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Was ist Debitorenkontrolle?

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Was ist Debitorenkontrolle?)

Was ist Debitorenkontrolle?

Kontrolle offener Rechnungen (Was ist Debitorenkontrolle?)

Zunächst einmal verrät die Frage ja im Grunde schon die Antwort: Das ist die Kontrolle der Debitoren. Was sind die Debitoren? Das sind die Menschen oder Unternehmen, von denen wir als ebenfalls als Unternehmen oder an die wir Rechnungen gestellt haben, die noch offen sind. Das sind unsere Debitoren. Das sind die Menschen, die uns noch Geld bezahlen müssen, weil wir unsere Dienstleistungen oder unser Produkt bereits erbracht beziehungsweise verschickt haben und Rechnungen gestellt haben. Das sind also offene Rechnungen, ja, die Debitoren sind sozusagen die Adressaten von offenen Rechnungen. Debitorenkontrolle ist also nicht alles anders als die Kontrolle offener Rechnungen.

Auch wenn man zum Beispiel Ratenzahlungen vereinbart, dann muss man eben die Ratenzahlungen als offener Rechnungen beziehungsweise Ratenzahlungen. Darum geht es, ja, das ist das: die Kontrolle offener Rechnung beziehungsweise Ratenzahlungen.

Debitorenkontrolle sichert die Liquidität (Was ist Debitorenkontrolle?)

Die Adressaten hier, das sind die Debitoren, deswegen sprechen auch von Debitorenbuchhaltung. Und was bedeutet das nun? – Nun, das bedeutet, ja, Sie wissen: Man kann auch hier ansetzen und sagen „bedeutet“, das Verb also durch ein anderes ersetzen, was bedeutet Debitorenkontrolle? Hier haben wir zunächst einmal gesagt „Was ist das?“  Nun, Kontrolle offener Rechnungen, Ratenzahlungen. Jetzt: Was bedeutet das? — Das bedeutet: Zahlungen der Kunden, also der Debitoren überwachen, Zahlungen der Debitoren erwarten überwachen und dadurch, deswegen macht man das vor allem, die Liquidität sichern.

Wenn man mal in einen Liquiditätsengpass kommt, dann ist das oft der erste Schritt, dass man fragt: „Okay, da haben jetzt Leute Geld von mir zu kriegen, aber ich habe auch noch Geld von Leuten zu kriegen…“, und dann kommt man auf die Idee, diesen Leuten mal Mahnungen zu schicken, und wenn man das aber nicht erst macht, wenn man in dem Liquiditätsengpass drin ist, sondern automatisiert, dann sprechen wir von Debitorenkontrolle. Also Zahlungen der Debitoren überwachen bedeutet, regelmäßig zu gucken: Gehen die Ratenzahlungen ein, werden die Rechnungen innerhalb der Frist bezahlt? Und dadurch sichert man die Liquidität, statt nachher bei einem Engpass da erst mal wild rudern zu müssen.

So, jetzt könnte man noch weiter, nehmen wir an, wir sind in der mündlichen Prüfung. dann nehmen Sie so ein Stichwort auf und reden solange, bis der Prüfer Sie unterbricht. Solange Sie reden, kann der Prüfer nichts fragen. Sie reden, Sie nehmen immer wieder Blickkontakt auf und gucken, ob da jemand nickt oder wohlwollend schaut, das wird in der Regel der Fall sein, weil Prüfer sind unendlich froh, wenn der Prüfling redet, sind unendlich froh, wenn der Prüfling redet, wenn er dann auch noch gescheite Dinge redet, ist es umso besser für beide, auch für den Prüfer, glauben Sie mir das, ich war zwölf Jahre im IHK-Prüfungsausschuss. Reden Sie. Reden Sie.

Also: Wenn Sie so einen Ball zugespielt bekommen: „Was ist Debitorenkontrolle?“, dann reden Sie, und dann können Sie im nächsten Schritt natürlich auch noch sagen: „Ja, wie macht man den Debitorenkontrolle?“ Hier ist doch wirklich keine große Brücke mehr zu bauen, sondern wenn Sie schon bis hierhin sich durchgearbeitet haben und zu sagen, hier ist ja die Frage sozusagen „warum?“, das ist ja das „warum?“, das haben Sie am Prinzip hier schon gesagt, nämlich „um die Liquidität zu sichern“. Wenn Sie es nicht sagen, dann ist die nächste Frage des Prüfers: „Ja, warum macht man das denn überhaupt?“ Das haben Sie hier schon antizipiert, haben Sie schon vorweggenommen.

Debitorenkontrolle mit Hilfe eines Finanzbuchhaltungs-Programms (Was ist Debitorenkontrolle?)

So, die nächste Frage könnte sein: „Wie macht man das denn?“ — Das macht man durch ein Finanzbuchhaltungsprogramm, also durch eine Software in der Regel. Man kann das auch ganz einfach mit der Hand machen, indem man zum Beispiel alle Rechnungen, die Ratenzahlungen beinhalten, regelmäßig zum Zahlungstermin auf Wiedervorlage hat. So kann man das natürlich auch machen, Aber wenn das Ganze ein bisschen größer ist, dann macht man das mit einem Finanzbuchhaltungsprogramm. Und da erfährt man vor allem dann auch die Anzeige überfälliger Rechnungen.

Bei überfälligen Rechnungen Mahnungen und gerichtliches Mahnverfahren (Was ist Debitorenkontrolle?)

So, und jetzt könnt hier die nächste Frage des Prüfers sein: „Ja, und was macht man dann, wenn Sie so eine überfällige Rechnung dann haben?“ Sehen Sie, die Prüfung ist nicht vorbereitet. Ich kriege immer Mails: „Was, ich muss dann und dann in die Prüfung. Was wird da so gefragt?“ Ja, das weiß ich doch nicht, ja. Das weiß doch noch nicht einmal der Prüfer am Morgen, wo er aufsteht,  sondern es entwickelt sich ein Prüfungsgespräch. Und das können Sie zu einem guten Teil steuern, indem Sie reden, indem Sie also nicht nur sagen „was?“, sondern auch „warum?“ und „wie?“, und dann auch noch ein bisschen weiter gehen.

Sie antizipieren jetzt die Frage des Prüfers. Der könnte Sie nämlich jetzt fragen: „Ja, und was machen Sie, wenn Sie die überfällige Rechnungen da haben, wenn Ihnen Ihre, Ihre Software, also Finanzbuchhaltungsprogramm ist eine Software, ganz klar, wenn Ihnen also Ihre Software die überfällige Rechnung anzeigt?“ – Ja, dann erfolgt im ersten Schritt eine Mahnung, dann gibt es in der Regel, das ist üblich, aber nicht verpflichtend, noch zwei weitere Mahnungen, die sprachlich verschärft werden, und dann folgt das gerichtliche Mahnverfahren. Das habe ich in anderen Videos ausführlich erläutert. Das sprengt hier jetzt mittlerweile etwas den Rahmen. Aber man könnte, wenn der Prüfer nickt, dann erzählen Sie auch noch, wie das gerichtliche Mahnverfahren dann abläuft. Dann sagen Sie „Da wird ein Mahnbescheid beantragt…“, Sie reden. Ja, Sie reden. Üben Sie für die mündliche Prüfung zu Hause, so einen Begriff zu nehmen und dann möglichst viel drum herum zu erzählen.

Das einzige, was Sie natürlich nicht machen dürfen, wenn der Prüfer natürlich etwas fragen will, dann dürfen Sie den nicht totquatschen. Das dürfen Sie nicht. Das heißt: Sie machen das in gewisser Weise sehr geschickt, indem Sie immer wieder Blickkontakt herstellen und gucken, ob der Prüfer wohlwollend nickt, und das wird er 99 Prozent der Fälle tun, glauben Sie es mir. Prüfer sind froh, wenn der Prüfling redet, und wenn der Prüfling dann noch richtig Dinge redet, Dinge, die hier im engeren und auch im weiteren Sinne hier dazu passen, dann ist doch alles wunderbar. Beide sind glücklich, Sie kriegen eine gute Note, und was wollen Sie denn mehr?

OK.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Was ist Debitorenkontrolle?)

Im Übrigen glaube ich, dass, wer in die Hölle will, nur einen Fernlehrgang zu buchen braucht. Wollen Sie hingegen lernen ohne zu leiden, dann klicken Sie auf den Link unter diesem Video.

Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

© Dr. Marius Ebert