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Na, schon zugemüllt? Teil 3

Lernen ohne Leiden

Willkommen zurück zu Teil 3 mittlerweile von meiner Videoserie, die da heißt „Na, schon zugemüllt?“.

Am Ende von Teil 2 haben wir gesehen, dass die letzten 10 Prozent des Lernstoffes 30 bis 40 Prozent des Materials ausmachen und wir im Prinzip gar nicht diese Dreieckstruktur haben, die haben wir nur bishier,bis zu den 90 Prozent, und dann ufert das Ganze aus. Und wir haben gesehen, dass dieses Problem bei mir anders gelöst wird als anderswo.

Die Essenz von Teil 2 ist folgende Essenz: Anderswo werden Sie zu 100 Prozent, zu 100 Prozent meint 100 Prozent des Lernstoffes, zu 100 Prozentunstrukturiert zugemüllt. Sie wissen schon: Das sind kopierte Skripte, das sind kopierte Folien, das sind aus Lehrbüchern rauskopierte Seiten und so weiter, und so weiter, und so weiter. Bei mir, meine Formel ist seit 25 Jahren: 90 Prozent des Lernstoffes für 90 Prozent der Leute. 90 Prozent d.L. für 90 Prozent d.L. – 90 Prozent des Lernstoffes für 90 Prozent der Leute. Das ist meine Formel.

Bücher

Und ich möchte in diesem Video die Frage beantworten, warum das so ist, warum Sie anderswo zu 100 Prozent unstrukturiert zugemüllt werden.

Also was sind die Gründe dafür? Und die Gründe, aus meiner Sicht gibt es zwei, es sind also zwei wesentliche Gründe

  • Das eine ist Unvermögen. Ich erkläre das sofort.
  • Der zweite Grund ist Angst.

Unvermögen

Was meine ich mit Unvermögen? Meine ich, dass diese Leute keine betriebswirtschaftliche Fachkompetenz hätten? Nein, das meine ich ausdrücklich nicht. Aber die Struktur der Wissensvermittlung macht ein geschlossenes, aufeinander abgestimmtes, strukturiertes Konzept für andere unmöglich. Warum? Ich habe es oft erklärt, deswegen mache ich es hier kurz. Ich mache es am Beispiel vom Betriebswirt/in (IHK), ich könnte den Wirtschaftsfachwirtnehmen, den technischen Betriebswirt, den Industriefachwirt, völlig egal. Einendieser Abschlüsse. Da haben Sie jetzt beim Betriebswirt sieben Fächer: Fach 1, Fach 2, Fach 3, Fach4, Fach 5, Fach 6, Fach 7. Dementsprechend lösen die allermeisten Anbieter dieses Problem so, dass sie jetzt mit sieben Dozenten anrücken. Sie haben Dozent 1, Dozent 2, Dozent3, Dozent 4, Dozent 5, Dozent 6, Dozent 7. Damit haben Sie ganz automatisch eine Trennung, denn diese Dozenten kennen sich untereinander vielleicht vom Namen her, aber eines passiert nicht: Dort werden nicht die Skripte aufeinander abgestimmt.

Schule

Dafür bräuchte man auch eine gewisse Weisungsgebundenheit, die man gegenüber einem Dozenten gar nicht hat. Der Weiterbildungsträger kann dem Dozenten schlecht vorschreiben, mit welchen Skripten erarbeiten soll. Der Dozent sagt: „Ich habe meine eigenen Skripte hier.“Der eine hat Skripte, der andere kopiert was aus Büchern raus, der dritte hat Folien, die er dann als Kopien ausgibt und so weiter. Mit der Ausgabe von Lernmaterial sind die Leute in der Regel sehr großzügig, was auch daran liegt, dass an jeder Ecke ein Kopierer steht und das schnell und auch preisgünstig gemacht ist.

Die Folge allerdings davon ist, dass es hier kein aufeinander abgestimmtes Lernkonzept geben kann. Das meine ich mit Unvermögen. Es ist nicht möglich. Der Weiterbildungsträgerkann es nicht. Und, und das mag jetzt arrogant klingen, aber es ist so –belehrt mich eines Besseren. Aber ich mache das, was ich hier mache, seit 25 Jahren. Mir ist in den 25 Jahren ein einziger Dozent begegnet, der die Fachkompetenz hatte, alle Gebiete eines Lehrgangsabdecken zu können, also z.B. beim Betriebswirt/in (IHK)alle Gebiete so gut zu beherrschen, dass er sie vermitteln konnte.

Aber mir ist keiner begegnet, der dann noch in der Lage war, das in entsprechendes Lehrmaterial zu gießen. daraus gutes Lehrmaterial zu machen. Kein einziger ist mir begegnet. Ich bin der Einzige, der mir je begegnet ist in ganz Deutschland, der von seiner Fachkompetenz alle diese Gebiete beherrscht. Eines Lehrgangs, also beim Technischen Betriebswirt alle Gebiete beherrscht, beim Personalfachkaufmann alle Gebiete beherrscht, beim Betriebswirt alle Gebiete beherrscht und so weiter. Und in der Lage ist, das in Lehrmaterial umzusetzen, diese Kenntnisse in Lehrmaterial umzusetzen.

Und das ist der erste Grund: Weil es diesen Dozenten nichtgibt. Und gäbe esihn, müsste er sich monatelang, um nicht zu sagen, jahrelang irgendwo eingraben, um diese ganzen Lehr-und Lernkonzepte zu schreiben. Und dafür haben Dozenten meistens überhaupt keinen Freiraum, weil die auf die Bühne müssen, um Geld zu verdienen.

Da müsste also ein Weiterbildungsträger über, mit Sicherheit für so ein Konzept wie Betriebswirt/in (IHK), für sagen wir mal, anderthalb Jahre mindestens einen Dozenten bezahlen, der das Ganze als einheitliches Konzept schreibt.

Können Sie vergessen.Gibt es nicht, macht keiner. Deswegen basteln sie alle mit diesen Modellen. Es gibt noch Leute, die basteln mit fächerweisem Zusammenlegen, was noch schlimmer ist. Auch dazu habe ich Videos gemacht. Das meine ich mit Unvermögen. Die Struktur, die hier gegeben ist, erfordert eine sehr, sehr hohe Fachkompetenz und eine sehr, sehr hohe Methodenkompetenz. Und soweit ich sehen kann, bin ich der Einzige, der das kann. Das ist der eine Grund.

Der zweite Grund ist Angst. Angst vor was?

Angst vor Klagen. Denn es kann ja sein, dass irgendein Teilnehmer, der zum Beispielnicht zufrieden ist oder der durchgefallen ist, den Weiterbildungsträger verklagt und sagt: „Das hier ist in der Prüfung gefragt worden. Thema X ist in der Prüfung gefragt worden, und es ist mir aber nicht vermittelt worden…“Was macht der Weiterbildungsträger? Der hat in der Regel auch nicht die Fachkompetenz. Der spricht den entsprechenden Dozenten an, sagen wir Dozent3. Was sagt Dozent 3? Der sagt: „Ja, also das steht ja irgendwo auf den Seiten 135 bis 413, die ich kopiert den Leuten ausgegeben habe.“ Und dannsagt der Weiterbildungsträger vielleicht noch: „Ja, und warum haben Sie dasnicht vermittelt?“–„Ja, da hatte ich irgendwie keine Zeit, oder das Stundenbudget war zu gering. Blablabla. “Meistens fragt der Bildungsträger da gar nicht mehr, sondern jetzt hat er das Alibi und kann sagen: „Dozent Sowieso hat diese Lehrunterlagen ausgegeben.“Das sind dann einfach nur Kopien aus den Büchern, aus irgendwelchen Lehrbüchern.  Hat also die Leute mit anderen Worten zugemüllt, kann aber immer darauf Bezug nehmen bei einer Klage. Und mit diesem Zynismus funktioniert das. Keiner redet darüber, dass keiner der Teilnehmer in der Lage ist, den ganzen Müll zu verarbeiten.

Angstvisionen

Wie soll das denn gehen? Die Leute haben die Zeit nicht, und sie haben auch die Kenntnisse und Fähigkeiten nicht. Wie soll das denn gehen? Von einem Gebiet,wie soll man ein Gebiet kategorisieren und strukturieren, das man doch gerade erst lernen will? Wenn man das alles absolviert hat und dann ein bisschen Erfahrung gesammelt hat, dann ist man vielleicht in der Lage, diesen ganzen Müll zu strukturieren, aber doch nicht während des Lernprozesses. Aber darüber redet keiner. Man kann dann sagen. „Ja, haben wir den Leuten doch gegeben.Folie13 von den 135 Folien, die die Leute bekommen haben, da steht es ja.Also,wie können Sie uns verklagenhier?“ Und dann wird die Klage abgewiesen und so weiter,und so weiter. Also: Alibi könnte man auch sagen. Dieser Müll hat eine Alibifunktion, weil die Weiterbildungsträger Angst vor Klagen haben.

Meine Formel

Und bei mir ist es anders. Ich habe keine Angst vor Klagen. Und ich bin, soweit ich sehen kann, der einzige, der die Fachkompetenz hat über diese ganzen Gebiete, und der auch in der Lage ist, diese Fachkompetenz in Lehr-und Lernmaterial umzusetzen. Was selten ist,offensichtlich.Es gibt Leute, die ein Gebiet sehr, sehr gut beherrschen, aber die können es nicht lehren. Und bei mir ist diese Kombination aus irgendwelchen Gründen, über die ich jetzt lange philosophieren oder auch erzählen könnte, warum mein Leben sich so entwickelt hat, dass ich mir das erarbeitet habe. Aber das ist der Grund. Das ist der Grund, warum ich diese Philosophie hier verfolgen kann: 90 Prozent des Lernstoffesfür 90 Prozent der Leute. Bei mir gibt es kein Zumüllen. Bei mir gibt es nur eine strukturierte Vermittlung von 90 Prozent.

Die Bestandteile der Spaßlerndenk-Methode

90 Prozent strukturiert statt 100 Prozent unstrukturiert. Schreiben wir es nochmal hin:90 Prozent strukturiert, so wie ich es oft beschrieben habe–hier, von der Wurzel ausgehend über den Stamm, die Äste, die Zweige und die Blätter,und ab und zu auch mal schauen wir uns die Maserungeneines Blattes an. Aber die Grenze ist eben bei 90 Prozent und nicht bei 100 Prozent.

So, jetzt wissen Sie ein bisschen mehr, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Das sind die Hintergründe.Das sind die Gründe und gleichzeitig auch die Hintergründe, warum Sie alle, die mir E-Mails schreiben und noch viele, die mirbis heute keine E-Mails geschrieben haben, aber das gleiche Problem haben, damit 100 Prozent unstrukturiertemMüll zuhause in ihrer Verzweiflung sitzen.

Alles Gute,
Marius Ebert

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Na, schon zugemüllt? Teil 2

Lernen ohne Leiden

Ich muss noch einen zweiten Teil machen, vielleicht sogar auch noch einen dritten zu diesem Thema „Schon zugemüllt? “ Warum? Weil ich ständig diese E-Mails kriege, die sich alle auf das gleiche Grundproblem reduzieren lassen: Da schreiben mir Leute, die sind verzweifelt, weil sie da sitzen, mit ihren ganzen Fotokopien von Skripten, aus Büchern rauskopiert, von Folien, von was weiß ich nochallemund nicht mehr wissen, wie sie sich auf die Prüfung richtig vorbereiten sollen, die immer näher rückt, und zwar nicht, weil sie zu wenig Material haben, sondern weil sie zu viel Material haben –und dies völlig unstrukturiert.

Und es passiert bei nahezu allen Anbietern: Sie werden zugemüllt.

buecher

Und ich möchte noch ein bisschen die Hintergründe erklären und auch erklären, warum ich Dinge anders mache und was der Hintergrund ist.

Wenn Sie so ein bisschen meine Videos verfolgen, dann wissen Sie, dass ich gerne mit dieser Dreieckstruktur arbeite, oder, wenn Ihnen das zu abstrakt ist, auch mit dem Bild eines Baumes. Das hier unten entspricht sozusagen der Wurzel eines Baumes. Und dann hat der Baum eine oder mehrere Wurzeln. Und er hat einen Stamm. Er hat Äste, Zweige, Blätter und Maserungender Blätter.

Das heißt: Wir gehen sozusagen von der Wurzel hier nach oben, immer weiter in die Details. Hier unten die Wurzel, hier oben die Details. In dem Bild mit dem Baum sind das die Maserungender Blätter.

Und ich habe den Lernstoff vorher strukturiert und gehe immer systematisch vor vom Grundgedanken ausgehend weiter nach oben, über den Stamm, die Zweige, die Äste und die Blätter.

Die Wurzeln der Spaßlerndenk Methode

Die Wurzeln der Spaßlerndenk Methode

Und jetzt gibt es ein sehr interessantes Phänomen, nämlich: Das Dreieck ist ja hier nach oben offen. Und jetzt nehmen wir mal an, hier auf dieser Ebene sei das Dreieck sozusagen geschlossen, und hier sei 100 Prozent des Wissens. Und hier seien 90 Prozent des Wissens. Das mag jetztgrafisch nicht ganz hinkommen, aber das ist auch egal. Hier ist 90 Prozent des Wissens. Hier 90 Prozent,und hier obendie 100 Prozent. Dann ist dieses Bild des Dreiecks im Grunde nicht richtig, denn die Linie geht hier nicht so weiter.

Sondern in Wahrheit geht die Linie so weiter. Das heißt: Sie haben danach herein Bild, wenn Sie 100 Prozent des Wissens erfassen, das so aussieht. Und hier, das, was ich jetzt hier schraffiere, das sind die letzten zehn Prozent des Wissens, entsprechen aber 30 oder 40 Prozent des Materials. Wenn man 100 Prozent eines Lerngebietes vermitteln möchte, braucht man für die letzten 10 Prozent, sozusagen für die letzten Feinheiten der Maserung der Blätter des Baumes 30 bis 40 Prozent des Materials.

Die effektive Formel

Und jetzt sage ich Ihnen, was ich anders mache: Meine Formel lautet seit 25 Jahren: 90 Prozent des Stoffes für 90 Prozent der Leute. 90 Prozent des Stoffes für 90 Prozent der Leute. 90 Prozent des Stoffes, 90 Prozent des Stoffes, und 90 Prozent der Leute meint, 90 Prozent bestehen.  Auch hier ist es nicht sinnvoll, auf 100 Prozent zu gehen, weil hier eine zusätzliche übergroße Anstrengung erforderlich ist. Aber wenn man 90 Prozent des Stoffes für 90 Prozent Bestehensquote vermittelt, dann hat man Ergebnisse, von denen andere nur träumen.

Und das ist ein riesengroßer Unterschied zu den anderen. Ich vermittelenicht hundert Prozent des Stoffes. Ich vermittele 90 Prozent des Stoffes, aber: strukturiert. 90 Prozent strukturiert. Und nicht 100 Prozent unstrukturiert. Das ist das, was die anderen machen. 100 Prozent unstrukturiert, den Leuten dahin gekippt in Form von Skripten und Kopien aus Büchern und Kopien von Folien und das ganze Zeugs. 90 Prozent strukturiert.

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Der Unterschied ist, dass jeder, der bei mir studiert, genau weiß, wo er ist. Ist er hier bei der Wurzel, ist er hier bei einem Ast, ist er bei einem Zweig oder ist er vielleicht schon beim Blättern angelangt? Und er weiß auch ganz genau, wie er von hier dahin gekommen ist–weiß er ganz genau. Während Sie anderswo noch nicht mal wissen, wo Sie sind–Ist das jetzt Detail wissen? Sind Sie also hier irgendwo bei diesem ganzen Müll?  Oder sind Sie vielleicht hier bei ziemlich entscheidenden zentralen, weil nah an der Wurzel liegenden Grundgedanken oder dem Grundgedanken? Denn das wird Ihnen anderswo nicht vermittelt. Die Unterscheidung zwischen Wurzel und Maserung eines Blattes lernen Sie anderswo weitestgehend nicht. Und das ist der wesentliche Unterschied zu dem, was ich mache. Bei mir haben Sie eine Struktur, und Sie wissen, wo Sie sind. Und wenn man so vorgeht hier von der Wurzel nach oben, weiter über die Zweige, die Äste, die Blätter, dann kann man hier abbrechen. Dann kann man hier abbrechen bei 90 Prozent. Warum? Wenn Sie jetzt in der Praxis noch irgendwie ein weiteres Detail brauchen und Sie haben sich bis hierhin systematisch strukturiert vorgearbeitet, können Sie dieses Detailhier ganz bequem obendransetzen. Das ist überhauptkein Problem. Das heißt: Von hier nach oben ins Detail funktioniert immer. Umgekehrt funktioniert nie. Niemals kommen Sie hier von irgendwelchen Details zur Wurzel. Funktioniert nicht.  Klappt nicht.  Ein aussichtsloses Unterfangen. Können Sie lassen. Wenn Sie also sich hier mit diesem ganzen Müll beschäftigenanderswo,und mit „anderswo“meine ich fast alle, fast alle Weiterbildungsträger, ob es Präsenzseminar-Anbieter sind oder Fernlehrgangs-Institute, esist überall das Gleiche. Keiner von denen hat sich je diese strukturellen Gedanken des Lernstoffesgemacht. Sondern da werden Sie zu 100 Prozent unstrukturiert zugemüllt.

Und ich sage Ihnen auch, warum. Das hat einen Grund. Es hat mehrere Gründe. Warum werden Sie dort zu 100 Prozent unstrukturiert zugemüllt? Und warum bei mir 90 Prozent strukturiert?

Aber ich denke, ja, ich glaube, ich hatte recht mit meiner Annahme–das ist schon wieder Stoff für das nächste Video. Also warum das so ist, das erkläre ich im nächsten Teil.

Alles Gute, bis dann.

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Na, schon zugemüllt? Teil 1

Lernen ohne Leiden

Und nun sitzen Sie da mit ihren fotokopierten Skripten, mit ihren fotokopierten Folien, mit weiteren Fotokopien aus Büchern – Hunderte, wenn nicht Tausende von Seiten mit Material. Glauben Sie, dass Sie das irgendwie auf die Reihe kriegen? Glauben Sie, dass Sie nur überhaupt eine Chance haben?

Willkommen zu diesem Video. Mein Name ist Marius Ebert. Ich greife noch einmal ein Thema auf, das ich oft besprochen habe, aber offensichtlich nicht oft genug.

„Na, schon zugemüllt?“

„Na, schon zugemüllt?“ – Das passiert Ihnen nämlich, wenn Sie bei einem der üblichen Seminar-Anbieter ein Seminar buchen, und im Prinzip passiert es Ihnen auch bei den Fernlehrgangs-Instituten, da ist es möglicherweise nicht die Quantität des Materials, das den Begriff „Müll“
rechtfertigt. Aber die Quantität des Materials, das Sie von diesem Fernlehrgangs-Institut
bekommen, das ist nämlich meistens auch Müll.

Müll

Alle diese Institutionen missachten zentrale Regeln des Lehrens und Lernens. Warum? Weil sie sich niemals mit solchen Fragen beschäftigt haben. Und diese zentralen Regeln des Lehrens und Lernens will ich in diesem Video noch einmal erklären, damit Sie sehen, dass es so nicht funktionieren kann mit dem ganzen Müll, dass Sie sich nur quälen.

Es gibt mehrere Lernschritte: S-S-L

Um von A nach B zu kommen, und B ist hier definiert als mindestens Bestehen eines IHK-Abschlusses, denn das ist mein Gebiet, auf dem ich mich überwiegend bewege, braucht es mehrere Schritte. Sie heißen S-S-L, und L wird nochmals unterstrukturiert.

Das erste S steht für die Selektion, die Selektion des Lernstoffes. Und das sind im Prinzip
zwei Fragen, die man hier vorher beantworten muss als Lehrinstitut, nämlich:

  • Was ist überhaupt relevant?
  • Und was ist jetzt nicht im Moment relevant,
    sondern erst später relevant? Erst später relevant.

Das sind die beiden entscheidenden Fragen.

Was ist überhaupt relevant, wenn Sie ein Haus bauen wollen?

Welche Teile brauchen Sie dafür?

Und welche Teile gehören da überhaupt nicht hin, weil sie überhaupt nirgendwo dieses Haus
in irgendeiner Weise zu einem Haus machen?

Und was ist erst später relevant? Zum Beispiel die Dachziegel sind erst später sehr relevant, aber erst dann, wenn Sie entsprechend das Fundament und alles Mögliche schon gebaut haben, den Dachstuhl stehen haben, die entsprechenden Verstrebungen, dann können Sie von mir aus die Dachziegel legen. Also die Dachziegel sind erst später relevant, nachdem vorher
gewisse Strukturen errichtet wurden.

Damit kommen wir zum zweiten S. Das erste S Selektion, das zweite Strukturierung.
Wir müssen jetzt das ganze Material in eine bestimmte Struktur bringen. Und Sie wissen: Ich arbeite hier sehr gern mit dem Bild eines Baums. Ein Baum hat Wurzeln, ein Baum hat einen Stamm, ein Baum hat Zweige, Äste, Blätter und Maserung der Blätter. Also man kann hier das Bild eines Baumes durchaus nehmen. Hier sind wir dann auf der Ebene der Blätter mit den Maserungen der Blätter, hier sind wir bei den Wurzeln dieses Baumes. Das ist eine Möglichkeit der Strukturierung.

Ein Wissensgebiet ist wie ein Baum

Ein Wissensgebiet ist wie ein Baum

Eine zweite Möglichkeit der Strukturierung ist dieses Bild eines Dreiecks, das ist das Bild von dem Baum ein bisschen abstrahiert. Dann haben wir hier unten die Wurzel, und dann öffnet sich das hier nach oben, das heißt, man kann immer weiter in die Details gehen. Das heißt, hier unten ist die grundsätzliche Ebene, und wenn man dann hier nach oben geht, geht man immer weiter in die Details.

Und Selektion und Strukturierung sind zwei zwingende Voraussetzungen, sonst können Sie mit dem Lernen nicht anfangen, sonst erzeugen Sie nur Quälerei, Verwirrung, Verzweiflung, Depression, und so weiter. Diese beiden Schritte müssen gemacht werden.

So, und jetzt kommt eine wichtige Aussage, und ich fordere jeden weiter Bildungsträger in Deutschland auf, mich für diese Aussage zu verklagen. Jetzt kommt sie: „Ich bin der einzige Weiterbildungsträger für IHK-Abschlüsse in Deutschland, der den Lernstoff vorher selektiert und strukturiert hat.“ Es gibt sonst keinen. Alle anderen machen diese Arbeit nicht, sondern kippen den Leuten allen möglichen Müll dahin und unterstellen, dass die Leute selektieren
und strukturieren können.

Die Leute haben aber weder die Zeit, noch haben sie die Fähigkeit dafür. Denn diese Fähigkeiten, um den Lernstoff strukturieren zu können, die wollen sie ja erst erlangen. Aber es scheitert im Wesentlichen schon an der Zeit. Denn diese beiden Arbeiten, Selektion und Strukturierung, sind die Hauptarbeiten. Danach müssen Sie nur noch lernen. Das ist das Einfachste von diesen drei Schritten. Nennen wir das Schritt 1), nennen wir das Schritt 2),
nennen wir das Schritt 3). Die ersten beiden Schritte sind Knochenarbeit. Und ich wiederhole meine Aussage und spezifiziere sie: „Ich bin der einzige Bildungsträger in ganz Deutschland, der selber diese Knochenarbeit geleistet hat, so dass meine Kunden nur noch lernen müssen, weil die Selektion und die Strukturierung vorher gemacht wurde.“

Und das eigentliche Lernen, jetzt muss ich mal in diese Ebene gehen, nennen wir es a), b) und c), besteht aus drei Vs: Verstehen, Vertiefen, Verwenden.

Wenn man eine Struktur vorher herausgearbeitet hat und den Lernstoff strukturiert vorträgt, das heißt hier an der Wurzel beginnt und sich dann weiter in die Details vorarbeitet, geht das Verstehen sehr einfach. Wenn man aber weder selektiert noch strukturiert hat, ist das Verstehen fast unmöglich.

Lernstoff

Viel Lernstoff, nichts verstanden aber!

Ich habe vorgestern eine Mail bekommen von einer jungen Frau, die sagt, sie hätte an sich selber gezweifelt, weil sie das nicht verstanden hat. Es ist aber in den allermeisten Fällen, nicht in allen Fällen, aber in den allermeisten Fällen, ich würde mal sagen 90 Prozent, um eine Zahl
zu sagen, ist es so, dass es gar nicht an den Leuten liegt, die nicht verstehen, sondern an dem Lehrinstitut, das diese Dinge hier nicht verstanden hat.

Und es kommt noch etwas hinzu: Selbst wenn die Lehrinstitute jetzt dieses Video schauen und sagen: „Oh ja, da müssen wir auch etwas verbessern…“ – Sie können es ja gar nicht. Sie haben ja an dem Lehrgang sechs oder sieben Dozenten. Die müssten sich alle irgendwie koordinieren, die müssten einheitliches Lernmaterial schreiben aus einem Guss. Können Sie vergessen, funktioniert nicht. Also selbst wenn die Institute das begriffen, Konjunktiv, wären sie gar nicht in der Lage, das umzusetzen.

Ich glaube, dass sie es persönlich schon mal gar nicht begriffen haben. Aber selbst wenn das der Fall wäre, sie könnten es nicht umsetzen.

Der erste Schritt des eigentlichen Lernens, der dritte Schritt, nachdem die ersten beiden Schritte vorher schon gemacht wurden, heißt Vertiefen. Vertiefen hat etwas zu wiederholen, und zwar wiederholen möglichst auf verschiedenen Sinneskanälen. Dafür haben wir unsere Hörbücher. Dafür haben wir unsere Lernkarten. Dafür haben wir unsere Repetitorien. Dafür haben wir unsere Zusammenfassungen, die Sie bitte im Zusammenhang mit dem Repetitorium nur bearbeiten. Ja, bitte nicht einfach Texte lesen und buntmalen, bringt gar nichts. Das sind alles Möglichkeiten zum Vertiefen. Dafür haben wir Übersichten innerhalb des Lernmaterials, die man sich auch mal irgendwo hin kleben kann und so weiter, und so weiter, und so weiter. Das ist das Vertiefen.

Und der dritte Schritt, denn das Ziel ist ja letztlich dann hier die IHK-Prüfung, genauer gesagt das mindestens Bestehen derselben, ist das Verwenden. Und jetzt wird’s ganz kritisch. Verwenden funktioniert nur, wenn Sie vorher eine Strukturierung gemacht haben. Denn Verwenden bedeutet die wesentlichen Punkte erkennen, sich teilweise auch merken. Das ist gar nicht so schwer, sich wesentliche strukturelle Punkte zu merken. Und gegebenenfalls ein bisschen neu zusammenzubauen.

Denn Verwenden heißt Aktivieren bezogen auf eine handlungsorientierte Prüfung. Und das habe ich sehr oft erklärt, das will ich jetzt hier nicht noch einmal erklären. Es geht um den Transfer des Wissens, nicht um die Repetition, nicht um das Wiederkäuen, nicht um den Reproduktions-Modus. Es geht darum, das Wissen anzuwenden, auf ein konkretes Problem bezogen.

Wenn man nur Müll da hat, dann kann man diesen Müll ja eigentlich nur auswendig lernen, und das ist das, was viele Leute in ihrer Verzweiflung dann tun. Sie lernen dann irgendwas auswendig. Nur mit diesem auswendig gelernten „Wissen“ in Gänsefüßchen gibt es in der Prüfung garantiert keine Punkte. Wenn man das nicht verstanden hat, was man dort auswendig gelernt hat, wenn man nicht die strukturellen Kernelemente beherrscht, dann kann man bei einer anwendungsorientierten Frage nicht punkten.

Verwirrung

Den Müll kann man nur auswendig lernen!

Ich hoffe, ich habe das noch einmal deutlich gemacht. Vielleicht mache ich noch ein paar weitere Videos. Denn im Moment scheint mir das wieder mal das zentrale Thema zu sein, dass die Leute da sitzen und mit ihrem ganzen Müll nicht klarkommen. Und dann lautet die Lösung nicht: „Noch mehr Müll…“ Die Lösung aus Müll lautet nicht „noch mehr Müll“. Sondern die Lösung aus Müll lautet: Das ganze Zeug wegwerfen. Das ganze Zeug wegwerfen. Werfen Sie das ganze Zeug weg. Werfen Sie Ihre unsäglichen Skripte, werfen Sie die weg! Denn sonst quälen Sie sich nur.

So, und jetzt sage ich nochmal den Satz mit der ausdrücklichen Aufforderung an jeden Weiterbildungsträger, mich zu verklagen wegen einer angeblich unseriösen Werbeaussage. Der Satz lautet: „Ich bin der einzige Weiterbildungsträger in Deutschland, der eine Selektion und eine Strukturierung des Lernstoffs vorgenommen hat und seine Teilnehmer nicht zumüllt.“

Alles Gute,
Marius Ebert

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