Archiv der Kategorie: Betriebswirt IHK

Aufzinsungsfaktor

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Lernen ohne Leiden (Aufzinsungsfaktor)

Hallo, herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und in diesem kleinen Video geht es um den Aufzinsungsfaktor. Aufzinsungsfaktor.

Und dieser Aufzinsungsfaktor ist sehr wichtig im Rahmen der dynamischen Investitionsrechnung. Es gibt weitere Videos mit den anderen Faktoren Rentenbarwertfaktor, Rentenendwertfaktor und so weiter.

Formel zur Berechnung (Aufzinsungsfaktor)

Und dieser Aufzinsungsfaktor lautet:

qn

Jetzt müssen wir zunächst mal klären, was das hier heißt:

  • n“ steht für die Jahre oder die Perioden. Das heißt, wenn wir sagen: „Wie viel sind tausend Euro in fünf Jahren wert?“, dann ist n 5.
  • Und „q“, das ist 1+i. Und „i“ wiederum ist der Prozentsatz, der angesetzt wird. Wenn wir also die Frage haben „Wie viel sind, sagen wir, tausend Euro in fünf Jahren wert?“, dann können wir die Frage nicht beantworten ohne Zinssatz, zum Beispiel 10 Prozent. Dann ist i – und jetzt bitte gut aufpassen! – bei 10 % ist i 0,1. Bei 5 Prozent ist i 0,05. Also das hier ist dann das „i“. Und das entsprechende „q“ ist dann 1+i, das heißt wenn i 0,1 ist und q ist 1+i, ist q 1,1. Und im zweiten Fall ist q 1,05. Ja? Bei 6 % wäre i 0,06 und q 1,06.  Bei 8 % wäre i 0,08 und q 1,08.

Ich denke, das Prinzip ist klar.

Zahlenbespiel (Aufzinsungsfaktor)

So, jetzt schauen wir uns wie immer noch ein kleines Zahlenbeispiel an. Nehmen wir also ruhig die Frage: „Wie viel sind 1.000 Euro in 5 Jahren wert bei 10 % Zinsen?“

Also: 1.000*qn, und in dem Fall ist q 1,1 – 10 %, 1,15.

Und das ist, wenn wir das eintippen in unseren Taschenrechner, sind das 1.610 Euro und 51 Cent.

A propos eintippen: Die entsprechende Taste auf dem Taschenrechner ist die sogenannte Exponentialtaste yx, bei manchen Modellen auch xy, oder bei wieder anderen Modell ist das so ein Dach (^), ja, das sieht dann etwa so aus. Das ist die so genannte Exponentialtaste, mit der wir das hier bewältigen.

Also das kommt raus: Mit tausend Euro zu zehn Prozent für fünf Jahre anlegen und natürlich mit Kapitalerhaltung, das heißt das sind nicht nur die Zinsen, sondern das ist die Gesamtsumme, die wir nach fünf Jahren sozusagen abheben können, also da sind die tausend Euro natürlich mit drin, das stellt diese „1“ hier sicher, ja, 1.000*1,1 stellt sicher, dass das Kapital immer sozusagen mitgeschleppt wird.

Das war’s.

Lernen ohne Leiden (Aufzinsungsfaktor)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

Aufwand u. Kosten Teil 2

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Aufwand u. Kosten Teil 2)

Herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und heute geht es im zweiten Teil unserer Serie wieder um die Abgrenzung von Aufwand und Kosten. Schauen Sie bitte unbedingt Teil 1, damit Sie die Grundlagen haben.

Ich kann das hier nur noch mal kurz wiederholen: Das ist also das Bild, das wir immer vor Augen haben sollten, und das ist das Bild einer Schnittmenge. Sie sehen hier überlappen sich die beiden Rechtecke, sind also deckungsgleich, hier (oben) ist etwas, was hier (unten) nicht hingehört, und hier (unten) ist etwas, was hier (oben) nicht hingehört.

2 Aufwands- und 2 Kostenarten (Aufwand u. Kosten Teil 2)

Hier (oben) steht der Aufwand, und hier (unten) stehen die Kosten.

  • Und der Aufwand besteht aus 2 Teilen zunächst einmal:
    • Der eine Aufwand ist der neutrale. Neutral heißt er deswegen, weil er mit dem Betriebszweck nichts zu tun hat, davon zu neutralisieren ist.
    • Dann hier (in der Schnittmenge) steht Zweckaufwand. Der Zweckaufwand steht hier.
  • Und aus Sicht der Kosten stehen
    • hier in diesen Kästchen (ebenfalls in der Schnittmenge) deckungsgleich mit dem Zweckaufwand die Grundkosten – Kosten aus betrieblichem Grund oder Aufwand für den betrieblichen Zweck. Die beiden sind gleich; das sind nur zwei unterschiedliche Begriffe für genau das gleiche.
    • Und dann gibt es wiederum Kosten, die nicht Aufwand sind, zumindest zum großen Teil (Details schauen uns noch an), das sind die kalkulatorischen Kosten. Die gehören nicht zum Aufwand, sind außerhalb dieser Schnittmengen.

Das ist also das Bild, das man immer vor Augen haben muss.

Aufwand, nochmal zur Erinnerung an Teil 1, Aufwand gehört in die FiBu, ist extern, ein Präsentationsinstrument, und Kosten gehört in die BiBu, und die Kosten- und Leistungsrechnung ist intern ein Steuerungsinstrument – zwei unterschiedliche Bereiche.

Und jetzt schauen wir uns den Aufwand mal etwas genauer an. Und wir haben gerade schon gesehen: Der Aufwand zerfällt zunächst mal in zwei Teile: einmal der neutrale, vom Betriebswerk neutral, und der Zweckaufwand. Und dieser Zweckaufwand ist, wie wir gerade schon gesehen haben, und identisch mit den Grundkosten. Dort haben wir das Überlappen, dort haben wir die Schnittmenge.

Vier Arten von neutralem Aufwand (Aufwand u. Kosten Teil 2)

Und wir fokussieren jetzt auf den neutralen Aufwand. Der Aufwand, der Werteverzehr, Aufwand ist Werteverzehr, der mit den Betriebszwecken nichts zu tun hat. Und da gibt es vier Arten von neutralem Aufwand:

  • Da ist einmal der betriebsfremde (bf), der betriebsfremde. Das ist zum Beispiel eine Spende an das Rote Kreuz. Es ist normalerweise nicht Zweck des Betriebes, zu spenden. Das macht man zusätzlich aus irgendwelchen Überlegungen heraus. Betriebsfremd.
  • Dann periodenfremd (pf). Gehört zwar zum Betriebszweck, gehört aber nicht zeitlich betrachtet in die Periode. Das ist zum Beispiel eine Steuernachzahlung aus einer Vorperiode, gehört also in die Vorperiode, ist also periodenfremd. Hier betriebsfremd, hier periodenfremd.
  • Dann außerordentlich (ao). Dem Grund und der Höhe nach, möglicherweise vor allem der Höhe nach, gehört es auch nicht zum betrieblichen Zweck, ist also abgegrenzt neutralisiert. Das ist der Brand einer Lagerhalle. Auch das ist normalerweise nicht Betriebszweck, sondern dem Grunde nach und der Höhe nach außerordentlich, außerhalb der Ordnung.
  • Und die vierte Form ist bewertungsbedingt (bb), das heißt durch unterschiedliche Bewertungen in der FiBu, wo ja der Aufwand reingehört, und der BiBu, wo die Kosten reingehören, kann sich hier bewertungsbedingter neutraler Aufwand ergeben.

Das schauen wir uns auch noch genauer an, ja, das ist ein kleines bisschen noch.., muss das detaillierter betrachtet werden.

So, das ist also die Struktur: neutraler Aufwand, Zweckaufwand,  hier stehen die Grundkosten, und die Kosten — nochmals zur Erinnerung — zerfallen also in die Grundkosten und die kalkulatorischen Kosten. Auch das schauen wir uns noch genauer an.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Aufwand u. Kosten Teil 2)

Vielen Dank. Mein Name ist Marius Ebert

© Dr. Marius Ebert

Auflösung der Bilanz in T-Konten

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Auflösung der Bilanz in T-Konten)

 

Wir sind immer noch im Bestandskontenkreis I. Wir lösen jetzt die Bilanz auf in Bestandskonten. Wir haben hier (links) unsere Aktiva, die Mittelverwendung, (rechts) unsere Passiva, die Mittelherkunft.

Und wir lösen sie jetzt auf in so genannte T-Konten. Das ist das, was der Bilanzbuchhalter am Anfang des Jahres immer macht. Früher mit der Hand, heute mit der EDV.

T-Konten benennen (Auflösung der Bilanz in T-Konten)

Das heißt: Wir taufen jetzt, diese ganzen so genannten T-Konten taufen wir nun.

  • Dieses Konto ist zum Beispiel ein Aktivkonto und heißt „Maschinen“. Dieses Konto heißt „Rohstoffe“, ist ebenfalls ein Aktivkonto, und dieses Konto heißt „Kasse“ und ist ebenfalls ein Aktivbestandskonto. Das heißt, ich habe die Aktivkonten hierhin (linke Seite) geschrieben.
  • Die Passivkonten: Ich habe hier das Konto „Eigenkapital (EK)“, ich habe hier das Konto „Darlehen“, und ich habe das Konto „Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung“, das kürzt man ab „Verbindlichkeiten aus L und L“, Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung.

Und nun machen wir uns nochmal klar: Soll (linke Seite der T-Konten) und Haben (rechte Seite der T-Konten), ja, später werde ich das auch mal weglassen hier, aber am Anfang schreiben wir das noch hier ganz sorgfältig da hin: linke Seite „Soll (S)“,rechte Seite „Haben (H)“. Auch hier (Passivkonten) linke Seite „Soll“, rechte Seite „Haben“,  linke Seite „Soll“, rechte Seite „Haben“, linke Seite „Soll“, rechte Seite „Haben“.

Bestände auf T-Konten übertragen (Auflösung der Bilanz in T-Konten)

So, und jetzt übertragen wir die Bestände auf die entsprechenden Konten.

Wir haben gelernt: Bei den Aktivkonten stehen Zugänge, und diese Zugänge sind natürlich auch die Anfangsbestände,  Anfangsbestände und Zugänge stehen im Soll. Das heißt: Diese 50.000 schreibe ich jetzt hier (Aktivkonto „Maschinen“) auf die Soll-Seite. Diese 20.000 schreibe ich jetzt hier hin (Aktivkonto „Rohstoffe“) auf die Soll-Seite. Sie kennen diesen Strich, dieser Hochstrich, das steht für drei Nullen. Diesen Kassenbestand von 5.000 schreibe ich (im Aktivkonto „Kasse“) auf die Soll-Seite.

Bei den Aktivkonten steht der Anfangsbestand und die Zugänge im Soll. Anfangsbestände und Zugänge stehen im Soll.

Und bei den Passivkonten ist es umgekehrt. Da stehen die Anfangsbestände und die Zugänge im Haben, das heißt wir übertragen die 60.000 hier (Passivkonto „EK“) auf die Haben-Seite. Ich übertrage die 10.000 von dem Darlehen hier (im Konto „Darlehen“) auf die Haben-Seite, und die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von 5.000 auch (im Passivkonto „Verbindlichkeiten LuL“) auf die Haben-Seite.

Bei den Passivkonten stehen die Anfangsbestände und die Zugänge im Haben.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Auflösung der Bilanz in T-Konten)

 

© Dr. Marius Ebert

 

Aufgabe Optimales Produktionsprogramm Teil 1

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Aufgabe Optimales Produktionsprogramm Teil 1)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und hier geht es um eine Aufgabe zur optimalen Produktionsprogrammplanung – PPP, ProduktionsProgrammPlanung.

Und wir ordnen zunächst einmal ein: Sie sehen hier die Struktur:

  • Strategisch
  • Taktisch
  • Operativ

Das ist eine Unterscheidung nach der Fristigkeit:

  • Strategisch ist langfristig und grundsätzlich,
  • taktisch ist mittelfristig,
  • und operativ ist kurzfristige PPP, Produktionsprogrammplanung.

Worum geht es hier?

  • Bei der strategischen Produktionsprogrammplanung geht es schlicht um die Festlegung der Produkte. Und das ist eine grundsätzliche Frage.
  • Bei der mittelfristigen taktischen Planung geht es dann um die Produktfelder. Also wenn wir hier (bei der strategischen Produktionsprogrammplanung) bei Produkten uns entscheiden für sagen wir mal wir produzieren Schuhe, dann geht es bei den Produktfeldern um Damenschuhe zum Beispiel. Ja, Damenschuhe, also innerhalb dieser Kategorie Schuhe eine Unterkategorie, das sind die Produktfelder innerhalb der Oberkategorie.
  • Bei der operativen kurzfristigen Produktionsprogrammplanung geht es vor allem um die Mengen, aber auch um die Zeiten und die Maschinen. Welche Produkte produzieren in welcher Menge auf welcher Maschine, das ist operative Produktionsprogrammplanung, und genau da sind wir.

Aufgabe und Lösung (Aufgabe Optimales Produktionsprogramm Teil 1)

Wir sind beim optimalen Produktionsprogramm. Das ist ein sehr typisches Klausur- oder Prüfungsthema. Wir erkennen es vor allem an dieser Tabelle hier, und wir erkennen es natürlich auch an der Handlungsaufforderung, wo unser Schwerpunkt zunächst einmal liegen sollte, wo unsere Augen hingehen sollten. Hier steht: „Bestimmen Sie das Gewinnmaximale Produkt- und Absatzprogramm für die kommende Planungsperiode“, das heißt welche Produkte produziere ich in welchen Mengen, damit mein Absatzprogramm gewinnmaximal wird?

Schritt 1: Angaben analysieren

Schauen wir auf die Tabelle, aber schauen wir auf diese Spalte hier (erste Spalte), schauen wir bitte nicht so sehr auf die Zahlen zunächst, sondern schauen wir zunächst, welche Art von Angaben wir haben. Und das finden wir hier.

Wir haben den Absatzpreis, wir haben die maximal absetzbare Menge, wir haben die variablen Stückkosten – ich kürze es gerne ab mit kV, k Index V, variable Stückkosten — und die Bearbeitungszeit pro Stück, also für Produkt 1 braucht es 6, sagen wir Minuten, um 1 Stück zu produzieren.

Schritt 2: Lösungstabelle zur Entscheidung

So, und nun kommen wir zunächst zur Lösung für Aufgabe A, und da habe ich schon mal eine kleine Struktur vorbereitet. Prägen Sie sich diese Struktur ein. Wir haben hier (in Spalte 1) zunächst die Produkte nach ihren Bezeichnungen, wir haben (in Spalte 2) den Preis, wir haben (in Spalte 3) die variablen Kosten kV, wir haben (in Spalte 4) die Deckungsspanne, manche nennen es auch Stückdeckungsbeitrag oder schlicht Deckungsbeitrag, gemeint ist P-kV, Preis minus variable Kosten, und dann (in Spalte 5) die Spalte hier für die Entscheidung. Wir werden gleich sehen, was das bedeutet.

Teilschritt 2.1: Angaben übertragen

So, jetzt müssen wir im Prinzip nur die Angaben übertragen, also:

  • Schauen wir auf die Preise. Die finden wir (in der ersten Tabelle) in der ersten Zeile – 35, 48, 27 und 40; 35, 48, 27 und 40. Und dann noch für Produkt 5, 6 und 7 38, 45 und 30; 38, 45 und 30. Das sind die Preise, einfach nur abgeschrieben aus der Aufgabenstellung.
  • Genau wie die variablen Kosten. Die schreiben wir auch nur ab. Die finden wir hier (in der erste Tabelle in der dritten Zeile): 20, 30, 29;  20, 30, 29, und dann 19, habe ich gerade noch gesehen, kurz, 19, und schauen wir weiter: 45, 20, 36; 45, 20, 36.

Teilschritt 2.2: Deckungsspanne berechnen

So, und jetzt unter sicherer Anwendung der Subtraktion – Sie sehen, das ist rechentechnisch gar nicht schwer – ziehen wir nur ab P (Preis) minus kV: 35-20 ergibt einen Stückdeckungsbeitrag oder Deckungsspanne genannt von 15. 48-30 ergibt 18. 27-29 – aufpassen: gibt -2. 40-19 ergibt 21. 38-45 ergibt -7. 45-20 ergibt 25. Und 30-36 ergibt -6.

Teilschritt 2.3: Entscheidung ableiten

Und schon sind wir bei der Entscheidung:

  • Produkte mit positivem Stückdeckungsbeitrag werden weiter produziert, das heißt hier (erste Zeile) ist positiv, 15, genau wie hier (zweite Zeile) 18, positiv.
  • Produkte mit negativem Stückdeckungsbeitrag (Zeile 3) werden eliminiert zunächst, Ausnahmen schauen wir uns später an.

Hier (Zeile 4) wieder ein positiver Stückdeckungsbeitrag, 21. Hier (Zeile 5) wieder negativ, eliminieren. 25 (Zeile 6) positiv, -6 (Zeile 7) eliminieren.

Das ist die Entscheidung.

Schritt 3: Kapazitätsprobe

Jetzt müssen wir aber noch eines überprüfen. Denn wir produzieren ja offensichtlich nur die Produkte 1 und 2, das Produkt 3 produzieren wir nicht, das Produkt 4 produzieren wir wieder und das Produkt 6, also 1, 2, 4 und 6 produzieren wir.

Ich hab’s hier schon aufgetragen, denn hier finden wir jetzt die Kapazitätprobe. Wir müssen überprüfen, ob unsere Zeiteinheiten von – was hatten wir noch (in Tabelle 1), schauen wir nach: 90.000 Zeiteinheiten, ob das ausreicht. Das müssen wir einfach überprüfen. Und dafür brauchen wir hier (in Spalte 1) den Zeitbedarf pro Stück, die produzierte Menge (Spalte 2), ist gleichzeitig die absetzbare Menge, den Kapazitätsbedarf (in Spalte 3), und hier der Trick: Wir kumulieren – Achtung: „kumuliert“ schreibt man k-u-m –, kumulierte Kapazität(in Spalte 4) ist die angehäufte Kapazität. Sie werden gleich sehen, was das bedeutet. Das ist ein sehr schöner Trick, so etwas zu machen, dann sieht man hier unten (in der untersten Zeile) direkt das Gesamtergebnis, also die gesamte maximal verbrauchte Kapazität.

Also, Produkt 1, 2, 4 und 6, schauen wir (in Tabelle 1), welchen Zeitbedarf  wir haben: 6, 9, 3 und 5. Also übertragen wir das (in Tabelle 3): 6, 9, 3 und 5. Und jetzt brauchen wir (aus Tabelle 1) die produzierten Mengen: 5.000, 4.000, 3.000, 2.000, 5.000, 4.000, 3.000, 2.000. Also übertragen wir das (in Tabelle 3): Produzierte Menge – ich mache dieses Häkchen hier für „Tausend“ – 5.000, 4.000, 3.000, 2.000.

Und jetzt produzieren wir drauf los. (Produkt 1) 5.000 Mengen, pro Mengeneinheit en 6 Zeiteinheiten, sind 5.000*6, sind Kapazitätsbedarf von 30.000, und kumuliert auch 30.000, ist ja noch gar nichts zu kumulieren da. Dann (Produkt 2) 9*4.000 sind 36.000, die wir jetzt verbrauchen für Produkt 2. Kumuliert sind es allerdings jetzt schon 66.000 – 30.000+36.000 sind 66.000. Dann (Produkt 4) 3*3.000 sind 9.000. Kumuliert sind es jetzt 75.000. Und jetzt (Produkt 6) kommen noch 5*2.000, also 10.000 hinzu, das heißt 85.000 Zeiteinheiten haben wir verbraucht. Aber: 85.000 Zeiteneinheiten ist kleiner als 90.000, das heißt die Kapazität ist OK. Wir produzieren also genau diese Mengen hier, diese Mengen hier (in Spalte 3) produzieren wir: 5.000, 4.000, 3.000 und 2.000, und das ist unser, das hier ist unser optimales Produktionsprogramm für die Aufgabe A, und A ist ohne Engpass offensichtlich, das haben wir gerade überprüft. Wir haben bei A keinen Engpass. Das heißt unser Kriterium war p-kV – die Deckungsspanne oder der Stückdeckungsbeitrag, es gibt unterschiedliche Ausdrücke. Wenn diese Deckungsspanne positiv ist, heißt das, das Produkt wird produziert. Und wenn diese Deckungsspanne minus ist, negativ ist, heißt: Das Produkt wird eliminiert.

Das ist zunächst einmal das Entscheidungskriterium, wenn wir keinen Engpass haben. Dass wir nach der Deckungsspanne vorgehen, und die positiven Produkte produzieren, und die, die mit negativer Deckungsspanne eliminieren.

Ja, das war’s zunächst mal zum Aufgabenteil A.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Aufgabe Optimales Produktionsprogramm Teil 1)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Arten von Bilanzen

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Arten von Bilanzen)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und wir schauen uns in diesem Video an verschiedene Arten von Bilanzen.

3 wesentliche Bilanzarten (Arten von Bilanzen)

Und da kommen wir auf 3 wesentliche:

  • Da ist einmal die Handelsbilanz,
  • dann ist da die Steuerbilanz,
  • und dann ist da die Konzernbilanz.

Wenn man diese drei wesentlichen Bilanzarten verstanden hat, dann hat man schon mal eine Menge verstanden.

  • Die Handelsbilanz, die Bilanz  nach Handelsrecht  hat zwei Aufgaben: einmal die Präsentation nach außen und die Rechenschaft. Der Vorstand muss hier Rechenschaft gegenüber den Aktionären. Insgesamt ist es eine Präsentation gegenüber den Stakeholdern. Stakeholder sind alle beteiligten Gruppen. Das sind auch die Aktionäre, aber auch die Lieferanten, die Kunden, die Anwohner. Die Stakeholder, und Rechenschaft vor allem den Shareholdern, also den Aktionären. Shareholder sind eine Teilmenge der Stakeholder.
  • Die Steuerbilanz hat die Aufgabe der Gewinnermittlung. Man könnte auch sagen: Die Ermittlung der Steuerlast, und der Adressat der Steuerbilanz ist das Finanzamt.
  • Und die Konzernbilanz hat lediglich eine Informationsfunktion. Die Konzernbilanz dient nicht der Gewinnermittlung, sondern zeigt lediglich, wie das große Ganze, also der Konzern, der ja aus verschiedenen Töchtern besteht, als Ganzes dasteht, informiert über das große Ganze. Die Gewinnermittlung erfolgt durch die Steuerbilanzen der Bestandteile des Konzerns, also der Töchterunternehmen.

Ja, das sind schon mal 3 wesentliche Bilanzarten mit ihren Aufgaben.

Mein Name ist Marius Ebert.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Arten von Bilanzen)

Wenn Sie sich für mich und meine Arbeit interessieren, dann schauen Sie mal unter www.spasslerndenk-shop.de – sehr wirksame Lernhilfen für Sie.

Mein Name ist Marius Ebert.

Danke! Tschüs.

© Dr. Marius Ebert

 

Arten von Arbeitslosigkeit

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Arten von Arbeitslosigkeit)

Herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und in diesem kleinen Schulungsvideo geht es um Arbeitslosigkeit, genauer gesagt die Arten von Arbeitslosigkeit.

Unterschiedliche Arten (Arten von Arbeitslosigkeit)

Es gibt nämlich ganz unterschiedliche Arten von Arbeitslosigkeit.

  • Die erste Art von Arbeitslosigkeit nennen wir die friktionale. Friktionale Arbeitslosigkeit ist Reibungsarbeitslosigkeit oder auch Übergangsarbeitslosigkeit genannt, die dadurch entsteht, dass in einer Volkswirtschaft die Wechsel der Arbeitsplätze niemals völlig reibungslos ineinander greifen, das heißt dass jemand zum dreißigsten April arbeitslos und fängt zum ersten Oktober wieder an. Das ist also harmlos. Übergangsarbeitslosigkeit.
  • Dann ist da die saisonale Arbeitslosigkeit. Das hängt mit den Jahreszeiten zusammen, mit typischen Saisonbetrieben, die sich irgendwie schon nach dem Wetter richten. Denken wir an Gastronomie zum Beispiel. Auch das ist eine eher harmlose und nie ganz zu vermeidende Form der Arbeitslosigkeit.
  • Die dritte Form ist die konjunkturelle Arbeitslosigkeit. Das hängt mit Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Rezession zusammen, also mit den Konjunkturzyklen.
  • Und die vierte Form ist die strukturelle Form von Arbeitslosigkeit, und das hier ist eine schlimme Form von Arbeitslosigkeit, während wir die anderen mehr oder weniger hinnehmen oder hinnehmen müssen vielleicht sogar, ist die strukturelle ein Missverhältnis. Strukturelle Arbeitslosigkeit ist ein Missverhältnis zwischen dem, was gebraucht wird und dem, was angeboten wird. Und eine andere Sichtweise sagt auch noch, strukturelle Arbeitslosigkeit hat auch etwas mit den Strukturen am Arbeitsmarkt zu tun, auch mit den Strukturen unseres Arbeitsrechtes, das als sehr starr gilt. Aber vor allem ist es ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage, ja, das Angebot an Arbeitskräften stimmt nicht mit dem überein, was die Wirtschaft an Anforderungsprofilen formuliert.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Arten von Arbeitslosigkeit)

Ja, schauen Sie mal auf www.spasslerndenk.de für meine Schnelllernseminare zum Betriebswirt/in oder zum Wirtschaftsfachwirt/in IHK, und schauen Sie mal unter www.spasslerndenk-shop.de für Lernhilfen.

Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank!

© Dr. Marius Ebert

 

Arbeitsvertrag Schriftform

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsvertrag Schriftform)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und heute geht es um die Frage der Schriftform vom Arbeitsvertrag.

Schriftform hängt von Befristung ab (Arbeitsvertrag Schriftform)

„Müssen Arbeitsverträge schriftlich abgeschlossen werden?“, ist hier die Frage, und wir müssen eine Fallunterschedung treffen, und zwar: Ist der Arbeitsvertrag unbefristet oder ist der Arbeitsvertrag befristet?

  • Wenn wir mal hier anfangen bei den befristeten Arbeitsverträgen, lautet die Antwort: „Ja!“. Befristete Arbeitsverträge müssen schriftlich abgeschlossen werden, und zwar wird die Antwort geliefert in § 14, Absatz 4 des Tz BfG, des Teilzeit- und Befristungsgesetzes. Schauen wir einmal kurz rein. Das ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz, §14 Zulässigkeit der Befristung, und da schauen wir in den Paragraf  4 – nicht den Paragraf 4, den Absatz 4 wollte ich sagen, von § 14, §14 Absatz 4: Die Befristung eines Arbeitsvertrages bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. So, damit hätten wir das geklärt: Befristete Arbeitsverträge müssen also schriftlich gemacht werden.
  • Bei unbefristeten Arbeitsverträgen lautet die Antwort: „Nein!“. Unbefristete Arbeitsverträge können auch mündlich geschlossen werden. Aber — es gibt ein „Aber“, nämlich das sogenannte Nachweisgesetz. Und das Nachweisgesetz erwartet vom Arbeitgeber – schauen wir, § 2 des Nachweisgesetzes, Absatz 1: Der Arbeitgeber hat spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschriftsunterzeichnung dem Arbeitnehmer auszuhändigen. Hier stehen die Punkte, die alle drin sein müssen. Es geht über die Arbeitszeit, der Urlaub und so weiter und so weiter. Wesentliche Bedingungen, das muss also dem Arbeitnehmer ausgehändigt werden, so dass das fast einem Vertrag entspricht.

Also, fassen wir noch einmal zusammen: Bei unbefristeten Arbeitsverträgen ist die Schriftform nicht vorgeschrieben. Aber das Nachweisgesetz bringt die Schriftform nachher ins Spiel. Bei befristeten Arbeitsverträgen ist die Schriftform vorgeschrieben, und es hat erhebliche Rechtsfolgen, wenn diese Form nicht beachtet wurde, denn dann wird aus einem befristeten Arbeitsvertrag ein unbefristeter.

Ja, das war‘s schon wieder. Mein Name ist Marius Ebert.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsvertrag Schriftform)

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Dankeschön.

© Dr. Marius Ebert

 

Arbeitsstättenverordnung Inhalt

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsstättenverordnung Inhalt)

Hallo. Mein Name ist Marius Ebert. In dieser Videoserie stelle ich Ausschnitte vor aus meinen Lernkartensystemen. Hier diesmal geht es um die Arbeitsstättenverordnung, und wir sollen einfach mal ein paar Regelungsbereiche nennen, die in der Arbeitsstättenverordnung aufgeführt sind.

Schutz des Arbeitnehmers (Arbeitsstättenverordnung Inhalt)

Arbeitsstättenverordnung bezieht sich auf die Arbeitsstätte, also auf den Arbeitsplatz, und dient dem Schutz des Arbeitnehmers, dass er dort menschenwürdig, angenehm arbeiten kann. Daraus, wenn man das weiß. kann man im Grunde schon viel ableiten, ohne in die Arbeitsstättenverordnung reinzuschauen.

Was wird dort geregelt sein? Nun, zum Beispiel

  • die Raumtemperatur,
  • die Belüftung,
  • die Sauberkeit, alles bezogen auf den Arbeitsplatz; die Sauberkeit,
  • dann den verschiedene Dinge unter der Überschrift Schutz, Schutz — vor allem Brandschutz (es gibt ja leicht entflammbare Materialien und nicht so leicht entflammbare Materialien), Brandschutz und Fluchtwege, ja, also der Arbeitnehmer soll auch geschützt werden, und dann neben Sauberkeit, Belüftung, Raumtemperatur haben wir noch
  • die Beleuchtung

Ja, das ist nicht vollständig, aber das sind wesentliche Elemente, also Raumtemperatur, Belüftung, Sauberkeit, Beleuchtung, das sind alles Dinge, die sich darauf beziehen, dass der Arbeitnehmer sich dort wohlfühlt. Und hinzu kommt der Schutzgedanke, vor allem Feuerschutz, Brandschutz und Fluchtwege, die gekennzeichnet sein müssen.

Das war‘s für dieses Video.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsstättenverordnung Inhalt)

Ich sprach grade von meinen Lernkartensystemen. Gehen Sie dafür in meinen Shop www.spasslerndenk-shop.de. Machen Sie es sowieso, wenn Sie endlich lernen wollen ohne zu leiden. Warum leiden die meisten Menschen? Weil sie mit schlechtem Lernmaterial arbeiten. Ändern Sie das. Gehen Sie in den Shop.

Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank!

 

© Dr. Marius Ebert

 

Arbeitsplatzbewertung

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsplatzbewertung)

Hallo. Mein Name ist Marius Ebert und ich bin Experte für leichtes und schnelles Lernen und möchte in diesem Video mal einen Überblick verschaffen über Verfahren der Arbeitsplatzbewertung. Das gehört in den Bereich Personal-Management, Personalentlohnung genauer gesagt.

Zwei Gruppen mit jeweils 2 Verfahren (Arbeitsplatzbewertung)

Arbeitsplatzbewertung bedeutet, dass der Arbeitsplatz bewertet wird, nicht etwa die Leistung eines Menschen an diesem Arbeitsplatz, und wir unterscheiden grundsätzlich in so genannte summarische Verfahren und in analytische Verfahren:

  • Summarisch bedeutet, der Arbeitsplatz wird als Ganzes bewertet,
  • und analytisch: Er wird in seine einzelnen Anforderungsarten an diesen Arbeitsplatz zerlegt.

Bei den summarischen haben wir 2, bei den analytischen haben wir 2. Also Strukturzahl 2, es gibt zwei Gruppen: summarisch, analytisch. Es gibt innerhalb der Gruppe summarisch 2, und es gibt innerhalb der analytischen Verfahren zwei Verfahren:

  • Das erste (summarische) Verfahren ist das Rangfolgeverfahren, das zweite Verfahren ist das Katalogverfahren.
  • Das erste analytische Verfahren — bitte aufpassen: Wir sind jetzt hier in einer anderen Struktur; wir sind bei den analytischen Verfahren — ist das Rangreihenverfahren. Bitte schwer aufpassen: Rangreihenverfahren ist analytisches, Rangfolgeverfahren, was so ähnlich klingt, ist ein summarisches Verfahren das ist etwas ganz anderes. Und das zweite analytische Verfahren ist das Stufenwertzahlverfahren.

So, das sind die vier Verfahren der Arbeitsplatzbewertung. In weiteren Videos werden wir uns das genauer anschauen.

Vielen Dank.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsplatzbewertung)

Schauen Sie mal unter www.spasslerndenk.de oder in meinen Shop www.spasslerndenk-shop.de. Dort finden Sie viele sehr hilfreiche Videos, Skripte, PDFs zur Betriebswirtschaftslehre.

Vielen Dank.

Marius Ebert ist mein Name. Tschüs.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Arbeitsgericht Teil 1

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsgericht Teil 1)

Herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert.

Wir beginnen eine kleine Serie über das Arbeitsgericht. Das ist natürlich besonders wichtig für den PFK, den Personalfachkaufmann.

Diese Mindmap finden Sie in meinem Shop www.spasslerndenk-shop.de; können Sie, wenn Sie oben in die Leiste gehen auf „Herunterladen“, sich kostenlos als PDF herunterladen.

Mindmap Struktur erfassen (Arbeitsgericht Teil 1)

Und Sie wissen: In einer Mindmap sollte man erst mal die Hauptstrukturen wahrnehmen, das heißt hier diese blauen größeren Schriftzüge, also

  • die Rechtsgrundlage, die wir finden im Arbeitsgerichtsgesetz
  • dann müssen wir ein paar Begriffe klären hier, um das Ganze zu verstehen
  • dann die Frage der Zuständigkeit der Arbeitsgerichte: An welches Arbeitsgericht wende ich mich denn?
  • dann gibt es arbeitsgerichtliche Besonderheiten:  das Arbeitsgericht und die Arbeitsgerichtsbarkeit funktioniert nach etwas anderen Gesetzmäßigkeiten als die üblichen anderen Zivilgerichte
  • dann die Instanzen; dafür gibt es eine eigene Mindmap, auch unter www.spasslerndenk-shop.de
  • und die die Richter am Arbeitsgericht.

Das ist also die Hauptstruktur.

Rechtsgrundlage (Arbeitsgericht Teil 1)

Wir beginnen mit der Rechtsgrundlage, dem Arbeitsgerichtsgesetz. Bitte schauen Sie mal in dieses Gesetz oder schauen Sie ins Internet. Sie wissen: Alle Gesetze sind im Internet frei verfügbar.

Begriffsklärung (Arbeitsgericht Teil 1)

Begriffe müssen geklärt werden.

Wir unterscheiden das Urteilsverfahren und das Beschlussverfahren.

  • Das Urteilsverfahren ist das mit Abstand häufigere Verfahren. Im Urteilsverfahren wird der Richter nicht zu selbst ermitteln, sondern er wird nur das beachten, was ihm vorgetragen wird. Das nennt man auch die Verhandlungsmaxime. Der Richter ist genauso schlau, wie man ihn macht, das heißt: Wenn man einen bestimmten Sachverhalt nicht vorträgt, dann wird der Richter nicht selber hier weiter schauen und ermitteln, wie das denn genau war.
  • Anders im Beschlussverfahren. Hier kann der Richter selbst ermitteln. Er kann selber Zeugen benennen. Man nennt das die Amtsermittlungsmaxime. Hier ermittelt also der Richter von Amts wegen und versucht, den Sachverhalt durch eigene Nachforschungen aufzuklären. Kommt sehr viel seltener vor, nämlich –  wie wir gleich sehen werden – vor allem bei Streitigkeiten nach dem Betriebsverfassungsgesetz.

Dann brauchen wir noch die beiden Begriffe Leistungsklage und Feststellungsklage. Vor dem Arbeitsgericht ist häufiger die Feststellungsklage, aber beginnen wir mit der Leistungsklage.

  • In der Leistungsklage geht es darum, eine Leistung einzuklagen, wahrscheinlich ein Geldanspruch. Ja, der Arbeitnehmer vertritt die Meinung, dass er noch einen Gehaltsanspruch hat, der Arbeitgeber sieht das anders. Das ist eine Leistungsklage.
  • Sehr viel häufiger bis die Feststellungsklage,und da natürlich die Kündigungsschutzklage. Das ist die klassische Feststellungsklage. Es soll festgestellt werden, dass das Arbeitsverhältnis fortbesteht. Das ist das Anliegen des Arbeitnehmers, der die Kündigung bekommen hat, dagegen eine Kündigungsschutzklage fristgerecht eingereicht hat, und jetzt soll das Gericht feststellen, dass das Arbeitsverhältnis fortbesteht.

Okay, das war‘s.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Arbeitsgericht Teil 1)

Weiter geht es im zweiten Teil. Bis gleich!

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© Dr. Marius Ebert