Archiv der Kategorie: Betriebswirt IHK

Betriebswirt/in IHK: Bilanzanalyse, Grenzen

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: Bilanzanalyse, Grenzen)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und wir beginnen eine kleine Videoserie über die Bilanzanalyse. Und ich denke, es ist fair, einfach mit den Grenzen der Bilanzanalyse anzufangen, also das was die Bilanzanalyse oder, streng genommen müssten wir eigentlich sagen „Jahresabschlussanalyse“, nicht zeigen kann.

Grenzen der Bilanzanalyse (Betriebswirt/in IHK: Bilanzanalyse, Grenzen)

Irgend jemand hat mal gesagt: „Bilanzen sind wie Bikinis: Das Wesentliche bleibt verborgen…“, und da ist viel Wahres dran, und ich will mal die wesentlichen Grenzen aufzeigen —  a) bis e), die Grenzen der Bilanzanalyse.

  • Zunächst einmal muss uns klar sein: Das Instrument, das wir betrachten, die Bilanz, ist einfach nur ein Foto zum Bilanzstichtag. Das heißt stichtagsbezogen eine Momentaufnahme.
  • Während die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) immerhin ein Film ist, denn die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt Aufwand und Ertrag eines Jahres, wenn Bilanz Vermögen und Schulden eines Tages zeigt. Das ist also schon einmal eine wesentliche Grenze. GuV ist immerhin ein Film.
  • Dann: Die Daten, die wir betrachten, sind alle, ob Bilanz oder GuV, aus der Vergangenheit. Extrem gesagt ist Bilanzanalyse Leichenschau. Ja, zumal weil wir diese Daten oder vor dem Hintergrund der Tatsache, dass wir die Daten oft auch erst sehr, sehr spät  bekommen. Ja, Leichenschau.
  • Dann: Die Angaben sind unvollständig. Die Angaben zeigen nicht die kompletten Vermögenswerte des Unternehmens, nämlich insbesondere wesentliche immaterielle Vermögenswerte, selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte wie eine selbstgeschaffene Marke zum Beispiel. Oder loyale Mitarbeiter. Oder Kundenlisten von treuen Kunden sind wichtige, wichtige Vermögenswerte, für manche Unternehmen die einzigen Vermögenswerte, aus denen sie ihren Umsatz generieren, stehen alle nicht im Jahresabschluss.
  • Und die letzte große Schwäche sind die Bewertungsvorschriften. Die Bewertungsvorschriften erlauben Schminke, erlauben Bilanzpolitik, zum Beispiel als eines von vielen Beispielen die GwG-Abschreibung, die Abschreibungsmöglichkeiten für geringwertige Wirtschaftsgüter. Hier darf man mehr abschreiben, als es möglicherweise dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Oder auch das Anschaffungskostenprinzip, das ein Unternehmen zwingt, einen Vermögenswert immer mit den historischen Anschaffungskosten, die man ja besser „Anschaffungsausgaben“ nennen würde, anzusetzen, selbst wenn der tatsächliche Wert heute viel, viel höher ist. Denken Sie an ein Grundstück, das vielleicht vor hundert Jahren gekauft wurde, immer noch in der Bilanz steht mit den historischen Anschaffungspreisen.

Ja, also „Die Grenzen der Bilanzanalyse“ ist immer mein Einstieg auch im Seminar. Bilanzen sind wie Bikinis – das Wesentliche bleibt verborgen.

In weiteren Folgen geht es weiter.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: Bilanzanalyse, Grenzen)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: Projektstrukturplan

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Lernen ohne Leiden (Betriebswirt/in IHK: Projektstrukturplan)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und in diesem kleinen Video geht es um den Begriff Projektstrukturplan – Projektstrukturplan.

Projekt Teilaufgaben zerlegen (Betriebswirt/in IHK: Projektstrukturplan)

Also wir sind im Projektmanagement, und wir haben im Zentrum des Projektstrukturplans oder als Ausgangspunkt unser Projekt „Errichtung eines Profitcenters in der Türkei“, das haben wir noch nie gemacht, also das ist unser Beispiel.

  • Und wir zerlegen nun dieses Projekt zunächst einmal in drei Hauptaufgaben (das können natürlich auch vier oder fünf Hauptaufgaben sein); Hauptaufgabe 1 (H1),  Hauptaufgabe 2 (H2), Hauptaufgabe 3 (H3).
  • Und jetzt beispielhaft an der Hauptaufgabe 2 gezeigt gibt es nun von mir aus unterhalb dieser Struktur Hauptaufgabe 2 eine Unteraufgabe (U1), zweite Unteraufgabe (U2), dritte Unteraufgabe (U3), vierte Unteraufgabe (U4).
  • Und innerhalb dieser Unteraufgabe (U1) am Beispiel von U2 (richtig: U1) gezeigt gibt es nun von mir aus, manche nennen das Elementaraufgaben: E1, E2, E3 und von mir aus E4. Es kann natürlich auch noch E5 dabei sein. Ja, das ist egal, wie viele das hier sind. Sollten bloß nicht 17 sein, dann stimmt irgendwas in der Strukturierung nicht.

Dynamik durch Operationalisierung (Betriebswirt/in IHK: Projektstrukturplan)

Also das ist die Idee eine Projektstrukturplans.

Und wir sehen die Dynamik, dass von oben nach unten das Ganze operational wird. Und operational heißt: Es wird konkret. Wir kommen aus der Ebene der Planung, hier (Ebene „Projekt“) sind wir auf der Ebene der Planung, und hier unten (Ebene „Elementaraufgaben“) sind wir auf der Ebene Aktion. Wir wissen: Wenn wir das bis hier hin aufgegliedert haben, manche sagen auch „runtergebrochen haben“, dann wissen wir die Handlungen, und dann ergibt sich auch relativ schnell eine Reihenfolge der Handlung. Es entsteht dann zum Beispiel eine zeitliche Abfolge, dass wir wissen: zunächst einmal E1, und dann E2 zum Beispiel. Also erst die Strümpfe anziehen, dann die Schuhe. Das sieht man auf dieser Ebene nicht hier oben, aber unten auf dieser Ebene sieht man es.

Teile und herrsche (Betriebswirt/in IHK: Projektstrukturplan)

Das heißt der Projektstrukturplan offenbart das alte Prinzip aus der Machtlehre, das da heißt: Teile und herrsche. Teile und herrsche. Hier sind wir auf einer sehr allgemeinen Ebene und haben noch nicht geteilt. Wenn wir es teilen in kleinere Schritte und noch kleinere Schritte und noch kleinere Schritte, dann beherrschen wir das Projekt. Das ist also die Art und Weise, wie wir im Projektmanagement Herrschaft über das Projekt gewinnen, dass wir das Projekt beherrschen und nicht das Projekt uns. Ein sehr wichtiges Instrument.

Ja, vielen Dank. Das war’s schon wieder.

Mein Name ist Marius Ebert.

Lernen ohne Leiden (Betriebswirt/in IHK: Projektstrukturplan)

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Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: Herstellungskosten Handels- u. Steuerbilanz

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirtin IHK: Herstellungskosten Handels- u. Steuerbilanz)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und in diesem Video geht es um die Herstellungskosten nach Handels- und Steuerrecht – Herstellungskosten, die wir bekanntlich nicht verwechseln dürfen mit den Herstellkosten.

Untergrenze der Herstellungskosten (Betriebswirtin IHK: Herstellungskosten Handels- u. Steuerbilanz)

Herstellungskosten sind geregelt im § 255 HGB, und wir schauen uns an die neue Untergrenze nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz in Handelsbilanz und Steuerbilanz (HB – Handelsbilanz, StB – Steuerbilanz).

  • Und das erste, was natürlich da ist, sind die Materialeinzelkosten (MEK). Die sind Pflicht in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz.
  • Dann sind da die Fertigungseinzelkosten (FEK). Auch die sind Pflicht in der Handelsbilanz und in der Steuerbilanz.
  • Und dann sind da die Sondereinzelkosten (SEK) der Fertigung, das ist das Spezialwerkzeug zum Beispiel, das man dem Auftrag zurechnet, nicht dem Produkt, dem Auftrag, deswegen Sondereinzelkosten, Pflicht in Handelsbilanz und Steuerbilanz.
  • Und was ist jetzt mit den entsprechenden Gemeinkosten? Hier (SEK) sind die Materialeinzelkosten, hinzu kommen die Materialgemeinkosten, Pflicht in Handelsbilanz und in Steuerbilanz.
  • Und die Fertigungsgemeinkosten, Pflicht in Handels- und Steuerbilanz.

Damit haben wir nun eine einheitliche Untergrenze in Handels- und Steuerbilanz, die aus diesen Bestandteilen hier besteht.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirtin IHK: Herstellungskosten Handels- u. Steuerbilanz)

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Alles Gute.

Mein Name ist Marius Ebert.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: Gesamtkapital-Rentabilität

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Lernen ohne Leiden (Betriebswirt/in IHK: Gesamtkapital-Rentabilität)

Hallo, herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. Ich bin Spezialist für leichtes und schnelles Lernen, speziell für Betriebswirtschaftslehre und auch juristisches Wissen, und in diesem Video möchte ich mich mal um die Gesamtkapital-Rentabilität kümmern, GKRent, oder Gesamtkapital-Rendite, das ist das gleiche, und wir schauen mal unter a) Wie wird sie berechnet?, und b) Was sagt sie aus?.

Berechnung der Gesamtkapital-Rentabilität  (Betriebswirt/in IHK: Gesamtkapital-Rentabilität)

Zunächst einmal: Wie wird sie berechnet?

Wie bei jeder Rentabilitätskennzahl ziehen wir einen  Bruchstrich, mal 100. Also in dem Fall GKRent, und es ist immer das gleiche Prinzip, wie schon in den anderen Videos gezeigt:

  • Im Zähler steht immer eine Erfolgsgröße, also der Gewinn, sagen wie hier Jahresüberschuss JÜ, das ist der korrekte Begriff im Bereich der Bilanzierung, als Saldo aus Ertrag minus Aufwand. Das gibt den Jahresüberschuss.
  • Und im Nenner steht die jeweilige Bezugsgröße. Hier bezieht sich die Rentabilität auf das Gesamtkapital, also wandert das gesamte Kapital — Eigenkapital plus Fremdkapital – in den Nenner. Bei einer Umsatz-Rentabilität würde hier der Umsatz hinwandern.

So, und jetzt gibt es hier eine Besonderheit im Gegensatz zu den anderen Rentabilitätskennzahlen aus den anderen Videos: Jetzt kommt hier im Zähler noch „plus Fremdkapital-Zinsen FKZinsen“ hinzu. Warum? Weil es um die Rentabilität des gesamten Kapitals geht, also Eigenkapital und Fremdkapital, und das, was das Fremdkapital erwirtschaftet hat, sind nun mal die Fremdkapitalzinsen. Und die hat man zunächst mal hier beim Aufwand abgezogen, als man den Jahresüberschuss ermittelt hat. Hier sind sie also rausgerechnet, und deswegen addieren wir sie hier wieder hinzu, damit das Fremdkapital hier im Nenner nicht weint und sagt „Wo bleibt denn meine Früchte, das, was ich erwirtschaftet habe?“ Das ist hier im Zähler wieder dazu addiert.

Bedeutung der Gesamtkapital-Rentabilität  (Betriebswirt/in IHK: Gesamtkapital-Rentabilität)

b) Was sagt die ganze Sache aus?

Nehmen wir an, hier kommt raus „12 Prozent“, dann bedeutet das, dass das gesamte Kapital, das im Unternehmen arbeitet, Eigenkapital und Fremdkapital insgesamt, eine Rendite, eine Verzinsung kann man auch sagen, von 12 Prozent erzielt. Und das kann man dann vergleichen mit dem, was man am Kapitalmarkt vielleicht erzielen könnte oder bezahlen müsste für Fremdkapital.

Das war’s zum Thema Gesamtkapital-Rentabilität.

Lernen ohne Leiden (Betriebswirt/in IHK: Gesamtkapital-Rentabilität)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: Freie Pufferzeit

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: Freie Pufferzeit)

Willkommen, mein Name ist Marius Ebert, und in diesem Video widmen wir uns der FP, der Freien Pufferzeit. Die gesamte Pufferzeit haben wir in einem anderen Video bereits besprochen.

Wir kennen diese typische Struktur hier: FAZ – Früheste Anfangszeit, FEZ – Früheste Endzeit, SAZ – Späteste Anfangszeit, SEZ – Späteste Endzeit. Das ist bei der Netzplantechnik, wo diese Freie Pufferzeit ja dazugehört, ein sogenannter Knoten.

Freie Pufferzeit nur im Zusammenhang mit Nachfolger (Betriebswirt/in IHK: Freie Pufferzeit)

Und die Freie Pufferzeit lässt sich nur…, die Frage nach der Freien Pufferzeit lässt sich nur beantworten, wenn man einen Nachfolger hat. FAZ, FEZ, SAZ, SEZ.

So. Hier (erster Knoten) ist der Vorgänger, hier (zweiter Knoten) ist der Nachfolger.  Die Freie Pufferzeit errechnet sich, indem man die Früheste Anfangszeit des Nachfolgers nimmt (so, das (erster Knoten, links) ist der Vorgang A, das (zweiter Knoten, rechts) ist der Vorgang B), und davon die Früheste Endzeit des Vorgängers (Vorgang A) abzieht.

Also: Die FP, die Freie Pufferzeit von Vorgang A ist definiert als FAZ von B, vom Nachfolger, minus FEZ von A

FPA=FAZB+FEZA

Denn die Freie Pufferzeit ist die autonome Pufferzeit. Das ist die Pufferzeit, die dieser Vorgang A hier zur Verfügung hat, ohne dass es der Nachfolger überhaupt merkt. Und wann merkt er es nicht? Wenn er hier (FAZB) frühestmöglich anfangen kann.

Also nehmen wir mal an, die Früheste Endzeit sei 8 und die Früheste Anfangszeit des Nachfolgers sei 10, dann ist die Freie Pufferzeit logischerweise 10-8. Die Freie Pufferzeit ist 2.

Das heißt: Der Vorgang A kann jetzt zwei Tage länger brauchen als geplant, zwei Tage später anfangen, oder auch zum Beispiel einen Tag später anfangen und einen Tag länger brauchen. Er kann also über diese zwei Tage autonom verfügen.

Das ist die Idee der Freien Pufferzeit. Sie bezieht sich also immer auf den unmittelbaren Nachfolger. Wenn es mehrere Nachfolger gibt, ja, das ist ja auch möglich, dass es mehrere Nachfolger gibt, dann ist es natürlich hier die geringste Zahl logischerweise.

OK. Das war’s schon wieder.

Vielen Dank.

Mein Name ist Marius Ebert.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: Freie Pufferzeit)

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Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: FiFo-Verfahren, Verbrauchsfolge

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: FiFo-Verfahren, Verbrauchsfolge)

Herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und ich bin Experte für leichtes und schnelles Lernen. Und heute möchte ich Ihnen mal vorstellen die Verbrauchsfolgeverfahren, damit meine ich die Verfahren wie FiFo und LiFo, und in diesem Video geht es zunächst einmal um das FiFo-Verfahren.

FiFo – First In, First Out, ist ein sogenanntes Verbrauchsfolgeverfahren, was das heißt, schauen wir gleich, und ist geregelt im § 256 im HGB, im Handelsgesetzbuch.

Man unterstellt eine gewisse Abfolge des Verbrauchs. Man unterstellt sie. Ob sie wirklich so ist, weiß man nicht.

Beispiel Bewertung nach FiFo-Verfahren (Betriebswirt/in IHK: FiFo-Verfahren, Verbrauchsfolge)

Was heißt das? Nehmen wir mal an, wir haben in unserem Unternehmen ein großes Fass mit Schrauben, und dieses Fass ist zunächst leer.

  • Und im Januar kaufen wir 1.000 Schrauben für 1 Euro pro Schraube.
  • Im Februar kaufen wir noch einmal 1.000 Schrauben, aber die Schraubenpreise haben angezogen: 1,20 Euro pro Schraube.
  • Im März noch einmal das Gleiche: 1.000 Schrauben werden eingekauft, und diese Schrauben kosten wieder 1,20 Euro.
  • Und im April wird der Schraubenbestand noch einmal weiter aufgebaut, trotz weiter steigender Schraubenpreise, denn jetzt kostet die Schraube 1,30.

So, und weiterhin unterstellen wir, dass wir in diesem Zeitraum Januar bis April 2.000 Schrauben verbrauchen.

Und wir unterstellen, dass wir Ende April, also zum 30.4., das Geschäftsjahr abschließen. Das kann man ja machen. Das muss ja nicht zum 31.12. sein.

So, jetzt müssen wir also am 30. April werten: 2.000 Schrauben sind verbraucht, 2.000 Schrauben sind noch da. Nur welche? Und wenn wir jetzt „First In, First Out“ unterstellen, dann bedeutet das: Diese 2.000 Schrauben (Januar und Februar) sind weg, sie sind „first in“, zuerst reingekommen, und dann wieder weggegangen, und diese 2.000 Schrauben (März und April), die sind noch da. Die sind nämlich zuletzt reingekommen. Das heißt, wir bewerten unsere Schrauben: 1.000 Schrauben zu 1,20 Euro pro Schraube, 1.000 Schrauben zu 1,30 Euro, das heißt wir schreiben in unsere Bilanz: 2.500 Euro – 1.200 plus 1.300 sind 2.500 Euro Bestand an Schrauben. Wohlgemerkt: Laut FiFo.

Im nächsten Video schauen wir uns an, wenn wir den gleichen Sachverhalt beleuchten, aber diesmal nach dem LiFo-Verfahren bewerten.

Schönen Dank.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: FiFo-Verfahren, Verbrauchsfolge)

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Mein Name ist Marius Ebert.  

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: Einzahlungsmanagement, Prüfungsfrage

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Checkliste IHK-Abschluss oder Studium? (Betriebswirt/in IHK: Einzahlungsmanagement, Prüfungsfrage)

Hallo, wenn Sie das Insider-Video „Prüfung Betriebswirt/in IHK“ noch haben wollen, es ist nur eine begrenzte Zeit verfügbar, „Prüfung Betriebswirt/in IHK entschlüsselt“, Insider-Video, klicken Sie auf den Link unter dem Video, unter diesem Video hier, und tragen sich in das Formular ein.

Mein Name ist Marius Ebert. Ich behandle Prüfungsfragen in diesen Videos. Wir haben im letzten Video den Begriff „Liquiditätsplan“ betrachtet, und wir haben gesehen: Im Liquiditätsplan sind die beiden Größen, die ich betrachte, meine Einzahlungen und meine Auszahlungen, und zwar auf eine Zeitschiene gebracht, das heißt: Für die nächste Woche, für den nächsten Monat, für das nächste Quartal verrechne ich Einzahlungen mit Auszahlungen. Wenn die Auszahlungen größer sind als die Einzahlungen, habe ich einen Liquiditäts-Bedarf. Wenn meine Einzahlungen also 1.000 sind und meine Auszahlungen sind 1.300, dann habe ich einen Liquiditäts-Bedarf von 300 Euro.

Maßnahmen zur Deckung des Liquiditäts-Bedarfs (Betriebswirt/in IHK: Einzahlungsmanagement, Prüfungsfrage)

In diesem Video geht es nun um die Maßnahmen, um diesen Liquiditäts-Bedarf zu decken. Im Prinzip halten wir die Sachen einfach, ja. Es geht um Einzahlungen, und es geht um Auszahlungen. Und wenn wir die Sachen mal einfach halten ohne irgendwelches schlaues wissenschaftliches Gerede, dann gibt’s zwei Maßnahmen bei den Einzahlungen und zwei Maßnahmen bei den Auszahlungen. Und sie lauten:

  • Bei den Einzahlungen: Wie kann ich erhöhen? Ich kann also Maßnahmen tätigen, die die Einzahlungen erhöhen, und zwar möglichst kurzfristig, und die bestehenden Einzahlungen beschleunigen. Das Beste ist natürlich eine Kombination aus beiden, das heißt erhöhte Einzahlungen, die schnell reinkommen.
  • Bei den Auszahlungen: Wie kann ich verringern und verzögern?

Einzahlungen erhöhen und beschleunigen (Betriebswirt/in IHK: Einzahlungsmanagement, Prüfungsfrage)

Ja, das ist das Grundprinzip. Jetzt muss man nur noch wissen, welche konkreten Maßnahmen das sind. Gehen wir sie mal der Reihe nach durch. In diesem Video schauen wir uns diese beiden Maßnahmen (Einzahlungen) an. Das heißt Erhöhen der Einzahlungen und Beschleunigung der Einzahlungen. Im nächsten Video kümmern wir uns um die Auszahlungen: Wie kann ich sie verringern und verzögern?

Bei Erhöhen der Einzahlungen, nehmen wir das noch mal, um ein bisschen mehr Platz zu haben, also: die Einzahlungen. Was kann ich machen? Ich kann sie erhöhen, und ich kann sie beschleunigen. Und das Beste ist: beides zusammen – erhöhte Einzahlungen, die schnell reinkommen.

Und was kann ich tun, um die Einzahlungen zu erhöhen? Und hier gilt eine sehr wichtige Regel für den Unternehmer: Marketing vor Kredit. Ehe ich, und das ist natürlich irgendwo naheliegend und einfach, einen Kredit aufnehme, das erhöht sofort meine Einzahlungen. Ja, ich nehme einen Kredit auf, und vielleicht habe ich einen Kredit sogar schon da liegen in Form eines Überziehungskredites, den nutze ich aus, damit erhöhe ich meine Einzahlungen, aber ich erhöhe auch gleichzeitig meinen Kredit. Marketing vor Kredit. Das heißt ich sollte mich konzentrieren auf Marketing-Maßnahmen, ehe ich mir Geld leihe. Das ist unternehmerisches Handeln.

Also, was kann ich im Bereich von Marketing machen, um die Einzahlungen zu erhöhen? Und hier gilt es nur einfach, das gesamte Repertoire, die gesamte Klaviatur zu spielen, die Marketing hier bietet. Ich mache Sonderaktionen, ich mache Gutscheinaktionen, ich mache Rabattaktionen. Ja, wie immer Sie das hier jetzt nennen, werfen Sie Ihre Marketingmaschine an und sehen Sie zu, dass Sie Leute, entweder Stammkunden stimulieren, mehr zu kaufen, machen Sie eine befristete Sonderaktion oder, etwas schwieriger, neue Kunden zu gewinnen, die zu einem Einführungspreis bei Ihnen kaufen. Also machen Sie Einführungspreise für Neukunden, machen Sie Sonderaktionen für Stammkunden, machen Sie das alles zeitlich befristet, ja, machen Sie klare Ansagen hier. Sagen Sie: „Lieber Kunde, wenn du bis donnerstags kaufst, kaufst du mit 20 % Rabatt“. Machen Sie eine Mailing-Aktion gegenüber Ihrer Kundenliste, machen Sie’s per E-Mail, dann haben Sie so gut wie keine Kosten. Briefe rauszuhauen würde jetzt gleichzeitige wieder die Auszahlungen erhöhen. Das wollen wir im Moment nicht. Jedenfalls: Werfen Sie Ihre Marketing-Maschine an, um Ihre Einzahlungen zu erhöhen, und zwar kurzfristig.

Und Sie sehen: Sehr viele Maßnahmen zielen auch gleichzeitig auf das Beschleunigen, ja, zeitlich befristet, da können Sie sagen: Mit einer bestimmten Quote, die Sie hoffentlich kennen, haben Sie beschleunigte Einzahlungen.

Dazu kommen die Maßnahmen im Bereich der Zahlungsziele. Das heißt: Für noch ausstehende Rechnungen räumen Sie verkürzte Zahlungsziele ein, also Zahlungsziele verkürzen und Anreize bieten, ja. Und dieser Anreiz, der hier natürlich sehr naheliegend ist, ist der Skonto. Gewähren Sie Skonto. Sagen Sie: „Lieber Kunde, die Rechnung ist innerhalb von 10 Tagen fällig“, ja, sagen Sie nicht 30 Tage, sagen Sie 10 Tage, und sagen Sie: „Wenn du aber innerhalb von 3 Tagen oder 2 Tagen bezahlst, bekommst du 2% Skonto, das kannst du von der Rechnung abziehen“. Dann überlegen Sie, ob Sie vielleicht sogar, um die Einzahlungen zu erhöhen und zu beschleunigen, ob Sie Vorauszahlungen nehmen können. Ja, warum denn nicht? Ja, warum denn nicht? Lassen Sie sich erst bezahlen, eh Sie die Leistung erbringen oder das Produkt liefern. Warum denn nicht? Ja, in vielen Fällen funktioniert das. Das hat natürlich ein bisschen mit Standing am Markt zu tun, mit Marktmacht, mit Bekanntheit, aber bei vielen, vielen Unternehmen funktioniert das, dass Sie eine Vorauszahlung verlangen, das erhöht sofort Ihre Einzahlungen, beschleunigt Ihre Einzahlungen, ohne dass Sie jetzt im Moment unmittelbar Ihre Auszahlungen erhöhen. Das kommt dann zeitlich verzögert.

Sie sehen: Eine ganze Reihe von Maßnahmen ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber das ist das, was ich durch Brainstorming, strukturiertes Brainstorming hier mal kurz eben entwickelt habe an Maßnahmen, und gleichzeitig auch die Grundregel gezeigt habe „Immer Marketing vor Kredit“, also erst die Marketing-Maschine anwerfen, das Geld über den Markt generieren, anstatt das Geld von der Bank zu holen. Das ist die wichtige Grundregel für richtiges unternehmerisches Handeln.

Checkliste IHK-Abschluss oder Studium? (Betriebswirt/in IHK: Einzahlungsmanagement, Prüfungsfrage)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK: Change Management, Ansatzpunkte

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: Change Management, Ansatzpunkte)

Willkommen, mein Name ist Marius Ebert, und heute schauen wir uns in diesem Video mal das Veränderungsmanagement, oder, wie man neudeutsch sagt, das Change Management.

Change Management oder Organisationsentwicklung ist die Veränderung einer Organisationsstruktur, und ich möchte gerne mal ein paar Ansatzpunkte kurz skizzieren, wie man so etwas möglichst reibungsfrei und vor allem menschengerecht machen kann.

6 Ansatzpunkte für Veränderungsprozesse (Betriebswirt/in IHK: Change Management, Ansatzpunkte)

  • Der erste Ansatzpunkt ist Kommunikation. Kommunikation ist fast immer der erste Ansatzpunkt. Peter Drucker hat mal gesagt „Management ist Kommunikation“, das heißt die Mitarbeiter klar informieren, was ansteht und was passieren wird, so klar und eindeutig wie möglich. Wo es keine Informationen gibt, da wachsen die Gerüchte.
  • Der zweite Ansatzpunkt ist die Führungspersönlichkeit. Ein Zyniker hat mal gesagt „Es gibt Menschen, die führen, es gibt Menschen, die folgen, und es gibt Menschen, die stehen ständig im Weg rum.“ Man suche sich also, oder man finde besser gesagt für den Veränderungsprozess die Führungspersönlichkeit, Menschen mit natürlicher Autorität, die diesen Veränderungsprozess auch menschlich rüber bringen können, weil sie akzeptiert werden von den Mitarbeitern.
  • Dann gilt: Ziele vereinbaren und dann die Mitarbeiter machen lassen. Wer schon mal meine Videos ein bisschen kennt, der weiß, das nennt man Management by Objektives. Hier besonders wichtig, dass die Ziele vereinbart werden, denn sehr kommen Ideen, wie man eine Veränderung erreichen kann, aus dem Kreis der Mitarbeiter, die die Arbeitsprozesse sehr viel besser kennen als die Führung.
  • Dann wird immer empfohlen, bei der Ablauforganisation anzusetzen und nicht bei der Aufbauorganisation. Besser ist es, die Abläufe zu verändern als zunächst mal die Strukturen zu verändern. Wenn Strukturen verändert werden, entstehen Widerstände.
  • Dann empfiehlt sich der Test im Kleinen. Man teste im Kleinen, dort wo es nicht so wichtig ist, dort wo es keinem richtig weh tut, teste man im Kleinen, sammle Belege, ja, ganz wichtig ist es, diese Tests im Kleinen zu belegen mit ZDF (Zahlen, Daten Fakten), und dann Schritt für Schritt auszuweiten. Es gibt nichts Überzeugenderes als ganz klare Zahlen, Daten und Fakten.
  • Und: Jeder Veränderungsprozess bringt auch persönliche Vorteile mit sich. Und die sollte man betonen. Menschen haben Angst vor Veränderungen, das ist das Grundproblem. Man sollte die persönlichen Vorteile, wenn wir durch diesen Prozess durch sind, ist der Arbeitsplatz wieder sicher zum Beispiel, persönliche Vorteile und Konsens sollte das Ziel sein. Wenn wir keinen Konsens vorher erzielen, und hier schließt sich der Kreis zur Kommunikation: Kommunikation sollte das Ziel haben, dass die Mitarbeiter konsent sind und nicht dem Veränderungsprozess widersprechen. Wenn sie das innerlich tun, dann sabotieren sie den Veränderungsprozess, und das bringt uns nicht weiter.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK: Change Management, Ansatzpunkte)

Ja, weiter bringt Sie auch mein dynamischer Lernsystem, das ich unter www.spasslerndenk-shop.de  immer weiter ausbaue. Schauen Sie da mal rein.

Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK Buchung der Umsatzsteuer

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IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK Buchung der Umsatzsteuer)

(…) Das waren die Bestandsveränderungen. Kommen wir zu einem neuen Gebiet: Buchung der Umsatzsteuer.

Achtung, Achtung, Achtung: Umsatzsteuer ist Bestandskontenkreis! Wir sind nicht mehr im Erfolgskontenkreis,  sondern wir sind bei 1) in unserem Bestandskontenkreis.

Umsatzsteuer ist liquiditätswirksam (Betriebswirt/in IHK Buchung der Umsatzsteuer)

Die Umsatzsteuer ist niemals erfolgswirksam, sondern stellt eine Forderung oder Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt dar, wie wir gerade gesehen haben.

Es ist also, die Umsatzsteuer ist also liquiditätswirksam. Sie ist liquiditätswirksam. Die Umsatzsteuer ist liquiditätswirksam. Sie beeinflusst also Einzahlungen und Auszahlungen. Sie ist liquiditätswirksam, nicht erfolgswirksam.

Umsatzsteuer, die der Unternehmer erzielt, in Vertretung für das Finanzamt als Inkasso-Handlanger des Finanzamts ist für ihn eine Einzahlung, aber kein Ertrag. Ganz, ganz, ganz wichtig. Schauen Sie in das erste Video-Coaching „Grundbegriffe des Rechnungswesens“. Diese Unterschiede zwischen Einzahlung und Ertrag und Auszahlung und Aufwand müssen einfach klar sein, und wenn Ihnen das jetzt nicht klar ist schauen Sie bitte in dieses allererste Video-Coaching.

Ja, es ist die Besteuerung des Mehrwertes hier, des Umsatzes. Wir haben in Deutschland gespaltene Umsätze, ähm – Umsatzsteuersätze, wir haben  normalen und wir haben einen reduzierten. Wie viel das ist im jeweiligen Fall, schauen Sie bitte nach. Der reduzierte gilt für Bücher, für Lebensmittel und noch für viele andere Dinge. Da gibt’s noch einen ziemlich absurden Katalog, für was reduzierte Mehrwertsteuersätze gelten, da kann kein Mensch mehr kapieren. Schauen Sie im Einzelfall nach. Normaler und reduzierter Umsatzsteuersatz — wir haben also gespaltene Umsatzsteuersätze hier.

Die Umsatzsteuer wird relevant beim Verkauf, wenn wir also etwas verkaufen, und die Vorsteuer wird relevant, wenn wir etwas kaufen, also beim Kauf.

Buchung von Umsatzsteuer und Vorsteuer (Betriebswirt/in IHK Buchung der Umsatzsteuer)

Die Buchung der Vorsteuer, das ist eine Forderung gegenüber dem Finanzamt: Wir kaufen etwas ein, nehmen wir an, wir kaufen Rohstoffe ein, und zwar für 2.000 Euro. „Per Rohstoffe 2.000…“  — und jetzt nehmen wir vereinfacht 10 % Umsatzsteuer an, dann buchen wir als zweites „per Vorsteuer 200“. Und jetzt nehmen wir an, wir kaufen über das Konto Verbindlichkeiten, das heißt wir kaufen auf Ziel, „… an Verbindlichkeiten 2.200“. Wir schulden also dem Lieferanten dieser Rohstoffe die komplette Summe inklusive der Umsatzsteuer. Er muss die 200 Euro dann abführen, kann aber vorher gegenrechnen, wie wir gleich sehen werden. Wir buchen also immer „per Vorsteuer“, „per Vorsteuer“.

Und die Buchung der Umsatzsteuer fällt an, wenn wir etwas verkaufen. Schauen Sie: Umsatzsteuer Verkauf, Vorsteuer Kauf. Wir  haben hier gerade gekauft. Jetzt verkaufen wir. Wir haben die Rohstoffe zu Fertigerzeugnissen verarbeitet und verkaufen das Ganze für 6.000 Euro plus Umsatzsteuer. Das heißt: Wir buchen hier „per Forderung“, „per Forderung LL 6.600“ – wir nehmen wieder 10% an –,  „an Umsatzsteuer 600“ und „an Umsatzerlöse 6.000“. „An Umsatzsteuer 600“ und „an Umsatzerlöse 6.000“. Wir buchen also immer „per Vorsteuer“, wir buchen immer „an Umsatzsteuer“.

Halten wir das fest: Nehmen wir die beiden Konten „Vorsteuer“ und „Umsatzsteuer“. Achtung: Es sind beides Bestandskonten! „Vorsteuer“ ist ein Aktiv-Bestandskonto, „Umsatzsteuer“ ein Passiv-Bestandskonto. „Vorsteuer“ ist eine Forderung steht auf der Aktiv-Seite, Umsatzsteuer ist eine Verbindlichkeit und steht auf der Passiv-Seite. Wir haben gebucht „per Vorsteuer 200“, hier sind die 200. Wir haben gebucht „an Umsatzsteuer 600“, hier sind die 600. Und jetzt werden wir, eh wir überweisen ans Finanzamt, das Konto „Vorsteuer“ gegen „Umsatzsteuer“ abschließen und nur den Überhang überweisen. Das heißt: Die 200 Euro buchen wir aus gegen das Konto „Umsatzsteuer“, damit das Konto „Vorsteuer“ abgeschlossen ist, und dann können wir das Konto „Umsatzsteuer“ abschließen,. Wir schauen auf die wertmäßig stärkere Seite – 600, übertragen die Summe auf die wertmäßig schwächere Seite, ziehen den Saldo, ziehen den Saldo. Diese 400 Euro überweisen wir an das Finanzamt, das heißt das Gegenkonto ist das Konto „Bank“ hier. Wir buchen also in der Regel die niedrige Vorsteuer gegen die höhere Umsatzsteuer. Ausnahmefälle, dass die Vorsteuer mal größer ist als die Umsatzsteuer, gibt es bei Geschäftsgründungen, wenn Sie zunächst mal viele, viele Dinge kaufen und dafür Vorsteuer natürlich aus Ihrer Sicht hinlegen und noch nicht so hohe Umsätze haben. Aber die Regel ist, dass die Umsatzsteuer höher ist als die Vorsteuer, das heißt: Das Konto „Vorsteuer“ wird gegen das Konto „Umsatzsteuer“ abgeschlossen, ja, das Gegenkonto ist das Konto „Umsatzsteuer“, und der Überhang hier der Umsatzsteuer  gegenüber der Vorsteuer wird überwiesen an das Finanzamt.

Ein Vorsteuer-Überhang, also der Ausnahmefall, stellt eine Forderung an das Finanzamt dar. In dem Fall haben Sie eine Forderung an das Finanzamt. Sie bekommen diese Vorsteuer zurück. Und ein Umsatzsteuer-Überhang, der Regelfall, stellt eine Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt dar. Ja, das ist die Regel.

IHK-Prüfung entschlüsselt (Betriebswirt/in IHK Buchung der Umsatzsteuer)

Noch einmal zur Erinnerung: Vorsteuer ist nur ein anderes Wort für Forderungen gegenüber dem Finanzamt, ist ein Aktiv-Bestandskonto. Und Verbindlichkeit Umsatzsteuer ist nur ein anderer Begriff für Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt, ist ein Passiv-Bestandskonto. Beide Konten gehören also in den Bestandskontenkreis und niemals in den Erfolgskontenkreis. Das ist ganz, ganz wichtig: Es sind Bestandskonten. Es erhöht oder verschlechtert die Liquidität. Aber es ist nicht erfolgswirksam, weder ein Ertrag noch ein Aufwand.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Betriebswirt/in IHK Aktive Rechnungsabgrenzung

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Lernen ohne Leiden (Betriebswirt/in IHK Aktive Rechnungsabgrenzung)

Hallo und herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und heute nehmen wir uns mal vor die Rechnungsabgrenzungsposten – Rechnungsabgrenzung; das ist ein Gebiet, das immer wieder Schwierigkeiten bereitet, obwohl es im Grunde ganz einfach ist. Rechnungsabgrenzung.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzung (Betriebswirt/in IHK Aktive Rechnungsabgrenzung)

Und was ist der Sinn der Rechnungsabgrenzung? Der Sinn der Rechnungsabgrenzung ist, periodengerecht vorzugehen. Und „periodengerecht“ bedeutet, dass man eine Zahlung erhält oder eine Zahlung leistet, die inhaltlich in eine andere, spätere Periode gehört. Und hier möchte man eine periodengerechte Zuordnung, das heißt die Zahlung der Periode zuordnen, in die sie inhaltlich gehört.

Und wir unterscheiden

  • die aktive Rechnungsabgrenzung ARA
  • und die passive Rechnungsabgrenzung PRA.

Und aktive Rechnungsabgrenzung heißt zunächst mal: aktiv heißt, wir tun etwas, das heißt wir zahlen. Wir zahlen zu früh. Wir zahlen im Dezember zum Beispiel schon Miete für Januar. Aktive Rechnungsabgrenzung bedeutet: Wir zahlen, wir zahlen zu früh.

Und passive Rechnungsabgrenzung heißt: Wir bekommen, wir bekommen  zu früh Geld. Wir bekommen im Dezember schon Miete, wenn wir etwas vermieten, für Januar, weil der Mieter einfach jetzt 3 Jahre, 3 Monate auf Weltreise ist und die Miete schon im Dezember überwiesen hat für das neue Jahr zum Beispiel.

Buchungssätze der ARA (Betriebswirt/in IHK Aktive Rechnungsabgrenzung)

So, und was wir uns zunächst mal in diesem Video anschauen, ist die aktive Rechnungsabgrenzung ARA, das heißt: Wir zahlen zu früh. Und zwar am 1.12. überweisen wir die Miete für Dezember, Januar und Februar, 500 Euro monatlich, insgesamt 1.500 Euro.

Wie buchen wir das?

  • Der erste Buchungssatz bei uns lautet „per Mietaufwand an Bank 1.500“. So, wenn wir jetzt nichts korrigieren, marschieren die 1.500 Euro komplett in die Gewinn- und Verlustrechnung, und das ist zu viel.
  • Also korrigieren wir. Wir korrigieren, und zwar „ARA, aktive Rechnungsabgrenzung, an Mietaufwand“ – immer, wenn es „an Mietaufwand“ heißt,  wird etwas korrigiert, denn es heißt ja immer „per Aufwand“. Wenn wir „an Aufwand“ buchen, dann stimmt was nicht, dann wird etwas korrigiert, und zwar 1.000, denn nur die 500 Euro betreffen das alte Jahr, 1000 Euro betreffen das neue Jahr.

T-Konten der ARA (Betriebswirt/in IHK Aktive Rechnungsabgrenzung)

Wie sieht das aus mit den T-Konten? Wie können wir uns das verdeutlichen?

  • Nehmen wir zunächst mal ein T-Konto, dieses T-Konto ist unser Mietaufwand. Wir nehmen ein weiteres T-Konto, das ist die aktive Rechnungsabgrenzung, abgekürzt mit ARA. Alle Aufwandskonten wandern bekanntlich in die Gewinn- und Verlustrechnung  GuV, und die aktive Rechnungsabgrenzung steht auf der Aktivseite der Bilanz, das heißt wir haben hier unser Schlussbilanzkonto SBK.
  • Und jetzt buchen wir zuerst mal und tragen einen ersten Buchungssatz „per Mietaufwand an Bank 1.500“. Das Konto „Bank“ brauchen wir hier im Weiteren nicht, deswegen reicht es, wenn hier die 1.500 stehen. Wenn wir jetzt nichts korrigieren, marschieren die 1.500 Euro hier in GuV und sind damit zu hoch, damit ist der Mietaufwand zu hoch.
  • Also kommt die Korrekturbuchung „per ARA 1.000 an Mietaufwand“, 1.000, das ist die Korrekturbuchung. Wir schließen dieses Konto ab, wie wir immer die Konten abschließen.  Wir schauen auf die wertmäßig stärkere Seite: 1.500, übertragen die Summe auf die schwächere Seite, ziehen den Saldo, und diese 500 Euro wandern in die Gewinn- und Verlustrechnung als Miete, Mietaufwand 500 Euro. Das ist das, was das alte Jahr betrifft, 1.00 Euro waren für Januar und Februar des neuen Jahres. Also: Gewinn- und Verlustrechnung ist periodengerecht abgegrenzt.
  • Dieses Konto ARA schließen wir auch ab, das geht hier etwas schneller, weil hier nur eine Zahl steht (1.000). Also zwei Striche drunter, damit wir sehen: Das Konto ist abgeschlossen. So, und diese 1.000 wandern in die Schlussbilanz. Übrigens ganz hier nach unten noch nach dem Konto „Kasse“ steht die aktive Rechnungsabgrenzung ARA. Und auch damit ist sichergestellt, dass das Konto GuV periodengerecht richtig belastet ist.
  • Im neuen Jahr eröffnen wir die Konten. Das Konto „ARA“ hat einen Anfangsbestand von 1.000 Euro, und wir öffnen neu das Konto „Mietaufwand“, das ja im letzten Jahr wie alle Aufwands- und Ertragskonten komplett geräumt wurde über das Konto „GuV“. So, im neuen Jahr buchen wir nun „per Mietaufwand an ARA“, damit ist das Konto „ARA“ sozusagen ausgeglichen und aus der Welt, und dieser Mietaufwand marschiert dann in die GuV des neuen Jahres. Und damit ist sichergestellt, dass wir die 1.000 Euro herübergeführt haben, indem wir sie auf dem Konto ARA praktisch zwischengeparkt haben.

Und was nun eine wichtige Prüfungsfrage ist, wenn wir hier noch mal das Schlussbilanzkonto SBK haben, und hier ganz unten als letzter Posten steht "1.000 Euro zum Beispiel ARA", und der Prüfer fragt „Was ist das?“, dann können wir sagen: „Das ist eine Auszahlung jetzt für einen späteren Aufwand. Wir haben vorab schon etwas gezahlt, was inhaltlich das neue Jahr betrifft.“ Auszahlung jetzt, Aufwand später. Das ist die Kurzform.

Die passive Rechnungsabgrenzung schauen wir uns dann im nächsten Video an.

Lernen ohne Leiden (Betriebswirt/in IHK Aktive Rechnungsabgrenzung)

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Mein Name ist Marius Ebert.

 

 

© Dr. Marius Ebert