Archiv des Autors: Helmut Reibold

Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 3

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 3)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Folgen dieser Politik (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 3)

Was sind die Folgen? Was sind die Folgen dieser Politik?

→ Die erste Folge ist: Wir haben eine niedrige Pleitequote, ein bisschen salopp formuliert, heute spricht man ja eher von Insolvenz und von Konkurs. Niedrige Pleitequote, und jetzt könnte man ja sagen: „Das ist doch eine tolle Entwicklung…“ Wenn das ein Politiker erzählt, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder der Politiker hat nichts verstanden, oder er lügt Ihnen dreist ins Gesicht.

a) Eine niedrige Pleitequote ist schlecht. Eine Wirtschaft braucht immer einen gewissen Grad der Erneuerung. Schumpeter hat das genannt „kreative Zerstörung“. Das heißt: 1,5 bis 2 Prozent der Unternehmen sollten pro Jahr pleitegehen, das ist normal, damit sich die ganze Sache erneuern kann, die Wirtschaft als Ganzes betrachtet. Jetzt nicht tragische Einzelfälle, darüber reden wir jetzt im Moment nicht, sondern wenn man die Wirtschaft als Ganzes betrachtet, dann ist das ein gesunder Prozess. Und wenn diese Pleitequote zu niedrig ist, dann ist das ein Alarmsignal, weil hier Dinge, die sowieso passieren werden, aufgeschoben

b) Die zweite Folge ist: Die Unternehmen hängen am Tropf. Sie hängen am Tropf dieser Anleihenfinanzierung durch die Zentralbank. Sie können sich durch Geld künstlich am Leben erhalten. Denn solange ein Unternehmen seine Rechnungen bezahlen kann, geht es nicht pleite, obwohl das Geschäftsmodell vielleicht überholt ist, alles technisch veraltet ist, man die jüngsten Marktentwicklungen gar nicht mehr mitbekommen hat, Änderung des Nachfrageverhaltens verschlafen hat. Trotzdem kann man sich hier, wenn man ein größeres Unternehmen ist, an den Tropf der Zentralbank hängen und sich von da weiter künstlich am Leben erhalten lassen.

c) Die Märkte sind alle in einer Blase. Das gilt für die Aktienmärkte, nach meiner Einschätzung gilt das für nahezu jeden Markt. Das gilt für den Immobilienmarkt, das gilt für Gold, es gilt für Silber, es gilt für nahezu alles. Die Märkte sind durch diese Politik des billigen Geldes, und das ist ein Euphemismus, Politik des verrückten Geldes könnte man das nennen, alle in einer Blase. Und die Banken geraten, und sind schon, und mehr und mehr geraten sie unter Druck. Und dieser Druck sind verschiedene Dinge: Naheliegend und sofort unmittelbar spürbar sind es die Kreditmargen. Die Kreditmargen der Banken sinken, die Banken versuchen mehr oder weniger verzweifelt, ihr Kreditgeschäft auszuweiten. Wenn man pro Kreditvertrag nicht mehr genug verdient, versucht man eben mehr Kreditverträge heranzuholen. Dadurch werden auch so manche Bonitätskriterien lockerer interpretiert. Und ich habe auch den Eindruck, dass die Banken mit diesem negativen Zins bis heute nicht umgehen gelernt haben, weil es völlig absurd ist und gegen alles, was auch ein Banker je gelernt hat. Sinkende Kreditmargen.

→ Das ist aber nicht alles. Dann gibt es diese neuere Entwicklung der Fintech-Unternehmen. Das sind Unternehmen, die sind eher technisch ausgerichtet und bieten eine Bankdienstleistung quasi nebenbei So kann sich zum Beispiel ein Internetanbieter bei einem Fintech-Unternehmen einen Shop bauen lassen und hat dann ein Konto gleich integriert. Während man bei den üblichen Shopsystemen ein Shopsystem hat bei einem Anbieter und ein Konto bei einer Bank, kann man das hier kombinieren. Das sind einfach gesagt diese Fintech-Anbieter. Da sind viele noch in der Startup-Phase, aber das ist auch eine Entwicklung, die stärker wird.

→ Und das Dritte sind die Kryptowährungen. Darüber habe ich einige Videos gemacht. Das ist nach meiner Einschätzung die Entmachtung der Bank. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es in 10, in 20 Jahren noch Banken geben wird. Eins halte ich für sicher: Diese Banken werden erheblich an Macht verlieren. Sie werden möglicherweise staatliche Leistungen verwalten, staatliche Geldflüsse, was immer, aber sie werden durch dieses System, das Geldflüsse außerhalb der Banken-Systeme ermöglicht, und das tun die Kryptowährungen, erheblich an Macht verlieren.

Mögliches Aussehen des Bruchs (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 3)

Kommen wir damit zu der entscheidenden Frage, wie der Bruch aussehen könnte. Und ich sehe hier drei Elemente:

→ einmal die Unternehmen,

→ zum Zweiten die Banken

→ und zum Dritten die Staaten.

Und wenn nun dieser Fluss von der Flüssigkeit gestoppt wird, dann könnte es sein, dass es zu einem Dominoeffekt kommt. Das heißt: Erst gehen Unternehmen pleite, in der Folge gehen Banken pleite, und in der Folge gehen Staaten pleite.

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Wann kann das sein? — Einmal, wenn der Zins, und damit meine ich den Leitzins, wieder hochgefahren werden wird, und wenn die Anleihenkäufe runtergefahren werden, auf Null runtergefahren werden im Extrem, dann fließt diese Nährflüssigkeit nicht mehr, und Unternehmenspleiten, die nicht stattgefunden haben, werden vermutlich kumuliert stattfinden.

Es kann aber auch sein, dass unmittelbar der Druck hier bei den Banken ansetzt und hier die Sollbruchstelle ist. Und das kann sehr leicht passieren, wenn an den Aktienmärkten die Kurse einbrechen. Und das kann sehr leicht passieren durch irgendeine politische Erschütterung, irgendeine Krise, irgendetwas kann dazu führen, dass die Aktienmärkte einbrechen, die Kurse einbrechen und weil wieder gezockt wird, wie damals schon 2008 oder in der Vorphase zu 2008, kann das dazu führen, dass Banken Vermögenswerte abschreiben müssen und dass Banken unmittelbar pleitegehen. Außerdem habe ich vorhin schon beschrieben, dass Banken erheblich unter Druck sind, was ihre Kreditmargen angeht, und auch da werden mehr und mehr Schuldner von zweifelhafter Bonität aufgenommen, um das Kreditvolumen auszuweiten. Und auch das kann unmittelbar zu Bankenpleiten führen.

Und: Wenn der Zins wieder rauf geht, dann geraten natürlich auch unmittelbar, nicht nur mittelbar, sondern unmittelbar die Staaten erheblich unter Druck. Denn das ist nach meiner Einschätzung vordergründig der Grund gewesen, warum die Leitzinsen heruntergefahren worden: Weil die Staaten in atemberaubender Höhe verschuldet sind.

Das ist meine Antwort auf die Frage, wie der Euro zerbricht und im Prinzip auch, wann der Euro zerbricht. Das heißt: Auf die Dinge, auf die man nach meiner Einschätzung achten muss, um diesem Zeitpunkt vielleicht etwas präziser erkennen zu können.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 3)

 

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© Dr. Marius Ebert

Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 2)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Währungssystem vorher und nachher (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 2)

So, jetzt will ich ja hier über den Euro sprechen. Schauen wir uns also an unser Währungssystem.

Und da brauche ich ein bisschen mehr Platz. Deswegen gehe ich mal auf die nächste Seite.

Wir können ja unterscheiden einmal vorher und dann nachher:

Vorher hatten wir ein System mit Bandbreiten. Wir hatten unterschiedliche Währungen in den unterschiedlichen Ländern Europas, und wir haben ein System mit Bandbreiten. Das heißt: Dieses Bandbreiten-System war in der Lage, ökonomische Spannungen auszupendeln und abzufedern. Und dieses Auspendeln und Abfedern nannte man Aufwertung oder Abwertung. Wenn es also, wenn also ein Staat ökonomisch nicht so leistungsfähig war, konnte er seine Währung abwerten und hatte die Möglichkeit, gewisse ökonomische Spannungen aus dem System herauszunehmen.

Nachher hatten wir und haben wir einheitlich in vielen Staaten der europäischen Union den Euro — ohne ein System, ohne eine Möglichkeit, ökonomische Spannungen auszupendeln oder abzufedern.

Auf dem Weg von A nach B, von vorher zu nachher hatte man entwickelt sogenannte Konvergenzkriterien. „Konvergenz“ heißt nichts anderes in diesem Zusammenhang als „wirtschaftlicher Gleichlauf“. Das heißt: Man hat sich überlegt, wenn, erst wenn die Wirtschaften gleichlaufen, sich gleich entwickeln sich nach bestimmten Kriterien angenähert haben, dann können wir sie aufnehmen in diesen Club der Euro-Staaten.

Und jetzt wissen wir alle: Diese Konvergenz war fest gemacht an 4 Kriterien, das habe ich in anderen Videos ausführlich erläutert, da kann man das nachschauen. Darum geht’s mir im Moment nicht. Sondern es geht mir darum, dass diese Konvergenz eine Konvergenzlüge war. Denn jeder weiß, dass hier im Club auch Staaten sind, die eben diesen Gleichlauf nicht leisten.

Wir sind also von vorher zu nachher von einem System, das sich auspendeln kann, das Spannungen rausnehmen kann, zu einem starren System ohne Ausgleichsmechanismus gekommen, das aber sowohl intern wie extern unter Druck geraten kann. Das heißt: Die Folge, die Folge von nachher sind Spannungen, die nicht mehr ausgependelt werden können. Und diese Spannung oder diese Spannungen führen und führten zu einer Krise. Und in dieser Krise hatte man zwei Möglichkeiten:

→ Eine Möglichkeit war, mit dem System zu brechen oder das System auseinanderzubrechen, also ein Bruch,

→ oder eine Rettung.

Und man hat sich entschieden zu dieser sogenannten Rettung.

Also das haben wir im Prinzip alles schon hinter uns.

Rolle der Zentralbanken und der EZB (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 2)

Schauen wir weiter. Schauen wir auf diejenigen, die dieses Währungssystem zentral beeinflussen. Und das sind die Zentralbanken. Schauen wir auf die Zentralbanken.

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Und da müssen wir zunächst einmal verschiedene Punkte festhalten:

→ Diese Zentralbanken, insbesondere auch die EZB, aber andere, sind demokratisch nicht legitimiert. Das heißt: Wir haben die absurde Situation, dass über die wichtigste ökonomische Frage überhaupt, nämlich die des Geldes und die des Geldsystems, ein Gremium entscheidet, das demokratisch nicht legitimiert ist. Das heißt: Dieses Gremium ist auch nicht einfach abwählbar, wenn die versagen.

→ Und, was wenige wissen, was ich für die EZB recherchiert habe, ich vermute mal, dass es bei anderen Zentralbanken ähnlich ist: Die EZB hat einen Sonderstatus, und zwar einen Sonderstatus, der vergleichbar ist wie der Vatikanstaat. Das heißt: Wenn die da, nehmen wir an, die begehen im Gebäude der EZB fürchterliche Verbrechen und jemand ruft die Polizei, um den Opfern dieser fürchterlichen Verbrechen zu helfen, dann kann die Polizei nur mit den Schultern zucken und sagen: „Wir können da nicht rein. Wir dürfen da nicht rein.“ Das ist gemeint mit Sonderstatus.

So dass wir ein Zwischenergebnis festhalten können, und diese Zwischenergebnis ist das Zwischenergebnis, zu dem man immer kommt in der Geschichte, und dieses Zwischenergebnis heißt: Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut. Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.

Was machen diese Leute? Und niemand kann sie richtig aufhalten, niemand kann ihnen Einhalt gebieten, niemand kann sie stoppen.

→ Sie begehen den ersten Sündenfall, und der erste Sündenfall ist, dass sie den Zins aus dem System raus nehmen, beziehungsweise eigentlich noch absurder, dass sie einen Negativzins kreieren. Der Zins, und damit meine ich den Zins im Umgang der Banken mit den Zentralbanken, wird negativ — etwas, was es noch nie gegeben hat in der Nachkriegsgeschichte. Der Zins wird negativ. Etwas, womit die Banken bis heute offensichtlich noch gar nicht richtig umgehen können, weil es so absurd ist. Ich glaube, ich habe vor vielen Jahren Banklehre gemacht, wenn man das damals gefragt hätte: „Ja, was ist denn, wenn dieser Leitzins mal negativ wird?“ Ich glaube, dann wäre man ausgelacht worden, dann wäre die Antwort gekommen: „Nee, das kann überhaupt nicht sein, das gibt es nicht. Dieser Fall ist nicht definiert.“

→ Das ist aber nicht der einzige Sündenfall, sondern es gab noch einen zweiten Sündenfall. Sie wissen, was die Folge des Sündenfalls ist: Die Vertreibung aus dem Paradies. Der zweite Sündenfall sind die Anleihenkäufe. Die Zentralbank, die EZB, kauft über Banken oder auch direkt Anleihen von Unternehmen auf. Das Ganze wird zunehmend intransparenter, auch das ist ein Alarmzeichen, aber faktisch greift die EZB zentral in die Wirtschaftspolitik ein, statt die Währung stabil zu halten. Die machen Wirtschaftspolitik. Die halten Unternehmen durch Kredite am Leben. Das ist die Folge der Anleihenkäufe. Denn Anleihenkäufe bedeutet nichts anderes, als dass die Zentralbank einem Unternehmen einen Kredit gibt, fatalerweise nur großen Unternehmen. Das heißt: Ein mittelständischer Handwerker kann sich nicht über Anleihen bei der Zentralbank Geld leihen, das bleibt großen Unternehmen vorbehalten. Und die können sich auf die Art und Weise Geld besorgen.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 2)

 

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© Dr. Marius Ebert

Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Hallo, Marius Ebert hier.

Der Titel dieses Videos lautet: „Wie der Euro zerbrechen wird“. Und Sie haben richtig gelesen und richtig gehört: Nicht „ob“, sondern „wie“.

Sapere aude – habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Und die erste Frage, die hier auftaucht ist: „Wie kann man das wissen? Wie kann man das nur behaupten? Was ist also die Basis dieses Videos? Wie komme ich dazu, mir anzumaßen, ein solches Video zu machen?“ — Ud die Basis dieses Videos heißt: „Sapere aude“. Und das ist Lateinisch und heißt wörtlich: „Wage es, weise zu sein“. Wage es, weise zu sein, oder in der Interpretation von Immanuel Kant: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“.

Und das ist auch meine Einladung an alle, die dieses Video schauen. Haben auch Sie den Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen und zu schauen, ob das hier richtig sein könnte, oder ob das, was ich hier sage, vielleicht total falsch ist.

Verrückte Ausgangssituation (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Schauen wir uns die Ausgangssituation an, damit wir wissen, wo wir stehen und von was wir ausgehen. Und die Ausgangssituation erlaube ich mir als ver-rückt zu bezeichnen. Das ist kein Schreibfehler hier, sondern ganz bewusst so geschrieben: ver-rückt. Was meine ich damit? — Wenn wir von einer verrückten Ausgangssituation ausgehen, dann kann ich persönlich sagen aus meiner Lebenserfahrung: Ich habe noch nie einen solchen Widerspruch erlebt zwischen der Realität und der Darstellung dieser Realität in unseren Medien. Ich habe noch nie eine solche Diskrepanz erlebt.

→ Ich habe erlebt, dass man uns in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts erzählt hat, der Russe stünde vor der Tür. Und ich darf erinnern, dass das damals gar nicht in Russland war, sondern die Sowjetunion. Und es aus der heutigen Sicht betrachtet eine absurde Vorstellung war, dass Funktionäre, die mit ihrem maroden System beschäftigt waren, das ja dann später auch zusammengebrochen ist, wenig später zusammengebrochen ist, dass die angeblich nichts anderes zu tun haben, als zu überlegen, nicht ob sie uns angreifen, sondern wie sie uns angreifen. Da hat man uns also schon viel Müll erzählt.

→ In jüngerer Zeit war es die Geschichte mit den Massenvernichtungswaffen. Auf dieser Lüge beruhte ein Krieg, der unendliches Leid, Elend und Chaos gestiftet hat. Auch hier haben die Medien ihren Teil zu beigetragen.

Also es ist nicht das erste Mal, dass wir angelogen werden, dass ein falsches Bild kreiert wird. Aber so extrem wie heute habe ich das persönlich noch nicht erlebt.

Die Rolle der Massenmedien (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

Schauen wir uns das mal an. Ich meine hier vor allem die Mainstream-Medien, man könnte auch sagen, die Massenmedien. Und die Massenmedien singen seit Jahren immer wieder das gleiche Lied. Und dieses Lied heißt: „EU gut, Euro gut, und Globalisierung gut!“ Und wenn man es nun wagt, hier hinter ein Fragezeichen zu machen und zu sagen: „EU wirklich gut? Euro wirklich gut? Globalisierung wirklich gut?“, dann bekommt man direkt die Quittung. Dann ist man nämlich ein Euro- nicht etwa Kritiker, sondern ein Euro-Hasser.

pixel2013 / Pixabay

Es ist schon bemerkenswert, mit welchen sprachlichen Keulen, und das ist ja noch die harmlosere, auf Gruppierungen eingedroschen wird von eben jenen Mainstream-Medien, die sich kritisch äußern über diese Entwicklung.

→ Die Mainstream-Medien werden im Wesentlichen finanziert durch Zwangsgebühren.

→ Und hinter den Mainstream-Medien stehen bestimmte Interessengruppen. Denn das ist der einfachste Weg, wenn Sie das Massenbewusstsein beeinflussen wollen, wenn Sie beeinflussen wollen, was die Menschen glauben und denken, dann beeinflussen Sie die Medien, denn das ist viel, viel einfacher als jeden einzeln zu manipulieren oder zu indoktrinieren.

→ Und die Mainstream-Medien haben eine sehr starke Tendenz zur Zentralisierung.

Das heißt: Im Grunde sind es nur ganz wenige Menschen und ganz wenige Sender und ganz wenige Figuren und Personen und Institutionen, die Sie beeinflussen müssen, damit die Mainstream-Medien dieses Lied singen. Und nach meiner Einschätzung ist genau das passiert. Ob durch Bezahlung oder Unterwanderung oder eine Kombination von dem, darüber brauchen wir hier nicht zu sprechen. Das sind Detailfragen. Mir geht’s hier um das große Bild.

Die meisten Menschen sind heute extrem schlecht informiert (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

So, was ist die Folge? — Die Folge ist: Die meisten Menschen sind heute extrem schlecht informiert. Wir haben sogar das absurde Ergebnis, dass Menschen, die noch diesen Mainstream-Medien folgen, wirklich fernab der Realität herumlaufen.

Ich selber bin immer ein großer Zeitungsleser gewesen. Ich habe sehr viel Zeitung immer abonniert, ich habe Fachzeitschriften abonniert. Ich mache das alles nicht mehr, weil ich dadurch in ein völlig falsches Fahrwasser geraten und sehr schlecht informiert bin.

Das ist also die Folge dessen, was hier abläuft.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Wie der EURO zerbrechen wird, Teil 1)

 

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 2)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Alternative: Kryptowährungen (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 2)

Schauen wir auch die Alternative. Schauen wir auf die Kryptowährungen. Kryptowährungen haben Eigenschaften, die den Eigenschaften unseres Bargeld- und vor allem Buchgeldsystems diametral gegenüberstehen. Ein völliger Gegensatz.

Dezentralisierung

Und das wichtigste Wort ist das Wort dezentral. Dezentral als Gegensatz zur Zentralbank oder den Zentralbanken. Es gibt im Rahmen der Kryptowährungen bis auf ganz wenige Ausnahmen, nämlich sogenannte privaten Blockchains, keine Zentralisierung, sondern eine Dezentralisierung. Es gibt keine zentrale Instanz, die eine Währung inflationieren oder deflationieren kann, die eine Währung zerstören kann, die eine Währung missbrauchen kann. Sondern das Ganze ist ein dezentraler Konsens, der hergestellt wird. Die erste Kryptowährung überhaupt war Bitcoin, gestartet am 3. Januar 2009 — aus meiner Sicht ein historisches Datum.

Dezentralisierung ist also ein ganz entscheidender Aspekt, der uns die Kontrolle wieder gibt. Denn das Ganze wird gesteuert von einer Software, nicht mehr von Menschen, jedenfalls nicht unmittelbar. Mittelbar gibt es Menschen, die die Software steuern, aber mit Einschränkungen. Zum Beispiel hat Bitcoin oder wird Bitcoin, wenn es komplett in die Welt gebracht wurde, maximal 21 Millionen sein. Es wird nur 21 Millionen Bitcoins geben — je. Und keine Macht der Welt kann das ändern, weil es in die Software eingemeißelt ist, unveränderbar.

Berechenbarkeit

Das heißt: Diese Währung ist berechenbar. Andere Kryptowährungen, die sogenannten Altcoins, man unterscheidet hier Bitcoin und die Altcoins, die alternativen Coins, haben hier unterschiedliche Zahlenwerte. Aber alle bis auf ganz wenige Ausnahmen sind dezentral und berechenbar in dem Sinne, dass die maximale Ausgabemenge feststeht und nicht verändert werden kann und nicht verändert werden wird. Gilt zumindest für die meisten. Es gibt auch hier natürlich schwarze Schafe.

Globalisierung

Dann ist das Ganze global. Diese Währung ist global anwendbar. Sie kennt keine Grenzen. Wir haben also keine wirksamen Grenzkontrollen mehr für den Fluss von Geld.

Unpfändbarkeit

Wir haben auch nicht mehr die Möglichkeit beziehungsweise die Finanzämter dieser Welt und die Banken dieser Welt haben nicht mehr die Möglichkeit, Vermögen, das in Krypto untergebracht ist, zu pfänden. Also nicht pfändbar. Warum? –Weil die Finanzämter dieser Welt gar nicht wissen, wo das ist, während sie bei unseren Konten sehr wohl wissen, wo diese Konten sind.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass jedes Finanzamt eine Anfrage machen kann und Information bekommt über alle Konten, die ein Steuerzahler unterhält. Und dieses System wird gerade weltweit ausgebaut. Bis auf ganz wenige Länder und ganz wenige Ausnahmen werden also demnächst die Finanzämter dieser Welt wissen, wo wir als Steuerzahler weltweit unsere Konten haben und können entsprechend pfänden. Das ist das Ziel dieser Aktion.

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Offenheit

Und Kryptowährungen, vor allem hier Bitcoin, aber auch andere wie Etherum sind offen in dem Sinne, dass man hier weitere Anwendungen gewissermaßen draufsetzen kann, ohne dafür eine Erlaubnis zu brauchen. Versuchen Sie mal, ein internationales Zahlungssystem wie Swift, versuchen Sie mal da, mit irgend einem Verbesserungsvorschlag zu kommen und da etwas Zusätzliches programmieren zu wollen, was einen Nutzen bringen könnte. Dann brauchen Sie, um überhaupt den Zugang zu bekommen, die Erlaubnis derjenigen, die dieses System betreiben. Hier ist es anders: Das System ist offen in dem Sinne dass man es weiter ausbauen kann und weiter ausbauen wird.

Programmierbarkeit

Krypto ist also programmierbares Geld. Wir können die Eigenschaften, die das Geld haben soll, programmieren. Manche Kryptowährungen funktionieren zum Beispiel besonders schnell. Die Transaktionen laufen sehr, sehr schnell innerhalb ab, weniger Sekunden. Bitcoin ist demgegenüber relativ langsam, dafür aber bombensicher. Effizienz und Sicherheit sind oft Gegensätze, und man kann den einen Schwerpunkt mehr in den Vordergrund stellen, aber auch den anderen.

Kein Identitätsnachweis

Und vor allem braucht man, um dieses System zu nutzen, keinen Identitätsnachweis, keinen Identitätsnachweis. Wenn Sie zu einer Bank gehen und sagen: „Ich möchte ein Konto eröffnen“, dann fragen die Sie nicht, was Sie wollen, sondern wer Sie sind. Sie müssen erst mal ihre Identität nachweisen. Und Sie müssen nachweisen, dass Sie über 16 sind, oder 16 sind, um überhaupt am System teilnehmen zu können. Und rund sechs Milliarden Menschen haben überhaupt keine oder eine sehr mangelhafte Bankverbindung. Die haben überhaupt keinen Zugang zum System. Die sind von vornherein ausgeschlossen. Das Bankensystem zu nutzen ist ein Privileg von etwa einer oder vielleicht 1,5 Milliarden Menschen. Der Rest der Menschheit ist ausgeschlossen von diesem System.

Keine Altersbeschränkung

Am System der Kryptowährungen können Sie teilnehmen ohne Identitätsnachweis, was extrem bedeutet: Sie können das machen als Kind. Ein Sechsjähriger kann sich eine App herunterladen auf sein oder auf Ihr Smartphone. Mehr ist nicht nötig. Und diese App ist eine Wallet, Und damit ist dieser Mensch eine Bank, und zwar eine internationale Bank, eine globale Bank. Man kann als Kind an diesem System teilnehmen, wenn man in der Lage ist oder ab dem Alter, in dem man in der Lage ist, ein Smartphone zu verstehen und eine App herunterzuladen. Mehr ist nicht nötig. Versuchen Sie, am Bankensystem teilzunehmen, dann müssen sie erst mal Ihre Identität nachweisen, ein Prüfverfahren durchlaufen, ob man Sie überhaupt nimmt als Kunde und so weiter, und so weiter.

Internet of Things

Und Sie können teilnehmen an diesem System sogar als Computer, als Software. Sie müssen noch nicht mal Mensch sein, um an diesem System teilnehmen zu können. Und wenn Sie jetzt sagen: „Das ist Zukunftsmusik…“, dann haben Sie wahrscheinlich noch nichts gehört vom Internet of Things, IOT, Internet of Things, wo verschiedene Systeme miteinander verbunden werden werden. Das ist eine Sache, die mit Sicherheit kommen wird. Wäre Stoff für ein weiteres komplettes Video, will ich nur hier kurz andeuten. Fakt ist, dass sie als Computer beziehungsweise als Software, also Computer meint hier im Wesentlichen als Software, an diesem System teilnehmen können.

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Eigene Kontrolle bedeutet eigene Verantwortung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 2)

Das heißt: Was im Moment passiert. Ist etwas historisches. Die Kontrolle geht wieder zurück zu den Nutzern, weg von den Banken weg, von den Autoritäten, den Finanzämtern, hin zu den Menschen, die diese Systeme nutzen.

Aber das heißt auch: volle Verantwortung. Und unter anderem bedeutet „volle Verantwortung“, dass Sie selber Sorge tragen müssen, was die Sicherung Ihrer Private Keys angeht. Zeigen Sie nie jemandem ihre Private Keys. Jede Wallet hat einen so genannten Public Key oder sogar mehrere, das ist sozusagen ihre Adresse, Ihr Bankkonto, und Privat Keys, die jedem, der sie hat, ermöglicht, an Ihren Währungsbestand heranzukommen. Das heißt: Wir erlangen volle Verantwortung erst dann, wenn wir unsere Private Keys sichern.

In dem Zusammenhang spricht man auch vom sogenannten Seed. Seed ist eine Folge von 12, manchmal auf 24 Worten. Das ist noch eine Ebene tiefer. Aus jedem Seed kann man dann den Private Key errechnen. Der Private Key ist eine Ziffern- und Zahlen- und Buchstabenkombination, die man sich nicht merken kann. Seed sind zwölf Worte, die man sich zur Not sogar noch merken kann, oder zumindest elf aufschreiben und den zwölften sich merkt. Wenn jemand den Seed hat, kann der an Ihre Bestände heran kommen. Das heißt: Sicherung der Private Keys beziehungsweise des Seed ist das, was zu tun hat mit voller Verantwortung.

Das war‘s für dieses Video.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 2)

 

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© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 1)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Willkommen zurück zu unserer Serie zum Thema Geld. Ich glaube, das ist jetzt schon Teil 10. Und dieser Teil 10 heißt „Krypto: volle Kontrolle, volle Verantwortung“ — zwei Dinge, die zusammengehören.

Illusion der vollen Kontrolle über unser Geld (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Und zunächst einmal möchte ich zu Beginn dieses Videos mit einer Illusion aufräumen, nämlich die Illusion, dass wir im Moment volle Kontrolle über unser Geld haben. Das gilt allenfalls für Bargeld, aber auch das muss man eingeschränkt betrachten. Es gilt mit Sicherheit nicht für Buchgeld, und das schauen wir uns mal an.

Wir sprechen in diesem Zusammenhang von einer Client–Server-Anwendung, ich erkläre das sofort, neudeutsch Client-Server-Applikation, eine Client-Server-Anwendung.

Wer sind Sie? — Sie sind der Client, also der Kunde, und der Server ist zum Beispiel der Server Ihrer Bank. Was machen Sie möglicherweise einmal täglich oder zweimal im Monat? –Sie gehen an Ihren Computer, als Client richten Sie an den Server eine Anfrage, was praktisch bedeutet, dass Sie die Domain, die Internetadresse Ihrer Bank in die Browserleiste Ihres Browsers eingeben, und die Internetseite Ihrer Bank erscheint. Das erste ist also: Internetseite erscheint.

Und das zweite, was Sie dann tun, ist, dass Sie sich einloggen und dann Ihre Überweisungen, Ihre Transaktionen machen. So funktioniert es im Prinzip — so lange es funktioniert.

Jetzt heißt dieses Video „Volle Kontrolle, volle Verantwortung“. Wer hat hier die Kontrolle, und wer hat hier nur die Illusion einer Kontrolle? — Und die schlechte Nachricht ist: Wir als Clients haben die Illusion, die Kontrolle zu haben. In Wirklichkeit liegt die Kontrolle zu 100 Prozent auf der anderen Seite.

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Stellen Sie sich vor, eines Tages machen Sie genau das, was ich gerade beschrieben habe, und die Internetseite Ihrer Bank erscheint nicht. Da kommt irgendwas, „Fehler 404“ oder „Seite nicht erreichbar“ oder sonst etwas. Die ist einfach weg. Und das ist erreichbar, wenn jemand auf der Serverseite sozusagen digital einen Schalter umlegt. Dann kommen Sie nicht mehr an Ihr Buchgeld .

Oder, zweite Situation: Die Seite erscheint zwar, aber Sie können sich nicht mehr einloggen. Sie kommen einfach nicht mehr rein. Sie kommen auch hier nicht mehr an Ihr Geld. Und auch das ist technisch erreichbar, indem er jemand auf der anderen Seite einfach mehr oder weniger bildhaft gesprochen einen Schalter umlegt.

Wir haben also die Illusion, die Kontrolle zu haben über unser Geld. Und in Wirklichkeit haben wir sie in keinster Weise, außer über unser Bargeld. Dazu gleich etwas mehr.

Und wenn jetzt jemand einwenden sollte: „Ja, aber ich meine, ich kann mich darauf verlassen, dass die Bank da erreichbar ist, und das machen die doch nicht-…“ Sprechen sie mal mit jemandem, mit einem Zyprioten, einem Bewohner der Insel Zypern. Da ist genau das vor vielen Jahren passiert. So lange an sich noch gar nicht her. Und wenn Sie jetzt fragen, warum da in den Medien nicht so viel berichtet wurde darüber, dann kriegen sie vielleicht eine Ahnung, was los ist. Denn die Medien sind daran interessiert, dass wir glauben, EU ist gut, Euro ist gut, und alles ist unter Kontrolle. Ja, es ist unter Kontrolle, aber nicht unter unserer Kontrolle.

Etwas mehr Freiheit bei Bargeld (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Und sprechen wir doch gleich mal über das Bargeld. Das gibt Ihnen mehr Freiheiten. Deswegen ist meine Empfehlung: Wir sollten angesichts der Politik, die dort betrieben wird von allen Seiten, auch vor der europäischen Zentralbank, die auch nichts mehr anderes macht als Politik zu betreiben, sollten wir eine gewisse Summe Bargeld im Haus haben, weil uns das mehr Kontrolle gibt als unser Buchgeld. Denn wir haben gesehen, dass wir da im Ernstfall nicht mehr herankommen. Und der Ernstfall ist, dass ein Staat Pleite geht. Und glauben Sie bitte nicht, dass das nicht passieren kann. Und glauben Sie bitte nicht, dass das in Deutschland nicht passieren kann.

Bargeld gibt etwas mehr Freiheit. Aber haben wir wirklich die Kontrolle über das Bargeld? Was ist, wenn das Bargeld eines Tages nichts mehr wert ist? Wenn es inflationär aufgeblasen wird, so dass wir mit einer Schubkarre zum Bäcker fahren müssen, um einen verdammten Laib Brot zu kaufen? Wenn also eine Zentralbank so auf unser Geld einwirkt, dass es inflationär entwertet wird? Haben wir darüber Kontrolle? — Wir haben überhaupt keine Kontrolle mehr.

Dass das aus bestimmten Gründen wahrscheinlich eher nicht passieren wird, sondern dass es eher eine deflationäre Entwicklung geben wird, werde ich an anderer Stelle noch erläutern. Aber grundsätzlich möglich ist auch ein inflationäres Aufblähen des Bargelds. Und dann brauchen Sie eine Schubkarre, um Brot zu kaufen. Und das ist nicht Ihre oder meine Kontrolle, sondern das ist allein die Kontrolle des Zentralbankrats und im Wesentlichen des Herrn Draghi.

Zwischen 500 und 600 Millionen Menschen oder zumindest die, die im Euro-Verbund vereinigt sind, sind ausgeliefert den Entscheidungen dieses Gremiums von wenigen Menschen und dieses Vorsitzenden. Haben wir Kontrolle? — Wir haben überhaupt keine Kontrolle.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 10, Krypto volle Kontrolle, volle Verantwortung, Teil 1)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

einfach, kompliziert, komplex

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (einfach, kompliziert, komplex)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Marius Ebert hier.

In diesem Video erkläre ich drei Begriffe, die im täglichen Sprachgebrauch sehr oft durcheinander gehen. Die drei Begriffe lauten:

→ einfach,

→ kompliziert und

→ komplex.

Und Sie sehen: Dazwischen befinden sich Trennungslinien. Das heißt: „kompliziert“ und „komplex“ ist nicht das Gleiche, obwohl es oft synonym verwendet wird im Alltag oder auch alle möglichen Dinge sofort als „komplex“ bezeichnet werden, wo man eigentlich meint oder meinen müsste „kompliziert“.

Visualisierung (einfach, kompliziert, komplex)

Fangen wir mal an: einfach. Und ich möchte anfangen mit einer Visualisierung. Was ist „einfach“? Einfach ist eine solche Beziehung. Das ist einfach. „Wenn A, dann B.“ Also, wenn das hier A ist, dann ist das B. „Wenn A, dann B.“ Oder: „Aus A folgt B.“ Das ist einfach.

Was ist „kompliziert“? Kompliziert ist zum Beispiel so etwas. Das ist schon komplizierter. Aber es ist nicht komplex.

Und was ist „komplex“? Komplex Ist so etwas. Und ich könnte das Bild jetzt fortsetzen. Das ist komplex. Vernetzt, interdependent, wechselseitige Abhängigkeiten. A bezeichnet B, aber B beeinflusst auch A. „A beeinflusst B, B beeinflusst A“, das wollte ich sagen. Interdependenzen, wechselseitige Abhängigkeiten, Zwischenabhängigkeiten, während es bei komplizierten Systemen im Wesentlichen Dependenzen gibt, also einseitige Abhängigkeiten.

Begriffe (einfach, kompliziert, komplex)

Die Begriffe in einfachen Systemen sind klar. Man weiß, was gemeint ist, wenn man bestimmte Begriffe verwendet.

In komplizierten Systemen sind die Begriffe unklar. Man muss zunächst einmal definieren, was man mit bestimmten Begriffen meint, um ein kompliziertes System zu verstehen.

Und in komplexen Systemen sind die Begriffe, die man verwendet, auch zunächst unklar. Wenn man allerdings die Begriffe verstanden hat, dann kann es sein, dass ein kompliziertes System für den Nutzer einfach wird. Aber ein komplexes System wird niemals kompliziert.

Ursache-Wirkungs-Beziehungen (einfach, kompliziert, komplex)

Die Ursache-Wirkungs-Beziehungen sind in einfachen Systemen klar: Wenn A, dann B.

Sie sind in komplizierten Systemen unklar, aber vorhanden. Wenn man etwas genauer diese komplizierten Systeme studiert, dann kann man Ursache-Wirkungs-Beziehungen erkennen. Dann werden sie klar. Ich sag noch einmal: Mit einigem Studium kann ein kompliziertes System für den Nutzer einfach werden. Der Unterschied zwischen einfach und kompliziert liegt im Prinzip in der Zeitdauer, in der man sich mit dem komplizierten System beschäftigt. Irgendwann wird ein kompliziertes System für den Nutzer durchaus einfach.

Elemente (einfach, kompliziert, komplex)

→ Elemente: In einfachen Systemen gibt es sehr wenige Elemente. Deswegen sind sie einfach und klar überschaubar.

In komplizierten Systemen gibt es viele oder sagen wir: mehr Elemente.

Und in komplexen Systemen gibt es noch mehr Elemente. Noch mehr als viel. Sehr viel, könnte ich auch sagen.

Veränderungsdynamik (einfach, kompliziert, komplex)

Die Veränderungsdynamik ist in einfachen Systemen gering,

in komplizierten Systemen gering,

und in komplexen Systemen ist die Veränderungsdynamik hoch plus: In komplexen Systemen gibt es Überraschungen.

 

Wenn Sie also mal gefragt werden: „Was ist denn ein entscheidender Unterschied zwischen komplexen Systemen und komplizierten Systemen?“, dann können Sie das als Antwort geben: „In komplexen Systemen gibt es Überraschungen.“ In komplizierten Systemen gibt es keine Überraschungen. Weil: Wenn man komplizierte Systeme studiert, werden sie einfach, und da gibt es keine Überraschungen. Da gibt es klare Beziehungen, klare Dependenzen. Aber in komplexen Systemen aufgrund dieser wechselseitigen Beziehungen, deren Stärke wir teilweise nicht einschätzen können und deren Auswirkungen wir vor allem nicht einschätzen können, gibt es Überraschungen.

Ursache-Wirkungs-Beziehungen in komplexen Systemen (einfach, kompliziert, komplex)

Wie ist es mit den Ursache-Wirkungs-Beziehungen in komplexen Systemen? Und damit komme ich zum zweiten großen Unterschied. Ursache-Wirkungs-Beziehungen sind in komplexen Systemen nicht vorhanden.

Und das ist das zweite wesentliche Element, das man verstanden haben muss, wenn man den Unterschied zwischen „kompliziert“ und „komplex“ verstehen möchte. In komplexen Systemen gibt es keine Ursache-Wirkungs-Beziehung mehr, sondern es gibt Vernetzungen. Es gibt Hochschaukelungseffekte zum Beispiel. Eine kleine Ursache mit vielen, vielen kleinen Auswirkungen kann ein großes Resultat haben.

Also: Klare Ursache-Wirkungs-Beziehung sind nicht mehr vorhanden. Sie bewegen ein Netz an einer bestimmten Stelle, kleine Ursache, und durch die zahlreichen Vernetzungen erzielen Sie Auswirkungen auf viele, viele, viele Elemente des Netzes. Das ist „komplex“. „Komplex“ und „vernetzt“ ist sehr dicht beieinander auch bildhaft.

Vorgehen (einfach, kompliziert, komplex)

So, Das Vorgehen:

Einfach, beim einfachen System, wie gehen wir vor? Erster Schritt: Wahrnehmen. Zweiter Schritt: Kategorisieren. Für einfache System haben wir in unserem Verstand in der Regel schon Kategorien vorbereitet. Wir ordnen also das, was wir sehen, einer Kategorie vor Und im dritten Schritt: Handeln. Wahrnehmen, Kategorisieren, Handeln ist das Vorgehen in einfachen System.

In komplizierten Systemen haben wir auch drei Schritte, aber der erste Schritt ist gleich, der heißt Wahrnehmen. Aber bei komplizierten Systemen müssen wir zunächst einmal analysieren im zweiten Schritt. Wir müssen zerlegen. Analysieren heißt zerlegen. Wir können nicht einfach kategorisieren, sondern wir müssen erst zerlegen. Und dann können wir gegebenenfalls kategorisieren. Und der dritte Schritt lautet auch hier Handeln.

Und in komplexen Systemen haben wir eine völlig andere Vorgehensweise. In komplexen Systemen heißt der erste Schritt Handeln. Soweit ich sehen kann, gibt es keinen anderen Weg, als erst mal an einer Stelle irgendwo anzufangen oder etwas zu tun. Handeln, und dann möglichst intuitiv wahrnehmen,was passiert. Und im dritten Schritt gegebenenfalls korrigieren. Erstens Handeln, zweitens intuitiv Wahrnehmen, was geschieht, und drittens Korrigieren gegebenenfalls.

Kernkonzepte finden (einfach, kompliziert, komplex)

Es gibt allerdings in komplexen Systemen eine hohe Kunst des Umgangs mit komplexen Systemen. Und das ist eine Kunst, wenn man die beherrscht, gewinnt man unglaubliche Macht. In komplexen Systemen gibt es einen Weg, der da lautet: Kernkonzept finden. Sozusagen die Ursache aller Ursachen.

Obwohl ich vorhin behauptet habe: Ursache-Wirkungs-Beziehung sind nicht vorhanden, gibt es trotzdem, wenn man komplexe Systeme lange genug studiert, auf irgendeiner oft psychologischen Ebene ein Kernkonzept. Und wenn man sich auf dieses Kernkonzept konzentriert, dann kann man komplexe Systeme in seine Richtung beeinflussen. Aber das ist hohe Kunst. Kernkonzept finden ist hohe Kunst. Es gab und gibt in der Geschichte nur ganz wenige Menschen, die das konnten, so dass die normale Vorgehensweise lautet: Handeln, intuitiv Wahrnehmen und Korrigieren.

Wesentliche Unterschiede zwischen „komliziert“ und „komplex“ (einfach, kompliziert, komplex)

Was sind also die wesentlichen Unterschiede zwischen „kompliziert“ und „komplex“?

In komplexen Systemen sind die Ursache-Wirkungs-Beziehung, so wie wir es verstehen, „Wenn A dann B“, nicht mehr vorhanden.

In komplexen Systemen ist die Veränderungsdynamik hoch. Und es lauern an jeder Stelle Überraschungen.

Und in komplexen Systemen ist das erste Vorgehen Handeln und nicht Wahrnehmen. Es sei denn, man beherrscht, die hohe Kunst, das Kernkonzept zu finden. Dann kann man in der Tat durch eine sehr geschulte Wahrnehmung aus einer Position der neutralen Aufmerksamkeit heraus ein komplexes System studieren, aber wie gesagt: Das ist ganz hohe Kunst, und nur ganz wenige Menschen beherrschen diese oder haben diese hohe Kunst beherrscht.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (einfach, kompliziert, komplex)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert

 

Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

Durch die verschlüsselte Verbindung der Kassenbuchseiten (Blöcke) entsteht eine Blockchain (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Und damit hat man eine Kette, aber eine Kette, die einmal von unten nach oben geht, diese Vorstellung ist hilfreicher als von links nach rechts, und eine Kette, die man nicht mehr auseinander bekommt. Denn der nachfolgende Block enthält kryptographisch verschlüsselt auch alle Informationen aller vorhergehenden Blöcke, so dass irgendwann wieder eine Seite voll ist.

Und das Ganze wird jetzt hier wieder verknüpft, und so haben wir… die horizontalen Linien sind immer die Blöcke und die vertikale Linie ist immer die Verknüpfung. Das hier ist die Verknüpfung. Und hier kommt die Verschlüsselung ins Spiel, das heißt die Informationen der vorherigen Blöcke werden kryptographisch verschlüsselt und mit dem nachfolgenden Block verbunden, wie mit Pattex.

Und dann haben wir eine Kette von Blöcken, das ist also ein Block und hier haben wir die Verknüpfung, und wenn wir mehrere Blöcke miteinander verknüpfen, haben wir so etwas wie eine Kette. Das heißt: Wir sind im Prinzip mitten in der Buchführung hier. Und das gilt nicht unbedingt als das interessanteste aller Gebiete.

Dezentralisierte Verteilung der Blockchain-Informationen (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Ledger steht also für das Hauptbuch. T steht für Technologie, technology.

Interessant ist das „D“. Das D steht für Distributed. Und distributed bedeutet „verteilt“ oder im Ergebnis, wenn wir es verteilt haben, haben wir etwas Dezentralisiertes. Das Ergebnis ist also: Die ganze Geschichte ist dezentralisiert.

geralt / Pixabay

Das bedeutet: Diese Informationen, die in der Blockchain verankert sind werden, auf die Rechner eines Netzwerkes verteilt. Letztlich ist auf jedem Rechner die gesamte bisher produzierte Blockchain, so dass man, selbst wenn alle Rechner zerstört werden und nur ein einziger Ist noch übrig, all diese Dinge wieder reaktivieren kann, das heißt die ganze Vergangenheit nach wie vor dokumentiert vorhanden ist.

Bedeutung der Veränderungen durch die Blockchain-Technologie (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

Und hier liegt das Interessante. Das liegt weniger in diesen Vorgängen, dass wir einfach Geschäftsvorfälle auflisten, digital auflisten, sondern, dass wir das Ganze dezentralisieren und so aufbauen, dass man es nur sehr, sehr schwer, möglicherweise ab einer gewissen Zeit überhaupt nicht mehr verändern kann. Ich gehe auf diesen Punkt noch genauer ein in einem späteren Video.

Das Ganze ist nicht nur dezentralisiert, sondern es ist auch sehr, sehr sicher im Sinne von „sicher gegen Manipulation“, „sicher gegen Veränderungen“. Und das ist wichtig. Schließlich handelt es sich hier um Auflistungen von Geldvorgängen. Das heißt, da steht: „A überweist an B 1,5 Bitcoin“. Und jetzt könnte ja jemand auf die Idee kommen, sich an die Stelle von B auf die Blockchain zu schreiben. Nicht A überweist an B, sondern A überweist an den Manipulator diese Summe. Die Idee ist naheliegend. Und da gilt, dass es sehr, sehr schwer ist, wahrscheinlich ab einer gewissen Zeit unmöglich, die Vergangenheit neu zu schreiben. Auf diesen Punkt werde ich später noch genauer eingehen.

Das ist also der Ort, wo die Veränderung stattfindet: Distributed Ledger Technology oder auch genannt Blockchain. Hier findet also die Veränderungsdynamik statt.

Ich habe im vorherigen Teil schon mal ohne Anspruch auf Vollständigkeit verschiedene Auswirkungen dieser neuen Entwicklung gezeigt. Ich werde das auch in folgenden Videos fortsetzen.

Hier in diesem Video ging es darum, zunächst einmal zu beschreiben, wo die Veränderungsdynamik stattfindet. Und die Antwort darauf ist im Grunde gespalten: Man kann sagen: „Es ist hier, auf der Ebene des Internets, auf der Höhe wie das World Wide Web“. Aber letztlich, wenn man sich klarmacht, dass das Ganze distributed ist, das heißt letztlich dezentralisiert, ist der Ort nicht festzumachen.

Und damit haben wir einen wesentlichen Unterschied zum World Wide Web. Denn dort haben wir Server, dort haben wir bestimmte Orte. Sicher gibt es da gewisse Strategien, um das Ganze gegen Angriffe zu schützen. Aber gleichwohl haben wir hier bestimmte Stellen, wo die Daten sind, nämlich auf Servern. Und bei der Distributed Ledger Technology sind die Daten so verteilt, dass es keinen Angriffspunkt mehr gibt.

Und ein weiterer wichtiger Unterschied ist, dass im Word Wide Web wesentlich stattfindet eine Datenspeicherung auf diesen Servern, natürlich veränderbar, aber letztlich ist es eine Datenspeicherung. Und auf der Blockchain und allen Applikationen, die darauf aufbauen, findet statt eine Datenverarbeitung. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied. Links sprechen wir von Servern, rechts sprechen wir von Protokollen. Datenspeicherung auf Servern und Datenverarbeitung auf Protokollen oder in Protokollen. Also Protokoll ist hier der technische Ausdruck, der EDV-technischer Ausdruck. Protocol, wie man auf Neudeutsch sagt. Auch das ist ein wesentlicher Unterschied, wenn man so will eine Dynamisierung, aber letztlich deutlich mehr als das.

Okay.

Das soll genügen für dieses Video. Wir sehen uns im nächsten Teil.

Alles Gute,

Marius Ebert

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geld, Teil 9, Wo findet die Veränderungsdynamik statt, Teil 2)

 

Wichtiger Hinweis: Dieser Text ist nur ein Teil einer größeren Serie zum Thema Geld. Bitte beachten Sie auch die anderen Teile.

© Dr. Marius Ebert