Auswirkungen auf die Bilanz

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Auswirkungen auf die Bilanz)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und ich möchte in diesem Video mal an einem kleinen Beispiel Veränderungen aufzeigen in einer Bilanz und dadurch die Bilanz erklären.

Beispiel: Mobiles Eisgeschäft (Auswirkungen auf die Bilanz)

Bekanntlich besteht die Bilanz aus Aktiv- und Passivseite:

  • Passivseite ist die Mittelherkunft,
  • Aktivseite die Mittelverwendung.

Also machen uns das noch mal klar: Herkunft (rechte Seite T-Konto) und hier (linke Seite T-Konto) die Verwendung, und beides zusammen ist einen Waage. Das muss so sein. Man kann nur die Mittel verwenden, die irgendwoher gekommen sind.

So, und jetzt stellen wir uns mal vor: Wir gründen ein kleines mobiles Eisgeschäft, das heißt wir fahren mit einem kleinen Motorrad im Sommer vor die Schwimmbäder und verkaufen Eis an die Gäste dort.

Schritt 1: Eröffnungsbilanz (Auswirkungen auf die Bilanz)

Und unsere erste Bilanz besteht darin, dass wir zunächst einmal tausend Euro Eigenkapital haben, das heißt wir haben hier tausend Euro Eigenkapital auf der Passivseite, und diese tausend Euro Eigenkapital erscheinen auf der Aktivseite ziemlich weit unten auf dem Konto „Bank“. Wir haben das also auf unser Bankkonto eingezahlt.

Und jetzt tun wir einfach so, als würden wir ständig eine Bilanz machen, was man natürlich in der Praxis nicht tut.

Schritt 2: Aktivtausch — Einkauf Motorrad und Verkaufsprodukte (Auswirkungen auf die Bilanz)

Das nächste ist: Wir kaufen nun ein Motorrad für 500 Euro, und wir kaufen Eis und Hörnchen für 200. Die Passivseite bleibt völlig unverändert, weil die Mittelherkunft das Geld ist, das einmal zur Verfügung war und in den Vermögenswerten der Aktivseite steckt. Achtung, Achtung, Achtung: Es gibt keinen Schrank, in dem tausend Euro liegen. Das steckt in den Vermögenswerten der Aktivseite. Es sind das gleiche aus zwei unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet – einmal Mittelherkunft, einmal Mittelverwendung.

Also: Wir haben jetzt Anlagevermögen von 500 Euro. Das ist unser Motorrad, das ist Anlagevermögen, und dann haben wir Umlaufvermögen von 200 Euro, das ist Eis und Hörnchen, und es bleiben noch 300 Euro Bank. Ja, natürlich 500,  700, 1.000 hier entspricht 1.000, das heißt auch hier wieder eine Waage.

Schritt 3: Aktiv-Passiv-Mehrung – Bankkredit (Auswirkungen auf die Bilanz)

Jetzt kommt das dritte: Wir nehmen einen Bankkredit auf für 300 Euro, das heißt jetzt sieht unsere Bilanz folgendermaßen aus: Jetzt tut sich was auf der Passivseite – tausend Euro Eigenkapital werden ergänzt durch 300 Fremdkapital. Und diese 300 Euro wandern zunächst mal auf das Konto „Bank“, das heißt wir haben hier wieder unser Anlagevermögen 500 Euro (unser Motorrad), unser Umlaufvermögen besteht nun aus 200 Euro (Eis und Hörnchen), 300 Euro Bank plus 300 Euro Bank, das heißt es sind 600 Euro Euro auf dem Bankkonto. Natürlich auch hier wieder 1.300, 500, 700 plus 600, 1.300 — auch hier wieder eine Waage.

Was ist hier passiert? Hier (in Schritt 2) ist passiert nur eine Veränderung auf der Aktivseite. Wir nennen das einen Aktivtausch. Die Vermögensgegenstände auf der Aktivseite haben ihre Daseinsform geändert. Aus den tausend Euro Bank sind 500 Euro Motorrad geworden, 200 Euro Eis und Hörnchen, 300 Euro sind Bank geblieben.

Hier (in Schritt 3) ist es anders: Hier haben wir eine Aktiv-Passiv-Mehrung, das heißt auf der Passivseite sind 300 Euro hinzugekommen, entsprechend auf der Aktivseite hier auch von den 600 Euro 300 Euro hinzugekommen. Aktiv-Passiv-Mehrung, sowohl die Passiv- wie auch die Aktivseite haben sich verändert, natürlich um den gleichen Betrag.

Beim Aktivtausch bleibt diese Summe hier unten gleich, bei Aktiv-Passiv-Mehrung und Aktiv-Passiv-Minderung verändert sich diese Bilanzsumme hier unten.

Ja, das war‘s schon wieder.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Auswirkungen auf die Bilanz)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert

 

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