Archiv für den Monat: Januar 2017

Investitions-, Betriebsmittel- u. Zwischenkredit, Unterschied

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Investitions-, Betriebsmittel- u. Zwischenkredit, Unterschied)

Unterscheiden Sie, jetzt gilt es drei Arten von Krediten zu unterscheiden, und zwar Investitionskredit, Betriebsmittelkredit und Zwischenkredit. Die sollen wir unterscheiden.

Anlagevermögen, Umlaufvermögen und Liquiditätslücke (Investitions-, Betriebsmittel- u. Zwischenkredit, Unterschied)

→ Ein Investitionskredit dient dem Anlagevermögen. Dieses Anlagevermögen kann man aufbauen durch einen solchen Kredit, erweitern oder auch erneuern. Wenn man zum Beispiel mit einer Maschine arbeitet, die ja nun doch jetzt so langsam nicht mehr so richtig rundläuft und es ist nötig, eine neue Maschine anzuschaffen, dann ist das ein Investitionskredit. Oder man fängt gerade neu an. Druckerei zum Beispiel braucht Maschinen. Man baut sein Anlagevermögen auf.

→ Betriebsmittelkredit dient dem Umlaufvermögen. Hier ist der entscheidende Unterschied, ja: Investitionskredit, da geht es um das Anlagevermögen, Betriebsmittelkredit dient dazu, das Umlaufvermögen zu stärken, ja. Umlaufvermögen stärken, zum Beispiel Rohstoffe einkaufen. Hier ist es aus Sicht der Bank mit der Besicherung eventuell ein bisschen schwieriger. Anlagevermögen, da kann man dann die Maschine als Sicherheit der Bank geben, zum Beispiel im Rahmen eine Sicherheitsübereignung. Bei den Rohstoffen wird das etwas schwieriger, ja, aber das führt schon zu weit. Also, was man sich merken kann, ist: Investitionskredit dreht sich um das Anlagevermögen, Betriebsmittelkredit dreht sich um das Umlaufvermögen.

→ Und der Zwischenkredit dient der Überbrückung einer kurzfristigen, kurzfristigen Liquiditätslücke, ja. Dient letztlich auch der Stärkung des Umlaufvermögens. Sie wissen: Umlaufvermögen, das sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, aber auch Bank und Kasse, und hier ist es speziell als Unterpunkt des Umlaufvermögens die Liquidität, also Bank und Kasse. Zwischenkredit: Überbrückung einer kurzfristigen Liquiditätslücke.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Investitions-, Betriebsmittel- u. Zwischenkredit, Unterschied)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Vielen Dank.

© Dr. Marius Ebert

 

Investition, Begriffserklärung

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Investition, Begriffserklärung)

Was versteht man unter dem Begriff „Investition“?

Umwandlung in Produktionsmittel und Kapitalbindung (Investition, Begriffserklärung)

Der mündliche Prüfer könnte auch fragen: “Was ist denn überhaupt eine Investition?“ Und da ist immer gut, wenn man vom Wort ausgeht. Was viele gar nicht wissen, ist: Investition oder investieren, was das Tätigkeitswort ist, investieren bedeutet, da steckt „in“ drin und „vestis“, ein Wort, das man heute noch aus dem Begriff „Weste“ kennt, also „einkleiden“. Wörtlich, vom Wort hergeleitet und wörtlich übersetzt bedeutet „investieren“ also „einkleiden“. Man nimmt also Geld und kleidet sich ein. Nur ist dieses klei Einkleiden natürlich ein unternehmerisches Einkleiden, ja.

Wenn Sie sich die Brücke bauen, wenn die Frage kommt, dann wird der Prüfer begeistert sein. Der Prüfer fragt Sie, und das tut ein Prüfer oft am Anfang einer mündlichen Prüfung, der fragt ganz grundsätzliche Dinge: „Was ist denn überhaupt eine Investition?“ Da sagen Sie: „Nun, wenn wir uns das Wort mal nehmen, Investition, oder das Tätigkeitswort investieren, dann bedeutet das das wörtlich einkleiden, aus dem Lateinischen, ja, investieren, einkleiden, vestis steckt da drin, das Kleid, heute kennen wir den Begriff Weste noch, aber es ist natürlich gemeint ein unternehmerisches Einkleiden, das heißt: Man nimmt Geld und überführt das Geld, verwandelt das Geld in Produktionsmittel.“

Das ist die ursprüngliche Bedeutung, das ursprüngliche Verständnis, weil man ja in der Betriebswirtschaftslehre ursprünglich mal in seiner Vorstellung wirklich von Produktion ausgeht oder ausgegangen ist mit klassischen Maschinen. Die Vorstellung wandelt sich ja erst sehr langsam, dass man heute auch Unternehmen betreiben kann, die relativ wenig oder gar keine Maschinen im weitesten Sinne brauchen, allenfalls noch einen Computer, ja, und Sie können Unternehmen heute betreiben.

Also klassisch meint man, Geld zu nehmen und ist in Produktionsmittel umzuwandeln. Produktionsmittel ist ein allgemeiner Oberbegriff: All das, was man braucht, um eben produktiv tätig sein zu können. Das können tatsächlich Produktionsmaschinen sein, das können aber auch Schreibtische und Computer genauso sein. Das heißt: Man kann auch sagen: Dieses Investieren bedeutet: Geld wird umgewandelt in Produktionsmittel, das heißt es ist eine Kapitalbindung. Das Kapital wird in den Produktionsmitteln mehr oder weniger lange gebunden.

Man könnte auch sagen bilanziell, wenn wir mal, ich nehme mal eine neue Seite, wenn wir mal uns eine Bilanz vorstellen mit der Aktivseite Mittelverwendung und der Passivseite Mittelherkunft, dann haben wir hier das Anlagevermögen und hier das Umlaufvermögen. Das heißt, bilanziell findet hier statt ein Aktivtausch. Das Geld ist dem Umlaufvermögen, Bargeld oder Buchgeld, wie auch immer, dem Umlaufvermögen zuzuordnen, und man nimmt Geld und wandelt ist um in Anlagevermögen.

Das kann natürlich ein Firmenwagen sein, was immer, ja. Also das, was dauernd zu dienen bestimmt ist, ist das Anlagevermögen. Das, was kurzfristig auf der Durchreise ist, ist das Umlaufvermögen. Und wenn man Geld nimmt, dann wird Geld immer dem Umlaufvermögen zugeordnet. Und deswegen die Kapitalbindung: Man wandelt etwas um, das eigentlich nur auf der Durchreise ist, wandelt es um und bindet es langfristig, ja. Es ist ein Aktivtausch, es ist aber auch eine Kapitalbindung.

Okay.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Investition, Begriffserklärung)

Im Übrigen glaube ich, dass, wer in die Hölle will, nur einen Fernlehrgang zu buchen braucht. Wollen Sie hingegen lernen ohne zu leiden, dann klicken Sie auf den Link unter diesem Video.

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Industrieobligation, Merkmale

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Industrieobligation, Merkmale)

Welche Merkmale hat eine Industrieobligation?

Verbriefte finanzielle Verpflichtung eines Industrie-Unternehmens (Industrieobligation, Merkmale)

Welche Merkmale hat eine Industrieobligation?

Nun, klären wir zunächst mal den Begriff: Industrieobligation. Industrie ist ein Wort für sich, und Obligation ist ein Wort für sich. Diese beiden Worte zusammen, was bedeuten sie?

→ Nun, Obligation ist zunächst mal nichts weiter als eine Verpflichtung. Man sagt auch „in obligo sein“, das heißt in der Pflicht seien.

→ Und “Industrie” steht für ein “Industrie-Unternehmen“.

Es handelt sich also um eine Verpflichtung eines Industrie-Unternehmens, und zwar finanzieller Art. Eine finanzielle Verpflichtung eines Industrie-Unternehmens. „Gegenüber?“, könnte man jetzt fragen. — Gegenüber seinen Gläubigern. Wer sind die Gläubiger? — Das ist der sogenannte anonyme Kapitalmarkt, also viele, viele kleine Anlieger, die namentlich gar nicht in Erscheinung treten und die gestückelt diese Industrieobligation erwerben gegen ein Zinsversprechen.

So, jetzt haben wir geklärt was das ist. Jetzt wird gefragt nach den Merkmalen. Also:

→ Erstes Merkmal: Der Eigentümer, der Eigentümer dieser Industrieobligation, ja, der Eigentümer der Industrieobligation, ich kürze das hier mal ab, ist Gläubiger des Industrie-Unternehmens, ja. Das passiert, wenn man dieses Wertpapier, das, wie ich gerade schon sagte, in der Regel gestückelt verkauft wird, das heißt: Da wird eine Industrieobligation an den Markt gebracht, von mir aus von zwei Millionen Euro, und diese zwei Millionen Euro werden gestückelt in Tausend-Euro-Papiere, ja.

Und wenn dann der Kleinanleger eines, ein Papier kauft, dann ist der Gläubiger des Industrie-Unternehmens, ja. Also wenn BMW das macht, dann ist man Gläubiger von BMW,  und BMW ist der Schuldner. Ja, klingt ein bisschen ungewöhnlich, weil normalerweise man mit Gläubiger mächtige Banken assoziiert, aber es ist dann so, ja, der kleine Anleger ist Gläubiger von beispielsweise BMW oder irgend ein anderes Industrie-Unternehmen, und das Industrie-Unternehmen ist der Schuldner.

→ So. Dann nächstes Merkmal: Ein fester Zinssatz. Denn Sie haben sich vielleicht schon die ganze Zeit gefragt: „Ja, warum macht der Kleinanleger das denn?“ – Nun, weil er sein Geld anlegen möchte, und er bekommt von einem soliden Unternehmen mit guter Reputation einen festen Zinssatz versprochen. Das ist also für den Gläubiger eine Form der Geldanlage.

→ Dann, ein weiteres Merkmal ist eine lange Laufzeit, ja. Solche Industrieobligation, die laufen zehn Jahre oder sogar mehr. Man kann, wenn man an das Geld kommen möchte als Gläubiger, nehmen wir an: Man hat für tausend Euro da so ein sozusagen ein Teilpapier erworben, ja, also eine Industrieobligation über tausend Euro, die Teil einer größeren Verpflichtung war, dann kann man sehr oft diese, dieses Papier an der Börse verkaufen, aber das ist eigentlich der Fall, der nicht so geplant ist. In der Regel lautet der Deal: „Du gibst du mir das Geld für zehn Jahre, und ich verspreche dir zehn Jahre lang die Zinsen und zahle dir am Ende der Laufzeit das Geld zurück.“

→ Geringes Risiko. Warum ein geringes Risiko? — Das Risiko ist natürlich umso höher, je schlechter die Bonität des Industrie-Unternehmens ist, ja, also das Risiko steigt und fällt mit der Bonität hier dieses Industrie-Unternehmens. Die Bonität ist Kreditwürdigkeit. Ja, wenn dieses Industrie-Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, dann steigt natürlich das Risiko der Anleger, dass sie ihr Geld nicht zurückbekommen.

→ Und, letztes Merkmal: Am Ende der Laufzeit Rückzahlung zum Nennwert. Ja, Rückzahlung zum Nennwert, also zu den tausend Euro. Die tausend Euro werden dann zurückgezahlt, und während der Laufzeit werden die Zinsen gezahlt. So ist der Deal.

Das sind die Merkmale einer Industrieobligation, also einer finanziellen Verpflichtung, sozusagen eine verbriefte finanzielle Verpflichtungen eines Industrie-Unternehmens, ja. Der Anleger, der diese tausend Euro investiert, bekommt tatsächlich ein Papier, naja, heute auch nicht mehr, heute geht das alles papierlos, und das wird dann einfach als Bestand in sein Wertpapierdepot eingebucht, damit man die Druckkosten spart, ja. Aber vom, von der Grundidee ist es eine verbriefte Verpflichtung, nur dass man eben heute aus Kostengründen diese Briefe nicht mehr druckt.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Industrieobligation, Merkmale)

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