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Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 2)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Veränderungsdynamik durch Kryptowährungen (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 2)

Was bedeutet das im Einzelnen? Schauen wir mal. Nennen wir das mal Veränderungsdynamik.

Wo verändern die Kryptowährungen die bestehenden wirtschaftlichen Konstellationen?

Vielleicht ist der zentrale Gedanke der Technik, die hinter Bitcoin steckt, die hinter anderen Kryptowährung steckt, der Gedanke der Dezentralisierung. Und Dezentralisierung bedeutet etwas ganz Entscheidendes: Es gibt kein „Wo“ mehr. Das „Wo“ ist weg. Und das bedeutet eine ganze Menge.

Erinnern Sie sich an Zeitungsmeldungen – 60 Millionen Kreditkartendaten gehackt. Wir werden solche Zeitungsmeldungen immer wieder lesen. Und wir lesen sie auch immer wieder. Warum? Weil Daten zentral bei Kreditkartenunternehmen gespeichert werden und damit eine Angriffsfläche, manche sagen auch einen Honigtopf, bieten für Hacker.

Und Dezentralisierung ist hier eine ganz entscheidende Gegenbewegung, denn auch hier wird ja das Vertrauen zerstört. Wenn ich lese, dass Kreditkartendaten, Millionen von Kreditkartendaten, gestohlen wurden, gehackt wurden, dann fange ich an mir Gedanken zu machen, zum Beispiel ob ich auch oder Menschen aus meinem Umfeld davon betroffen sind. Und mein Vertrauen in diese Institution ist erschüttert.

Dezentrale Datenspeicherung (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 2)

Eine Veränderungsdynamik, eine ganz entscheidende Veränderungsdynamik ist die Dezentralisierung. Und Dezentralisierung beziehen wir jetzt mal hier, um ein Beispiel zu geben, auf die Datenspeicherung. Das ist nicht das einzige Beispiel, aber wir beziehen es mal auf die Datenspeicherung.

Das heißt: Die hinter den Kryptowährungen steckende Technik ermöglicht es uns, Daten dezentral zu speichern so, dass es kein „Wo“ mehr gibt. Es gibt keine Antwort mehr auf die Frage: „Wo sind die Daten gespeichert?“ Sie werden dezentral gespeichert. Sie werden fragmentiert, das heißt in Einzelteile zerlegt. Sie werden verschlüsselt. Und sie werden dezentral gespeichert. Und ein Unternehmen, oder eine Kryptowährung, die sich diesem Problem oder dieser Lösung widmet, ist zum Beispiel Siacoin.

Dezentrale Datenspeicherung. Und man kann hier Teil dieses Netzwerks werden und auch Fragmente von Daten selber auf seinem Rechner speichern als Teil eines Netzwerkes. Und natürlich sind diese Daten verschlüsselt, so dass man nicht diese Daten, und seien es nur Fragmente, lesen oder gar missbrauchen kann.

Ausschalten von Mittelsmännern (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 2)

Ein weiterer ganz zentraler Gedanke, der hinter den Kryptowährungen steckt, ist das Ausschalten der Mittelsmänner. Wann immer Vertrauen gebildet werden soll zwischen zwei Individuen. Nehmen wir mal an dieses eine Individuum zeigt einen Pass vor. Warum vertraut der Zöllner, der Grenzbeamte diesem Pass? Nun, weil in diesen Pass ein Bezug hergestellt wurde zu einer Autorität. Dieser Pass wurde von Institutionen oder von einer Institution eines bestimmten Landes, nämlich der Nationalität dieses Menschen, der seinen Pass vorzeigt, ausgestellt. Und alle Kulturen auf dieser Welt haben dieses Problem des Vertrauens bisher so gelöst. Man nimmt Bezug auf eine Autorität, auf eine Institution.

jackmac34 / Pixabay

Ein weiteres Beispiel: Nehmen wir mal an, wir haben ein Unternehmen in einem Land A, und wir haben ein weiteres Unternehmen in einem Land B. Und das Unternehmen im Land A möchte gern Produkte kaufen aus dem Lande B, um sie im eigenen Land weiterzuverkaufen, um sie selber zu nutzen, was immer, zum Beispiel hochwertige Maschinen. Nehmen wir an, Land B ist Deutschland. Wir sind ja durchaus bekannt für Qualitätsprodukte. Nehmen wir an, ein Unternehmen oder mehrere Unternehmen aus dem Land A wollen Maschinen aus dem Land B, aus Deutschland kaufen, um gewisse Dinge im Land A zu produzieren und dort weiter zu verkaufen. Ein sehr alltäglicher Vorgang.

Auch hier wieder ein Vertrauensproblem: Wie kann das Unternehmen aus Land A vertrauen, dass es die Maschinen wirklich bekommt, und wie kann das Land B, in dem Fall von mir aus Deutschland, Sie können aber auch andere Länder hier als Beispiele nehmen, darauf vertrauen, dass dieses Unternehmen sein Geld bekommt?

Wie wird dieses Problem gelöst? Das Unternehmen im Land A wendet sich an seine Hausbank, nennen wir sie die Bank A, und das Unternehmen im Land B wendet sich an seine Hausbank, nennen wir es Bank B. Und diese Banken schalten sich als Autoritäten in diese, in dieses Geschäft ein. Und das Ganze nennt man dann Dokumentenakkreditiv. Ich will gar nicht hier auf die Feinheiten eingehen, die habe ich an anderer Stelle erläutert. Ich will nur an dieser Stelle deutlich machen, dass wir auch hier das Vertrauensproblem lösen durch das Einschalten von Autoritäten, nämlich zwei Banken, die Hausbank von dem Unternehmen aus Land A und die Hausbank von dem Unternehmen aus Land B. Also auch hier wieder Autoritäten.

Jetzt haben aber diese Autoritäten zu einem guten Teil das Vertrauen verspielt. Was wäre nun, wenn man diese Dokumente, die beweisen, dass das Unternehmen aus Land B diese Maschine auf den Weg gebracht hat? Und was wäre, wenn Zusagen aus, für das Unternehmen aus dem Land A, dass das Geld unterwegs ist? Was wäre, wenn man das nicht in erster Linie Autoritäten überlässt, sondern auch hier wieder einer Software? Was wäre, wenn die Dokumente auf die Blockchain hochgeladen werden? Und man nennt das Notarisierung.

Sie merken schon: Der Notar ist auch wieder eine Autorität, der auch gewissen berufsethischen Regeln unterliegt, damit der Notar selber keinen Quatsch macht. Wenn wir aber gesehen haben, dass Autoritäten weitestgehend ihr Vertrauen verspielt haben, taucht doch hier die Frage auf, ob man nicht auch den Notar ersetzen kann durch letztlich eine Software? Und ein Unternehmen, das sich damit beschäftigt, ist das Unternehmen Tierion.

Da geht es darum, Dokumente zu notarisieren. Das heißt, sehr vereinfacht ausgedrückt, auf die Blockchain zu laden, mit einem Zeitstempel zu versehen und damit unveränderbar zu machen. Und damit kann man jederzeit beweisen, dass dieses Dokument zu diesem Zeitpunkt, und Sekunde und Minute und Tag und so weiter stehen genau fest, in dieser Form hochgeladen wurde, denn dann kann es nicht mehr verändert werden. Auch hier steckt eine gewaltige Veränderungsdynamik dahinter.

Ich kann mir persönlich vorstellen, dass diese, dieser dokumentäre Zahlungsverkehr, den ich hier angedeutet habe mit Land A und Land B, die sogenannten Dokumenteninkasso und Dokumentenakkreditive, in Zukunft immer mehr ersetzt werden durch die Blockchain, durch die Notarisierung der Dokumente, denn das ist genauso zuverlässig, nein, eigentlich noch zuverlässiger, als wenn Banken sich hier einschalten, die ja, wie ich mehrfach betont habe, zu einem guten Teil das Vertrauen verspielt haben.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 2)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 7: Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 7: Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 2)

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Auf der Suche nach der sechsten großen Welle (Geld, Teil 7: Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 2)

Und damit sind wir bei der Frage: „Was ist oder könnte sein die sechste Welle?“ Und auch da habe ich 2009 mal einen Ausblick versucht. Schauen wir auch da noch mal kurz rein:

Ich glaube, wir müssen einfach mal wieder den Standpunkt wechseln. Und ich glaube, wir müssten mal, was wir über Jahrhunderte getan haben, nicht mehr auf die Maschine schauen, sondern auf den Menschen, der davor sitzt. Und da sehe ich den Engpass. Und ich glaube, und mittlerweile glaube ich da sehr fest da dran, dass der sechste große Zyklus, die sechste große Welle nicht eine technische Innovationen sein wird — zum ersten Mal in der Geschichte, sondern eine, sagen wir mal menschliche Innovation in dem Sinne, dass man erkennen wird und nicht nur darüber labert, das tun einige, darüber zu labern, sondern erkennen wird und umsetzen wird, dass der Mensch der Engpass ist zu mehr Produktivität.

Die Sechste Welle entsteht durch Menschen vor der Maschine (Geld, Teil 7: Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 2)

Wenn ich nun mit meiner Einschätzung damals richtig lag, dann können wir ein Zwischenergebnis festhalten, nämlich:

Die sechste Welle entsteht durch die Menschen, die vor dem Computer, vor der Maschine sitzen.

Ein neuer Zyklus entsteht aus dem Engpass eines vorherigen Zyklusses (Geld, Teil 7: Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 2)

Und jetzt möchte ich noch einen zweiten Punkt herausarbeiten, nämlich: Wenn wir hier mal in diesem Koordinatenkreuz ganz grob mal hier abtragen die Zeit an der Abszisse und an der Ordinate auch mal ganz grob bezeichnet das Wachstum einer Volkswirtschaft oder der Weltwirtschaft generell. Und wenn wir weiter mal andeuten hier ein vorheriger Zyklus, der sich in der Abschwungphase befindet, und dann hier, das ist sicher kein Zeitpunkt, sondern ein etwas längerer Zeitraum, wo eine Wende eintritt und ein neuer Zyklus beginnt, der wieder 40 bis 60 Jahre dauert, wobei diese Zyklen tendenziell kürzer werden, das heißt wenn wir von 40 Jahren ausgehen erwarten wir genau diesen Punkt in den nächsten Jahren, oder vielleicht hat es schon angefangen. Was ich an dieser Stelle herausarbeiten möchte ist: Warum ist das so? Warum entsteht ein neuer Zyklus? — Und da ist entscheidend das Wort „Engpass“.

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Ein neuer Zyklus aus einer mächtigen Wellenbewegung entsteht aus dem Engpass, den die vorherige Wellenbewegung ausgelöst hat.

Was heißt das?

Wenn wir uns zum Beispiel hier mal vorstellen: Der erste Zyklus ausgelöst durch die Dampfmaschine, dann hat die Dampfmaschine die Menschheit befreit von den Begrenzungen der menschlichen Muskelkraft, was zur Folge hatte, dass man Produkte in großen Mengen produzieren konnte, so dass, ausgelöst durch diese technische Entwicklung, sehr, sehr viele Produkte in großen Mengen produzierbar waren, aber nicht verteilbar.

Das heißt vereinfacht gesagt: Die Läger waren voll, aber man konnte die Produkte nicht zu den Kunden bringen.

Und aus diesem Engpass heraus wurde ausgelöst der nächste Zyklus, und das war die Eisenbahn, denn die Eisenbahn war ursprünglich gedacht, um Produkte zu den Kunden zu produzieren. Die Eisenbahn als Transportmittel für Menschen hat es sicher immer gegeben, aber war nicht der Schwerpunkt. Sondern der Schwerpunkt der Entwicklung der Eisenbahn war der Güterverkehr und nicht der Personenverkehr. Heute, wenn wir an Eisenbahn denken, denken wir an Personenverkehr im Wesentlichen. Der Auslöser war der Transport von Gütern.

Also, zusammengefasst : Ein neuer Zyklus entsteht aus dem Engpass eines vorherigen Zykluses. So kann man es einfach gesagt ausdrücken.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 7: Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 2)

 

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 2, Eigenschaften 3

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 3)

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Fungibilität bedeutet leichte und schnelle Handelbarkeit (Geld, Teil 2, Eigenschaften 3)

Was bedeutet Fungibilität? Nun, die einfachste Definition: Fungibilität ist, Fungibilität bedeutet: etwas ist leicht und schnell handelbar. Wir nennen ein Etwas „fungibel“, wenn es leicht und schnell handelbar beziehungsweise übertragbar ist. Leicht und schnell übertragbar, das ist fungibel. Und diese Eigenschaften muss dieses Etwas haben, das wir als Geld verwenden.

Gegenbeispiel: Was ist nicht fungibel? Nicht fungibel sind Grundstücke, weil die Übertragung sehr, sehr mühsam ist. Notar, Grundbuch ändern und so weiter. Macht Grundstücke völlig ungeeignet dafür, sie als Geld im Sinne von Tauschmittel zu verwenden.

Was bedeutet nun Fungibilität?

→ Stellen wir uns mal vor, wir haben hier eine Bank. Und hier kommt gerade jemand heraus, der hat diese Bank gerade ausgeraubt, der rennt gerade weg hier. Und der hat beim Ausrauben der Bank Geldscheine geraubt. Und hier haben wir einen Laden. Und dieser Mensch geht nun in den Laden, nehmen wir mal an 100 Euro nimmt er aus seiner Tasche, wo das ganze geraubte Geld drin ist, und tauscht in diesem Laden diese 100 Euro gegen eine bestimmte Ware. — Geld als Tauschmittel. Wo ist der geraubte 100-Euro-Schein? Der ist jetzt hier beim Ladeninhaber, der hat jetzt die 100 Euro in der Hand.

Kann nun eine höhere Autorität, die Polizei, die Staatsanwaltschaft, die Regierung, irgend jemand, irgend eine Institution des öffentlichen Rechts, sagen: „Lieber Ladeninhaber, diese 100 Euro sind ja wohl geraubt…“, was ja faktisch ganz klar so ist. Und kann nun eine höhere Autorität diesem Ladeninhaber die 100 Euro wegnehmen, weil sie geraubt waren? Und die Antwort lautet: Nein. Und das ist Fungibilität. Dieser Ladeninhaber kann nun beim nächsten Ladeninhaber diese 100 Euro wiederum eintauschen gegen irgendeine Ware oder auch Dienstleistung. Das ist Fungibilität.

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→ Nehmen wir ein weiteres Beispiel: Nehmen wir mal an, hier haben wir einen Drogendealer. Und, nehmen wir an, das ist der Dealer, dieser Dealer, und das hier ist sein Kunde, links ist sein Kunde. Hier ist unser Drogendealer, und links ist der Kunde. So, und jetzt verkauft der Dealer illegale Drogen, Betonung liegt hier auf illegal, es gibt viele legale Drogen, hier sind es illegale Drogen, und bekommt dafür von seinem Kunden 100 Euro. Und jetzt geht dieser Dealer wieder in einen Laden und gibt diese 100 Euro dem Ladeninhaber. Hier ist er. Der hat jetzt die 100 Euro, und bekommt dafür, der Dealer, ziehen wir es ganz durch hier hin, bekommt dafür Ware. Er geht in den Laden, legt 100 Euro auf den Tisch des Hauses und bekommt eine Ware im Gegenwert von 100 Euro. So. Hier haben wir also einmal Drogengeld. Und hier oben hatten wir geraubtes Geld.

Kann nun eine höhere Autorität hingehen und sagen: „Lieber Ladeninhaber, diese 100 Euro sind für illegale Drogengeschäfte verwendet worden“, und kann nun eine höhere Autorität diesem Ladeninhaber das Geld wegnehmen, weil es ja aus illegalen Geschäften stammt, und die Antwort lautet wiederum: Nein. Und das ist Fungibilität.

→ Schauen wir weiter. Schauen wir auf den Ladeninhaber selber. Hier ist er. Das ist jetzt schon der dritte Ladeninhaber. Und jetzt kommt hier ein Kunde, und dieser Kunde will etwas kaufen für 100 Euro, und der Ladeninhaber sagt: „Dieser Geldschein hat die Endnummer 3. Und mein Glaube verbietet mir ja, solche Geldscheine anzunehmen, denn 3 ist die Heilige Dreifaltigkeit, und das ist ein Missbrauch, und man darf das nicht, und deswegen weigere ich mich, diese 100 Euro anzunehmen. Diese 100 Euro will ich nicht haben.“ Darf der Ladeninhaber das?

Darf der Ladeninhaber Geldscheine mit einer bestimmten Endnummer zurückweisen, oder darf er anders herum, sagen: „Ich nehme nur Geldscheine mit einer bestimmten Endnummer?“ Und die Antwort lautet wiederum: Nein. Und das ist Fungibilität. Und das ist leichte Übertragbarkeit.

Fungibilität ist leichte Übertragbarkeit, leichte Handelbarkeit, und das ist eine extrem wichtige Eigenschaft des Geldes vor allem als Tauschmittel, vor allem für seine Eigenschaft als Tauschmittel. Denn wenn wir diese Eigenschaft wegnehmen, kann Geld als Tauschmittel nicht mehr funktionieren. Und wenn wir dann ein bisschen weiter denken, kann Geld dann im Grunde überhaupt nicht mehr funktionieren.

Das sind die wesentlichen Eigenschaften, die Geld braucht, um Geld zu sein:

→ Knappheit,

→ allgemeine Anerkennnung und

→ Fungibilität.

Und jetzt bin ich immer noch nicht bei den Krypto-Währungen, völlig richtig, aber wir brauchen diese Grundlagen, um nachher zu verstehen, was Krypto-Währungen tun, wo sie unser Verständnis vom Geld verändern möglicherweise. Dafür brauchen wir diese Grundlagen.

Wir sehen uns im nächsten Video.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 3)

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 2, Eigenschaften 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 2)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Weitere Eigenschaften von Geld (Geld, Teil 2, Eigenschaften 2)

Und dann sehen wir noch weitere Eigenschaften des Geldes, die so in den Lehrbüchern stehen zum Beispiel

→ Es soll sein transportabel,

→ und es soll sein teilbar.

Aber wenn wir genauer hinschauen, sind das keine grundlegenden Eigenschaften, denn wenn man diese Eigenschaften, wegnimmt, dann kann es immer noch als Geld im Sinne von Wertespeicher fungieren, zum Beispiel Gold, Goldbarren sind weder besonders gut transportabel noch sind sie teilbar. Aber trotzdem funktionieren sie als Wertspeicher, nehmen also diese eine wichtige zentrale Funktion des Geldes wahr. Das sind also weiterführende Eigenschaften, und wenn wir genau hinschauen, sind das die Eigenschaften, die Geld vor allem als Tauschmittel definieren.

Dann muss es sein knapp, es muss sein allgemein anerkannt, es muss sein fungibel, es muss sein transportabel, und es muss sein teilbar. Dann funktioniert es wunderbar als Tauschmittel.

neonlizard / Pixabay

Es gibt noch etwas, was wir in den Lehrbüchern finden, nämlich es muss sein fälschungssicher, und das ist sozusagen ein weiterführender Punkt der allgemeinen Anerkennung, fälschungssicher, denn wenn wir mal an Papiergeld denken, mit dem wir ja schon seit einigen hundert Jahren operieren, und wir haben nur noch Blüten im Umlauf, dann verliert dieses Papier seine allgemeine Anerkennung.

Das ist aber nicht der einzige Grund, durch den Geld seine allgemeine Anerkennung verlieren kann, sondern, wie wir beim ersten Video auch schon kurz gesehen haben, die Inflation, das Aufblähen des Geldvolumens kann dazu führen, dass das Geld seine Anerkennung verliert, weil es nichts mehr wert ist. Also fälschungssicher ist nur ein Punkt. Im Grunde, schreiben wir es kurz hin, im Grunde müssen wir auch sagen: inflationssicher, wobei ich an dieser Stelle keine grundsätzliche Diskussion anfangen möchte. Das können wir später mal machen, wie das ist mit zwei Prozent, die man ja in gewisser Weise einkalkuliert, ob das dann noch zur allgemeinen Anerkennung führt oder nicht. Das können wir später mal diskutieren.

Knappheit, allgemeine Anerkennung und Fungibilität (Geld, Teil 2, Eigenschaften 2)

An dieser Stelle fokussieren wir auf die drei grundlegenden Eigenschaften. Warum sind sie grundlegend? — Wenn Sie eine dieser Eigenschaften wegnehmen, dann ist das, was wir definiert haben als Geld, was wir benutzen als Geld, nicht mehr tauglich als Geld. Nehmen Sie die Knappheit weg, dann ist das, was wir verwenden, nicht mehr verwendbar als Geld. Nehmen Sie die allgemeine Anerkennung weg, dann funktioniert es nicht mehr. Und nehmen Sie die Fungibilität weg, dann funktioniert es auch nicht mehr.

→ Knappheit habe ich schon erläutert, denken Sie an das Beispiel mit dem Sand.

→ Allgemeine Anerkennung habe ich erläutert.

→ Was ich noch erläutern muss, ist dieser zentrale Begriff der Fungibilität, und das ist gleichzeitig der schwierigste Begriff, sehr grundsätzlich und sehr wichtig.

Im nächsten Teil dieser Serie geht es um die Fungibilität von Geld.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 2)

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 2, Eigenschaften 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 1)

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Willkommen zurück. Marius Ebert hier.

In diesem Video geht es nun um die Eigenschaften des Geldes, nachdem ich im ersten Video mich der Frage gewidmet habe, was Geld ist, dabei aber im Grunde einen kleinen Trick angewendet habe. Nämlich ich habe vor allem darüber gesprochen, was Geld tut und habe die drei wesentlichen Eigenschaften herausgearbeitet, die da sind:

→ Geld ist ein Wertspeicher oder wie jemand im Kommentar richtig geschrieben hat dient als Wertspeicher,

→ dient als Tauschmittel

→ und dient als Recheneinheit.

Grundlegende Eigenschaften von Geld (Geld, Teil 2, Eigenschaften 1)

Welche Eigenschaften muss Geld nun haben, damit es so dienen kann?

Und Sie kennen meine Sichtweise vielleicht, dass ich immer von der Wurzel mich vorarbeite in die Details. Wenn wir hier unten mal formulieren die Eigenschaften des Geldes, dann gibt es sehr grundsätzliche Eigenschaften, und es gibt weitere Eigenschaften, die aber nicht so grundsätzlich sind und trotzdem dem Geld nicht die Eigenschaft als Geld nehmen.

jarmoluk / Pixabay

Also: zunächst einmal drei sehr grundlegende Eigenschaften und dann etwas weiterführende Eigenschaften. Und diese drei grundlegenden Eigenschaften sind

→ einmal Knappheit: Das, was wir als Geld verwenden, seien es Perlen, seien es Federn, seien es Tiere, Ziegen, Schafe, brauchen eine gewisse Knappheit, damit sie als Geld fungieren können. Wenn wir uns in einem sandigen Gebiet befinden und wir definieren Sand als Geld, dann wird das niemals funktionieren.

→ Die zweite grundsätzliche Eigenschaft ist: Geld braucht allgemeine Anerkennung. Im letzten Video sind wir mit der Erkenntnis geendet, dass Geld so etwas ist wie eine Sprache, um Werte auszudrücken und Werte zu transportieren. Geld dient also im Wesentlichen als Sprache. Das funktioniert aber nur, wenn eine kritische Masse diese Sprache auch akzeptiert und spricht. Allgemeine Anerkennung.

→ Und die dritte Eigenschaft ist die Fungibilität des Geldes. Das werde ich wie alle anderen Dinge ausführlich erklären. Das ist vielleicht der schwierigste Begriff hier, der am wenigsten bekannteste Begriff, Fungibilität, ich erkläre auch das ausführlich.

Im nächsten Teil dieser Serie geht es um die weiteren Eigenschaften von Geld.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 2, Eigenschaften 1)

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© Dr. Marius Ebert

 

Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)

Es geht weiter. und zwar gehen wir jetzt konkret in die Aufgabe. Und ich nenne das erste Produkt jetzt mal hier P1.

Berechnung des Gewinns (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)

Und wir haben folgende Angaben:

→ Wir haben einen sogenannten Fabrikabgabepreis, und der beträgt 110 Euro.

→ Dann haben wir kv, kleines „k“ mit „v“, das sind die variablen Kosten pro Stück, von 60 Euro

→ Dann haben wir Gesamtkosten je Stück, Gesamtkosten je Stück, das ist sehr ungewöhnlich, dass man die Gesamtkosten je Stück angibt, von 100 Euro.

→ Und wir haben einen Absatz, also eine Stückzahl von 545.455 Stück.

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Und die Handlungsaufforderung lautet jetzt hier, aus diesen Angaben den Gewinn zu berechnen.

Was war die Grundstruktur des Gewinns? — Gewinn gleich Umsatz minus Kosten, beziehungsweise Gewinn ist gleich (p-kv) x – kFix. Also das hier ist der Gesamtdeckungsbeitrag, und das hier sind die fixen Kosten.

So. Können wir das mit Zahlen füllen? –

→ Wir haben einen Preis, jawohl, Preis pro Stück, klein „p“,

→ wir haben die variablen Kosten,

→ und wir haben die Stückzahlen.

Das einzige, was nicht unmittelbar ablesbar ist aus dieser Aufgabe, sind hier die fixen Kosten. Also machen wir es erst mal soweit fertig, wie wir es fertig machen können denn auf den Weg bekommen wir natürlich schon Punkte.

Schritt 1: Teillösung mit vorhandenen Angaben (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)

Der Gewinn für Produkt 1, ich mache jetzt mal am Beispiel p1, ist gleich  (p-kv) x – kFix. siehe erstes Video, da habe ich das hergeleitet. So, jetzt setzen wir die Zahlen (110-60) — was ist das hier? — Das ist der Stückdeckungsbeitrag. Mal Gesamtmenge 554.455 — was ist dann das hier? — Das ist der Gesamtdeckungsbeitrag. Und das ganze minus kFix, und diese kFix, die können wir nicht unmittelbar aus der Aufgabe ersehen, sondern die müssen wir uns jetzt herleiten.

Schritt 2: Ermittlung der Fixkosten (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)

Also schauen wir uns an: Wie ermitteln wir diese kFix. kFix Fragezeichen. So, was haben wir? –

→ Wir haben die Gesamtkosten pro Stück, das wird angegeben mit 100 Euro

→ Wir haben die variablen, nein, die variablen Kosten je Stück, das wird angegeben mit 60 Euro.

Wenn wir jetzt die variablen Kosten von den Gesamtkosten abziehen, dann erhalten wir einen Wert, den wir nennen können Fixkosten pro Stück.

Und ich hatte im ersten Video erläutert, dass man das zwar mathematisch machen kann, dass aber die ökonomische Aussage sehr irreführend ist. Es entsteht der Eindruck, es würde mit jedem weiteren Stück 40 Euro mehr an Fixkosten entstehen. Das ist aber natürlich nicht die Wahrheit. Wir haben also fixe Kosten pro Stück, wo es fixe Kosten pro Stück gar nicht gibt. Es gibt keine fixen Kosten pro Stück. Man kann das zwar mathematisch ausrechnen, indem man die Gesamtfixkosten, kFix dividiert durch die Stückzahl, und dann bekommt man Fixkosten je Stück.

So, wenn ich jetzt aber diese kFix hier haben will, dann multipliziere ich doch wieder die Fixkosten je Stück multipliziere ich mit der Stückzahl, und dann habe ich doch diese kFix, ja, also auf beiden Seiten der Gleichung „mal x“. Und dann kürze ich dieses x hier raus, und hier steht Fixkosten je Stück mal x. So, also machen wir das: Fixkosten je Stück, die es gar nicht gibt, 40 Euro, mal Stück, mal Stückzahl, mal 545.455. So, jetzt haben wir die Lösung für Produkt 1. Der Gewinn von Produkt 1 ist gleich: Preis 110 Euro minus, 110 Euro, minus 60 Euro mal 545.455. Das hier ist der Gesamtdeckungsbeitrag, der Stückdeckungsbeitrag produziert mit der Stückzahl, minus 40 mal 545.455, das hier sind die Gesamtfixkosten.

Schritt 3: Endgültige Berechnung (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)

So, jetzt gilt es nur noch, das in den Taschenrechner einzutippen und richtig zu rechnen. Und hier rate ich, weil hier auch wieder Fehler passieren und die Leute das mit Punktrechnung und Strichrechnung offensichtlich nicht auf die Reihe kriegen, rate ich, es der Reihe nach zu machen.

→ Also zunächst mal 110-60 ergibt 50,

→ mal 554.455

→ minus 40 mal 554.455.

Das ist der Gewinn.

Wenn man jetzt hier eintippen, dann kriegen wir aus: 545.455 mal 50 ergibt einen Gesamtdeckungsbeitrag von 27.272.750

Und auch hier schön Schritt für Schritt: 545.455 mal 40 minus 21.818.200. Und schön die Zahlen immer hinschreiben, ja, nicht in Speicher und Taschenrechner und so weiter, gibt keine Punkte; was auf dem Papier steht, gibt Punkte. Also müssen wir jetzt die zweite Zahl von der ersten abstellen abziehen. Ich mach die Vorzeichenwechseltaste, ich habe hier noch 21.818.200 stehen, ich wechsele das Vorzeichen auf „Minus“ und addiere: plus 27.272.750 ergibt einen Gewinn von 5.445.550. Und nach diesem Prinzip werden auch die Gewinne bei den anderen Produkten berechnet.

Ok. Ich hoffe das hat die Sache etwas klar gemacht.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Prüfungsaufgaben FKM Marketing, Teil 2, Lösung)

Wenn Sie grundsätzlich wissen wollen, wie man lernt ohne zu leiden, dann klicken Sie auf den Link unter diesem Video.

Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

© Dr. Marius Ebert

 

§ 267 HGB, neue Schwellenwerte, Teil 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (§ 267 HGB, neue Schwellenwerte, Teil 2)

Willkommen zurück. Hier nun der zweite Teil zum 267 HGB.

Noch einmal zur Erinnerung: Hier geht es um die Schwellenwerte. Diese Schwellenwerte wiederum dienen dazu, Kapitalgesellschaften in Kategorien einzuteilen„klein“, „mittel“, „groß“, und groß, und je größer die Kapitalgesellschaft nach dieser Kategorisierung ist, desto mehr muss sie bekanntgeben. Umgekehrt spricht man auch, wenn man jetzt hier von rechts nach links geht, von größenabhängigen Erleichterungen, das heißt: Die mittelgroße Kapitalgesellschaften muss etwas mehr preisgeben als die große, und die kleine muss deutlich weniger preisgeben als die mittelgroße.

Es gibt noch eine weitere Kategorie, die heißt „kleinst“, gibt es noch nicht so lange. Das ist der Paragraf 267a HGB. Hier darf man noch weiter Posten zusammenfassen und im Endeffekt noch weniger über sich bekanntgegeben.

Wir haben im ersten Teil die Abgrenzung „klein“ und „mittelgroß“ behandelt. Das ist also der erste Teil dieser kleinen zweiteiligen Videoserie gewesen. In diesem Video geht es um die Unterteilung „mittelgroß“ und „groß“. Das ist also der zweite Teil. Thema dieses Videos.

Schwellenwerte für die Abgrenzung mittelgroße und große Kapitalgesellschaft (§ 267 HGB, neue Schwellenwerte, Teil 2)

Die Abgrenzungskriterien, diese Schwellenwerte, Schwellenwerte beziehen sich auf 3 ökonomische Größen, nämlich

  • die Bilanzsumme
  • die Umsatzerlöse und
  • die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl im Jahr.

Und dafür, für diese drei ökonomischen Größen, sind nun bestimmte Zahlen festgelegt nach dem Prinzip, wir haben hier mittel – groß, mittelgroße Kapitalgesellschaften, hier groß.

  • Und wenn man nun an zwei aufeinander Bilanz aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen diese Schwellenwerte unterschreitet, dann ist man mittelgroß, also zum Beispiel dieses Bild kann sich ergeben bei der Bilanzsumme, dass man unterhalb des Schwellenwertes, bei den Umsatzerlösen auch, bei der Arbeitnehmerzahl ist man hier, sehr unrealistischer Fall, aber stellen wir uns das mal theoretisch vor, dann wird man eingestuft als mittelgroß, ja.
  • Erst wenn man an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen diese Werte überschreitet, wenn sich also für Bilanzsumme, Umsatzerlöse und durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, ich kürze das jetzt mal ab, weil ich das oft wiederholt habe, in der Unterteilung zwischen mittelgroß und groß dieses Bild ergibt: Bilanzsumme ist oberhalb des Schwellenwertes, Umsatzerlöse sind auch oberhalb des Schwellenwertes, Arbeitnehmerzahl ist unterhalb des Schwellenwertes, und das passiert an zwei aufeinander folgenden Bilanzstichtagen, dann ist diese Kapitalgesellschaft als groß einzustufen.

Bleibt zu klären, wie diese Schwellenwerte lauten:

  • Bilanzsumme: Da ist der Schwellenwert 20 Millionen Euro, und der alte Wert war 19,25. Ja, also auch hier wieder die Unterteilung mittelgroß und groß, ja, hier die Schwelle.
  • Für die Umsatzerlöse ist der neue Schwellenwert 40 Millionen. Der alte Wert war 38,5.
  • Und für die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl ist der neue Schwellenwert 250, und der ist gleich alt, gleich dem alten Schwellenwert. Da hat sich also nichts geändert.

Das sind also die Schwellenwerte für die Abgrenzung mittelgroße und große Kapitalgesellschaft. Das ganze verbindlich ab dem 1.1.2016, ja also ab 1.1.2016, oder andere formulieren auch „für Jahresabschlüsse, die nach dem 31.12.2015 liegen“, was aufs Gleiche raus kommt. Ab dem 1.1.2016 verbindlich. Ja, und dann muss man noch entsprechend die zwei Jahre warten. Wer also an zwei aufeinanderfolgenden Jahren diese Werte überschreitet, der kommt in die nächstgrößere Kategorie. Das heißt: Das Ganze ist jetzt noch nicht so brandaktuell, bis das wirklich Auswirkungen hat. Das dauert eine gewisse Zeit.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (§ 267 HGB, neue Schwellenwerte, Teil 2)

Okay.

Mein Name ist Marius Ebert.

Alles Gute.

Vielen Dank.

 

 

© Dr. Marius Ebert