Nennen Sie die Bestandteile eines Qualitäts-, ich kürze mal ab, Qualität, Qualitätsmanagementsystems. Nennen Sie die Bestandteile eines Qualitätsmanagementsystems.
Planung, Prüfung, Steuerung und Förderung: (Qualitätsmanagement-System, Bestandteile)
Nun, das sind im Wesentlichen, machen wir’s mal so, erstens, zweitens, drittens und das vierte machen wir mal nach unten hin,
→ Erstens ist die Qualitätsplanung, alles „Qualität“ hier, ja, alle Worte hier fangen an mit Qualität, auch dieses vierte hier, das ich etwas anders platziert habe, Qualitätsplanung,
→ Qualitätsprüfung,
→ Qualitätssteuerung,
→ und das vierte ist quasi etwas umrahmendes, unterstützendes, deswegen setze ich das mal hier so darunter, Man könnte auch also einen Rahmen hier darum bauen. Das vierte ist die Qualitätsförderung.
Jetzt steht hier „nennen“, und damit ist die Frage im Grunde schon beantworte. Ich will das aber kurz noch erläutern:
→ Qualitätsplanung, das sind die Soll-Vorgaben, das sind die Werte, ja, wir gehen sie ja hier meistens in Zahlenwerte, einfach weil man über Zahlen steuern kann, ja. Über Zahlen kann man steuern. Wenn man nur sagt: „So ungefähr, und ja…“ und was weiß ich nicht, ist wie beim Kochen, ja, „Lass das, ja, lass das beraten…“. – Ja, wie lange denn?“ – „Ja, bis es so gut ist…“ – „Ja, wie lange denn?“ –„Ja, sieben Minuten.“ – Aha, so das ist eine Soll-Vorgabe, damit kann man steuern.
→ Dann die Qualitätsprüfung, das sind dann die Ist-Werte: „Wie lange hat es denn gebraten? –„Ja, acht Minuten.“ – „Hm, ja, dann müssen wir beim nächsten Mal…“,
→ damit kommen wir zur Steuerung hier, Qualitätssteuerung, „…eine Korrektur vornehmen.“ Soll-Vorgaben, Ist-Werte, der Abgleich hier und da die Korrektur, das ist die Qualitätssteuerung.
→ Und die Qualitätsförderung, das sind unterstützende Maßnahmen, wie zum Beispiel Schulungen, ja, das ist Qualitätsförderung generell als einrahmende, unterstützende Maßnahmen verstanden.
Was ist die Aufgabe eines Qualitätsmanagementsystems? Was ist die Aufgabe?
Reproduzierbare Qualität jenseits des Zufalls (Qualitätsmanagementsystem, Aufgabe)
So, jetzt könnte man erst mal da sehr bodenständig reingehen rangehen und sagen: Die Aufgabe eines Qualitätsmanagementsystems ist es, Fehler, diesen Begriff, der ist hilfreich, ja, wenn einem bei „Aufgabe“ hier „Fehler“ einfällt dann kann man den Rest abrufen, Fehler erkennen.
→ es soll Fehler vermeiden, dann sind wir schon in der Prävention, also es vorher verhindern statt es nachher zu erkennen,
→ und es soll Fehlerursachen ermitteln.
Sie sehen: Der zentrale Begriff ist „Fehler“. Wenn einem dieser Begriff einfällt, dann kann man den Rest abrufen.
So, und jetzt kann man das Ganze noch etwas allgemeiner formulieren. Ich glaube aber nicht, dass man in einer Stresssituation wie in einer mündlichen Prüfung darauf kommt, die Aufgabe eines Qualitätsmanagementsystems, ich nehme mal eine neue Seite, ja, also Qualitätsmanagementsystem, QMS, Qualitätsmanagementsystem Aufgabe: Man könnte das noch etwas anders, etwas abstrakter formulieren: Die Aufgabe ist, Qualität reproduzierbar zu machen, zu machen, reproduzierbar zu machen, und „reproduzierbar“ bedeutet: „jenseits des Zufalls“. Also da gibt es zwei Unternehmen, die produzieren beide gute Produkte.
→ Das eine Unternehmen wird gefragt: „Ja, eure Produkte sind gut. Wie macht ihr das denn?“ — „Wir haben gute Leute, die machen das schon sehr lange, die kennen sich aus…“. OK, das führt sicher dann in vielen Fällen zu Qualität, ist aber kein Qualitätsmanagementsystem, weil hier Qualität nicht sicher reproduzierbar gemacht wird, jenseits des Zufalls, denn wenn jetzt ein Mitarbeiter in eine persönliche Krise gerät, ein anderer ist in der Scheidung, der dritte spricht dem Alkohol zu, was weiß ich, dann kann es sein, dass das Unternehmen keine Qualität mehr produziert, es aber zunächst gar nicht merkt.
→ Das andere Unternehmen produziert auch Qualität. Die werden gefragt: „Wie macht ihr das?“ – Und dann sagen die: „Wir haben Checklisten, wir haben dokumentierte Arbeitsabläufe, wir haben ein Controlling, wir haben Verantwortlichkeiten, ich kürze mal ab, mit einem Wort: Wir haben ein System.“ Und durch ein System produziert man Qualität jenseits des Zufalls, während das erste Unternehmen in meinem Beispiel eher durch den Zufall regiert war.
Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit das Qualitätsmanagement gut funktioniert?
Gedanklicher Ausgangspunkt: Technik und Maschinen (Qualitätsmanagement, technische Voraussetzungen)
So, wieder einen Schritt zurücktreten, gut durchatmen. Es geht also zunächst mal um Qualitätsmanagement, in dem Film sind wir also gerade. Jetzt wird gefragt, welche technischen Voraussetzungen wir brauchen, damit wir ein gutes Qualitätsmanagement haben, So, was könnte das denn sein?
→ Ganz banal: gute Qualität der Maschinen. – Ach ja, da wäre ich dann auch draufgekommen… Ach so einfach ist das… — Ja, das ist so einfach. Und das Problem, das viele haben, das ist eine Prüfungsfragen hier, das Problem, das viele haben mit so einer Prüfungsfrage: Die sitzen da, sagen : „Ich weiß nicht, was die von mir wollen…“, und dann nachher irgendwann schauen sie sich Lösungen an, nachdem sie durch die Prüfung durchgefallen sind vielleicht, und dann denken sie: „Ach, da wäre ich auch drauf gekommen…“ — Einfach denken, vor allem sehr konkret denken, sehr pragmatisch denken. Gute Qualität der Maschinen, ja. Wie kommt man darauf? – Technische Voraussetzungen — was ist denn Technik? Was ist denn Technik? — Das sind doch Maschinen, ja, Technik führt uns zu Maschinen gedanklich, und dann sagen wir „Gute Qualität der Maschinen“.
→ Dann: Neuester, jetzt kann man den Gedanken weiterspinnen, neuester Stand der Maschinen. Bei Technik, das weiß jeder, auch der Laie, und ich bin hier Laie, dass Technik sich rasant weiterentwickelt, ja, also neuester Stand der Technik.
→ Dann: Technische Prüfgeräte. Wir sind auf dem Stand, dass Maschinen heute Dinge besser und schneller können als Menschen, zum Beispiel gewisse Dinge prüfen. Wenn wir in hohen Stückzahlen produzieren, und die Maße müssen geprüft werden, die sind aus irgendeinem Grund wichtig, dass so ein Teil, das produziert wird, nicht zu lang oder zu kurz ist, dann können wir technische und sollten wir technische Prüfgeräte einsetzen. Das kann ein Mensch so schnell nicht überprüfen, ja.
→ Und natürlich: „CAQ verfügbar“ könnte uns hier vielleicht auch noch einfallen, wobei ich zugebe: Das ist jetzt ein bisschen weiter davon entfernt, ja.
All das können Sie hier abrufen, indem Sie an Maschinen denken: neuester Stand der Maschinen, ja da gibt es natürlich spezielle Prüfmaschinen, schon sind sie hier, und CAQ ist sozusagen das System, durch das man mit Maschinen prüft, das, was ich gerade beschrieben habe, die Länge von bestimmten Teilen wird überprüft durch eine Maschine, und wenn man das systematisch macht, dann ist man bei CAQ, Computer Aided Quality Assurance, also Qualitätsüberprüfung mit Computerhilfe.
So, das ist eine gute Antwort auf diese Prüfungsfrage.
Skizzieren Sie einige organisatorische Voraussetzungen, damit das, ich kürze ab, Qualitätsmanagement gut funktioniert.
Handlungsaufforderungen „nennen“, „erläutern“, „beschreiben“ und „skizzieren“ (Qualitätsmanagement, organisatorische Voraussetzungen)
So, jetzt haben wir hier nicht „nennen“, wir haben nicht „beschreiben“ oder „erläutern“, sondern wir haben „skizzieren“. Was ist „skizzieren“? – „Skizzieren“ bedeutet keine Zeichnung, das heißt nicht dass man eine Zeichnung machen muss. Das heißt: kurz, prägnant, stichwortartig. Skizzieren ist irgendwo, wenn wir hier „nennen“ haben. „Nennen Sie …“, und hier haben wir am anderen Ende der Bandbreite „Beschreiben Sie …“ oder „Erläutern Sie …“, „beschreiben“ und „erläutern“ ist gleich, ja, von dem was erwartet wird. Wir haben hier eine Bandbreite, auf der einen Seite „nennen“, auf der anderen Seite im extrem „beschreiben“ und „erläutern“. Dann habe ich oft erklärt: „Nennen“ bedeutet stichwortartig, hier mit Spiegelstrichen kann man arbeiten, „beschreiben“ bedeutet: ganze Sätze mit Beispielen, genauso wie „erläutern“. Dann ist „skizzieren“ eher ein „beschreiben“ und „erläutern“, vielleicht etwa hier, ja. Nicht ganz so extrem aber jedenfalls, wenn hier die Mitte ist, hier in dem Bereich.
Organisation = Aufbau- und Ablauforganisation (Qualitätsmanagement, organisatorische Voraussetzungen)
So, dann machen wir das.
Zunächst mal: Da waren gefragt war gefragt nach organisatorischen Voraussetzungen, organisatorische Voraussetzungen, damit das Qualitätsmanagement gut funktioniert. Was ist denn „Organisation“? „Organisatorische Voraussetzung“ bedeutet „Organisation“, und Organisation zerfällt klassischerweise in die Aufbauorganisation und die Ablauforganisation. So, das ist erst mal die Brücke, die wir uns bauen, um überhaupt die Frage richtig umzusetzen. Denken Sie daran: Die eigentliche Antwort ist ein letzter Schritt. Zunächst mal muss man sich den Ball zurechtlegen, um ihn dann ins Tor zu treten. Sie kriegen in der Prüfung so gut wie nie einen Ball direkt auf den Fuß, dass sie den Fuß nur noch hinhalten müssen und der Ball ins Tor geht. Das passiert nicht, weil Sie müssen sich den Ball zurechtlegen, ja, es ist wie im Leben auch oder im Fußballspiel auch so. Also haben wir uns die Brücke hier gebaut, uns den Ball zurechtgelegt. „Organisatorische Voraussetzungen“ bedeutet also „Voraussetzung innerhalb der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation“.
→ Aufbauorganisation, das sind die Abteilungen, noch mal kurze Wiederholung, das sind die Abteilungen und die Stellen,
→ und Ablauforganisation sind die Abläufe, die man heute modern die Prozesse Prozesse sind hintereinander geschaltete Arbeitsschritte: Erst A, dann B, dann C, dann haben Sie einen linearen Prozess. Es gibt auch vernetzte Prozesse, ja, das ist eine kurze Wiederholung, gehört nicht unbedingt zur Aufgabenstellung dazu.
So, jetzt ist gefragt nach Voraussetzungen innerhalb der Aufbauorganisation und innerhalb der Ablauforganisation. Ja, was könnte das denn sein? –
Voraussetzungen innerhalb der Aufbauorganisation (Qualitätsmanagement, organisatorische Voraussetzungen)
→ Innerhalb der Aufbauorganisation brauchen wir zum Beispiel klare, klare Verantwortlichkeiten. Die Stellen und Abteilungen haben ja immer auch damit zu tun, dass man sagen kann „Zuständigkeiten“, und Zuständigkeiten bedeutet Verantwortlichkeiten. Klare Verantwortlichkeiten.
→ Widerspruchsfreie, jetzt könnte man noch mal „Verantwortlichkeiten“ schreiben; um hier ein bisschen zu variieren, schreibe ich „Zuständigkeiten“, widerspruchsfreie Zuständigkeiten. Das ist eine wichtige Voraussetzung, die die Aufbauorganisation in erster Linie liefert, ja, zumindest da hat es angefangen.
Voraussetzungen innerhalb der Ablauforganisation (Qualitätsmanagement, organisatorische Voraussetzungen)
→ So, die Ablauforganisation muss liefern eine klare Zuordnung der Tätigkeiten. Und klare Zuordnung der Tätigkeiten wiederum, dieses „klar“ bedeutet, dass klar zugeordnet ist räumlich: wo passiert es, zeitlich und personell. Räumlich, zeitlich: wann passiert es, und personell: wer macht es. Also „wo, wann und wer“, das muss klar festgelegt sein in Ablaufdiagrammen und was weiß ich wo noch, ja, Checklisten, wo immer, am besten dokumentiert, klare Zuordnung der Tätigkeiten. Sie können hier natürlich auch immer noch schreiben „auch entsprechende, entsprechende Dokumentation“, ja, das ist auch sehr wichtig, dass man das auch nachlesen kann und wenn‘s irgendwie zum Problem kommt, dass man sagen kann „Ja, das steht ja auch da“. Ja, wenn wir sagen: „Ja, hör mal, du bist ja eigentlich dafür zuständig!“, da sagt der „Wo steht denn das?“ Dann sagen wir: „Hier, das steht hier, und das musst du wissen!“.
→ So, dann muss festgelegt werden, ich gehe mal auf die nächste Seite, Ablauforganisation noch mal ein bisschen uns detaillierter anschauen, dann müssen die Prüfschritte festgelegt Prüfschritte festlegen, festgelegt, ja, ist ja nach Voraussetzung gefragt, die Prüfschritte sind festgelegt.
→ Und die Prüfgeräte. Ja, es muss also, ja, und auch hier wieder Dokumentation.
→ Es muss klar festgelegt sein, wann wo geprüft wird durch wen und so weiter, und so weiter, und mit welchen Prüfgeräten.
→ Jetzt könnte man hier noch weiter spinnen: Diese Prüfgeräte müssen natürlich geeicht oder kalibriert sein, ja, je nachdem, wer es macht. Eichen kann nur das Eichamt, die müssten also die Prüfgeräte, wer überprüft die Prüfgeräte?
→ Jetzt können Sie hier schon wieder weiter spinnen: Die Prüfgeräte, die müssen in Ordnung sein innerhalb der Ablauforganisation. Das macht man immer mit so ein bisschen Blick auf, Blick auf Punkte die am Rand stehen, und das Zeitbudget, das durch diese Punkte bestimmt ist. Daraus leitet man ab, wie viel man jetzt schreibt.
→ Fangen wir mal hier vorne an: Qualität ist die Eignung von etwas, in der Regel meinen wir hier ein Produkt oder eine Dienstleistung mit dem „etwas“, Eignung von etwas für einen bestimmten Zweck. Achtung: „Qualität“ ist also kein absoluter Begriff, sondern relativ, also immer bezogen auf den bestimmten Zweck. Eine Zahnbürste ist gut geeignet um sich die Zähne zu putzen, vielleicht weniger gut geeignet, um die Schuhe zu putzen; da gibt es vielleicht eine bessere Bürste, um die Schuhe zu putzen, die aber wiederum schlecht geeignet ist, um die Zähne zu putzen. Also man muss etwas wie eine Schuhbürste oder eine Zahnbürste immer beziehen auf den Zweck, für den das Teil gemacht ist. Und dann können wir sagen: Innerhalb einer Bandbreite sehr schlecht geeignet und sehr gut geeignet oder irgendwo dazwischen oder mittelmäßig geeignet. Das ist Qualität, so wird es verstanden.
→ So, kommen wir zu den beiden anderen Begriffen: Qualität wird noch einmal, oder man kann Qualität noch einmal unterscheiden in statische Qualität. Und statische Qualität ist wie alles statische zeitpunktbezogene Qualität. Das bedeutet: Das ist zum Beispiel die Qualität eines Entwurfs, ja, also ein Entwurf, zu diesem einen Zeitpunkt wird er gebraucht, später brauchen weil wir den nicht mehr, weil wir den Entwurf verbraten zu einem ersten Prototypen, aus dem Prototyp dann eine Serienfertigung machen vielleicht, ja, wenn es der Entwurf eines Produktes hier ist, aber in diesem Moment muss der Entwurf geeignet sein für den Zweck, an genau dieser Stelle. Das ist statische Qualität.
→ Und die dynamische Qualität ist entsprechend zeitraumbezogen, das ist ja die Unterscheidung zwischen statisch und dynamisch, und das nennt man Zuverlässigkeit. Und da haben wir natürlich wieder einen ganz anderen Zweck als bei dem Entwurf, wenn wir an ein Auto denken: Wenn ein Auto nur fährt, wenn wir es vom Hof runterfahren, vom Hof des Händlers herunterfahren, nachdem wir es gekauft haben, dann zuhause abstellen, und dann springt es nicht mehr an, dann sind wir mit Recht sehr unzufrieden über die Qualität, ja, also zeitraumbezogene Qualität bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum die Dinge zuverlässig funktionieren.
Und die Handlungsaufforderung lautet jetzt hier, aus diesen Angaben den Gewinn zu berechnen.
Was war die Grundstruktur des Gewinns? — Gewinn gleich Umsatz minus Kosten, beziehungsweise Gewinn ist gleich (p-kv) x – kFix. Also das hier ist der Gesamtdeckungsbeitrag, und das hier sind die fixen Kosten.
So. Können wir das mit Zahlen füllen? –
→ Wir haben einen Preis, jawohl, Preis pro Stück, klein „p“,
→ wir haben die variablen Kosten,
→ und wir haben die Stückzahlen.
Das einzige, was nicht unmittelbar ablesbar ist aus dieser Aufgabe, sind hier die fixen Kosten. Also machen wir es erst mal soweit fertig, wie wir es fertig machen können denn auf den Weg bekommen wir natürlich schon Punkte.
Schritt 1: Teillösung mit vorhandenen Angaben (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)
Der Gewinn für Produkt 1, ich mache jetzt mal am Beispiel p1, ist gleich (p-kv) x – kFix. siehe erstes Video, da habe ich das hergeleitet. So, jetzt setzen wir die Zahlen (110-60) — was ist das hier? — Das ist der Stückdeckungsbeitrag. Mal Gesamtmenge 554.455 — was ist dann das hier? — Das ist der Gesamtdeckungsbeitrag. Und das ganze minus kFix, und diese kFix, die können wir nicht unmittelbar aus der Aufgabe ersehen, sondern die müssen wir uns jetzt herleiten.
Schritt 2: Ermittlung der Fixkosten (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)
Also schauen wir uns an: Wie ermitteln wir diese kFix. kFix Fragezeichen. So, was haben wir? –
→ Wir haben die Gesamtkosten pro Stück, das wird angegeben mit 100 Euro
→ Wir haben die variablen, nein, die variablen Kosten je Stück, das wird angegeben mit 60 Euro.
Wenn wir jetzt die variablen Kosten von den Gesamtkosten abziehen, dann erhalten wir einen Wert, den wir nennen können Fixkosten pro Stück.
Und ich hatte im ersten Video erläutert, dass man das zwar mathematisch machen kann, dass aber die ökonomische Aussage sehr irreführend ist. Es entsteht der Eindruck, es würde mit jedem weiteren Stück 40 Euro mehr an Fixkosten entstehen. Das ist aber natürlich nicht die Wahrheit. Wir haben also fixe Kosten pro Stück, wo es fixe Kosten pro Stück gar nicht gibt. Es gibt keine fixen Kosten pro Stück. Man kann das zwar mathematisch ausrechnen, indem man die Gesamtfixkosten, kFix dividiert durch die Stückzahl, und dann bekommt man Fixkosten je Stück.
So, wenn ich jetzt aber diese kFix hier haben will, dann multipliziere ich doch wieder die Fixkosten je Stück multipliziere ich mit der Stückzahl, und dann habe ich doch diese kFix, ja, also auf beiden Seiten der Gleichung „mal x“. Und dann kürze ich dieses x hier raus, und hier steht Fixkosten je Stück mal x. So, also machen wir das: Fixkosten je Stück, die es gar nicht gibt, 40 Euro, mal Stück, mal Stückzahl, mal 545.455. So, jetzt haben wir die Lösung für Produkt 1. Der Gewinn von Produkt 1 ist gleich: Preis 110 Euro minus, 110 Euro, minus 60 Euro mal 545.455. Das hier ist der Gesamtdeckungsbeitrag, der Stückdeckungsbeitrag produziert mit der Stückzahl, minus 40 mal 545.455, das hier sind die Gesamtfixkosten.
Schritt 3: Endgültige Berechnung (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)
So, jetzt gilt es nur noch, das in den Taschenrechner einzutippen und richtig zu rechnen. Und hier rate ich, weil hier auch wieder Fehler passieren und die Leute das mit Punktrechnung und Strichrechnung offensichtlich nicht auf die Reihe kriegen, rate ich, es der Reihe nach zu machen.
→ Also zunächst mal 110-60 ergibt 50,
→ mal 554.455
→ minus 40 mal 554.455.
Das ist der Gewinn.
Wenn man jetzt hier eintippen, dann kriegen wir aus: 545.455 mal 50 ergibt einen Gesamtdeckungsbeitrag von 27.272.750
Und auch hier schön Schritt für Schritt: 545.455 mal 40 minus 21.818.200. Und schön die Zahlen immer hinschreiben, ja, nicht in Speicher und Taschenrechner und so weiter, gibt keine Punkte; was auf dem Papier steht, gibt Punkte. Also müssen wir jetzt die zweite Zahl von der ersten abstellen abziehen. Ich mach die Vorzeichenwechseltaste, ich habe hier noch 21.818.200 stehen, ich wechsele das Vorzeichen auf „Minus“ und addiere: plus 27.272.750 ergibt einen Gewinn von 5.445.550. Und nach diesem Prinzip werden auch die Gewinne bei den anderen Produkten berechnet.
Ok. Ich hoffe das hat die Sache etwas klar gemacht.
→ Nun, was ist ein Produktivkredit? – Das ist ein Kredit, der dient der betrieblichen Produktion. Zum Beispiel eine neue Maschine wird fremdfinanziert. Ja, mit diesem Kredit, mit diesen finanziellen Mitteln wird also etwas gekauft, das produktiv ist im Sinne von maschineller Produktion, ja, neue Maschine. Beim Konsumkredit ist es anders: Der Konsumkredit dient dem Verbrauch.
→ Konsumkredite sind Endverbraucherkredite-gerichtet, Produktivkredite richten sich an Unternehmen, ja. Konsumkredite richten sich an Verbraucher, an Konsumenten, ja. Hier könnte man auch unterscheiden: Unterschiedliche Zielgruppen. Produktivkredit ist für Unternehmer, Konsumkredit ist für Verbraucher, für Konsumenten, und dient der Finanzierung des Verbrauchs, ist keine gute Sache, wenn man so was übertreibt, ja. Und zum Beispiel einen Urlaub, Finanzierung eines Urlaubs, ja. Ich will da gar nicht den moralischen Zeigefinger heben und sagen: „Das darf man nicht machen.“ Natürlich darf man das mal machen, aber sehr, sehr viele Verbraucher kommen hier in Schwierigkeiten, wenn sie ihren Konsum immer über Kredite finanzieren. Dann ist es vielleicht doch besser, auf diesen Konsum zu verzichten oder einen Urlaub zu machen, den man sich leisten kann in dem Sinne, dass man ihn aus eigenen Mitteln finanziert, ja. Aber das nur so am Rande, darum geht’s ja eigentlich gar nicht. Es geht darum, Produktivkredit und Konsumkredit zu unterscheiden.
Also zwei Unterscheidungspunkte:
→ Einmal die Zielgruppen sind unterschiedlich, ja, der Produktivkredit richtet sich an Unternehmer, der Konsumkredit an Konsumenten; unterschiedliche Zielgruppen.
→ Und da ist Zweitens: Der Zweck des Kredites ist auch unterschiedlich: Der Produktivkredit dient der Finanzierung der maschinellen Produktivität, und der Konsumkredit dient der Finanzierung des privaten Konsums.
Produkthaftungsgesetz, Grundidee oder Grundgedanke,
Grundidee oder Grundgedanke ist immer kurz, das heißt: Jetzt kommt eine kurze Antwort: Das Produkthaftungsgesetz begründet die Haftung des Herstellers. Oder, noch kürzer: Produkthaftungsgesetz begründet die Herstellerhaftung.
Haftung des Herstellers ohne Schuld (Produkthaftungsgesetz, Grundidee)
Aber jetzt fehlt noch ein entscheidender Gedanke: begründet die Haftung des Herstellers ohne Schuld, das bedeutet, dass der Hersteller auch in Haftungsprobleme kommen kann und gerade dann in Haftungsprobleme kommen kann, wenn er keine Schuld hat. Schuld ist Vorsatz oder Fahrlässigkeit. Also der Hersteller kann in Haftung genommen werden unter den Bedingungen des Produkthaftungsgesetzes, auch dann wenn ihn keine Schuld trifft, so dass man die Grundidee noch knackiger fassen könnte, indem man sagt: Das Produkthaftungsgesetz begründet die unverschuldete Herstellerhaftung.
So, das ist die Grundidee. Jetzt geht es da natürlich weiter: Wer ist denn überhaupt der Hersteller, und dann werden wir feststellen, dass im Produkthaftungsgesetz unter der Überschrift Hersteller verschiedene Dinge über verschiedene Gruppen zusammengefasst sind: Das ist nicht nur der, der das Teil zusammengekloppt hat, sondern auch zum Beispiel der, der nur seinen Markennamen darauf geprägt hat, der sogenannte Pseudohersteller. Auch das ist der Hersteller. Oder wer es in den Wirtschaftsraum der EU eingeführt hat, auch der ist Hersteller, ja. Also der Begriff Hersteller ist hier relativ weit gefasst, ja. Also eine unverschuldete Herstellerhaftung wo man mit dem Begriff Hersteller relativ weit fasst im Produkthaftungsgesetz.
Letzte Bemerkung: Das sind ganz klar amerikanische Einflüsse hier. In Amerika haben Sie als Grundidee die Haftung ohne Schuld, ja, da ist das, ist die Rechtsordnung dazu da, sie soll Schaden verhindern, und diesen Gedanken haben wir teilweise übernommen, teilweise übernommen im Produkthaftungsgesetz.
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Es geht hier um Positionen mit ausführender Tätigkeit, und es ist einfach nur verlangt, dass man hier Beispiele gibt. Also: „Nennen Sie Beispiele für Positionen mit ausführender Tätigkeit!“
Positionen mit ausführender Tätigkeit (Posititonen mit ausführender Tätigkeit, Beispiele)
Ja, damit haben wir drei Beispiele genannt, und damit sollte diese Frage auch erschöpfend beantwortet sein, so dass man die Punkte bekommt.
„Nennen Sie Beispiele für Positionen mit ausführender Tätigkeit!“ — Stünde dort das Wort „erläutern“, dann müsste man ausführlicher in ganzen Sätzen etwas schreiben.
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Ich habe mal ein bisschen abgekürzt. Die eigentliche Prüfungsaufgabe lautet: „Nennen Sie beispielhaft einige Aufgaben im Personalmanagement!“
Wichtigste Aufgaben des Personalmanagements (Personalmanagement, Aufgaben)
Und das wollen wir mal tun. Man kann sich hier ein bisschen an der Punktzahl und an der Wertigkeit der Punkt ein Bezug auf die Zeit orientieren, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie viele Dinge man hier schreiben muss, ja, es heißt ja „beispielhaft“. Und das machen wir jetzt einfach mal.
→ Dann: Personal beschaffen. Ja, und Sie sehen: Hier besteht natürlich ein Zusammenhang: Entsprechend des Personalbedarfs, das heißt quantitativ – „So viele Leute brauchen wir…“, und qualitativ — „Die müssen folgendes Anforderungsprofil erfüllen…“, beschaffen wir das Personal und einsetzen.
→ Dann: Personalschulung.
→ Und: Personalbetreuung.
Das sind Aufgaben im Personalmanagement, Das sind nicht alle Aufgaben, aber das sind ein paar gute, griffige, ja, Die ersten drei kann man auch sehr schön in einen Zusammenhang bringen: Erst mal Personalbedarf entwickeln bedeutet, Sie kennen das, qualitativ und quantitativ, nicht nur die richtige Anzahl, sondern auch die richtige Qualifikation, dann die Leute entsprechend beschaffen und einsetzen, und dann die Leute auch weiterentwickeln. Personalschulung ist ja ein wichtiges Element der Personalentwicklung. Also hier kann man schon einen logischen Zusammenhang sehen. Und die Personalbetreuung ist so eine begleitende, immer stattfindende Maßnahme. Wenn da jemand ein bestimmtes Formular braucht, eine bestimmte Bescheinigung braucht, das sind Aufgaben im Rahmen der Personalbetreuung.
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