Archiv der Kategorie: Betriebswirt IHK

Desinvestition, Prüfungsfrage

IHK-Prüfung entschlüsselt (Desinvestition, Prüfungsfrage)

Hallo, mein Name ist Marius Ebert. Wir betrachten Prüfungsfragen.

Das Insider-Video „Prüfungsfragen entschlüsselt“ erhalten Sie, indem Sie unter dem Video auf den Link klicken und sich in das Formular eintragen.

Hier geht es um Desinvestitionen. Und gefragt ist nach den betriebswirtschaftlichen Auswirkungen.

Investition und Desinvestition (Desinvestition, Prüfungsfrage)

Nun, diese Frage beantworten wir, indem wir zunächst einmal den Begriff klären: Was sind denn Desinvestition? Und wenn wir Desinvestitionen klären, dann sollten wir vielleicht vorher klären Investitionen. Was sind Investitionen?

Wörtlich heißt investieren einkleiden, einkleiden, wörtlich, ja, ich investiere in etwas, zum Beispiel in eine Maschine, in ein neues Unternehmen oder was immer, Und desinvestieren heißt dann im Prinzip ausziehen – ausziehen. Ich ziehe Mittel wieder ab, also etwas freier, nicht mehr so wörtlich kann man sagen:  Desinvestition heißt Mittel abziehen.

Betriebswirtschaftliche Auswirkungen (Desinvestition, Prüfungsfrage)

Und damit sind wir bei den betriebswirtschaftlichen Auswirkungen.

Denn die wesentliche betriebswirtschaftliche Auswirkung ist eine Freisetzung. Wenn ich Mittel abziehe, dann setze ich gleichzeitig Mittel frei. Und diese freigesetzten Mittel können sein:

  • Ich setze frei Liquidität, weil ich nicht mehr in diese Investition Geld reinschieße. Das hängt nun natürlich wesentlich von der Investition ab. Aber in den allermeisten Fällen ist es eine Freisetzung von Liquidität.
  • Dann wahrscheinlich eine Freisetzung von Personal.
  • Es ist auch eine Freisetzung von Aufmerksamkeit, ja, das ich nicht unwichtig. Ich habe meinen Kopf wieder frei und habe mich einfach von dieser, ja, von dieser Sache, die ich als Fehlinvestition jetzt eingestuft habe, im Nachhinein, vorher konnte ich es nicht wissen, aber im Nachhinein hat sich etwas als Fehlinvestition herausgestellt. Ich befreie auch Aufmerksamkeit.

Wahrscheinlich reduziere ich Kosten. Ja, das hängt jetzt sehr vom Einzelfall ab, ob ich hier schon direkt Kosten reduziere. Sicher langfristig. Ob ich kurzfristig Kosten reduziere, das hängt jetzt von der Investition ab.

Es kann nämlich auch sein, dass die betriebswirtschaftliche Auswirkung eventuell eine Vertragsstrafe ist. Ja, das könnte sein. Deswegen ist das mit der Kostenreduktion nicht immer so uneingeschränkt eine klare Aussage. Langfristig reduziere ich Kosten, weil die Investition sich ja als nicht glücklich erwiesen hat. Aber ob ich’s kurzfristig auch tue, das ist eine große Frage, das hängt vom Einzelfall ab. Deswegen arbeiten wir in solchen Fällen, wo Sie sehr allgemein gefragt werden, immer mit dem Begriff „eventuell“. Ja, eventuell eine Vertragsstrafe.

Ja, eventuell könnte eine Desinvestition, eine Desinvestition könnte eventuell, wenn ich desinvestiere, einen Imageschaden nach sich führen, ja. Wer will mir denn beweisen, dass diese Aussage hier falsch ist? Ja, ein Unternehmen hat groß investiert, oder eine Regierung hat groß investiert und muss jetzt desinvestieren, weil die Investition sich als nicht gewinnträchtig herausgestellt hat. Das kann zu schlechten Schlagzeilen führen, das kann zu einem Imageschaden durchaus führen. Also auch diese Aspekte sollte man bedenken.

Sie sehen, das ist schon eine ganze Menge, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber das sind schon mal auf jeden Fall richtige Antworten.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Desinvestition, Prüfungsfrage)

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Viel Erfolg für Sie.

Marius Ebert

 

© Dr. Marius Ebert

 

Delikthaftung

IHK-Prüfung entschlüsselt (Delikthaftung)

Willkommen, mein Name ist Marius Ebert, und in diesem kleinen Schulungsvideo geht es um die sogenannte Delikthaftung.

Arten der Haftung (Delikthaftung)

Aber fangen wir vorne beziehungsweise oben in unserer Struktur an:

Haftung gibt es in Deutschland aus drei Gesichtspunkten heraus:

  • Da ist einmal die Haftung aus Vertrag,
  • dann ist da die Haftung aus unerlaubter Handlung, die Haftung aus Delikt, und damit beschäftigen wir uns gleich,
  • und die Haftung aus Gefährdung,

wobei die Haftung aus Vertrag und die Haftung aus Delikt immer gekoppelt ist an eine Schuld. Was das genau ist, schauen wir.

Während die Gefährdungshaftung ein Sonderfall ist in der deutschen Systematik. Das ist eine Haftung ohne Schuld und begegnet uns als Betriebswirte vor allem im Rahmen des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG). Aber es gibt auch andere Bereiche, die die Gefährdungshaftung haben, zum Beispiel im Umwelthaftungsrecht.

Voraussetzungen für eine Delikthaftung (Delikthaftung)

Aber jetzt geht es um die sogenannte Delikthaftung, und da sind wir bei den Paragrafen §§ 823 ff im BGB.

Und diesen § 823 schauen wir uns mal etwas genauer an. Hier ist er.

„Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Also: Prüfen wir diese Delikthaftung im Einzelnen – Delikthaftung. Sind im Wesentlichen vier Dinge, die zu prüfen sind. Wir arbeiten sehr eng am Gesetz. Da steht:

  1. „Wer vorsätzlich oder fahrlässig“: Vorsätzlich oder fahrlässig ist das, was der Jurist nennt „Schuld“. Vorsatz ist Absicht, Fahrlässigkeit ist Nachlässigkeit, Schlamperei. Das muss erfüllt sein.
  2. Dann: Leben oder Körper oder Gesundheit oder Eigentum oder oder oder…, ein sonstiges Recht muss verletzt werden
  3. Und zwar widerrechtlich – widerrechtlich. Jede Operation, die ein Arzt vornimmt, ist eine Verletzung von einem Körper, sogar vorsätzlich, aber nicht widerrechtlich. Jede Tätowierung, die jemand vornehmen lässt, ist eine Verletzung des Körpers, aber nicht widerrechtlich. Das heißt: Wir müssen prüfen, ob es widerrechtlich ist.
  4. Und der vierte Punkt ist die Ursächlichkeit, denn das Gesetz sagt „daraus entstehenden“, das heißt: Es muss ein ursächlicher Zusammenhang sein zwischen dem, was passiert ist, und dem Schaden.

Delikthaftung und Schadensersatz (Delikthaftung)

Und dann ist, wenn wir das dem Grunde nach bejaht haben, relevant § 249 ff im BGB, und dies regelt die Höhe.

Wir prüfen also immer,

  • erstens Haftung dem Grunde nach, ja, ist ein Haftungsgrund da, und das ist gegeben, wenn zum Beispiel § 823 ff diese vier Punkte zu bejahen sind,
  • und erst danach im zweiten der Höhe nach. Niemals bitte den § 249 alleine auftreten lassen, sondern ihn immer verknüpfen, zum Beispiel mit dem § 823 BGB. § 249 regelt dann den Schadensersatz der Höhe nach. Das ist im Wesentlichen der Gedanke der Wiedergutmachung.

Das war’s schon wieder.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Delikthaftung)

Wenn Sie Lernhilfen von mir interessieren, schauen Sie unter www.spasslerndenk.de, dort finden Sie meine Seminare, und www.spasslerndenk-shop.de, dort finden Sie Schnelllernhilfen.

Dankeschön.

Mein Name ist Marius Ebert.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Deckungsbeitragsrechnung, einstufig, mehrstufig

Lernen ohne Leiden (Deckungsbeitragsrechnung, einstufig, mehrstufig)

Hallo, herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. Ich bin Experte für leichtes und schnelles Lernen und werde mich in diesem Video mal beschäftigen mit dem Deckungsbeitrag.

Der Deckungsbeitrag  DB, Deckungsbeitragsrechnung ist ein wichtiges Controling-Instrument, und wir unterscheiden

  • die einstufige und
  • die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung.

Einstufige Deckungsbeitragsrechnung (Deckungsbeitragsrechnung, einstufig, mehrstufig)

Zunächst mal einstufig: Der einstufige Deckungsbeitrag ist P, Preis, minus KV, variable Kosten, das nennen wir den Deckungsbeitrag. Genau genommen müssen wir es nennen den Stück- Deckungsbeitrag oder die Deckungsspanne, denn wenn wir es multiplizieren mit einer verkauften Menge eines Produktes x1, dann haben wir hier den Gesamt-DB, den Gesamt- Deckungsbeitrag.

Und wie rechnet man sich nun hier seinen Gewinn aus, genauer gesagt sein Betriebsergebnis? – Man nimmt den Deckungsbeitrag, den Gesamt-Deckungsbeitrag von Produkt 1 plus, nehmen wir an, wie haben zwei Produkte, dann nehmen wir hier P1 und KV1, nehmen wir hier den Preis des zweiten Produktes, die variablen Kosten des zweiten Produktes, multipliziert mal x2 ist der Gesamt- Deckungsbeitrag von x2 und so weiter. Minus KFix. Und das ist dann das Betriebsergebnis BE.

Wir betrachten also die Fixkosten als Block und ziehen sie in einer Summe ab. Das ist die einstufige Deckungsbeitragsrechnung.

Das ist schon eine ganz gute Controling-Möglichkeit, weil man sieht, welches Produkt trägt einen positiven Beitrag zur Deckung der fixen Kosten bei. Das ist genau dann der Fall, wenn dieser Betrag P-KV größer Null ist.

Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung (Deckungsbeitragsrechnung, einstufig, mehrstufig)

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung setzt zunächst mal genauso an, das heißt (P1-KV1)*x1 + (P2-KV2)*x2.

Aber jetzt kommt es: Jetzt zerlegt man diese Fixkosten sozusagen scheibchenweise. Betrachtet die Fixkosten genauer und sagt: Nun, ein Teil dieser Fixkosten sind zum Beispiel Produktfixkosten, zieht sie also hier ab: minus Produktfixkosten, und zwar P1, und hier zieht man ab minus Produktfixkosten Produkt 2. Hier P1, hier P2. Und erhält ein Zwischenergebnis, und das nennen wir dann den DB2, den DB2.

So, dann kann man diese beiden Ergebnisse zusammenfassen und  jetzt wieder einen Teil der Fixkosten abziehen. Wir ziehen ab: minus Produktgruppenfixkosten. Denn wir unterstellen, dass wir die Produkte P1 und P2 einer Produktgruppe zuordnen können und wir vielleicht noch eine andere Produktgruppe haben mit Produkten P3 und P4.

Wir haben also hier einen Betrag jetzt, ziehen davon ab die Produktgruppenfixkosten von diesem einen Betrag, weil sie die Produktgruppe betreffen, und haben den DB3.

 Und dann ziehen wir ab die übrigen Unternehmensfixkosten, ja, den ganzen Rest, und haben unser Betriebsergebnis beziehungsweise kann man dann auch nennen DB4, aber das macht man dann eigentlich nicht mehr, sondern hat sein Betriebsergebnis.

Wir haben also eine sehr viel genauere, differenziertere Betrachtung hier bei dieser mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung. Das heißt zum Beispiel Überlegungen zu Produkteliminierungen können sehr viel genauer gemacht werden, weil man hier (bei der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung) ja sagt: Diese Fixkosten sind kurzfristig nicht abbaubar, hier aber (bei der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung) sagt: Vielleicht kann ich diese Produktfixkosten eben doch relativ kurzfristig abbauen.

OK, das war’s schon wieder.

Lernen ohne Leiden (Deckungsbeitragsrechnung, einstufig, mehrstufig)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Deckungsbeitrag

IHK-Prüfung entschlüsselt (Deckungsbeitrag)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. Ich bin Experte für leichtes und schnelles Lernen und möchte in diesem Video mal auf den Begriff Deckungsbeitrag eingehen. Ich kürze mal ab: DB für Deckungsbeitrag.

Einordnung (Deckungsbeitrag)

Das ist ein wichtiger betriebswirtschaftlicher Begriff. Wenn Sie sich schon mal mit meiner Lernmethode beschäftigt haben, dann wissen Sie, dass Struktur sehr wichtig ist. Das heißt: Das erste, was wir tun, wir werden den Begriff jetzt erst mal einordnen, und zwar in das betriebswirtschaftliche oder betriebliche Rechnungswesen (ReWe), und im Rechnungswesen gibt es wesentlich zwei Bereiche:

  • einmal die FiBu, die Finanzbuchhaltung. Das ist der Bereich, wo nachher der Bilanz, der Jahresabschluss am Ende erstellt wird.
  • Und dann gibt es die BiBu, das ist die Betriebsbuchhaltung, die man auch nennt die Kosten- und Leistungsrechnung.

Und der Deckungsbeitrag gehört in dieses Gebiet (BiBu). Und die Aufgabe dieses Gebiets ist eine Steuerung. In der Betriebsbuchhaltung geht es um eine innerbetriebliche Steuerung. Das heißt: Der Deckungsbeitrag ist ein Instrument, um betrieblich zu steuern und zu entscheiden. Das ist das.

Bedeutung (Deckungsbeitrag)

Was ist nun der Deckungsbeitrag? Wir unterscheiden den

  • Stück-Deckungsbeitrag und den
  • Gesamt-Deckungsbeitrag.

Und der Stück-Deckungsbeitrag ist nichts anderes als Preis P minus variable Kosten kv. Preis minus variable Kosten. Beispiel: Nehmen wir mal an, wir verkaufen Modeschmuck. Wir kaufen den Modeschmuck ein für sagen wir 2 Euro und verkaufen ihn für sagen wir 10 Euro. Dann ist der Stück-Deckungsbeitrag 10-2=8 Euro.

Und der Gesamt-Deckungsbeitrag ist dann p-kV, multipliziert mit der Anzahl der Modeschmuckstücke, die wir verkaufen, also in Klammern mal x. Das heißt, nehmen wir an, x sei 10, dann gilt hier 8, p-kv ist hier 8 in unserem Zahlenbeispiel, mal 10, dann ist der Gesamt-Deckungsbeitrag 80.

Und warum ist der Stück-Deckungsbeitrag so ein wichtiges Steuerungsinstrument? Nun, man kann zum Beispiel sehen, wann es sich nicht mehr lohnt, dieses Stück zu verkaufen. Wenn jetzt zum Beispiel ein Preisverfall ist am Markt, das heißt der Preis sinkt, dann weiß man, ab wann man an diesem Stück nichts mehr verdient. Das heißt die Preisuntergrenze, wie man das auch nennt, liegt zunächst einmal in Höhe der variablen Kosten.

Aber Achtung: Es kann strategische Überlegungen geben, die einen dazu verleiten, trotzdem am Markt präsent zu bleiben, obwohl man, wenn jetzt der Preis verfällt, sagen wir mal auf 1 Euro, dann habe wir 1 minus 2, haben wir einen negativen Stück-Deckungsbeitrag, den man übrigens auch Deckungsspanne nennen kann, das nur am Rande, von -1, das hier sagt die Betriebswirtschaftslehre: „Mach es nicht mehr!“ Die Strategen sagen: „Überlege es dir. Denn vielleicht kauft der Kunde noch etwas dazu. Vielleicht ist auch dieses Produkt ein Produkt, das er mit einem anderen zusammen kauft. Vielleicht gibt es sogenannte Verbundeffekte.“ Das heißt hier muss man etwas genauer hinschauen. Aber zunächst einmal sind die variablen Kosten die Preisuntergrenze.

Das ist also eine der betriebswirtschaftlichen Entscheidungen, die man mit Hilfe des Deckungsbeitrages, Stück-Deckungsbeitrages treffen kann. Es ist der Verdienst pro verkauftem Stück.

Und die Fixkosten, die rechnet man extra, auch das ist wichtig, dass man also hier nicht etwa die Fixkosten einberechnet, weil sie zunächst einmal, ob man ein Stück nun anbietet oder nicht, eine Frage der variablen Kosten ist und nicht der fixen Kosten.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Deckungsbeitrag)

Das war’s zunächst einmal. Vielen Dank.

Mein Name ist Marius Ebert.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Wandelschuldverschreibung

IHK-Prüfung entschlüsselt (Wandelschuldverschreibung)

Willkommen zurück. Mein Name ist Marius Ebert. Wir sind inmitten einer kleinen Videoserie über die Wandelschuldverschreibung (WSV) beziehungsweise in einer Serie über Mezzanine, und Wandelschuldverschreibung ist eine Ausdrucksform von Mezzanine Finanzierung.

Begriff Schuldverschreibung (Wandelschuldverschreibung)

Klären wir aber zunächst mal den Begriff Schuldverschreibung: Wir haben hier ein Unternehmen U, und wir hier viele, viele kleine Anleger. Man nennt das auch den Anonymen Kapitalmarkt. Das Unternehmen braucht nun Geld, das heißt für das Unternehmen ist das, was jetzt passiert, ein Kreditgeschäft. Das Unternehmen nimmt einen Kredit auf und verspricht dafür einen festen Zins, und für den oder die Kleinanleger ist das hier eine Anlage, eine Geldanlageform. Der Kleinanleger sagt: „Das ist ein solides Unternehmen. Dem leihe ich 1.000 Euro.“ Das sind immer kleine Beträge. Also viele, viele Kleinanleger, die kleine Beträge jeweils leihen, was insgesamt eine große Summe durchaus ergeben kann. „Und ich vertraue darauf“, sagt der Kleinanleger, „dass das Unternehmen mir den Betrag plus die Zinsen zurückzahlt.“ Soweit, so gut. Man nennt das auch eine Obligation, oder man nennt es eine Anleihe. Das Unternehmen tätigt eine Anleihe am anonymen Kapitalmarkt.

Aspekt des Wandels (Wandelschuldverschreibung)

So, jetzt kommt der Aspekt des Wandels. Wir haben hier das Unternehmen, und wir haben hier den anonymen Kapitalmarkt mit den vielen, vielen kleinen Anlegern. Das Unternehmen ist Schuldner, und der kleine oder die kleinen Anleger sind Gläubiger, und der Gläubiger ist ja der Fremdkapitalheber. Und jetzt kann dieser Kleinanleger innerhalb einer gewissen Frist zu bestimmten Konditionen sein Papier zurückgeben, seine Wandelschuldverschreibung wandeln, und er bekommt dafür eine Aktie. Eventuell muss er noch zuzahlen, das hängt sehr von den Konditionen und den Bedingungen am Kapitalmarkt ab. Das ist aber jetzt nicht so wichtig. Das sind Detailfragen. Entscheidend ist: Er wird vom Fremdkapitalgeber mutiert er, wandelt er sich zum Eigenkapitalgeber. Das ist das wandelnde Element. Wandeln bedeutet: Er wandelt sich vom Fremdkapitalgeber, er ist erst Gläubiger, er hat das Papier im Rahmen eines Kreditgeschäfts gekauft, bekommt jetzt, weil er das Papier zurückgibt, eine Aktie, ist er jetzt Aktionär und damit Eigenkapitalgeber.

Das ist die Wandelschuldverschreibung, und sie zählt, wie gesagt, zu Mezzanine. Mezzanine ist zwischen Fremdkapital und Eigenkapital anzusiedeln, nicht Fisch, nicht Fleisch, und Sie sehen hier ganz klar: Fremdkapitalgeber vorher, danach, wenn er wandelt, was nicht sicher ist, was er kann, aber nicht muss, wird er Eigenkapitalgeber, ist also auch ein Zwischending zwischen Fremdkapital und Eigenkapital und damit Mezzanine.

Das war’s.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Wandelschuldverschreibung)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Wandelschuldverschreibung, Betriebswirt/in IHK

Lernen ohne Leiden (Wandelschuldverschreibung, Betriebswirt/in IHK)

Hallo, herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. In diesem Video möchte ich mal vorstellen die Wandel- und die Optionsschuldverschreibung.

Einordnung (Wandelschuldverschreibung, Betriebswirt/in IHK)

Aber zunächst mal die Einordnung: Aus Sicht eines Unternehmens gehört beides zum FK, zum Fremdkapital: Wandelschuldverschreibung (WSV) und Optionsschuldverschreibung (OSV). Und das bedeutet, dass das Unternehmen Wertpapiere ausgibt in beiden Fällen, und zwar an den sogenannten Anonymen Kapitalmarkt, das heißt man kann sich hier vorstellen, dass das Unternehmen ein Wertpapier drucken lässt mit dem Nennwert 1.000 Euro, und irgendein kleiner privater Anleger, das ist der Anonyme Kapitalmarkt, viele, viele kleine private Anleger kaufen dieses Wertpapier, um Zinsen zu erzielen. Aus Sicht des Unternehmens ist das, wie gesagt,  eine Fremdfinanzierung.

Ja, Optionsschuldverschreibung ist zunächst mal so ähnlich, das heißt auch hier gibt das Unternehmen ein Wertpapier aus.

Unterschied Wandelschuldverschreibung und Optionsschuldverschreibung (Wandelschuldverschreibung, Betriebswirt/in IHK)

Was ist nun der Unterschied?

  • Bei der Wandelschuldverschreibung hat der kleine Anleger hier die Möglichkeit der Wandlung in eine Aktie. Und damit wandelt er sich vom Fremdkapitalgeber zum Eigenkapitalgeber, denn der Aktionär ist ja der Eigenkapitalgeber. Wandelschuldverschreibung ist also die Möglichkeit, dieses Papier innerhalb einer gewissen Frist zu bestimmten Konditionen in eine Aktie zu wandeln, damit vom Fremdkapitalgeber zum Eigenkapitalgeber.
  • Bei der Optionsschuldverschreibung ist es ein bisschen anders: Diese Optionsschuldverschreibung hat einen sogenannten  Optionsschein. Das stellen wir uns vereinfacht vor als so eine Ecke, die man hier abreißen kann. Und dieser Optionsschein ermöglicht nun auch die Wandlung in eine Aktie, aber: Der kleine Anleger behält diesen Hauptteil. Das heißt: Während er bei der Wandelschuldverschreibung, wenn er gewandelt hat, nur noch Eigenkapitalgeber ist, ist er hier (bei der Optionsschuldverschreibung) Fremdkapital- und Eigenkapitalgeber. Er wandelt diesen Schein unter bestimmten Konditionen in eine Aktie und behält das Papier, ist also Fremdkapitalgeber und Eigenkapitalgeber.

Und dann ergeben sich für die Optionsschuldverschreibung drei Notierungen:

  • Einmal die Optionsschuldverschreibung mit Optionsschein,
  • die Optionsschuldverschreibung ohne Optionsschein
  • und der Optionsschein.

Also Optionsschuldverschreibung mit Optionsschein, Optionsschuldverschreibung ohne Optionsschein und der Optionsschein. 

Ja, das sind die wesentlichen Unterschiede.

Das war’s schon wieder.

Lernen ohne Leiden (Wandelschuldverschreibung, Betriebswirt/in IHK)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

© Dr. Marius Ebert

 

Vorzugsaktien

Lernen ohne Leiden (Vorzugsaktien)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. Wir sind in einer kleinen Videoserie, in der es um die Aktienarten geht. Und wir haben in den anderen Videos gesehen, und das ist sehr, sehr wichtig, dass wir Aktienarten unterscheiden

  • nach der Übertragbarkeit. Schauen Sie hier bitte, da gibt es 3 Arten oder 2, je nachdem, wie man’s sieht, die Inhaberaktie, die Namensaktie und die vinkulierte Namensakte, wobei das hier (Namensaktie und vinkulierte Namensaktie) natürlich beides Namensaktien sind.
  • Die andere Unterscheidung ist die oder sind die Aktienarten nach den verbrieften Rechten. Und hier unterscheiden wir in Stammaktien und Vorzugsaktien. Und das hier (Aktien nach verbrieften Rechten) ist heute unser Thema in diesem kleinen  Video, also die Unterscheidung nach den verbrieften Rechten.

Welche Rechte verbrieft eine Aktie?

  • Wir unterscheiden die Stammaktien
  • und die Vorzugsaktien.

Stammaktien und Vorzugsaktien.

Stammaktien (Vorzugsaktien)

Stammaktie, das ist der Normalfall. Eine Stammaktie verbrieft zunächst einmal 3 Sorten von Rechten:

  • Einmal Rechte, die sich auf die Hauptversammlung, die HV beziehen,
  • dann das sogenannte Bezugsrecht und
  • wenn eine Dividende gezahlt wird, das Recht auf Dividende, aber dies bitte wirklich nur, wenn eine Dividende gezahlt wird.

In Bezug auf die Hauptversammlung gibt es nun wieder drei Formen:

  • Sie können an der Hauptversammlung teilnehmen, also Teilnahmerecht,
  • dann können Sie auf der Hauptversammlung Auskunft bekommen über bestimmte Dinge,
  • und Sie können Hauptversammlungsbeschlüsse anfechten, also Anfechtung.

Teilnahme, Auskunft und Anfechtung.

Vorzugsaktien (Vorzugsaktien)

Und die Vorzugsaktie verbrieft nun gegenüber der Stammaktie gewisse Vorzüge, deswegen Vorzugsaktie, aber auch gewisse Nachteile.

Und der Standardfall ist die stimmrechtslose, die stimmrechtslose Vorzugsaktie, die stimmrechtslose Vorzugsaktie, und damit sehen wir noch ein weiteres zentrales Recht, das die Stammaktie verbrieft, nämlich auf der Hauptversammlung hat natürlich jeder Aktie ein Stimmrecht, und genau auf dieses Stimmrecht verzichtet man, meistens. Vorzugsaktien gibt es so viele wie es Gestaltungsmöglichkeiten hier gibt, und kriegt dafür dass man kein Stimmrecht hat, also stimmrechtslose Vorzugsaktie, eventuell eine höhere  Dividende oder eine Vorabdividende.

Ja, das war‘s schon wieder.

Lernen ohne Leiden (Vorzugsaktien)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

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Vorsichtsprinzip, GoB Betriebswirt/in IHK

IHK-Prüfung entschlüsselt (Vorsichtsprinzip, GoB Betriebswirt/in IHK)

Hallo und herzlich willkommen zu meinen kleinen Lernvideos. Mein Name ist Marius Ebert, und heute geht es um das Vorsichtsprinzip. Und dieses Vorsichtsprinzip ist ein sogenannter  Grundsatz ordnungsgemäßer Buchführung (GoB).

Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (Vorsichtsprinzip, GoB Betriebswirt/in IHK)

Diese Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sind sozusagen guter Handelsbrauch, und sie sind teilweise im Gesetz kodifiziert, also ins Gesetz geschrieben, teilweise aber auch unbestimmte Rechtsbegriffe – das, was Kaufleute in dieser speziellen Situation für gut und richtig halten. Dieses GoB ist spezifiziert, und zwar, oder kodifiziert, im Paragraf 252 Absatz 1 Nr. 4 HGB (§ 252 (1) Nr. 4 HGB), im Handelsgesetzbuch, und zwar im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches, also in dem Buch, wo die Handelsbücher gesetzlich geregelt sind, die Grundlagen also, die man braucht, um einen Jahresabschluss zu erstellen.

Realisationsprinzip und Imparitätsprinzip (Vorsichtsprinzip, GoB Betriebswirt/in IHK)

Und wir schauen uns das mal genauer an: § 252 (1) Nr. 4 HGB ist also der relevante Paragraf für das Vorsichtsprinzip. Und dort steht drin: Es ist vorsichtig zu bewerten. Es handelt sich also um einen Grundsatz ordnungsgemäßer Buchführung der Bewertung, ein GoB der Bewertung. Es gibt auch noch GoB der Dokumentation zum Beispiel, dass man zu jeder Buchung einen Beleg braucht. Hier geht es also um GoB der Bewertung.

Und dieses Vorsichtsprinzip, wenn wir den Paragrafen weiterlesen, kommt in zwei Ausprägungen daher:

  • Nämlich das eine ist das Realisationsprinzip,
  • und das andere das Imparitätsprinzip.

Fangen wir mal hier an: Imparität heißt ja nichts anderes als Ungleichheit, also das Ungleichheitsprinzip,

und das (Realitätsprinzip) bedeutet faktisch, dass realisierte unrealisierte Gewinne anders zu behandeln sind als unrealisierte Verluste. Das Realisationsprinzip besagt, dass ich Gewinne erst realisieren darf zum Zeitpunkt der Lieferung und Leistung, das heißt der Rechnungsstellung in der Praxis, ja, unrealisierte Gewinne darf ich nicht aktivieren oder darf ich nicht bilanzieren genauer gesagt, das ist das Ungleichheitsprinzip.

Also das Realisationsprinzip bezieht sich auf die Gewinne, die ich erst realisieren darf, wenn sie am Markt bestätigt sind, und darunter versteht man den Zeitpunkt der Lieferung und Leistung. In dem Moment darf ich buchen per Forderung an Umsätze, Erlöse und an Umsatzsteuer, vorher nicht.  

Und das Imparitätsprinzip bezieht sich vor allem auf die Verluste, denn unrealisierte Verluste muss ich anders behandeln als unrealisierte Gewinne. Unrealisierte Gewinne, noch nicht am Markt bestätigte Gewinne darf ich nicht bilanzieren, unrealisierte Verluste muss ich bilanzieren, was faktisch bedeutet: Die muss ich abschreiben. Wenn mir also mein Lagerbestand verdirbt, dann muss ich abschreiben, obwohl ich das am Markt noch gar nicht bestätigt bekommen habe.

Das ist also das Vorsichtsprinzip, und dieses Vorsichtsprinzip ist nach wie vor ein ganz zentrales Prinzip des deutschen Handelsrechts, ja, während man bei den angelsächsischen Bilanzierungsprinzipien, also IFAS oder US GAAP durchaus das anders sieht, ist nach wie vor das ein Grundprinzip – Vorsichtsprinzip, um die Gläubiger zu schützen, also Vorsichtsprinzip und Gläubigerschutz gehen sehr stark Hand in Hand.

Ja, das war’s. Vielen Dank.

Mein Name ist Marius Ebert.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Vorsichtsprinzip, GoB Betriebswirt/in IHK)

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Vielen Dank.

Alles Gute.

 

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vorschüssige u. nachschüssige Verzinsung

IHK-Prüfung entschlüsselt (vorschüssige u. nachschüssige Verzinsung)

(…) denn wir sind in der dynamischen Rechnung hier, wir müssen den unterschiedlichen zeitlichen Anfall berücksichtigen.

Der Rentenbarwertfaktor lautet: q hoch n minus 1 durch i mal q hoch n

 

Das ist der Rentenbarwertfaktor.

Schauen wir uns ein praktisches Beispiel an: Jemand wird vom Scheidungsrichter verurteilt, noch 5 Jahre lang jedes Jahr jeweils einen bestimmten Betrag, zum Beispiel 12.000 Euro, an den oder die Ex zu zahlen. Das ist eine Rente. Ja, 5 Jahre lang 12.000, 12.000, 12.000, 12.000 ist eine Rente. Ja, jetzt möchte der das aber nicht, der oder die möchte das nicht und sagt: „Kann ich das nicht in einem Betrag bezahlen?“ Der Ex-Partner keift von der anderen Seite des Gerichtssaals und sagt: „Ja, dann zahl mit bitte 60.000 Euro fünf mal 12.000.“ – Nein, so läuft es nicht, weil 12.000 im ersten Jahr mehr wert sind als 12.000 Euro im fünften Jahr. Wir müssen also auch hier wieder rechnen. Entscheidend ist natürlich auch der Zinssatz: 8 Prozent.

Wir rechnen also: 12.000 mal – und jetzt kommt’s: – 1,08 hoch 5, warum 8? Wegen der 8 Prozent. Warum 5? Wegen der 5 Jahre. Minus 1. Und dann kommt (im Nenner) 0,08 mal 1,08 hoch 5.

Das ist die Formel, und bei 8 Prozent kommt dort übrigens raus, ich habe das mal ausgerechnet für Sie, kommt dort raus 47.913. Wenn Sie jetzt gedacht haben, da kommt raus 60.000, dann bitte nochmal zurück zum Grundgedanken. Ja, dann heißt es: Gehe in das Gefängnis, gehe nicht über Los, ja, das heißt: Wenn jetzt jemand denkt, hier kommt 60.000 raus, dann hat er den Grundgedanken der dynamischen Verfahren nicht verstanden. Der unterschiedliche zeitliche Anfall wird berücksichtigt: 12.000 Euro heute sind mehr wert als 12.00 Euro, die erst in 5 Jahren kaufen, kommen.

Und übrigens: Wenn jetzt der Partner oder Ex-Partner von der anderen Seite des Gerichtssaals keift: „Ich will aber 10 Prozent Zinsen!“, dann sagen wie „Ja“. Warum? Weil wir bei 10 Prozent heute weniger hinlegen müssen, weil die Verzinsung (…)

IHK-Prüfung entschlüsselt (vorschüssige u. nachschüssige Verzinsung)

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vollkommener Markt

IHK-Prüfung entschlüsselt (vollkommener Markt)

Hallo, willkommen zu meinen kleinen Lernvideos. Mein Name ist Marius Ebert, und heute klären wir den Begriff  vollkommener Markt.

Begriff und Eigenschaften des vollkommenen Markts (vollkommener Markt)

Was ist ein vollkommener Markt? Ein vollkommener Markt ist ein Idealmarkt. Also wir sind jetzt sehr im Bereich der betriebswirtschaftlichen Theorie, weil es diese Idealmarkt in der Praxis so nicht gibt.

Der vollkommene Markt besteht aus mehreren Eigenschaften, die alle erfüllt sein müssen. Mehrere Eigenschaften müssen erfüllt sein:

  • Da ist zum Beispiel die Forderung der vollkommenen Transparenz. Vollkommene Transparenz bedeutet: Jeder weiß alles auf diesem Markt, und jeder weiß auch sofort, wenn sich die Preise ändern.
  • Dann: Die unendliche Reaktionsgeschwindigkeit. Das heißt: Wenn sich irgendwo die Preise ändern, wenn die Preise gesenkt werden, dann kann man sofort reagieren. Unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeit.
  • Dann ist eine Eigenschaft, dass man hat keine Präferenzen, keine Bevorzugungen, das heißt: Man handelt rein nach dem Rationalprinzip und kauft nicht seine Brötchen paar Meter weiter ein bisschen teurer, weil die Bäckersfrau so schöne blaue Augen hat, sondern man handelt nach dem Rationalprinzip.
  • Und damit sind wir schon bei der nächsten Eigenschaft, nämlich hier operiert der homo oeconomicus, also der Rationaldenker, der nach dem Minimax-Prinzip operiert, also reines Rationalverhalten.
  • Und das wiederum bedeutet, dass wir auf dem vollkommenen Markt einen einheitlichen Preis haben, einen einheitlichen Preis. Das heißt: Für ein Produkt bildet sich ein einheitlicher Preis. Es gibt keine Abweichungen durch diese Qualitäten „vollständige Transparenz“ und auch „unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeit“.

Wenn eine dieser Bedingungen verletzt ist, dann haben wir einen unvollkommenen Markt. Und jetzt konnte man sagen, dass viele, viele Jahre das wirklich reine Theorie war. Aber heute haben wir zumindest zwei Qualitäten, nämlich diese beiden hier („vollkommene Transparenz“ und „unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeit“), die wir im Internet in gewisser Weise verwirklicht finden. Das heißt ich will nicht sagen, dass die Transparenz vollkommen ist, aber es ist zumindest sehr, sehr stark. Man kann über Preissuchmaschinen oder über normale Suchmaschinen ganz schnell die Preise vergleichen für eine bestimmte Canon-Kamera zum Beispiel, und man kann auch sehr, sehr schnell, ich will nicht sagen unendlich schnell, aber sehr, sehr schnell reagieren, wenn die Preise zum Beispiel gesenkt werden. Also das Internet macht die Märkte zumindest in diesen beiden Punkten etwas vollkommener.

Ja, das war der Begriff "vollkommener Markt".

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

IHK-Prüfung entschlüsselt (vollkommener Markt)

Schauen Sie mal unter www.spasslerndenk.de.

Ich bin Marius Ebert, Deutschlands Schnelllernexperte.

Vielen Dank. Alles Gute.

 

© Dr. Marius Ebert