Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Szene 1: Edelmetalle (Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen)

Stellen wir uns eine erste Szene in der Geschichte vor: Menschen wollen Werte übertragen, und Menschen lösen dieses Problem, indem sie Edelmetalle übertragen. Und der Einfachheit halber wähle ich jetzt mal Gold. Genauso hat man auch Silber gewählt. Edelmetalle also. Und Menschen übertragen diese Edelmetalle, um Werte zu übertragen. Das ist die erste Szene aus der Geschichte.

Szene 2: Papier als Zugangsberechtigung (Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen)

Gehen wir zur nächsten Szene: In der nächsten Szene kommt irgendjemand auf die Idee: „Wie wäre es, wenn wir das Gold an einem sicheren Ort, also hier ist ein sicherer Ort, und da packen wir das Gold hin, oder das Silber, und stattdessen übertragen wir einen Zugriffsberechtigungsschein auf dieses Gold. Dann müssen wir nämlich nicht immer das Gold durch die Gegend schleppen und können überfallen werden vielleicht…“

Also man überträgt ein Papier. Aber dieses Papier sichert den Zugriff. Und der Geber des Papiers unterschreibt, und der Nehmer des Papiers unterschreibt, so dass also wirklich sichergestellt ist, dass nicht ein Räuber mit diesem Papier an das Gold kommt. Das Papier sichert den Zugriff auf das Gold. Und deswegen kann man dieses Papier sehr viel leichter übertragen als das Gold selber. Das ist einfach viel praktischer. Und das ist unsere zweite Szene.

Szene 3: Wertsicherung durch Autorität wie Zentralbank (Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen)

Kommen wir zur dritten Szene: In unserer dritten Szene gibt es zwei Teile — dies ist dritte Szene, Teil A: „Wie wäre es, wenn wir das Gold weglassen und einfach nur noch Papier übertragen und dieses Papier nicht mehr sichern durch einen Bezug auf Gold oder Silber, sondern durch eine Autorität, eine Zentralbank und letztlich einen Staat, der dieses Papier herausgibt entsprechend seiner Landesgrenzen. Und diese Autorität sorgt dafür, dass dieses Papier im Wert stabil bleibt.“

Hans / Pixabay

Die Zentralbank hat im Laufe der Zeit, im Laufe der Geschichte etwas gelernt über Mechanismen, über Deflation, vor allem auch über Inflation, hat gewisse Instrumente und sichert damit, dass der Wert dieses Papier stabil bleibt. Na ja, so einigermaßen jedenfalls.

Wir sind immer noch in der Dritten Szene, aber jetzt bei Teil B: Wir haben immer noch die Situation, dass eine Autorität, nämlich eine Zentralbank, da ist und dass die Menschen mehr oder weniger Papier übertragen, wobei sie mittlerweile eigentlich das Papier direkt auch nicht mehr übertragen, sondern Buchgeld. Zahlen auf Kontoauszügen werden hin und her geschoben. Und eigentlich ist es auch nicht mehr das Buchgeld, sondern das Plastikgeld, das die Welt dominiert.

Und jetzt ist aber folgendes passiert: Diese Autorität, diese Zentralbank, deren zentrale Aufgabe, es ist dafür zu sorgen, dass dieser Transfer hier in einer Wirtschaft reibungslos funktioniert und dass die Menschen auch einen Teil dieses Geldes hier als Werte speichern können, diese Autorität wurde zunehmend in Beschlag genommen von der Politik — mit allen Einflussgrößen, mit den persönlichen Eitelkeiten von Politikern, die sich ein Denkmal setzen wollen, mit Machtspielen, alle diesen Dinge. Und die Zentralbank hat ihre zentrale Aufgabe aus den Augen verloren.

Und noch etwas ist passiert: Nämlich dieses Papiergeld oder Buchgeld oder Plastikgeld funktioniert immer schlechter, so dass es Rettungspakete, nicht eine Rettung, sondern ganze Rettungspakete gibt, um diese Währung noch zu retten.

Das ist die dritte Szene, und Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Gegebenheiten, tatsächlich lebenden oder verstorbenen Personen sind natürlich rein zufällig…

Wo soll das hinführen? In eine Hyperinflation vielleicht? In eine große, weltweite Wirtschaftskrise, wie im Jahr 2008 geschehen?

Szene 4: Kryptowährungen (Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen)

Es gibt eine vierte Szene, und in dieser vierten Szene gibt es keine Autorität mehr, keine Zentralbank mehr, keinen politischen Einfluss mehr auf diese Zentralbank. Aber den Menschen geht es gut. Denn was sie benutzen, um Werte zu kommunizieren, Werte zu tauschen und um Werte zu speichern, ist Kryptogeld, – Kryptos. Menschen benutzen Kryptos, Kryptowährung.

MichaelWuensch / Pixabay

Der Bitcoin ist die allererste funktionierende Kryptowährung auf diesem Planeten Mittlerweile gibt es viele, viele, viele andere Währungen. Menschen benutzen diese Kryptos, um Werte zu kommunizieren, Werte auszutauschen und Werte zu speichern. Und das funktioniert viel besser. Warum funktioniert das viel besser? Und warum ist die Zentralbank weg? — Weil diese Kryptos im Wesentlichen drei Mechanismen haben:

→ Das eine ist die Kryptographie.

→ Das zweite ist Proof of, hier gibt es zwei Varianten, Proof-Of-Word und Proof-Of-Stake im Wesentlichen,

→ und das dritte ist die sogenannte Blockchain, auch DLT genannt, Distributed Ledger Technology.

Und diese drei Elemente, die ich an anderer Stelle noch genauer erklären werde, führen dazu, dass wir keine Zentralbank mehr brauchen und dass wir mehr und mehr erkennen, das Geld tatsächlich so etwas ist wie eine Sprache oder eine Technik, um Werte zu kommunizieren, Werte zu übertragen und Werte zu speichern. Und das funktioniert reibungslos. Das funktioniert viel, viel besser als in der Szene 3B.

Diese Kryptos dienen dem Zweck,

→ Werte zu kommunizieren,

→ Werte auszutauschen und

→ Werte zu speichern.

Zentrale Aufgabe von Geld, es geht um Werte. Aber sie funktionieren mehr wie eine Sprache oder wie eine Technik.

Kommen wir dahin? Ich glaube ja. Ich hoffe, dass wir den Übergang von Szene 3B zur vierten Szene auf friedlichem Wege hinbekommen. Die Chance ist da.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 6 Geldentwicklung, 4 Szenen)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

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