Rund um das Lernen, die Wirtschaft und das Leben

Lernen mit Spaß: Das Internet Blog von Dr. Marius Ebert, Deutschlands Schnelllern-Experten

Quickacademy: Einstweilige Verfügung erwirkt

Posted by mariusebert on 23. Mai 2013

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat folgenden Beschluss gegen die Quickacademy, vertreten durch Geschäftsführer Johannes Gehringer, erlassen:

Der Quickacademy wird im Wege der einstweiligen Verfügung unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu zweihundertfünfzigtausend Euro oder einer Ordnungshaft von sechs Monaten  -Ordnungshaft auch für den Fall, dass das Ordnungsgeld nicht beigetrieben werden kann – wegen jeder Zuwiderhandlung

                                                                        untersagt

 

Im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs für ihre Lehrgänge unter Verweis auf Videos zu werben, wenn es sich um meine Videos handelt und in der Werbung nicht deutlich auf diesen Umstand hingewiesen wird, wie insbeondere in nachfolgender Weise geschehen…. (hier folgen Beispiele aus dem Werbematerial der Quickacademy.)

 

Das Gericht folgte jedoch nicht dem Antrag auf Untersagung der Verlinkung im Wege der Einstweiligen Verfügung.  Deswegen habe ich weiterhin  diese Videos in meinem youtube-Kanal auf "privat" gestellt, so dass sie im Intranet der Quickacademy nicht mehr abrufbar sind.

Alle meine Videos sind für Externe nach wie vor frei auf einer bestimmten Plattform verfügbar. Klicken Sie hier und Sie werden zu dieser Plattform geführt.

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Videos auf youtube entfernt!

Posted by mariusebert on 7. Mai 2013

Ein Bildungsinstitut – die Quickacademy – hat in seinem Intranet zu über 600 meiner youtube-Schulungsvideos verlinkt.  Dies geschah ohne mein Wissen. Ich habe daraufhin eine anwaltliche Abmahnung zustellen lassen.

Der Geschäftsführer dieses Institutes – Herr Joachim Gehringer - lässt nun u. a. anwaltlich vortragen, diese Verlinkung sei lediglich ein zusätzlicher kostenloser Service für die Kunden der Quickacademy.

Ich habe daraufhin diese Videos in meinem youtube-Kanal auf "privat" gestellt, so dass sie im Intranet der Quickacademy nicht mehr abrufbar sind.

Alle meine Videos sind für Externe nach wie vor frei auf einer bestimmten Plattform verfügbar. Klicken Sie hier und Sie werden zu dieser Plattform geführt.

Viele Grüße

Dr. Marius Ebert

 

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Betriebswirt/in IHK, Marketing-Strategien, Mind Maps

Posted by mariusebert on 2. Mai 2013

Erstellen Sie Ihre eigenen Mind Maps auf MindMeister

Betriebswirt/in IHK, Weitere Hilfen

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Die Adobe Creative Cloud (Gastbeitrag)

Posted by mariusebert on 30. April 2013

 

Mit der Adobe Creative Cloud stehen dem Nutzer sämtliche Applikation aus der Adobe Creative Suite (Versionsnummer 6) jederzeit zur Verfügung. Da wäre das allseits beliebte Photoshop, der Illustrator, aber auch viele weitere Programme wie InDesign oder Lightroom sind in Minuten einsatzbereit.

Dazu kommen die Adobe eigenen Online-Dienste um Dateien zu synchronisieren, gemeinsam zu bearbeiten oder einfach zum Abspeichern der eigenen, kreativen Arbeiten und Datenmengen. Selbstredend steht nach Abschluss (des mit 30€ recht preisgünstigen) Abonnements dem User alle aktuellen Versionen zur Verfügung, der Update-Wahn hat also ein Ende. 

Alle weiteren Infos bekommt man an dieser Stelle: http://www.adobe.com/de/creativecloudforstudents/
 

BloggerAmt

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Marius Ebert: Lernmotivation, Teil 2

Posted by mariusebert on 28. April 2013

Willkommen zurück, mein Name ist Marius Ebert. Wir sind mitten in einer kleinen Videoserie über Lernmotivation und wozu ich Sie hier im zweiten Teil einladen möchte, ist Lernen „nebenbei“.

Wer hat eigentlich gesagt, dass wir beim Lernen immer am Schreibtisch sitzen müssen? Das waren vermutlich die gleichen Leute, die gesagt haben, dass mit der Schule der Ernst des Lebens beginnt. Also ich lade Sie ein, zum Beispiel Ihren Lernstoff auf MP3 oder irgendein Medium zu sprechen und sich dann den Lernstoff mit Ihrem MP3-Player beim Joggen, beim Autofahren – schauen Sie mal hier –anzuhören. Sie können das auch mit Musik untermalen, das ist dann etwas aufwändiger, aber vielleicht nur einfach mal den Lernstoff aufsprechen. Sie wissen, dass die Aufbereitung eigentlich der wichtigere Teil, auch der arbeitsintensivere Teil ist.

Und dann sollten Sie nebenbei, das ist wichtig, den Lernstoff hören. Sie brauchen mit Ihrer bewussten Aufmerksamkeit nicht beim Lernstoff zu sein, Sie sollten es beim Autofahren nicht sein. Sie sollten beim Autofahren natürlich auf die Straße und den Verkehr achten. Aber genau so wie Sie Ihr Autoradio nebenbei laufen lassen, können Sie Ihrem Lernstoff laufen lassen. Die Werbung macht es genau so. Das ist so zu sagen Lernen über das Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein nimmt die Informationen auf und die Werbung macht es wie gesagt ganz genau so. Sie zielt auf unser Unterbewusstsein, nicht auf unser Bewusstsein. Kein Mensch schaut sich bewusst Werbeplakate an. Also: Lernen über das Unterbewusstsein durch Lernen nebenbei.

Ja, vielen Dank. Diese Bilder sind übrigens aus meinem Buch, ein Spaßlerndenkbuch, „So wird man ein Genie“. Schicken Sie mir eine e-Mail an info(at)spasslerndenk.de, wenn Sie das interessiert, dann bekommen Sie weitere Informationen.

Vielen Dank, mein Name ist Marius Ebert.

 

BloggerAmt

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Personalfachkaufmann/frau IHK: Konjunkturpolitik, Instrumente

Posted by mariusebert on 23. April 2013

Personalkaufmann/frau IHK: Fiskalpolitik u. Geldpolitik

 

Wir sind in der Konjunktur- und Beschäftigungspolitik und im letzten Video hatte ich versprochen, dass wir uns einen Ast noch einmal etwas genauer anschauen, und zwar diesen Ast hier: Instrumente der Konjunkturpolitik, Fiskalpolitik und Geldpolitk.

Und genau da sind wir, ich habe also auf den Pfeil geklickt. Wir sind bei der nächsten Mindmap, Instrumente der Konjunkturpolitik. Die Geldpolitik ist das eine Instrument. Und hier ist die EZB, die europäische Zentralbank, zuständig. Sie sehen, dass hier ein weiterer Pfeil zur nächsten Mindmap geht.

Und die EZB hat mehrere Möglichkeiten. Einmal expansiv. Expansiv heißt ausdehnend. Es geht um Geldpolitik, das heißt Ausdehnung der Geldmenge. Es steht der Volkswirtschaft mehr Geld zur Verfügung. Wie macht sie das? Nun, sie macht Geld billiger. Sie senkt die Zinsen oder sie senkt die Mindestreservesätze. Mindestreservesätze legen einen Prozentsatz fest und in Höhe dieses Prozentsatzes dürfen die Banken nicht mit dem Geld arbeiten. Das heißt, dass, wenn die Mindestreservesätze gesenkt werden, haben die Banken mehr Ware, Geld ist ja für Banken Ware, zur Verfügung.

Restriktiv ist genau das Gegenteil. Ohne dass wir jetzt hier weiter in Details gehen. Also das ist jetzt keine Betrachtung der Instrumente der EZB, sondern einfach noch einmal kurz: Was ist expansive und restriktive Geldpolitik. Restriktiv ist genau das Gegenteil: Man macht das Geld teurer. Man erhöht die Zinsen oder man erhöht die Mindestreservesätze, beschränkt den Banken also einen bestimmten Teil ihrer Ware, indem man den Prozentsatz des Mindestreservesatzes erhöht.

Das andere Instrument ist die Fiskalpolitik. Und das bedeutet, dass hier der Staat zuständig ist. Und hier gibt es zwei Ansatzpunkte, bleiben wir zunächst mal bei diesen Ästen, gucken also nicht so sehr darüber. Angebotsorientiert und nachfrageorientiert, das ist das, was man sich zunächst einmal merken muss. Angebotsorientiert bezieht sich auf die Unternehmer. Man unterscheidet ja volkswirtschaftlich zwischen angebotsorientierten Volkswirtschaft oder Wirtschaftspolitik – das bedeutet, dass man die Unternehmer stärkt – und nachfrageorientiert – man kümmert sich um die privaten Haushalte. Also: Es gibt hier zwei Ansatzpunkte, die Unternehmer und die privaten Haushalte.

Schauen wir zunächst auf die Unternehmer. Sie sehen, dass auch hier die beiden Worte expansiv und restriktiv wieder auftauchen. Restriktiv bedeutet beschränkend. Das bedeutet, dass man die Steuern erhöht. Und expansiv bedeutet, dass man die Steuern für Unternehmer senkt, sodass Unternehmer weniger Geld an den Staat abgeben müssen und damit mehr Geld für z.B. Investitionen zur Verfügung haben. Das ist expansive, unternehmerorientierte Wirtschaftspolitik. Restriktiv, beschränkend genau das Gegenteil.

Bezogen auf die Seite der Nachfrage, also auf die privaten Haushalte kann man auch wieder mit der Unterscheidung zwischen restriktiv und expansiv vorgehen. Man senkt die Einkommenssteuer. Die Einkommenssteuer ist ja die Steuer für Privatleute. Während Sie mal hier oben bei Senkung der Unternehmenssteuer danach gefragt werden, was das denn für Steuern sind, dann könnten Sie die Körperschaftssteuer und die Gewerbesteuer nennen. Bei den privaten Haushalten nennen Sie die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer, die ja letztlich auch der Endverbraucher zahlt. Oder ABM-Maßnahmen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, oder, dadurch ausgelöst, der Multiplikator-Effekt. Sie sehen, dass das wieder eine besondere Mindmap ist, um den Rahmen nicht zu sprengen. Dadurch dass man so genannte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen startet, bekommen Menschen für mehr oder wenige sinnlose Arbeit Geld in die Hand und können damit wieder in die Geschäfte gehen. In den Geschäften wird wieder mehr gekauft, dadurch bestellt der Einzelhändler mehr beim Großhändler, der Großhändler mehr bei der produzierenden Wirtschaft und dadurch ein Multiplikator-Effekt, eine Art Domino-Effekt.

Oder man macht das Ganze restriktiv und man macht das Gegenteil. Man erhöht die Umsatzsteuer, die man landläufig auch Mehrwertsteuer nennt, das ist das Gleiche. Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer ist das Gleiche. Man erhöht die Mehrwertsteuer oder man erhöht die Einkommenssteuer. Dadurch haben die privaten Haushalte weniger Geld zur Verfügung und können weniger konsumiere. Das ist restriktive Wirtschaftspolitik. Auch das gibt es, auch das macht man, wenn eine Wirtschaft droht, zu überhitzen. Wenn der Motor stottert, ist das nicht gut, aber wenn der Motor zu schnell läuft, ist das auch nicht gut. Und man spricht in diesem Zusammenhang sehr oft vom Konjunkturmotor. Der muss rund laufen. Der darf nicht stottern, aber er darf auch zu schnell laufen und überhitzen. Also in diesem Fall, wenn der Konjunkturmotor droht zu überhitzen wäre restriktive Wirtschaftspolitik angezeigt. Sonst, und das wurde in den letzte Jahre sehr viel öfter gemacht, expansive, nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik, oft auch kombiniert mit expansiver, angebotsorientierter Politik. Also die reine Lehre gibt es hier nicht. Meistens kriegt jeder ein bisschen was. Meistens ist das ein Bündel von Maßnahmen.

Okay, das war’s für dieses Video. Achten Sie auf den Abspann.

Abspann:

Gratis Lernhilfe. Wollen Sie diese Mindmap als gratis PDF. Alles, was Sie tun müssen, ist, unter diesem Video auf den Link zu klicken und dann Ihre e-Mail Adresse einzutragen, damit ich Ihnen die Mindmap schicken kann.

Achtung: Dieses Angebot ist nur eine begrenzte Zeit online. Klicken Sie also jetzt auf den Link unter dem Video und tragen Sie Ihre e-Mail Adresse ein, damit ich Ihnen die Mindmap schicken kann.

Alles Gute für Sie!

 

Personalfachkaufmann/frau IHK: Mind Map zum Herunterladen

 

 © Dr. Marius Ebert

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Personalfachkaufmann/frau IHK, Konjunktur- u. Beschäftigungspolitik

Posted by mariusebert on 22. April 2013

Personalfachkaufmann/frau IHK: Konjunktur- u. Beschäftigungspolitk, Mind Map

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Lernstoff schnell erfassen und abrufbar haben: Struktur ist der Schlüssel!

Posted by mariusebert on 21. April 2013

   

Hallo und willkommen. In dieser Mindmap möchte ich Ihnen an einem kleinen Beispiel zeigen, wie Sie Lernstoff ganz schnell strukturiert aufnehmen können. Hier geht es beispielhaft um das magische Viereck. Das ist hier dem PFK, also dem Personalfachkaufmann, zugeordnet, spielt aber bei vielen, vielen Fortbildungen eine Rolle. Und das ganze ist eine Mindmap. Das heißt, dass der zentrale Begriff in der Mitte steht.

Und nun schauen wir zunächst auf die Ecken des magischen Vierecks. Logischerweise haben wir vier Ecken. Da ist einmal der hohe Beschäftigungsstand. Sie sehen, dass es blau ist. Und hier ist der Pfeil. Das heißt, dass uns das zu einer weiteren Mindmap, die wir uns gleich anschauen. Aber zunächst die Grundstruktur: Hoher Beschäftigungsstand, Preisniveaustabilität, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum.

 

Was heißt das nun im Einzelnen? Sie sehen, dass das die Hauptstruktur ist, vier Ecken. Vorher klären wir noch die Frage: Warum nennen wir es magisches Viereck? Dieser Begriff ist noch nicht geklärt. Warum? Wegen der Zielkonflikte. Zum Beispiel haben wir einen Zielkonflikt zwischen Vollbeschäftigung und Preisniveaustabilität oder zwischen Wirtschaftswachstum und außen-wirtschaftlichem Gleichgewicht. Warum? Weil wir Vollbeschäftigung oft durch Arbeitsbe-schaffungsmaßnahmen erreichen. Das heißt, dass Produkte produziert und Menschen bezahlt werden, aber diese Produkte will keine haben. Das könnte also die Inflation anheizen, also die Preisstabilität gefährden. Und Wirtschaftswachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht kann ein Konflikt sein. Warum? Weil wir Wirtschaftswachstum in Deutschland in der Regel über unsere starken Export herstellen. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht heißt aber, dass wir genau so viel exportieren wir importieren. Wenn wir also den Export erhöhen verletzen wir dieses Ziel des Gleichgewichts. Das sind zwei Beispiele für die Zielkonflikte. Der zentrale Gedanke ist also, dass es wegen der Zielkonflikte magisch heißt.

Gehen wir nun in diese Ecken im Einzelnen rein. Da war der hohe Beschäftigungsstand. Den schauen wir uns gleich separat an. Die Preisniveaustabilität, man sagt hier lieber Niveaustabilität, weil Preise nicht eingefroren werden, aber das Niveau soll stabil sein. Was heißt das? Nun, gemessen am Preisindex für die Lebenserhaltung durch das statistische Bundesamt am berühmten Warenkorb, sagt man, dass man bis etwa 2% eine Niveaustabilität hat. Wie misst man das? Nun, man packt 750 Produkte und Dienstleistungen in einen Warenkorb. Das ist das, was man sich vorstellt, was ein Durchschnittshaushalt konsumiert. Man bewertet alle diese Produkte mit Preisen eines Basisjahres, hält die Mengen und auch die Produkte konstant, und bewertet dann mit den Preisen des so genannten Berichtsjahres, also von heute. Und damit sieht man die Preissteigerung.

Aber Achtung: Hier gibt es verschiedene Konstellationen. Man kann zum Beispiel den Warenkorb April eines Jahres mit März, also dem Vormonat des selben Jahres vergleichen. Mann kann aber April dieses Jahres auch mit April des letzten Jahres vergleichen. Oder eben mit dem Basisjahr. Das ist ein bestimmtes Jahr, das festgelegt ist, und das sich alle fünf bis zehn Jahre auch mal ändert.  Dann berechnet das statistische Bundesamt eine neue Basis und bezieht alle weiteren Berechnungen auf dieses neue Basisjahr.

Was ist außenwirtschaftliches Gleichgewicht? Ich habe es schon verraten: Es bedeutet, dass wir genau so viele Exporte – das Ausland kauft bei uns, das ist unser Export – wie Importe – wenn wir beim Ausland kaufen, dann sind das unsere Importe. Also Export ist gleich Import. Außenbeitrag, so nennt man den Saldo,  ist also gleich 0. So ist die Wunschvorstellung. Das haben wir in Deutschland noch nie erreicht, weil wir traditionell mehr exportieren als importieren. Man nennt uns ja auch den Exportweltmeister.

Stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum, was heißt das? Stetig heißt nicht hektisch, kontinuierlich, also wie eine Treppe mit gleich hohen Stufen. Und angemessen heißt „die anderen Ziele unterstützend“. Jetzt sprechen manche Menschen vom magischen Sechseck statt vom magischen Viereck. Das heißt, dass das Ganze ja im so genannten Stabilitätsgesetz von 1967 festgelegt worden. Und da gibt es politische Strömungen, die sagen: Ihr habt mindestens zwei Ziele vergessen und deswegen sollten wir vom magischen Sechseck sprechen. Diese beiden Ziele stehen allerdings nicht im Gesetz und sie lauten: gerechte Einkommensverteilung und lebenswerte Umwelt.

Und nun schauen wir uns noch die hohen Beschäftigungsstand an. Das ist gleichbedeutend mit einer geringen Arbeitslosenquote. Ganz früher sprach man hier auch von Vollbeschäftigung. Wir sind jetzt also bei einer der vier Ecken, Sie wissen, dass die anderen Preisniveaustabilität, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum heißen. Und jetzt schauen wir uns diese Ecke vom magischen Viereck, den hohen Beschäftigungsstand, noch etwas genauer an.

Man misst den hohen Beschäftigungsstand ja an der berühmten Arbeitslosenquote. Und das sind die gemeldeten Arbeitslosen dividiert durch alle zivilen Erwerbspersonen x 100. Das ist die Grundformel. Warum alle zivilen? Berufssoldaten sind hier nicht mit einberechnet, weil die nicht arbeitslos werden können. Aber Achtung: Dies ist eine wichtige Erfolgsgröße für die Politik. Das heißt, dass Politiker, speziell die Regierung sich für eine geringe Arbeitslosenquote brüsten und die Opposition kritisiert für die Regierung für eine hohe Arbeitslosenquote. Man kann also über die Arbeitslosenquote die Wahl gewinnen oder verlieren. Deswegen versucht man oft, diese Größe zu manipulieren, indem man zum Beispiel Arbeitslose, die ein bestimmtes Alter erreicht haben, gar nicht mehr im Zähler erfasst. Oder auch zum Beispiel Menschen, die sich in Fortbildungsmaßnahmen befinden, gar nicht im Zähler erfasst. Und logischerweise wird die Quote insgesamt geringer, wenn die Zahl im Zähler geringer ist. Das heißt, dass die Zahl dadurch besser wird. Die Zahl wird besser, wenn man den Zähler reduziert. So funktioniert nun einmal die Bruchrechnung. Wenn ich den Zähler reduziere, wird die Quote insgesamt kleiner. Und dadurch erhält man eine geringere Arbeitslosigkeit.

Schauen wir auf die Arten der Arbeitslosigkeit. Wir unterscheiden zwischen der saisonalen, friktionalen, kunjunkturellen und strukturellen. Was heißt das? Saisonal, bedingt durch das Saisongeschäft, speziell Gastronomie, Touristik, aber auch einige andere Branchen – denken Sie beispielsweise auch an Eisverkäufer -  unterliegen bestimmten saisonalen Schwankungen. Das hat schlicht und einfach mit den Jahreszeiten zu tun. Und deshalb ist saisonale Arbeitslosigkeit auch keine schlimme, sondern eine normale Form der Arbeitslosigkeit. Auch das Baugewerbe wäre hier als Beispiel zu nennen.

Dann haben wir die friktionale Arbeitslosigkeit. Friktion heißt Reibung. Und sie entsteht durch den nicht ganz reibungslosen Wechsel des Arbeitsplatzes. Man kann es kurz Übergangsarbeitslosigkeit nennen. Jemand beendet seine Arbeitsstelle zum 30.6. und fängt zum 1.11. und ist zwischendurch für ein paar Wochen oder ein paar Monate arbeitslos gemeldet, aber es ist einfach nur eine Übergangsarbeitslosigkeit für eine kurze Zeit, also auch nichts Dramatisches, sondern normal und nie ganz auf Null zu bringen.

Konjunkturelle Arbeitslosigkeit hat mit dem Konjunkturzyklus zu tun. Sie wissen: Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung, Rezession, im schlimmen Fall sogar Depression und dann wieder ein Aufschwung. Also im Abschwung haben wir dann so genannte konjunkturelle Arbeitslosigkeit. Beziehungsweise: Es sind weniger die tatsächlichen Fakten als das, was die Wirtschaftssubjekte erwarten. Wenn man sich also im Abschwung befindet und erwartet einen baldigen Aufschwung, dann würde die Arbeitslosigkeit vielleicht geringer sein als wenn  man wartet, dass es noch schlimmer wird.

Und die schlimmste Form der Arbeitslosigkeit ist die, die jetzt kommt, nämlich die strukturelle Arbeitslosigkeit. Das bedeutet, dass wir ein fundamentales Missverhältnis zwischen dem, was gebraucht wird, und dem, was angeboten wird. Also das, was die Menschen, die Arbeit suchen, können, passt nicht zu dem, was die Wirtschaft braucht. Das ist der Grundgedanke. Das kann im Einzelfall alles Mögliche bedeuten. Es gibt auch Leute, die sagen, dass zu den Strukturen auch unser ziemlich umfangreiches Arbeitsrecht. Auch das macht es Unternehmen nicht gerade einfach, Leute einzustellen, weil dann relativ schnell der Kündigungsschutz gilt. Ist ein Argument, das, wenn man genauer hinschaut, nicht mehr ganz so zieht, weil es in unserem Arbeitsrecht viele, viele flexible Möglichkeiten gibt. Man muss das Arbeitsrecht nur ein bisschen genauer kennen. Also zum Beispiel: Befristete Arbeitsverträge ohne sachlichen Grund sind bis zwei Jahre völlig problemlos möglich, bei Neugründung sogar bis vier Jahre. Da ist eine Flexibilität also durchaus gegeben.

Aber das ist schon wieder ein anderes Thema, hier ging es ja um das magische Viereck und damit können wir hier unsere Betrachtung beenden. Sie sehen, wie Sie sehr schön über eine Mindmap, die Sie beide herunterladen können, wenn Sie unter dem Video auf die Links klicken, den Lernstoff erfassen können, sodass man ihn auch behält.

Alles Gute, Marius Ebert.

 

Magisches Viereck: Mind Map zum Herunterladen

 

Hoher Beschäftigungsstand: Mind Map zum Herunterladen

 

Magisches Viereck: Audio-Datei zum Herunterladen

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Personalfachkaufmann/frau IHK: Personalplanung, -marketing, -controlling, Überblick, Mind Map

Posted by mariusebert on 20. April 2013

Erstellen Sie Ihre eigenen Mind Maps auf MindMeister

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Personalfachkaufman/frau IHK: Gesamtüberblick (Mind Map)

Posted by mariusebert on 18. April 2013

Erstellen Sie Ihre eigenen Mind Maps auf MindMeister

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