Betriebswirt/in IHK: Bewegungsbilanz

Exkurs: Beständebilanz und Bewegungsbilanz

Die üblichen Bilanzen sind alle mehr oder weniger Zeitpunktbetrachtungen. Sie zeigen die Bestände des Unternehmens an Vermögen und an Kapital  zum Bilanz-stichtag. Deswegen kann man auch von einer Beständebilanz sprechen. Diese Beständebilanz ist eine Art Momentaufnahme der Unternehmenssituation. Erst ein Vergleich von zwei aufeinander folgenden Bilanzen kann etwas über die Veränderungen aussagen. Diese Aufgabe übernimmt die Bewegungsbilanz. Sie dient vor allem der Bilanzanalyse und wird zum Beispiel von Kreditinstituten erstellt, um die Kreditwürdigkeit anhand der Entwicklung eines Unternehmens über mehrere Jahre zu beurteilen.
 
Die Bewegungsbilanz zeigt auf der Aktivseite die Erhöhung von Aktivposten und die Minderung von Passivposten. Damit wird deutlich, wohin  Mittel geflossen sind (im Vergleich zur Bilanz des Vorjahres). Erhöhung der Aktiva kann zum Beispiel der Kauf von Sachanlagen sein; Minderung der Passiva kann z.B. die Rückzahlung von Verbindlichkeiten sein.
 
Die Bewegungsbilanz zeigt auf der Passivseite die Minderung von Aktivposten und die Erhöhung von Passivposten. Damit wird deutlich, woher Mittel gekommen  sind (im Vergleich zur Bilanz des Vorjahres). Minderung von Aktivposten kann z. B. der Verkauf von Vorräten sein (wodurch wieder finanzielle Mittel zugeflossen sind; Erhöhung der Passivposten kann zum Beispiel eine Aufnahme von weiterem Fremdkapital sein.
 
Mit Hilfe des Anlagespiegels kann man die Bewegungsbilanz noch wesentlich verfeinern. Man spricht dann von einer Kapitalflussrechnung. Diese Kapitalflussrechnung versucht noch genauer zu zeigen, woher das Geld gekommen und wohin es geflossen ist.
 
 
 
 
 

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