, und wir haben in den vorherigen Videos gesehen, dass es drei Gruppen gibt:

  • Es gibt die Bildung,
  • die Aufgabenstrukturierung
  • und die Karriereplanung.

3 Methoden im Rahmen der Bildung (Bildungsmethoden, Personalentwicklung Teil 3)

Im Rahmen von Bildung sprechen wir von Ausbildung und Fortbildung. Und hier gibt es nun Methoden. Und diese Methoden sind Gegenstand dieses kleinen Videos. Also die Methoden im Rahmen der Bildung. Und wir unterscheiden auch hier wieder drei Gruppen:

  • training,
  • training und
  • training.

Das ist die Gemeinsamkeit, Und jetzt kommt der Unterschied:

  • training on the job,
  • training off the job („off“ mit zwei „f“) und
  • training near the job.

Ja, schauen Sie: Diese Zeile hier (erste Zeile, „training“) alles gleich, diese Zeile hier (dritte Zeile, „the job“) alles gleich, hier (zweite Zeile; „on“, „off“, „near“) sind die Unterschiede: training on the job, training off the job („off“ mit zwei „f“) und training near the job.

  • Training on the job ist learning by doing, das Anlernen, die Vier-Stufen-Methode, das Vorbereiten – Vormachen – Nachmachen – und Üben, die Vier-Stufen-Methode gehört hier hin.
  • Training off the job ist „weg vom Arbeitsplatz“, das sind die Seminare, die Workshops, das E-Learning und noch einiges, einiges andere.
  • Und training near the job, da gibt es zum einen das Coaching, und zum anderen die Qualitätszirkel.

So, das soll zunächst einmal als struktureller Überblick genügen. Denken Sie an: Wir sind schon sehr ins Detail gegangen, ja. On the job, off the job und near the job sind die Methoden im Rahmen der Bildung.

Das war’s.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Bildungsmethoden, Personalentwicklung Teil 3)

Aber nicht für Sie, denn wenn Sie leichter und schneller lernen wollen, dann schauen Sie unter www.spasslerndenk-shop.de. Schauen Sie unbedingt rein.

Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Bildung stiller Rücklagen

IHK-Prüfung entschlüsselt (Bildung stiller Rücklagen)

Bildung stiller Rücklagen: Wie werden stille Rücklagen gebildet?

Und hier kommt die Grundformel: Zwei Möglichkeiten, vom Grundsatz her:

  • Unterbewertung der Aktiva und
  • Überbewertung der Passiva.
Was bedeutet: Ich rechne meine Vermögenswerte runter und meine Schulden rauf, ja, das bedeutet das. Unterbewertung der Aktiva, Überbewertung der Passiva bedeutet: Ich rechne meine Vermögenswerte runter und meine Schulden rechne ich rauf.

Wie mache ich das?

Wie gesagt, über einen längeren Zeitraum betrachtet sind die Möglichkeiten, so etwas zu machen, geringer geworden. Sie sind aber nicht ganz verschwunden.

Lassen Sie uns kurz wiederholen, denn wir wissen das schon, wie das geht.

Unterbewertung der Aktiva (Bildung stiller Rücklagen)

Wie kann man Aktiva unterbewerten, also niedriger bewerten, jetzt hätte ich fast gesagt „…als sie tatsächlich sind“, aber was ist schon tatsächlich…, also was sie nach eine anderen Maßstab ergebe würden. Ich setze einen niedrigeren Wert an als nach einem anderen Bewertungsmaßstab. Tatsächlich, was ist schon tatsächlich? Also wie kann man das machen?

  • Wiederholen wir kurz. Zum Beispiel: degressive statt lineare Abschreibung. Klammer auf: Degressive Abschreibung ist nicht erlaubt – im Moment. Aber wer weiß? Grundsätzlich, von der Tendenz her, geht das. Degressive Abschreibung ist brutaler am Anfang als die lineare, und wenn sie erlaubt ist, bildet man stille Rücklagen. Die Vermögenswerte sind buchungstechnisch geringer eingewertet als sie faktisch sind. Wie gesagt: Die Möglichkeiten werden beschränkt, stille Rücklagen zu bilden, und degressive Abschreibung ist verboten. Sie war mal verboten, war dann wieder erlaubt, jetzt ist sie im Moment wieder verboten, ein Mensch weiß was kommt. Ja, wenn wir wieder irgendwelche Krisen haben, kann sein, dass sie wieder aus dem Grab geholt wird. Degressive Abschreibung.
  • GwG-Abschreibung. Wir schreiben ab im Jahr der Anschaffung auf einen Euro. Aber das Teil ist doch nicht 1 Euro wert, das ist doch mehr wert. Also haben wir eine stille Rücklage. Das Vermögensteil ist mehr wert als in unserem Jahresabschluss steht. Zweite Möglichkeit also. Ja, Sie sehen: Es hat alles sehr viel mit Abschreibung zu tun. Unterbewertung der Aktiva, und das sollten wir uns notieren, hat zu tun noch mit Abschreibung. Ja, also Unterbewertung der Aktiva. Und das Instrument, mit dem man  unterbewerten kann, sind die Abschreibung degressiv und GwG, so wie ich es grade beschrieben habe.
  • Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit. Wir haben gerade gesehen: Zum Beispiel bei steigenden Preisen habe ich die Wahl zwischen LIFO und FIFO. Ja, und wir haben gesehen, dass wir erhebliche Unterschiede in der Bewertung haben. Ja, diese sogenannten Verbrauchsfolgeverfahren, die ja nichts anderes sind als Verbrauchsfolgefiktionen. Je nachdem kann ich, wenn ich das eine Verfahren nehme, einen niedrigeren Wert kreieren in meinem Modell als nach einem anderen Wert entstehen würde, ja. Also auch bei der Bewertung der Vorräte habe ich hier noch gewisse Möglichkeiten, meine Vermögenswerte runterzuschreiben.

Überbewertung der Passiva (Bildung stiller Rücklagen)

Und die Schulden hochschreiben, Überbewertung der Passiva, hier ist das Hauptinstrument die Rückstellungen, die Rückstellungen. Denn die Rückstellung – der Begriff ist noch nicht geklärt, ja, keine Sorge, wenn Sie sagen „Verstehe ich im Moment nicht…“; wir haben den Begriff noch nicht geklärt – Rückstellungen sind so eine Art Verbindlichkeit, die ich für eine zukünftig eintretende Verpflichtung jetzt schon bilde. Und wenn ich da etwas höher schreibe, zum Beispiel Prozessrückstellungen, ja, ich werde verklagt, Haftung, ja, da behauptet jemand, ich müsste für etwas haften, und da bilde ich eine Prozessrückstellung. Und die schreibe ich dann vielleicht ein bisschen höher, das ist so eine Art Verbindlichkeit, und die schreibe ich höher, als sie möglicherweise nach einem anderen Maßstab wäre. Das ist Hochschreiben der Schulden.

Und wenn Sie Vermögenswerte herunterschreiben, Schulden hochschreiben, bilde ich stille Rücklagen.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Bildung stiller Rücklagen)

 

© Dr. Marius Ebert