Schlagwort-Archive: GmbH

GmbH, Mindestpersonenzahl

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (GmbH, Mindestpersonenzahl)

Wir sind nach wie vor bei der GmbH, und die Frage diesmal lautet in Kurzform: GmbH Mindestpersonenzahl. Ausformuliert heißt die Frage: „Wie viele Personen braucht man, um eine GmbH zu gründen?“

Kapitalgesellschaft vs. Personengesellschaft (GmbH, Mindestpersonenzahl)

Nun steht ja „GmbH“ als Akronym für „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, das heißt das „G“ steht für „Gesellschaft“, und unterer „Gesellschaft“ versteht man normalerweise mehrere Menschen, mehrere Personen, Gesellschaft, ja. Sie kennen den Begriff „geschlossene Gesellschaft“, wenn Sie in ein Restaurant wollen, dann kommen Sie nicht rein, da steht ein Schild draußen „Geschlossene Gesellschaft“, und Sie gucken mal durch’s Fenster und sehen: Da findet eine Hochzeit statt oder so was, oder ein Hochzeitsessen oder irgendwas in der Richtung, und es sind definitiv mehrere Menschen.

Aber in diesem Fall ist der Begriff „Gesellschaft“ irreführend, denn in der Tat ist die Mindestpersonenzahl, um eine GmbH zu gründen, einer. Drunter geht nicht, weil dann keiner mehr da ist, der operieren kann, aber einer geht. Eine Person kann also tatsächlich eine Gesellschaft gründen — eine Einpersonen-GmbH. Und diese eine Person ist dann in Personalunion der Geschäftsführer, und zwei der einzige, und der einzige Gesellschafter. Ja,

Gesellschafter und Geschäftsführer in Personalunion, das haben Sie, wenn es eine Einpersonen-GmbH ist. Nicht, dass es zwingend ist, natürlich können es auch mehr sein, aber gefragt war ja nach Mindestpersonenzahl, und hier lautet die Antwort in der Tat: „Eine Person reicht aus“. Ist ein bisschen irreführend, ist ein bisschen missverständlich.

Bei der Personengesellschaft geht das nicht, weil da ja die Personen im Vordergrund, und eine Einmann-OHG geht nicht, das ist dann eine Personengesellschaft, ein Einzelunternehmen, ja, aber keine OHG, da brauchen Sie mindestens zwei, aber bei den Kapitalgesellschaften geht das, weil da ja die Person gar nicht im Vordergrund stehen, sondern das Kapital, und deswegen geht das hier, ja, deswegen geht diese im Prinzip begrifflich absurde Konstruktion, geht bei den Kapitalgesellschaften.

Die GmbH, noch mal zur Erinnerung, die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft, die wir abgrenzen von den Personengesellschaften. Bei den Personengesellschaften geht das nicht, da ist eine Person tatsächlich ein Einpersonen-Unternehmen, und erst nach zwei reden wir von der Gesellschaft. Also OHG mit zweien geht, einer allein ist keine OHG.

Okay.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (GmbH, Mindestpersonenzahl)

Im Übrigen glaube ich, dass, wer in die Hölle will, nur einen Fernlehrgang zu buchen braucht. Wollen Sie hingegen lernen ohne zu leiden, dann klicken Sie auf den Link unter diesem Video.

Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

© Dr. Marius Ebert

 

Haftung bei OHK, KG, GmbH

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Haftung bei OHK, KG, GmbH)

Hallo, mein Name ist Marius Ebert, und ich greife wieder eine Prüfungsfrage auf. Und zwar wird hier gefragt: „Wie unterscheidet sich die Haftung bei der OHG von der Haftung bei der KG und der Haftung bei der GmbH?“

Unterschiede in der Haftung (Haftung bei OHK, KG, GmbH)

  • Nun, bei der OHG haften die Gesellschafter. Und zwar haften sie unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch. Das heißt: Es haftet auch das Privatvermögen der Gesellschafter. Das steckt in dem Wort „unbeschränkt“. Man kann sich unmittelbar an den Gesellschafter, an jeden der OHG-Gesellschafter werden. Das bedeutet „unmittelbar“. Und „gesamtschuldnerisch“ bedeutet: Einer für alle, alle für einen.
  • Bei der KG muss man unterscheiden zwischen Komplementär und Kommanditist. Der Komplementär, Komplementär, haftet wie der OHG-Gesellschafter. Er haftet unmittelbar, man kann unmittelbar zu ihm gehen, er haftet unbeschränkt mit seinem Privatvermögen auch, und er haftet gesamtschuldnerisch. Der Kommanditist kann die Haftung ausschließen durch die Zahlung der Einlage. Der Kommanditist haftet betragsmäßig begrenzt. Und wenn er die Einlage komplett geleistet hat, dann haftet er gar nicht mehr. Der Kommanditist haftet also nur bis zur Einlage und kann die Haftung durch Leistung der Einlage, durch Bezahlung der Einlage an die Gesellschaft komplett ausschließen.
  • Die GmbH haftet nur mit dem Gesellschaftsvermögen. Es haftet nicht das Privatvermögen der Gesellschafter. Gesellschaft mit begrenzter Haftung ist also ein bisschen missverständlich. Gemeint ist: Gesellschaft mit auf das Gesellschaftsvermögen begrenzter Haftung. Das haftet allerdings voll. Das heißt: Die GmbH haftet mit allem, was sie hat. Was nicht haftet, ist das Privatvermögen der Gesellschafter.

Ja, das war‘s schon wieder.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Haftung bei OHK, KG, GmbH)

Schauen Sie unter www.spasslerndenk-shop.de, wenn Sie Klarheit haben wollen, wenn Sie effizient BWL lernen wollen.

Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

 © Dr. Marius Ebert