Was ist die SEPA Lastschrift?

Lernen ohne Leiden

SEPA Lastschrift, Voraussetzungen

Lernen ohne Leiden

So, und wenn Sie jetzt hier schreiben: Die Voraussetzung ist zunächst einmal, dass Zahlungsempfänger und Zahlungspflichtige am Onlinebanking teilnehmen, dann ist das richtig, ja. Man meint hier etwas spezifischere Voraussetzungen, ja, denn genauso könnte man vielleicht schreiben: Voraussetzung ist, dass Zahlungspflichtiger und Zahlungsempfänger wissen, wie man den Computer einschaltet. Lesen und Schreiben können, ja, das ist alles nicht falsch.

Vertragliche und technische Voraussetzungen (SEPA-Lastschrift, Voraussetzungen) Hier meint man jetzt etwas spezifischeres, also die anderen Dinge, die werden jetzt erst mal vorausgesetzt, meint man gewissermaßen

  • vertragliche Voraussetzungen und
  • technische Voraussetzungen.

Bei den vertraglichen Voraussetzungen braucht der Zahlungsempfänger ein Lastschriftmandat, ein Lastschriftmandat vom Zahlungspflichtigen, vom Zahlungspflichtigen.

Und für die technische Abwicklung braucht man dann eine Gläubiger-ID, der Zahlungsempfänger ist ja der Gläubiger, eine Gläubiger-ID. Die kriegt man von der Deutschen Bundesbank. Und man braucht die Mandatsreferenz. Ja, das vergibt der Zahlungsempfänger selber, um dieses spezielle Mandat, so nennt man das ein bisschen anwaltssprachlich hier, zu kennzeichnen. Die Gläubiger, die bekommen auch von der Deutschen Bundesbank. Die Mandatsreferenz, die muss man selber vergeben, damit man weiß, um was es geht hier, ja. Das Ganze geht ja über Zahlen letztlich, und letztlich noch nicht mehr über Zahlen, sondern über digitale Verschlüsselung, die sich letztlich reduzieren lässt auf 1-0 – Strom, kein Strom, ja, und dafür braucht man eben diese Informationen.

Und für die technische Abwicklung braucht man dann eine Gläubiger-ID, der Zahlungsempfänger ist ja der Gläubiger, eine Gläubiger-ID. Die kriegt man von der Deutschen Bundesbank. Und man braucht die Mandatsreferenz. Ja, das vergibt der Zahlungsempfänger selber, um dieses spezielle Mandat, so nennt man das ein bisschen anwaltssprachlich hier, zu kennzeichnen. Die Gläubiger, die bekommen auch von der Deutschen Bundesbank. Die Mandatsreferenz, die muss man selber vergeben, damit man weiß, um was es geht hier, ja. Das Ganze geht ja über Zahlen letztlich, und letztlich noch nicht mehr über Zahlen, sondern über digitale Verschlüsselung, die sich letztlich reduzieren lässt auf 1-0 – Strom, kein Strom, ja, und dafür braucht man eben diese Informationen.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (SEPA-Lastschrift, Voraussetzungen) Wollen Sie lernen, pardon wollen Sie lernen ohne zu leiden, klicken Sie auf den Link unter diesem Video. Übrigens, ich mache im nächsten Video weiter, geht es weiter über das, oder um das SEPA-Lastschriftverfahren. Da behandle ich dann die SEPA-Basislastschrift und die SEPA-Firmenlastschrift. Also: Klicken Sie auf den Link unter diesem Video.

Mein Name ist Marius Ebert. Vielen Dank.

© Dr. Marius Ebert, https://www.spassslerndenk-shop.de/kontakt/

Welche Möglichkeiten gibt es beim SEPA Lastschriftverfahren?

Lernen ohne Leiden

Geld, Teil 4, Herkunft

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 4, Herkunft)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Willkommen zurück zu unserer Serie über das Geld. In diesem Teil betrachten wir die Frage: „Wo kommt das Geld überhaupt her?“ Und die Antwort lautet, wie so oft: „Das kommt drauf an…“.

Fiat-Geld im Gegensatz zum Warengeld (Geld, Teil 4, Herkunft)

Wir müssen zunächst einmal betrachten das sogenannte Fiat-Geld, ein Begriff, Fiat-Geld oder Fiat Money auf Neudeutsch. „fiat“, dieser Ausdruck heißt: „es werde, es geschehe“. Wir kennen diesen bekannten Ausdruck aus der Bibel: „Fiat lux!“. Das bedeutet: „Es werde Licht!“.

Und Fiat-Geld bedeutet: „Es werde Geld!“. Dieses Geld wird also aus dem Nichts erschaffen, wird in den Büchern erzeugt. Ich habe das ausführlich in vielen Videos erklärt, die im Netz zugänglich sind, ich will das hier nicht vertiefen. Man hat hier einen Gegensatz in den Lehrbüchern und sagt: „Fiat-Geld, das einfach so erzeugt wird, steht im Gegensatz zum Warengeld.“ Und das haben wir auch schon betrachtet: Das sind Dinge, die als Geld dienen, die einen inneren Wert haben, wie Perlen zum Beispiel. Also der Gegensatz ist Fiat-Geld und Warengeld. Und ich glaube, dass sich, so wie die Sache sich entwickelt, ein neuer Gegensatz abzeichnet, nämlich zum Krypto-Geld. Kryptogeld, Kryptowährung.

Fiat-Geld entsteht aus dem Nichts und etabliert ein Schuldgeldsystem (Geld, Teil 4, Herkunft)

Ehe wir darauf eingehen, möchte ich noch kurz einen Aspekt festhalten: Fiat-Geld wird also aus dem Nichts erzeugt. Aber auf der anderen Seite entsteht eine Schuld. Und das ist wichtig zu verstehen: Das Fiat-Geldsystem, das wir heute kennen auf der Welt, gesteuert von Zentralbanken, ja das Fiat-Geld ist gesteuert von Zentralbanken. Und wir denken, das müsste immer so sein. Aber in Wirklichkeit war es sicher nicht so, als wir noch in Höhlen lebten. Da gab es mit Sicherheit keine Zentralbank. Wir haben uns daran gewöhnt: Eine Zentralbank druckt unser Geld, erzeugt es aus dem Nichts, und es ist ein Schuldgeldsystem.

Und hier liegt ein Riesen-Problem, denn der Welt-Schuldenstand dieses Planeten ist genau Null: Das, was der eine Teil der Menschheit als Vermögen hat, ist das, was der andere Teil der Menschheit, der weitaus größere Teil der Menschheit an Schulden hat. Und das gilt es zunächst einmal zu verstehen. Wir haben ein Schuldgeldsystem, das dazu führt, dass ein kleiner Teil der Menschheit sehr viel Vermögen akkumuliert hat. Was in der Summe genau den Schulden des restlichen Teils der Welt entspricht — ein Schuldgeldsystem.

Krypto-Geld entsteht durch Mining (Geld, Teil 4, Herkunft)

So. Kommen wir zum Krypto-Geld. Krypto-Geld, vor allem die erste wirklich funktionierende Krypto-Währung, der Bitcoin. Krypto-Geld wird nicht erzeugt im Sinne von Fiat-Money, sondern wird geschürft. Und man kann auch sagen: Es wird „gemined“. Denn der Akt, um dieses Geld zu erzeugen, vor allem beim Bitcoin, heißt „Mining“. Das ist ein Prozess, bei dem Energie verbraucht wird, im Wesentlichen Strom verbraucht wird, ein Prozess, den wir uns noch genau anschauen werden. der wesentlich dazu beiträgt, dass die Transaktionen, die in dieser Währung gemacht werden, sehr, sehr sicher sind. Ich komme darauf zurück.

3dman_eu / Pixabay

Hier geht es mir im Moment nur um den Prozess. Während, also das Fiat-Geld einfach so aus dem Nichts erzeugt wird, eingebucht wird, ja, also Fiat-Geld wird eingebucht, und das Krypto-Geld wird geschürft. Wobei es bei diesem Schürfen inzwischen schon verschiedene Varianten gibt. Auch wer auf Steemit einen konstruktiven Beitrag leistet, von dem andere denken, dass er sinnvoll ist und das honorieren, indem sie diesen Beitrag upvoten, auch das ist eine Form des Schürfens. Auch dadurch entsteht Krypto-Geld, ja. Also Mining in verschiedenen Variationen.

Mining ist also die Aktion, die dieses Geld in die Welt bringt. Was also auf der anderen Seite steht, ist nicht Schuld, sondern Energie im Sinne von Strom, wenn wir an dem Bitcoin denken, beziehungsweise Arbeit, wenn wir daran denken, dass jemand einen Beitrag schreibt zum Beispiel auf Steemit.

Kurz in Klammern sei angemerkt: Es gibt noch eine andere Möglichkeit, das Krypto-Geld in die Welt zu bringen, das heißt Airdrop. Darauf werde ich an anderer Stelle später mal eingehen. Nur der Vollständigkeit halber hier erwähnt. Das Wesentliche ist das Mining.

Und auf der anderen Seite steht also nicht Schuld, sondern Energie beziehungsweise Arbeit.

So, und damit haben wir einen neuen Gegensatz. Da wir uns von dem Warengeld im Wesentlichen verabschiedet haben und heute in überwältigender Mehrheit Fiat-Geld verwenden, und dies ist Fiat-Geld ein Schuldgeldsystem ist, das heißt bei Fiat-Geld wird auf der anderen Seite eine Schuld eingebucht in die Bücher, haben wir jetzt einen echten Gegensatz, einen neuen Gegensatz: nicht mehr Fiat-Geld und Warengeld als Gegensatz, sondern Fiat-Geld und Krypto-Geld. Und Krypto-Geld wird im Wesentlichen erzeugt durch den Einsatz von Energie, Strom oder Arbeit.

Das war’s für dieses Video. Wir sehen uns im nächsten Teil.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 4, Herkunft)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Beschreiben Sie das SEPA Basislastschriftverfahren!

Lernen ohne Leiden

Warnung vor Fernlehrgängen (Stimme eines Teilnehmers)

Wenn ich selber vor Fernlehrgängen warne, begebe ich mich natürlich auf „dünnes Eis“, da man mir schnell unterstellt, ich wolle ja nur die Wettbewerber schlecht machen. Deswegen drucke ich im folgenden die Email eines Interessenten ab, der zu spät zu mir gefunden hat:

„Wenn ich gewusst hätte vorher! Dass der Fernlehrgang so aufgebaut ist …hätte ich ihn niemals gebucht…

Ich dachte durch die ach so schöne Werbung dass Fernlehrgang etwas mit Computer zu tun haben sollte… so das man am PC lernt….so dachte ich mir das….

Die Realität sieht anders aus….Schlechte Skripte, zu unverständlich geschrieben, viel Zeit die ich nicht habe da ich Familienvater bin mit 3 Kinder muss investiert werden und meine ganze Familie leidet darunter …so wars nicht geplant….

Jetzt bin ich sehr Frustriert, wünschte ich hätte niemals gebucht…Fühle mich gewaltig „verarscht“!“

Ende des Zitats, Hervorhebungen durch Fettdruck von mir.

Das Folgende ist wieder von mir:

Geld, Teil 3, Formen

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 3, Formen)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Fünf Formen des Geldes (Geld, Teil 3, Formen)

Willkommen zurück. In diesem Video geht es um die Formen des Geldes. Und damit kommen wir auch endlich zu den Crypto-Währungen.

1, 2, 3, 4, 5, im Wesentlichen fünf Formen des Geldes:

→ Das was wir schon betrachtet haben in den vorherigen Videos, zum Beispiel Muscheln oder Perlen oder Federn als Geld, dafür gibt es einen Oberbegriff, und der heißt Warengeld. Das sind also zum Beispiel Perlen oder auch Muscheln und so weiter, und so weiter. Alles was knapp ist, was teilbar ist, was transportabel ist, was einen gewissen Wert ausgestrahlt hat, war im Prinzip geeignet, als Geld zu dienen in verschiedenen Phasen der Menschheitsgeschichte.

→ Dann irgendwann hat man Münzen eingeführt, und hier passierte etwas sehr Interessantes, nämlich: Die ersten Formen der Münzen waren sogenannte Kurantmünzen, Münzen des Nennwert, also das, was drauf stand, dem materiellen Wert entsprach, denn diese Münzen waren aus Gold oder Silber. Später hat man dann mit sogenannten Scheidemünzen gearbeitet, und auch die Münzen, die wir heute noch kennen, sind sogenannte Scheidemünzen. Das heiß: Der materielle Wert ist viel, viel, viel weniger als das, was drauf steht.

→ Dann die nächste Form des Geldes ist das Papiergeld, das, was wir als Geldscheine oder Banknoten

→ Dann das sogenannte Plastikgeld, die Kreditkarten.

→ Und schließlich und endlich die Kryptos. Und hier unterscheiden wir Bitcoin als die erste wirklich funktionierende Kryptowährung in der Geschichte der Menschheit, und die sogenannten Alt-Coins, „alt“ nicht bezogen auf das Lebensalter, sondern „alternativ“, Bitcoin und die Altcoins. Bitcoin und alles andere sind dann die sogenannten Altcoins.

591360 / Pixabay

Akzeptanzdauer der verschiedenen Geldformen (Geld, Teil 3, Formen)

Und in diesem Zusammenhang ist  sehr interessant, mal zu fragen: Wie lange hat es denn gedauert, zumindest hier in Zentraleuropa, bis wir von den Münzen zu einer generellen Akzeptanz des Papiergeldes kamen?“ Und das hat sehr lange gedauert. Die Menschen haben viele, viele Jahre das nicht akzeptiert, haben von „Zetteln“ gesprochen. Das heißt: Die Vorstellung war, dass das, was wir als Geld verwenden, einen materiellen Gegenwert haben muss. Es hat also rund 600 Jahre gedauert, bis wir zu einer allgemeinen Akzeptanz des Papiergeldes hier in Zentraleuropa gekommen sind.

Spätestens an dieser Stelle hier, oder anders gesagt: Warengeld und Kurantmünzen hatten einen materiellen Wert. Man spricht hier auch von einem inneren Wert. Und seit wir hier sind, das heißt angefangen mit den Scheidemünzen, haben wir keinen inneren Wert mehr im Sinne von einem materiellen Wert, keinen inneren Wert im Sinne von Materiellem Wert. Der materielle Wert eines Geldscheins sind ein paar Cent, der materielle Wert einer Münze sind ein paar Cent. Obwohl 2 € draufsteht, ist der materielle Wert viel, viel geringer als diese zwei Euro. Das ist also eine sogenannte Scheidemünze.

Dann hat es ungefähr 40 Jahre gedauert, bis wir hier in Zentraleuropa zu einer allgemeinen Akzeptanz des Plastikgeldes gekommen sind. Und damit meine ich alle Formen von Karten. Ich meine die Kreditkarten, ich meine aber auch die normale EC-Karte, die heute ja überwiegend zum Bezahlen an der Kasse am Supermarkt verwendet wird. Bargeld ist nicht verschwunden, aber Bargeld wird weniger verwendet als früher.

Und Bitcoin kam in die, kam in die Welt am 3.1 2009. Warum weiß man das so genau? —  Da wurde der erste Block, der sogenannte Genesis-Block der Bitcoin-Blockchain gestartet. Am 6. Januar 2009. Ich bin ziemlich davon überzeugt, dass das als historisches Datum in den Geschichtsbüchern stehen wird.

Und damit sind wir endlich angekommen bei den Kryptos. Und ich hatte ja versprochen, dass dies Gegenstand meiner Videoserie im Wesentlichen sein und werden wird. Aber wir brauchen diese Grundlage. Und ich werde an vielen Stellen auf diese Grundlagen zurückkommen müssen, denn um Kryptos zu verstehen, braucht man diese Grundlagen.

Das war’s für dieses Mal.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 3, Formen)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Beschreiben Sie das SEPA Firmenlastschriftverfahren!

Lernen ohne Leiden

Geld, Teil 2, Eigenschaften 3

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 3)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Fungibilität bedeutet leichte und schnelle Handelbarkeit (Geld, Teil 2, Eigenschaften 3)

Was bedeutet Fungibilität? Nun, die einfachste Definition: Fungibilität ist, Fungibilität bedeutet: etwas ist leicht und schnell handelbar. Wir nennen ein Etwas „fungibel“, wenn es leicht und schnell handelbar beziehungsweise übertragbar ist. Leicht und schnell übertragbar, das ist fungibel. Und diese Eigenschaften muss dieses Etwas haben, das wir als Geld verwenden.

Gegenbeispiel: Was ist nicht fungibel? Nicht fungibel sind Grundstücke, weil die Übertragung sehr, sehr mühsam ist. Notar, Grundbuch ändern und so weiter. Macht Grundstücke völlig ungeeignet dafür, sie als Geld im Sinne von Tauschmittel zu verwenden.

Was bedeutet nun Fungibilität?

→ Stellen wir uns mal vor, wir haben hier eine Bank. Und hier kommt gerade jemand heraus, der hat diese Bank gerade ausgeraubt, der rennt gerade weg hier. Und der hat beim Ausrauben der Bank Geldscheine geraubt. Und hier haben wir einen Laden. Und dieser Mensch geht nun in den Laden, nehmen wir mal an 100 Euro nimmt er aus seiner Tasche, wo das ganze geraubte Geld drin ist, und tauscht in diesem Laden diese 100 Euro gegen eine bestimmte Ware. — Geld als Tauschmittel. Wo ist der geraubte 100-Euro-Schein? Der ist jetzt hier beim Ladeninhaber, der hat jetzt die 100 Euro in der Hand.

Kann nun eine höhere Autorität, die Polizei, die Staatsanwaltschaft, die Regierung, irgend jemand, irgend eine Institution des öffentlichen Rechts, sagen: „Lieber Ladeninhaber, diese 100 Euro sind ja wohl geraubt…“, was ja faktisch ganz klar so ist. Und kann nun eine höhere Autorität diesem Ladeninhaber die 100 Euro wegnehmen, weil sie geraubt waren? Und die Antwort lautet: Nein. Und das ist Fungibilität. Dieser Ladeninhaber kann nun beim nächsten Ladeninhaber diese 100 Euro wiederum eintauschen gegen irgendeine Ware oder auch Dienstleistung. Das ist Fungibilität.

mullannix930 / Pixabay

→ Nehmen wir ein weiteres Beispiel: Nehmen wir mal an, hier haben wir einen Drogendealer. Und, nehmen wir an, das ist der Dealer, dieser Dealer, und das hier ist sein Kunde, links ist sein Kunde. Hier ist unser Drogendealer, und links ist der Kunde. So, und jetzt verkauft der Dealer illegale Drogen, Betonung liegt hier auf illegal, es gibt viele legale Drogen, hier sind es illegale Drogen, und bekommt dafür von seinem Kunden 100 Euro. Und jetzt geht dieser Dealer wieder in einen Laden und gibt diese 100 Euro dem Ladeninhaber. Hier ist er. Der hat jetzt die 100 Euro, und bekommt dafür, der Dealer, ziehen wir es ganz durch hier hin, bekommt dafür Ware. Er geht in den Laden, legt 100 Euro auf den Tisch des Hauses und bekommt eine Ware im Gegenwert von 100 Euro. So. Hier haben wir also einmal Drogengeld. Und hier oben hatten wir geraubtes Geld.

Kann nun eine höhere Autorität hingehen und sagen: „Lieber Ladeninhaber, diese 100 Euro sind für illegale Drogengeschäfte verwendet worden“, und kann nun eine höhere Autorität diesem Ladeninhaber das Geld wegnehmen, weil es ja aus illegalen Geschäften stammt, und die Antwort lautet wiederum: Nein. Und das ist Fungibilität.

→ Schauen wir weiter. Schauen wir auf den Ladeninhaber selber. Hier ist er. Das ist jetzt schon der dritte Ladeninhaber. Und jetzt kommt hier ein Kunde, und dieser Kunde will etwas kaufen für 100 Euro, und der Ladeninhaber sagt: „Dieser Geldschein hat die Endnummer 3. Und mein Glaube verbietet mir ja, solche Geldscheine anzunehmen, denn 3 ist die Heilige Dreifaltigkeit, und das ist ein Missbrauch, und man darf das nicht, und deswegen weigere ich mich, diese 100 Euro anzunehmen. Diese 100 Euro will ich nicht haben.“ Darf der Ladeninhaber das?

Darf der Ladeninhaber Geldscheine mit einer bestimmten Endnummer zurückweisen, oder darf er anders herum, sagen: „Ich nehme nur Geldscheine mit einer bestimmten Endnummer?“ Und die Antwort lautet wiederum: Nein. Und das ist Fungibilität. Und das ist leichte Übertragbarkeit.

Fungibilität ist leichte Übertragbarkeit, leichte Handelbarkeit, und das ist eine extrem wichtige Eigenschaft des Geldes vor allem als Tauschmittel, vor allem für seine Eigenschaft als Tauschmittel. Denn wenn wir diese Eigenschaft wegnehmen, kann Geld als Tauschmittel nicht mehr funktionieren. Und wenn wir dann ein bisschen weiter denken, kann Geld dann im Grunde überhaupt nicht mehr funktionieren.

Das sind die wesentlichen Eigenschaften, die Geld braucht, um Geld zu sein:

→ Knappheit,

→ allgemeine Anerkennnung und

→ Fungibilität.

Und jetzt bin ich immer noch nicht bei den Krypto-Währungen, völlig richtig, aber wir brauchen diese Grundlagen, um nachher zu verstehen, was Krypto-Währungen tun, wo sie unser Verständnis vom Geld verändern möglicherweise. Dafür brauchen wir diese Grundlagen.

Wir sehen uns im nächsten Video.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 3)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Welche Angaben enthält der Kontoauszug?

Lernen ohne Leiden