Deckungsbeitrag

IHK-Prüfung entschlüsselt (Deckungsbeitrag)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. Ich bin Experte für leichtes und schnelles Lernen und möchte in diesem Video mal auf den Begriff Deckungsbeitrag eingehen. Ich kürze mal ab: DB für Deckungsbeitrag.

Einordnung (Deckungsbeitrag)

Das ist ein wichtiger betriebswirtschaftlicher Begriff. Wenn Sie sich schon mal mit meiner Lernmethode beschäftigt haben, dann wissen Sie, dass Struktur sehr wichtig ist. Das heißt: Das erste, was wir tun, wir werden den Begriff jetzt erst mal einordnen, und zwar in das betriebswirtschaftliche oder betriebliche Rechnungswesen (ReWe), und im Rechnungswesen gibt es wesentlich zwei Bereiche:

  • einmal die FiBu, die Finanzbuchhaltung. Das ist der Bereich, wo nachher der Bilanz, der Jahresabschluss am Ende erstellt wird.
  • Und dann gibt es die BiBu, das ist die Betriebsbuchhaltung, die man auch nennt die Kosten- und Leistungsrechnung.

Und der Deckungsbeitrag gehört in dieses Gebiet (BiBu). Und die Aufgabe dieses Gebiets ist eine Steuerung. In der Betriebsbuchhaltung geht es um eine innerbetriebliche Steuerung. Das heißt: Der Deckungsbeitrag ist ein Instrument, um betrieblich zu steuern und zu entscheiden. Das ist das.

Bedeutung (Deckungsbeitrag)

Was ist nun der Deckungsbeitrag? Wir unterscheiden den

  • Stück-Deckungsbeitrag und den
  • Gesamt-Deckungsbeitrag.

Und der Stück-Deckungsbeitrag ist nichts anderes als Preis P minus variable Kosten kv. Preis minus variable Kosten. Beispiel: Nehmen wir mal an, wir verkaufen Modeschmuck. Wir kaufen den Modeschmuck ein für sagen wir 2 Euro und verkaufen ihn für sagen wir 10 Euro. Dann ist der Stück-Deckungsbeitrag 10-2=8 Euro.

Und der Gesamt-Deckungsbeitrag ist dann p-kV, multipliziert mit der Anzahl der Modeschmuckstücke, die wir verkaufen, also in Klammern mal x. Das heißt, nehmen wir an, x sei 10, dann gilt hier 8, p-kv ist hier 8 in unserem Zahlenbeispiel, mal 10, dann ist der Gesamt-Deckungsbeitrag 80.

Und warum ist der Stück-Deckungsbeitrag so ein wichtiges Steuerungsinstrument? Nun, man kann zum Beispiel sehen, wann es sich nicht mehr lohnt, dieses Stück zu verkaufen. Wenn jetzt zum Beispiel ein Preisverfall ist am Markt, das heißt der Preis sinkt, dann weiß man, ab wann man an diesem Stück nichts mehr verdient. Das heißt die Preisuntergrenze, wie man das auch nennt, liegt zunächst einmal in Höhe der variablen Kosten.

Aber Achtung: Es kann strategische Überlegungen geben, die einen dazu verleiten, trotzdem am Markt präsent zu bleiben, obwohl man, wenn jetzt der Preis verfällt, sagen wir mal auf 1 Euro, dann habe wir 1 minus 2, haben wir einen negativen Stück-Deckungsbeitrag, den man übrigens auch Deckungsspanne nennen kann, das nur am Rande, von -1, das hier sagt die Betriebswirtschaftslehre: „Mach es nicht mehr!“ Die Strategen sagen: „Überlege es dir. Denn vielleicht kauft der Kunde noch etwas dazu. Vielleicht ist auch dieses Produkt ein Produkt, das er mit einem anderen zusammen kauft. Vielleicht gibt es sogenannte Verbundeffekte.“ Das heißt hier muss man etwas genauer hinschauen. Aber zunächst einmal sind die variablen Kosten die Preisuntergrenze.

Das ist also eine der betriebswirtschaftlichen Entscheidungen, die man mit Hilfe des Deckungsbeitrages, Stück-Deckungsbeitrages treffen kann. Es ist der Verdienst pro verkauftem Stück.

Und die Fixkosten, die rechnet man extra, auch das ist wichtig, dass man also hier nicht etwa die Fixkosten einberechnet, weil sie zunächst einmal, ob man ein Stück nun anbietet oder nicht, eine Frage der variablen Kosten ist und nicht der fixen Kosten.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Deckungsbeitrag)

Das war’s zunächst einmal. Vielen Dank.

Mein Name ist Marius Ebert.

 

© Dr. Marius Ebert

 

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