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Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Hallo, Marius Ebert hier.

Der Titel dieses Videos lautet: „Wie der Euro zerbrechen wird“. Und Sie haben richtig gelesen und richtig gehört: Nicht „ob“, sondern „wie“.

Sapere aude – habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Und die erste Frage, die hier auftaucht ist: „Wie kann man das wissen? Wie kann man das nur behaupten? Was ist also die Basis dieses Videos? Wie komme ich dazu, mir anzumaßen, ein solches Video zu machen?“ — Ud die Basis dieses Videos heißt: „Sapere aude“. Und das ist Lateinisch und heißt wörtlich: „Wage es, weise zu sein“. Wage es, weise zu sein, oder in der Interpretation von Immanuel Kant: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“.

Und das ist auch meine Einladung an alle, die dieses Video schauen. Haben auch Sie den Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen und zu schauen, ob das hier richtig sein könnte, oder ob das, was ich hier sage, vielleicht total falsch ist.

Verrückte Ausgangssituation (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Schauen wir uns die Ausgangssituation an, damit wir wissen, wo wir stehen und von was wir ausgehen. Und die Ausgangssituation erlaube ich mir als ver-rückt zu bezeichnen. Das ist kein Schreibfehler hier, sondern ganz bewusst so geschrieben: ver-rückt. Was meine ich damit? — Wenn wir von einer verrückten Ausgangssituation ausgehen, dann kann ich persönlich sagen aus meiner Lebenserfahrung: Ich habe noch nie einen solchen Widerspruch erlebt zwischen der Realität und der Darstellung dieser Realität in unseren Medien. Ich habe noch nie eine solche Diskrepanz erlebt.

→ Ich habe erlebt, dass man uns in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts erzählt hat, der Russe stünde vor der Tür. Und ich darf erinnern, dass das damals gar nicht in Russland war, sondern die Sowjetunion. Und es aus der heutigen Sicht betrachtet eine absurde Vorstellung war, dass Funktionäre, die mit ihrem maroden System beschäftigt waren, das ja dann später auch zusammengebrochen ist, wenig später zusammengebrochen ist, dass die angeblich nichts anderes zu tun haben, als zu überlegen, nicht ob sie uns angreifen, sondern wie sie uns angreifen. Da hat man uns also schon viel Müll erzählt.

→ In jüngerer Zeit war es die Geschichte mit den Massenvernichtungswaffen. Auf dieser Lüge beruhte ein Krieg, der unendliches Leid, Elend und Chaos gestiftet hat. Auch hier haben die Medien ihren Teil zu beigetragen.

Also es ist nicht das erste Mal, dass wir angelogen werden, dass ein falsches Bild kreiert wird. Aber so extrem wie heute habe ich das persönlich noch nicht erlebt.

Die Rolle der Massenmedien (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Schauen wir uns das mal an. Ich meine hier vor allem die Mainstream-Medien, man könnte auch sagen, die Massenmedien. Und die Massenmedien singen seit Jahren immer wieder das gleiche Lied. Und dieses Lied heißt: „EU gut, Euro gut, und Globalisierung gut!“ Und wenn man es nun wagt, hier hinter ein Fragezeichen zu machen und zu sagen: „EU wirklich gut? Euro wirklich gut? Globalisierung wirklich gut?“, dann bekommt man direkt die Quittung. Dann ist man nämlich ein Euro- nicht etwa Kritiker, sondern ein Euro-Hasser.

pixel2013 / Pixabay

Es ist schon bemerkenswert, mit welchen sprachlichen Keulen, und das ist ja noch die harmlosere, auf Gruppierungen eingedroschen wird von eben jenen Mainstream-Medien, die sich kritisch äußern über diese Entwicklung.

→ Die Mainstream-Medien werden im Wesentlichen finanziert durch Zwangsgebühren.

→ Und hinter den Mainstream-Medien stehen bestimmte Interessengruppen. Denn das ist der einfachste Weg, wenn Sie das Massenbewusstsein beeinflussen wollen, wenn Sie beeinflussen wollen, was die Menschen glauben und denken, dann beeinflussen Sie die Medien, denn das ist viel, viel einfacher als jeden einzeln zu manipulieren oder zu indoktrinieren.

→ Und die Mainstream-Medien haben eine sehr starke Tendenz zur Zentralisierung.

Das heißt: Im Grunde sind es nur ganz wenige Menschen und ganz wenige Sender und ganz wenige Figuren und Personen und Institutionen, die Sie beeinflussen müssen, damit die Mainstream-Medien dieses Lied singen. Und nach meiner Einschätzung ist genau das passiert. Ob durch Bezahlung oder Unterwanderung oder eine Kombination von dem, darüber brauchen wir hier nicht zu sprechen. Das sind Detailfragen. Mir geht’s hier um das große Bild.

Die meisten Menschen sind heute extrem schlecht informiert (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

So, was ist die Folge? — Die Folge ist: Die meisten Menschen sind heute extrem schlecht informiert. Wir haben sogar das absurde Ergebnis, dass Menschen, die noch diesen Mainstream-Medien folgen, wirklich fernab der Realität herumlaufen.

Ich selber bin immer ein großer Zeitungsleser gewesen. Ich habe sehr viel Zeitung immer abonniert, ich habe Fachzeitschriften abonniert. Ich mache das alles nicht mehr, weil ich dadurch in ein völlig falsches Fahrwasser geraten und sehr schlecht informiert bin.

Das ist also die Folge dessen, was hier abläuft.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Willkommen zurück zu unserer Serie zum Thema Geld. Ich glaube, das ist jetzt schon Teil 10. Und dieser Teil 10 heißt „Krypto: volle Kontrolle, volle Verantwortung“ — zwei Dinge, die zusammengehören.

Illusion der vollen Kontrolle über unser Geld (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Und zunächst einmal möchte ich zu Beginn dieses Videos mit einer Illusion aufräumen, nämlich die Illusion, dass wir im Moment volle Kontrolle über unser Geld haben. Das gilt allenfalls für Bargeld, aber auch das muss man eingeschränkt betrachten. Es gilt mit Sicherheit nicht für Buchgeld, und das schauen wir uns mal an.

Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer Client–Server-Anwendung, ich erkläre das sofort, neudeutsch Client-Server-Applikation, eine Client-Server-Anwendung.

Wer sind Sie? — Sie sind der Client, also der Kunde, und der Server ist zum Beispiel der Server Ihrer Bank. Was machen Sie möglicherweise einmal täglich oder zweimal im Monat? –Sie gehen an Ihren Computer, als Client richten Sie an den Server eine Anfrage, was praktisch bedeutet, dass Sie die Domain, die Internetadresse Ihrer Bank in die Browserleiste Ihres Browsers eingeben, und die Internetseite Ihrer Bank erscheint. Das erste ist also: Internetseite erscheint.

Und das zweite, was Sie dann tun, ist, dass Sie sich einloggen und dann Ihre Überweisungen, Ihre Transaktionen machen. So funktioniert es im Prinzip — so lange es funktioniert.

Jetzt heißt dieses Video „Volle Kontrolle, volle Verantwortung“. Wer hat hier die Kontrolle, und wer hat hier nur die Illusion einer Kontrolle? — Und die schlechte Nachricht ist: Wir als Clients haben die Illusion, die Kontrolle zu haben. In Wirklichkeit liegt die Kontrolle zu 100 Prozent auf der anderen Seite.

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Stellen Sie sich vor, eines Tages machen Sie genau das, was ich gerade beschrieben habe, und die Internetseite Ihrer Bank erscheint nicht. Da kommt irgendwas, „Fehler 404“ oder „Seite nicht erreichbar“ oder sonst etwas. Die ist einfach weg. Und das ist erreichbar, wenn jemand auf der Serverseite sozusagen digital einen Schalter umlegt. Dann kommen Sie nicht mehr an Ihr Buchgeld .

Oder, zweite Situation: Die Seite erscheint zwar, aber Sie können sich nicht mehr einloggen. Sie kommen einfach nicht mehr rein. Sie kommen auch hier nicht mehr an Ihr Geld. Und auch das ist technisch erreichbar, indem er jemand auf der anderen Seite einfach mehr oder weniger bildhaft gesprochen einen Schalter umlegt.

Wir haben also die Illusion, die Kontrolle zu haben über unser Geld. Und in Wirklichkeit haben wir sie in keinster Weise, außer über unser Bargeld. Dazu gleich etwas mehr.

Und wenn jetzt jemand einwenden sollte: „Ja, aber ich meine, ich kann mich darauf verlassen, dass die Bank da erreichbar ist, und das machen die doch nicht-…“ Sprechen sie mal mit jemandem, mit einem Zyprioten, einem Bewohner der Insel Zypern. Da ist genau das vor vielen Jahren passiert. So lange an sich noch gar nicht her. Und wenn Sie jetzt fragen, warum da in den Medien nicht so viel berichtet wurde darüber, dann kriegen sie vielleicht eine Ahnung, was los ist. Denn die Medien sind daran interessiert, dass wir glauben, EU ist gut, Euro ist gut, und alles ist unter Kontrolle. Ja, es ist unter Kontrolle, aber nicht unter unserer Kontrolle.

Etwas mehr Freiheit bei Bargeld (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Und sprechen wir doch gleich mal über das Bargeld. Das gibt Ihnen mehr Freiheiten. Deswegen ist meine Empfehlung: Wir sollten angesichts der Politik, die dort betrieben wird von allen Seiten, auch vor der europäischen Zentralbank, die auch nichts mehr anderes macht als Politik zu betreiben, sollten wir eine gewisse Summe Bargeld im Haus haben, weil uns das mehr Kontrolle gibt als unser Buchgeld. Denn wir haben gesehen, dass wir da im Ernstfall nicht mehr herankommen. Und der Ernstfall ist, dass ein Staat Pleite geht. Und glauben Sie bitte nicht, dass das nicht passieren kann. Und glauben Sie bitte nicht, dass das in Deutschland nicht passieren kann.

Bargeld gibt etwas mehr Freiheit. Aber haben wir wirklich die Kontrolle über das Bargeld? Was ist, wenn das Bargeld eines Tages nichts mehr wert ist? Wenn es inflationär aufgeblasen wird, so dass wir mit einer Schubkarre zum Bäcker fahren müssen, um einen verdammten Laib Brot zu kaufen? Wenn also eine Zentralbank so auf unser Geld einwirkt, dass es inflationär entwertet wird? Haben wir darüber Kontrolle? — Wir haben überhaupt keine Kontrolle mehr.

Dass das aus bestimmten Gründen wahrscheinlich eher nicht passieren wird, sondern dass es eher eine deflationäre Entwicklung geben wird, werde ich an anderer Stelle noch erläutern. Aber grundsätzlich möglich ist auch ein inflationäres Aufblähen des Bargelds. Und dann brauchen Sie eine Schubkarre, um Brot zu kaufen. Und das ist nicht Ihre oder meine Kontrolle, sondern das ist allein die Kontrolle des Zentralbankrats und im Wesentlichen des Herrn Draghi.

Zwischen 500 und 600 Millionen Menschen oder zumindest die, die im Euro-Verbund vereinigt sind, sind ausgeliefert den Entscheidungen dieses Gremiums von wenigen Menschen und dieses Vorsitzenden. Haben wir Kontrolle? — Wir haben überhaupt keine Kontrolle.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 1)

 

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Willkommen zurück, Marius Ebert hier.

Wir sind mittlerweile schon bei Teil 9 meiner Serie über Geld, und wir kommen mehr und mehr in den Bereich des Kryptogeldes, der Kryptowährungen. In diesem Video ist das Thema: „Wo findet die Veränderungsdynamik überhaupt statt?“ — die Veränderungsdynamik, von der ich in Teil 8 schon gesprochen habe ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Was müssen wir uns vorstellen?

Hardware-Ebene und Software-Ebene (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1)

Wenn wir uns hier eine sehr tiefe grundlegende Ebene vorstellen, dann ist diese tiefe grundlegende Ebene das Internet. Und das Internet wird hier verstanden als die Vernetzung von Computern. Wenn also Menschen sagen: „Das habe ich aus dem Internet…“, dann ist das nicht falsch, aber es ist nicht präzise. Und wir müssen ausnahmsweise hier mal sehr präzise arbeiten, damit wir die Lokalitäten wirklich voneinander unterscheiden können.

→ Was Menschen eigentlich meinen ist: „Das habe ich aus dem Web…“. Auf dem Internet basiert unter anderem das WWW, das World Wide Web, unter anderem, auch E-Mail und Voice over IP und viele, viele Applikationen beruhen, fußen auf dem Internet. Das Internet wird hier verstanden als Hardware-Ebene, Vernetzung von Rechnern, Laptops, Desktops und Pads und natürlich auch Smartphones. Wenn die sich verletzen über bestimmte Datenleitungen oder auch drahtlos und wie auch immer, dann haben wir ein Internet.

→ Und darauf aufbauend kommt die Software-Ebene. Und da haben wir unter anderem das World Wide Web, hier definiert als die Vernetzung von Webseiten. Das World Wide Web ist die Vernetzung von Webseiten. Das Internet ist die Vernetzung von Computern.

Und wenn wir das mal trennen, dann können wir auch präzise sagen, wo die Veränderungsdynamik stattfindet, nämlich hier: auf dem Internet fußend und auf der gleichen Höhe, wie das World Wide Web und E-Mail und Voice over IP und diesen ganzen Applikationen entsteht und entstand durch die Entwicklung von Satoshi Nakamoto eine dramatische Veränderung.

Veränderungsdynamik durch Distributed Ledger Technology (DLT) oder Blockchain (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1)

Und diese dramatische Veränderung nennen wir jetzt mal verkürzt DLT, Distributed Ledger Technology oder, und dieser Ausdruck wird sich wahrscheinlich durchsetzen, Blockchain.

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Beides ist das Gleiche, beides sind zwei Ausdrücke für das gleiche Phänomen. Ich erkläre dieses Phänomen gleich. Distributed Ledger Technology ist eigentlich der bessere Ausdruck. Ich bin aber ziemlich sicher, dass Blockchain sich durchsetzen wird.

Hier also findet die Veränderungsdynamik statt, und zwar mit Übergriffen auf das World Wide Web, also auf die Vernetzung von Webseiten. Viele Dinge fußend auf der Blockchain-Technik können Applikationen im World Wide Web ersetzen.

Also es ist nicht nur parallel, sondern es finden auch gewisse Übergriffe statt im Sinne von Ersetzen. Man könnte sich also etwa eine solche Dynamik vorstellen, dass die Blockchain-Technik teilweise Applikation im Word Wide Web ersetzt.

Und damit taucht die Frage auf: „Was ist denn Distributed Ledger Technology““ beziehungsweise „Was ist Blockchain?“ Ich nehme diesen Begriff DLT, es ist das Gleiche wie Blockchain, aber der bietet sich an, um genauer zu erklären, um was es hier geht.

Ledger = Kassenbuch (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1)

Zunächst einmal: Was ist ein Ledger? Und wenn wir das nachschlagen in einem Lexikon, dann werden wir unter anderen die Übersetzung finden: Ledger ist nichts anderes als das Hauptbuch. Und wenn Sie Buchführung noch nicht völlig verdrängt haben, dann wissen Sie: Das Hauptbuch ist die chronologische Auflistung von Geschäftsvorfällen. Man könnte auch sagen: die chronologische Auflistung von Buchungssätzen. Und wir vereinfachen noch ein bisschen mehr und benutzen stattdessen den Ausdruck Kassenbuch.  Eigentlich ist Kassenbuch nur ein Teil hier, aber wir stellen uns diesen Begriffen Ledger und die Verwendung als Kassenbuch vor. Und in diesem Kassenbuch werden alle Vorgänge verzeichnet: A überweist was an B, C überweist was D. Und da das quasi so was wie Bargeld ist, können wir auch von Kassenbuch sprechen.

Ein Block ist (mehr als) eine Kassenbuch-Seite (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1)

Zunächst einmal: Wenn wir Blockchain, also „Kette von Blöcken“, wenn wir uns das vorstellen, dann denken wir tendenziell horizontal, das heißt von links nach rechts. Es ist aber sinnvoll, hier vertikal zu denken. Das hier sei ein Block. Das ist also nichts anderes als eine Seite, auf der bestimmte Geschäftsvorfälle aufgezeichnet werden. Und irgendwann ist die Seite voll, ich vereinfache stark, ist die Seite voll, und wir haben einen Block.

Und dann bewegt sich das Ganze in diese Richtung. Ein neuer Block wird aufgemacht, er wird vollgeschrieben, in Gänsefüßchen, und wird sozusagen da drauf gesetzt, wobei der nachfolgende Block mit dem vorherigen Block verknüpft wird, und zwar in einer Art und Weise, dass man diese Blöcke nicht mehr auseinander kriegt. Ein schlauer Mann hat mal gesagt: „Das wird dann drauf geklebt, mit Pattex drauf geklebt“, und in der Tat kann man es sich so vorstellen.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 1)

 

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Willkommen zurück, Marius Ebert hier.

Ich greife den Gedanken aus meinem vorherigen Video aus dieser Serie wieder auf: Es geht um die sechste Welle, und es geht um die Zusammenhang von Kryptowährungen und allem, was dahinter steckt, und dieser auf uns zukommenden großen Wellenbewegung, die wieder mal, wie alle vorherigen Wellen, die Wirtschaft umkrempeln wird.

Sechste Welle ist im Anmarsch (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 1)

Und machen wir uns noch mal klar in diesen Koordinatenkreuz, das ich hier schon angedeutet habe: Wir haben hier die Zeit, wir haben ja oben mal ganz allgemein bezeichnet das Wachstum. Das hier soll sein die fünfte Welle. Auf der materiellen. Ebene ist man sich weitestgehend einig, dass die fünfte Welle ausgelöst wurde durch den Computer, konkret den Personal Computer, und der Engpass, der diese fünfte Welle ausgelöst hat war, auch da ist man sich weitestgehend einig, die Informationsverarbeitung. Der Engpass war also die Informationsflut, und es entstand die Notwendigkeit, sogar im privaten Haushalt Informationen mit technischer Hilfe, mit Software-Hilfe mit Hardware-Hilfe zu verarbeiten, weil das menschliche Gehirn diese ganzen Informationen nicht mehr verarbeiten konnte.

So ungefähr um das Jahr 2020 plusminus erwarten wir, wenn die Entwicklung so weitergeht, wie sie bisher war, 40 bis 60 Jahre Dauer, erwarten wir die 6. Welle, die sich aber durchaus jetzt schon andeutet. Nach meiner Einschätzung deutet sie sich jetzt schon an. Und ich sehe einen Zusammenhang zwischen der sechsten Wellenbewegung und der Entwicklung von Bitcoin und allem was danach kam und noch kommen wird. Und das möchte ich in diesem Video genauer erklären. Das heißt: Ich möchte in diesem Video das beleuchten, was durch diese sechste Welle verändert werden wird.

Sechste Welle wird ausgelöst durch Vertrauensengpass (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 1)

Und um das zu tun, möchte ich noch einmal kurz den Kerngedanken darstellen: Nach meiner Einschätzung ist der momentane Engpass ein Vertrauensengpass.

Und dieser Vertrauensengpass bezieht sich vor allem auf Institutionen und Autoritäten, denen wir über Jahre, teilweise Jahrzehnte vertraut haben.

Beispiele hierfür sind vielfältig:

→ Das sind die Medien, Mainstream-Medien. Und wenn Sie Schwierigkeiten haben diese Aussage nachzuvollziehen, dann machen Sie doch mal Folgendes: Gehen Sie mal ins Netz und gehen Sie mal drei Monate zurück, drei Monate vor unserer gerade absolvierten Bundestagswahl jetzt gerade im September 2017, und schauen sich mal an, was die Medien und die Meinungsforschungsinstitute geschrieben haben über einen sogenannten „Schulz-Effekt“, und wo die Meinungsforschungsinstitute die SPD verortet haben, was ihre Prozentsätze angeht. Da lesen sie Zahlen von 30 Prozent und mehr. Seit paar Tagen steht das Ergebnis fest. Und es ist ein historisches Faktum, dass die SPD das schlechteste Wahlergebnis ihrer Nachkriegsgeschichte erzielt hat und knapp noch gerade über 20 Prozent war. Vertrauen Sie noch Meinungsforschungsinstituten? Vertrauen Sie noch den Mainstream-Medien, die Ihnen was von einem „Schulz-Effekt“ erzählt haben? Dann wird es Zeit, aufzuwachen.

→ Ich habe schon erwähnt: die Banken. Ich sollte noch erwähnen die Ratingagenturen. Wenn Sie das nicht nachvollziehen können, dann bitte studieren Sie, was im Jahr 2008 in dieser Weltfinanzkrise passiert ist und wodurch es ausgelöst wurde. Dort haben sich die Ratingagenturen schuldig gemacht.

→ Und die Reihe ist endlos. Glauben Sie noch an den ADAC? Ist Ihnen aufgefallen, dass der ADAC über Jahre bestimmte Rankings für Autos, ich weiß nicht genau, wie es hieß, ADAC-Auto des Jahres, manipuliert hat?

Und so weiter, und so weiter, und so weiter.

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Also: Wir haben nach meiner Einschätzung einen Vertrauensengpass. Wir haben mittlerweile sehr, sehr viele Informationen, aber wir wissen nicht mehr, welchen Informationen wir trauen sollen.

Nicht-vertrauensvolle Autoritäten werden durch Software ersetzt (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 1)

Und eine der entscheidenden Dinge, die hinter den Kryptowährungen, vor allem hinter Bitcoin als erster Kryptowährung stecken ist, dass wir Autoritäten, Medien, Meinungsforschungsinstitute, Ratingagenturen, Banken und so weiter, und so weiter, dass wir Autoritäten, denen wir nicht mehr vertrauen, dieser Vertrauensengpass bezieht sich auf Autoritäten, ersetzen durch Software, durch mathematische Algorithmen, die nicht beeinflussbar sind, die nicht manipulierbar sind. Autoritäten, die ihr Vertrauen verspielt haben, werden ersetzt durch Software.

Und damit lösen wir diesen zentralen Vertrauensengpass, denn Vertrauen ist natürlich im Geschäftsleben elementar: Ich muss als Verkäufer darauf vertrauen können, dass ich mein Geld bekomme. Und der Käufer muss darauf vertrauen können, dass er seine Ware oder Dienstleistung bekommt. Vertrauen ist ein zentrales Element wirtschaftlicher Interaktion.

Die Autoritäten haben versagt. Wir versuchen es in dieser Phase der Geschichte jetzt mal mit mathematischen Algorithmen, einfach gesagt mit Software.

Das ist meine Sicht der Dinge. Das ist meine Einschätzung der momentanen Situation.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 8 Veränderungsdynamik der 6. Welle, Teil 1)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 7 Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 7 Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Der Titel dieses Videos: „Kryptowährungen und die sechste Welle“. Und ich möchte gerne erklären zunächst einmal, was die sechste Welle ist oder was überhaupt gemeint ist, wenn ich von diesen Wellenbewegungen spreche.

Konjunkturzyklen als kleine Wellen der Volkswirtschaft (Geld, Teil 7 Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 1)

Und ich habe mich dazu schon mal geäußert in einem Seminar im August 2009. Schauen wir da mal kurz rein:

Wir kennen alle Volkswirtschaftslehre, diese typischen Konjunkturzyklen, das kennen Sie alle: Aufschwung, Hochkonjunktur, Boom, im Extremfall Abschwung, Rezession, im schlimmen Fall Depression und dann wieder ein Aufschwung. Kleine Wellen — 7 Jahre, 5 Jahre, da streitet man ein bisschen, wie lang sie nun wirklich sind, bis sich das Ganze wieder gedreht hat. Aber so steht es in allen volkswirtschaftlichen Lehrbüchern, so lernt man es in der ersten Stunde Wirtschaftswissenschaften, so habe ich es gelernt bei meiner Banklehre erste Stunde VWL. Nachdem man Minimax-Prinzip gelernt hat, lernt man dann relativ schnell auch die Konjunkturzyklen.

geralt / Pixabay

Das ist auch alles ganz nett. Nur: Die Welt sieht anders aus, wenn man die Perspektive wechselt. Das heißt: Wenn man einen anderen Standpunkt einnimmt, kriegt man plötzlich ein anderes Bild der Welt.

Sie kennen den Film „Der Club der toten Dichter“? Kennen Sie den? „Club der toten Dichter“. Müssen Sie nacharbeiten, der ist wichtig. Da ist ein, ein Lehrer, ein grandioser Lehrer, der den Menschen, den Schülern, mit denen er zusammenarbeitet, vor allem Selbstwertgefühl beibringt, was viel wichtiger ist, als Leute mit Wissen vollzustopfen. Jungen Menschen Selbstwertgefühl zu vermitteln ist viel, viel wichtiger. Und es gibt eine Szene, wo er die Menschen, also die Schüler bittet, auf dem Tisch zu steigen und mal zu schauen, wie die Welt jetzt aussieht. Sie müssen das jetzt hier nicht machen, aber selbst wenn Sie sich das vorstellen, können Sie sich vorstellen, dass die Welt plötzlich ganz anders aussieht, wenn man den Standpunkt wechselt.

Durch Basisinnovationen ausgelöste lange Wellen (Geld, Teil 7 Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 1)

Die meisten haben es nicht getan. Einer hat es getan, und zwar ein russischer Forscher. Ich weiß immer noch nicht ganz genau, wie man ihn überhaupt ausspricht, Kondratjew oder Kondratiev wird er auch betont. Ich weiß das nicht so genau. Kondratjew auf jeden Fall schreibt er sich, ein russischer Forscher der 1925/27 um den Dreh, wenn ich es richtig im Kopf habe, von Stalin umgebracht wurde. Und der hatte einen anderen Standpunkt. Der ist zwei Schritte zurückgegangen und hat sich diese Zyklen aus der Entfernung angeschaut und festgestellt: Neben diesen kleinen Wellenbewegungen gibt es sehr große Wellenbewegungen, und zwar fünf große Wellen kann man bisher Identifizieren in der historischen Rückschau. Fünf große Wellen, und zwar ausgelöst durch die sogenannte Basisinnovation.

Schumpeter hat nachher den Begriff „Basisinnovation“ geprägt, also eine Innovation, die eine Gesellschaft grundsätzlich umkrempelt, die praktisch alles verändert. Das ist eine Basisinnovation. Die einen bestimmten Schwellenwert auch an Wachstum induzieren muss, dann wird es eine Basisinnovation.

Und vor diesem Hintergrund gibt es bisher fünf große Wellen.

→ die Dampfmaschine,

→ die Eisenbahn,

→ die Elektrotechnik,

→ das Auto und, das haben wir alle mitbekommen, je nach Lebensjahralter fast alle mitbekommen,

→ der Computer, und zwar der Computer seit ziemlich genau 1980/82 so ungefähr .

Große Wellen, die eine gesamte Gesellschaft umkrempeln und ein unglaubliches Wirtschaftswachstum induzieren. Und eine solche große Welle dauert, wieder in der historischen Betrachtung, etwa 40 bis 60 Jahre vom Aufschwung bis zur Hochphase, Abschwung, also bis dieser Zeitraum durchschritten ist 40 bis 60 Jahre. Bis dann nach 40 bis 60 Jahren eine neue Welle kommt.

Fünf große Wellen hat es bisher gegeben. Und vor diesen großen Wellen sind diese kleinen Wellen sehr unbedeutend. Wenn Sie auf die kleinen Wellen schauen und gucken: „Sollen jetzt die Zinsen erhöht oder reduziert werden?“, ist das eine unwichtige Frage, wenn eine große Welle kommt. Was eine große Welle machen kann, haben wir alle erlebt. Wir alle wissen, was ein Tsunami ist.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 7 Kryptowährungen (Bitcoin) und die 6. Welle (Kondratieff-Zyklus), Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Prüfungsaufgaben, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Prüfungsaufgaben, Teil 1)

Hallo. Mein Name ist Marius Ebert. Und wir beginnen eine neue Videoserie, und zwar einen Rechenaufgaben, vor allem für den Wirtschaftsfachwirt/in. Warum? – Ich habe aus vielen, vielen Kommentaren zu meinen Videos entnommen, dass hier Bedarf besteht nach Grundsatzarbeit. Und Grundsatzarbeit bedeutet Prozentrechnung und Dreisatz – zwei grundsätzliche Handwerkszeuge, die man unbedingt beherrschen muss.

Prozentrechnung und Dreisatz – Bruttoverkaufspreis, Nettoverkaufspreis und Umsatzsteuer (Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Prüfungsaufgaben, Teil 1)

Wenn man mal so die Frage stellt: „Was braucht man aus der Schule von dem, was man da lernt, im Leben wirklich, wenn man nicht gerade Professor in Mathematik werden will oder ein Ingenieurstudium machen möchte, sondern wenn man das mal ausblendet, was braucht man aus der Schule wirklich?“ – Dann sind das die vier Grundrechenarten, die Prozentrechnung und  den Dreisatz. Das sind absolut elementare Dinge. Also: Machen wir das.

Die Ausgangsfrage lautet:  2.500 Euro ist der Bruttoverkaufspreis. Und Bruttoverkaufspreis bedeutet inklusive Umsatzsteuer. Umsatzsteuer ist das gleiche wie Mehrwertsteuer. Umsatzsteuer ist der juristisch korrektere Begriff, weil das Gesetz „Umsatzsteuergesetz“ heißt. Aber der Volksmund sagt Mehrwertsteuer, und es ist genau das Gleiche. Also: Was ist Nettoverkaufspreis?

Und jetzt brauchen wir zwei Dinge: Wir brauchen Prozentrechnen und den Dreisatz.

2.500 Euro sind hundertneunzehn Prozent. Wir gehen dabei, ich mache das hier nebenher noch mal klar, 19 Prozent ist unser Umsatzsteuersatz, wir gehen also von 19 Prozent aus. Wären es 16 Prozent, bei alten Zahlen haben Sie das durchaus ja noch, stünde hier nicht 119, sondern 116 Prozent. Wir gehen von 19 Prozent, dem aktuellen Umsatzsteuersatz zur Zeit aus. Wenn er auf 20 Prozent erhöht würde, würde hier 120 Prozent stehen. Also die 2.500 Euro entsprechen 119 Prozent. Wir suchen also einen Betrag, der den 100 Prozent entspricht, ein Euro-Betrag, der den 100 Prozent entspricht, auf den wir 19 Prozent draufhauen. Also: 100 Prozent gleich wieviel? Das ist hier die Frage. Und dafür brauchen wir den Dreisatz. Und der Dreisatz besteht aus 2 Schritten:

Der erste Schritt ist: Wir gehen auf die Einheit. Das heißt: Wir fragen uns immer: „Wieviel ist ein von dem, was wir suchen?“, in dem Fall ist es Prozent, also die Einheit ist in dem Fall ein Prozent. Wieviel ist ein Prozent? – Und wenn wir das haben, diese 1 steckt in allen drin, können wir auf die neue Mehrheit gehen. Im zweiten Schritt gehen wir auf die neue Mehrheit. Das sind die beiden Schritte, die Sie sich bitte einprägen für den Dreisatz. Das ist immer das Gleiche, egal in welchen Einheiten wir arbeiten, ob wir in Prozent arbeiten oder sonst irgendwas, ja, die übliche Frage ist ja: „Drei Kinder zahlen 18 Euro Eintritt. Wieviel zahlen sieben Kinder?“ Dann berechnen Sie bitte, wieviel ein Kind zahlt und multiplizieren dann mit 7, dann haben Sie die neue Mehrheit, das ist hier sieben Kinder in diesem Beispiel. Und Einheit wäre: Wieviel zahlt ein Kind?

Zurück zu unserem Beispiel hier: Also wir fragen uns: „Wieviel ist ein Prozent?“. Und dann können wir auf die neue Mehrheit gehen. Die neue Mehrheit ist 100 Prozent. Also was müssen wir tun? – 2.500 Euro entsprechen 119 Prozent. Die Frage ist also: Wieviel ist ein Prozent? Wir dividieren durch 119, dann haben wir ein Prozent. 119 Prozent durch 119 Prozent ist 1 Prozent. Das heißt im ersten Schritt dividieren wir durch 119, und im zweiten Schritt multiplizieren wir, gehen auf die neue Mehrheit. Jetzt wissen wir nämlich, wieviel 1 Prozent ist, und jetzt müssen wir nur noch multiplizieren mal 100. Also die Rechnung lautet: 2.500 dividiert durch 119 mal 100. Und das tippen wir ein: 2.500 dividiert durch 119 – erster Schritt: wir gehen auf die Einheit, das ist 21,084034, tippen Sie das in Ihren Taschenrechner ein, und dann, neue Mehrheit, mal 100, ergibt 2,100,84. 2.100,84 entspricht also 100 Prozent.

Machen wir die Gegenprobe: Wenn das stimmt, wenn 2.100,94 den 100 Prozent entsprechen, und wenn wir auf diese 2.1000,84 plus 19 Prozent Umsatzsteuer draufschlagen, dann müssten wir wieder auf die 2.500 Euro kommen. Also machen wir es: 2.100,84, jetzt lasse ich den Rest dahinter stehen, denn es ergeben sich manchmal Rundungsdifferenzen, 2.100,84 rechne ich jetzt. Und da rechne ich jetzt drauf 19 Prozent, also mal 19, dividiert durch 100, gleich 399,159664. Und wenn wir das jetzt wieder addieren zu den 2100,84 dazu, dann kommen wir ja auf 2499, 9966. Also entspricht 2.500 Euro, wenn wir es ein klein bisschen aufrunden, gewisse Rundungsdifferenzen können sich hier ergeben.

Machen Sie sich bitte klar: Prozentrechnung, Prozentrechnung, da steckt das Wort percentum drin, das heißt das nämlich: Prozentrechnung heißt Percentum, un das heißt pro Hundert. Wir beziehen also die Dinge auf Hundert. Wir könnten sie auch auf 38 beziehen, nur das erscheint uns nicht so griffig. Wenn wir etwas auf Hundert beziehen, dann haben wir die Möglichkeit, Dinge in gewisser Weise gleichnamig zu machen. Wenn wir alles auf Hundert beziehen, haben wir eine gemeinsame Bezugsgröße, und das ist im Grunde die Idee der Prozentrechnung. Prozentrechnung bedeutet: Wir bilden eine gemeinsame Bezugsgröße, und so können wir Dinge miteinander vergleichen, die normalerweise zunächst einmal nicht vergleichbar erscheinen. Wenn wir aber alles auf 100 beziehen, die gemeinsame,  Bezugsgröße ist hundert, dann haben wir, stellen wir eine Vergleichbarkeit her. Das ist der Clou der Prozentrechnung.

So, und ich denke, damit sind zwar grundsätzlich Dinge klar geworden: einmal die Prozentrechnung, und zum zweiten Dreisatz prägen. Prägen Sie sich das bitte sehr grundsätzlich ein.

Prozentrechnung und Dreisatz – Nettoverkaufspreis berechnen (Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Prüfungsaufgaben, Teil 1)

Machen wir noch eine kleine Übung: Der Nettover.., der Brutto-, der Bruttoverkaufspreis, ja, Bruttoverkaufspreis sei 3.200 Euro. Wie kommen wir vom Bruttoverkaufspreis zum Nettoverkaufspreis? – Also ohne Umsatzsteuer. Bruttoverkaufspreis ist inklusive Umsatzsteuer oder Mehrwertsteuer, wie man auch sagen kann, Nettoverkaufspreis ist ohne Umsatzsteuer oder ohne Mehrwertsteuer, wie man genauso sagen kann. Sie wissen schon: Zwei Rechenschritte. Dividiert durch 119, wenn wir 19 Prozent Umsatzsteuer haben, mal 100, und dann kommen Sie auf der Nettoverkaufspreis. Merken Sie sich das bitte und machen Sich sich bitte auch klar: Die 119 ändern sich, wenn der Mehrwertsteuersatz sich ändert, ja. Also: dividiert durch 119 mal 100. Die Rechnung lautet also: 3.200 dividiert, Sie wissen. Der Bruchstrich ist nichts anders als „dividiert durch“, durch 119 mal 100. Sie wissen: Das „mal“ kann man so schreiben oder mit dem Punkt. 3.200 durch119 mal 100. Also  rechnen wir: 3.200 dividiert durch 119 gleich … mal 100 kommen wir auf dem Nettoverkaufspreis. Der beträgt 2689, 075 – ich runde auf 08. Also wenn wir aus den 3.200 Euro die Mehrwertsteuer rausziehen und auf die 100 Prozent gehen, das hier sind 119 Prozent, wieviel sind 100 Prozent? Dann lautet die Antwort: 2.689,08. Machen Sie die Gegenprobe: Rechnen Sie auf die 100 Prozent 19 Prozent wieder drauf, kommen Sie auf die 3.200 Euro.

Ich hoffe, das hilft erstmal weiter. Hier beginnt eine Videoserie, die heißt „Wirtschaftsfachwirt/in rechenaufgaben“, Wirtschaftsfachwirt/in Rechenaufgaben, Teil 1, Teil 2, Teil 3 und so weiter. Und ich werde darauf jetzt aufbauen und weitere Dinge erklären: Wie geht man mit der Handelsspanne um, mit Skonto und so weiter, und so weiter.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Prüfungsaufgaben, Teil 1)

Noch ein wichtiger Hinweis für Sie, ein sehr wichtiger Hinweis: Ich habe für Sie die Prüfung zum Wirtschaftsfachwirt/in entschlüsselt. Alles, was Sie tun müssen, ist unter dem Video auf den Link klicken und sich in das Formular einzutragen. Wenige Sekunden später haben Sie diese Insider-information in ihrem Email-Postfach. Diese Insider-information ist nur eine begrenzte Zeit online. Klicken Sie also jetzt auf den Link unter dem Video und tragen sich ein in das Formular.

Alles Gute, viel Erfolg für Sie.

Marius Ebert.

© Dr. Marius Ebert

Wirtschaftsfachwirt/in, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

Hallo, mein Name ist Marius Ebert. Ich zeige, wie man Prüfungsaufgaben zum Rechnungswesen löst. Das ist relevant für den Technischen Betriebswirt/in, den Wirtschaftsfachwirt/in und auch eingeschränkt für den Betriebswirt/in IHK.

Das Insidervideo „Wirtschaftsfachwirt entschlüsselt“ beziehungsweise „Betriebswirt/in und Technischer Betriebswirt/in entschlüsselt“ finden Sie, wenn Sie unter dem Video klicken. Klicken Sie und tragen sich in das Formular ein.

Aufgabenstellung Zahlenvorgaben überspringen (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

Und jetzt schauen wir uns mal diese Aufgabe an. Es ist also eine Aufgabe aus dem Rechnungswesen. Und das Rechnungswesen zerfällt ja bekanntlich in zwei große Bereiche: Da ist einmal die Finanzbuchhaltung und die Betriebsbuchhaltung, die FiBu und die BiBu, und die BiBu nennt man auch Kostenrechnung. Und genau da sind wir jetzt. Das gilt es also zunächst einmal zu erkennen.

Die Betriebsbuchhaltung ist intern. Und woran sehen wir das? – Nun, schauen wir uns die Aufgabe an:

Da kommen zunächst mal eine Menge Zahlen:

  • Da kommt eine Zahl Fertigungsmaterial: 15.000 Euro.
  • Fertigungslöhne: 10.000 Euro.
  • Und dann kommen da Zuschlagssätze:
  • Materialgemeinkosten: 10Prozent Zuschlag,
  • Fertigungsgemeinkosten: 130 Prozent Zuschlag
  • Verwaltungs-, Verwa.gemeinkosten: 5,5 Prozent Zuschlag
  • und Vertriebsgemeinkosten: 8 Prozent Zuschlag.

Und dazu kommt noch der Hinweis: Es geht hier um eine Fabrik, und die Fabrik produziert ein bestimmtes Teil. Aber die Konstruktion, nicht die Produktion, sondern die Konstruktion, wie dieses Tal zusammengebaut wird, also sozusagen den Bauplan, den hat man durch externe Ingenieure machen lassen. Also die Konstruktion extern, und dafür haben die 11.900 Euro brutto in Rechnung gestellt, also inklusive Mehrwertsteuer.

Handlungsaufforderung erkennen (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

So. Das sind die ganzen Angaben. Und Sie kennen meinen Hinweis: Lesen Sie um Himmels Willen nicht diese ganzen Angaben. Sondern steigen sie soforthier ein, wo der Buchstabe ist beziehungsweise wenn kein Buchstabe ist, finden Sie am Rand hier eine Punktzahl. Und dort ist die Handlungsaufforderung. Und wie lautet die Handlungsaufforderung? – Die Handlungsaufforderung lautet: Wir sollen kostenorientiert den Preis festlegen bei einem Gewinnzuschlag von 15 Prozent. Das ist die Handlungsaufforderung.

Lösungsstruktur festlegen (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

Und es ist die Frage: Was ist die Struktur der Lösung? Ehe Sie sich jetzt wieder in den Zahlen verlieren, brauchen Sie ein Ordnungssystem, eine Struktur der Lösung.

Und das was jetzt kommt, empfehle ich Ihnen sich einzuprägen, obwohl es in Formelsammlungen drinsteht und Sie Formelsammlungen benutzen können, aber prägen Sie sich das ein:

  • Materialeinzelkosten plus Materialgemeinkosten, in der Regel prozentual draufgeschlagen, ergibt die Materialkosten.
  • Plus Fertigungseinzelkosten, das sind die Fertigungslöhne, plus Fertigungsgemeinkosten, und jetzt Achtung: Manchmal kommt es vor: plus Sondereinzelkosten der Fertigung. Das sind Kosten, die pro Auftrag zuzurechnen sind, ergibt die Fertigungskosten.
  • Beides zusammen, das heißt Material- und Fertigungskosten ergeben die Herstellkosten— bitte nicht verwechseln mit den Herstellungskosten — die Herstellkosten.
  • Plus Verwaltungsgemeinkosten plus Vertriebsgemeinkosten plus eventuell Sondereinzelkosten Vertrieb ergibt diese Selbstkosten.
  • Und kostenorientierte Preisfestlegung heißt nichts anderes als Selbstkosten plus Gewinnzuschlag gleich Preis.

Ja, und das ist das, was wir machen sollen. Und das ist die Struktur unserer Lösung.

Zuordnung der Zahlen zur Struktur (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

Und jetzt können Sie zuordnen. Jetzt sehen Sie nämlich:

  • Materialeinzelkosten, das ist das Fertigungsmaterial,  das sind 15.000 Euro.
  • Darauf schlagen Sie prozentual den Materialgemeinkosten-Zuschlagssatz, das sind hier 10 Prozent, dann haben Sie die Materialkosten.
  • Dann haben Sie Fertigungs-Einzelkosten, das sind die Fertigungslöhne, hatten Sie in der Aufgabenstellung mit 10.000 Euro.
  • Darauf schlagen Sie die Fertigungsgemeinkosten mit 130 Prozent. Das ist nicht ungewöhnlich, weil der Anteil der Maschinen die Gemeinkosten ausmacht und wir in den letzten Jahren sehr viel Arbeitskräfte, Jahrzehnten kann sagen, in den letzten Jahrzehnten sehr viel Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt haben. Deswegen sind die Fertigungsgemeinkosten, die Maschinen, bezogen auf die Fertigungslöhne, also die Menschen, so hoch. Ja, 130 Prozent.
  • Sondereinzelkosten der Fertigung sind Kosten, die pro Auftrag, nicht pro Produkt, aber pro Auftrag einzeln zurechenbar sind. Das sind Ihre 11.900 Euro brutto. 11.900 Euro brutto entspricht aber 10.000 Euro Netto. Ja, auf 10.000 Euro hat man 19 Prozent draufgeschlagen und kam auf 11.900 Euro. Also plus 10.000 Euro.

Merken Sie sich: All das hier, was Sie hier rechnen, ist immer netto, netto, netto, netto. Und wenn zwischendurch mal jemand mit so einem Bruttosatz, also inklusive Mehrwertsteuer kommt, dann müssen Sie umrechnen: 11.900 gleich 119 Prozent, dann rechnen Sie um auf 1 Prozent, Sie dividieren durch 119, und rechnen mal 100. Dann haben Sie die 100 Prozent Das sind die 10.000 Euro. Darauf wieder draufgerechnet ergibt die 11.900.

  • Wenn Sie dann die Zahlen addieren, haben Sie die Herstellkosten.
  • Darauf schlagen Sie dann in Euro, ja in Euro, darauf schlagen Sie prozentual Verwaltungsgemeinkosten 5,5 Prozent, Vertriebsgemeinkosten 8 Prozent, und dann haben diese Selbstkosten, wieder Netto in Euro.
  • Darauf schlagen Sie die 15 Prozent Gewinnzuschlag, und dann haben Sie den Preis.

Und jetzt will ich vorschlagen: Sie machen das einfach mal. Sie pausieren das Video, rechnen das alles mal selber, und dann vergleichen Sie die Lösung. Pausieren Sie bitte das Video.

Berechnung des Preises (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

Also, fahren wir fort. Wichtig ist, dass Sie den Anfang wissen. Der Anfang in das Schema sind die Materialeinzelkosten. Und wenn Sie das haben, dann ergibt sich der Rest im Prinzip von alleine.

  • Die Materialeinzelkosten waren 15.000 Euro. Darauf 10 Prozent Materialgemeinkosten-Zuschlagssatz sind 1.500 Euro, haben Sie Materialkosten von 16.500 Euro
  • Dann die Fertigungseinzelkosten: Das waren Ihre Fertigungslöhne, die waren mit 10.000 Euro angegeben.
  • Die Fertigungsgemeinkosten: Da war der Zuschlagssatz 130 Prozent. Das sind also 13.000.
  • Und dann waren ja noch die Sondereinzelkosten der Fertigung da. Ja, das gibt es nicht immer in den Aufgaben, aber ab und zu gibt es das. Das war nochmal 10.000 Euro Netto,
  • so dass wir hier auf Materialkosten und hier auf Fertigungskosten kommen, insgesamt von 10.000, 20.000, 10.000, 20.000, 33.000.
  • So. Wenn wir jetzt diese beiden Zahlen zusammenaddieren, dann haben wir die Herstellkosten. Die Herstellkosten sind also 16.500 Materialkosten plus 33.000 Fertigungskosten, sind 49.500.
  • Jetzt haben wir noch zwei Zuschlagssätze, nämlich plus Verwaltungsgemeinkosten plus Vertriebsgemeinkosten. Nur haben beide die gleiche Basis: Sie werden nämlich beide auf die Herstellkosten kalkuliert. Das waren, wenn ich es richtig im Kopf habe, 5,5 plus 8 Prozent, also 5,5 plus 8 sind insgesamt 13,5 Prozent. Ja, so können wir ein bisschen schneller hier rechnen. 49.500 mal 13,5 dividiert durch 100 sind 6.682,50. Jetzt können Sie natürlich auch einzeln rechnen, aber das ist hier im Grunde nicht gefragt, denn gefragt ist der Preis. Und der Preis ergibt sich, egal ob Sie das ja hier einzeln rechnen oder zusammen, plus 49,500, dann sind wir bei 56.182,50. Und das sind die Selbstkosten, ja die Selbstkosten, und zwar netto. Das das ist eine “2“ hier. 56.182, das ist eine „2“ hier, 56.182,50.
  • Und jetzt kommt der letzte Schritt: 56.182,50 plus die 15 Prozent, also müssen wir mal 15 Prozent rechnen, das sind 8427,38. Ich runde auf auf die zweite Stelle hinter dem Komma. Plus 56.182,50. Dann haben wir einen Nettopreis  von 46.609,88.
  • Ja, jetzt müssen wir noch hier, je nachdem, wahrscheinlich 19 Prozent, ja, dann haben wir den Bruttoverkaufspreis. Das gibt es eben manchmal dann auch noch, dass man hier nochmal plus 19 Prozent rechnen muss, um dann auf, das ist also Netto hier, um dann auf Brutto zu kommen. Ja, die Spielart gibt es dann eben auch noch mal.

Schema der differenzierten  Zuschlagskalkulation (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

Wichtig ist, und das rate ich Ihnen wirklich: Lernen Sie, prägen Sie sich dieses Schema ein. Diese Schema der die differenzierten Zuschlagskalkulation, so nennt man das nämlich, differenzierte Zuschlagskalkulation – das ist dieses Schema:

  • Materialeinzelkosten plus Materialgemeinkosten ergibt die Materialkosten.
  • Dann neu ansetzen: Fertigungseinzelkosten, das sind die Fertigungslöhne.
  • Plus Fertigungsgemeinkosten plus Sondereinzelkosten Fertigung ergibt die  Fertigungskosten.
  • Das beides zusammen ergibt die Herstellkosten.
  • Plus Verwaltung plus Vertrieb prozentual drauf ergibt die Selbstkosten.

Ja, und das ist wichtig. Dieses Schema müssen Sie sich einprägen.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wirtschaftsfachwirt, Rechnungswesen, Prüfung, Teil 1)

So. Der Hinweis auf das Insider-Video noch einmal zum Abschluss: Klicken Sie unter dem Video auf den Link, tragen sich das Formular ein. Es ist noch verfügbar.

Alles Gute.

Marius Ebert.

© Dr. Marius Ebert