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Grundprinzipien der Bilanz

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Grundprinzipien der Bilanz)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. Und in diesem Video geht es um Grundprinzipien in der Bilanz.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Grundprinzipien der Bilanz)

Die Bilanz besteht aus einer Aktiv- und einer Passivseite:

  • Auf der Passivseite steht die Mittelherkunft,
  • und auf der Aktivseite steht die Mittelverwendung.

Aber darum geht es in diesem Video weniger, sondern es geht um die Grund-, Grund-, Grundprinzipien, das heißt wir sind jetzt hier unten. Und ich stelle immer wieder fest, dass die Leute sehr, sehr viele Details lernen, aber die Grundprinzipien überhaupt nicht wissen.

Vier grundlegende Prinzipien (Grundprinzipien der Bilanz)

  • Grundprinzipien des deutschen Bilanzrechts ist der Gläubigerschutz. Das ganze deutsche Bilanzrecht, vor allem das HGB, ja, das Handelsgesetzbuch, schreiben wir es mehr oder weniger dahinter, das Handelsgesetzbuch, basiert auf dem Prinzip des Gläubigerschutzes. Gläubigerschutz ist faktisch Bankenschutz. Den Banken, die Kredite vergeben, soll nichts vorgemacht werden. Das heißt, das Prinzip heißt: Sich eher ärmer rechnen als reicher.
  • Das heißt der Gläubigerschutz führt zum Vorsichtsprinzip. Manche sagen: „Vorsicht, Vorsicht über alles…“. Ja, man könnte das Vorsichtsprinzip auch hier oben drüber schreiben.

Gläubigerschutz und Vorsichtsprinzip sind eherne, zentrale Grundprinzipien des deutschen Bilanzrechts. Aus diesem Vorsichtsprinzip resultieren zwei weitere Prinzipien:

  • Das eine ist das Imparitätsprinzip,
  • und das andere ist das bei Realisationsprinzip.

Wenn Sie im Gesetz nachschauen, wir sind jetzt übrigens im § 252 HGB, dort finden Sie eine Auflistung im Absatz 1. Wir sind im Absatz 1, Nummer 4.

Was heißt das? – Es ist alles Ausdruck des Gläubigerschutzes, sich eher ärmer rechnen als reicher.

  • Imparität heißt Ungleichheit. Ungleichheitsprinzip. Und das bedeutet: Unrealisierte Verluste muss ich anders behandeln als unrealisierte Gewinne. Unrealisierte Verluste muss ich aktivieren, das heißt faktisch: Ich muss abschreiben. Und unrealisierte Gewinne darf ich nicht, ich darf sie nicht bilanzieren.
  • Und damit sind wir beim Realisationsprinzip. Das Imparitätsprinzip bezieht sich also eher auf die Verluste, das Realisationsprinzip bezieht sich auf die Gewinne. Und das Realisationsprinzip sagt, dass ich Gewinne erst ausweisen darf, wenn sie realisiert sind, und das bedeutet in Deutschland nach deutschem Verständnis: der Zeitpunkt der Lieferung und Leistung. Das heißt faktisch: Wenn ich die Rechnung schreibe. Wenn ich die Rechnung schreibe, buche ich per Forderungen an Umsatzerlöse. Damit habe ich meinen Umsatzerlös realisiert. Früher darf ich es nicht.

Unterschied deutsches und internationales Bilanzrecht (Grundprinzipien der Bilanz)

Und das sind zentrale Prinzipien, die man verstehen muss. Das heißt: Das deutsche Bilanzrecht ist vorsichtig und tendiert zu einer Niedrigbewertung.

Ganz anders, wirklich ganz anders, ein absoluter Gegensatz dazu sind die IFRS oder die US, United States GAAP, General Accepted Accounted Principles oder International Financial  Reporting Standards. Die haben eine ganz, ganz andere Ausrichtung, nämlich hier soll das Unternehmen sich möglichst positiv präsentieren können – nichts Illegales, nichts Falsches, aber eher sich besser darstellen, um die Aktionäre zu begeistern. Im deutschen Bilanzrecht eine ganz andere Ausrichtung.

Und das ist ganz wichtig zu verstehen, sonst kann man viele, viele Detailfragen überhaupt nicht verstehen. Wenn man das weiß, kann man Detailfragen besser verstehen.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Grundprinzipien der Bilanz)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert