Archiv für den Monat: Februar 2016

Preiselastizitäten, Teil 1

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Preiselastizitäten, Teil 1)

Herzlich willkommen. Mein Name ist Marius Ebert. In diesem Video geht es um Preiselastizitäten. Und wir sind also in Gebieten Marketing, und hier BW steht für Betriebswirtschaft. Das ist also Teil meines Lehrmaterials aus dem Lehrgang „Betriebswirt/in IHK in der 22 Tagen“. Preiselastizitäten – und Sie finden das alles hier in dieser Mindmap.

Elastische und unelastische Reaktionen (Preiselastizitäten, Teil 1)

Zunächst mal: Wo kriegen Sie diese Mindmap? – Die bekommen sie gratis unter www.spasslerndenk-shop.de. Gehen Sie in der oberen Leiste auf „gratis herunterladen“, und da finden Sie diese Mindmap.

Wie nimmt man eine Mindmap wahr? – Indem man erst die Grundstrukturen wahrnimmt. Also wir haben hier den Grundgedanken, wir haben hier starke Reaktion, schwache Reaktion, dann die Auswirkungen auf den Umsatz, wenn wir eine elastische Reaktion haben und eine unelastische Reaktion und die Bestimmungsfaktoren: „Was macht die Reaktion elastisch oder unelastisch?“ – Das ist die Grundstruktur.

  • Dann gehen wir weiter in die Details und fangen natürlich wie immer an mit dem Grundgedanken. Und der Grundgedanke der Elastizität ist die Frage: „Wie wirken sich Preisänderungen, Preiselastizitäten und Preisänderungen auf die Menge aus?“ Und jetzt werden Sie sagen: „Ist doch klar: Wenn ich den Preis erhöhe, geht die Menge runter, wenn ich den Preis senke, geht die Meng rauf.“ Das ist auch der normale Verlauf. Das wissen wir schon seit der Volkswirtschaftslehre. Aber die Frage ist: „Wie hoch?“ Und das misst man, hier ist die Messgröße, in einer Preisänderung von einem Prozent.
  • Das heißt: Wenn ich den Preis um ein Prozent verändere, es ist also nicht zwingend eine Erhöhung oder auch nicht zwingend eine Senkung, sondern eine Preisveränderung, und wenn ich nun eine starke Reaktion habe auf eine Preiserhöhung, einen starken Mengenrückgang, und auf eine Preissenkungen einen starken Mengenzuwachs, dann nenne ich das elastisch. Das ist die elastische Reaktion. Also: Auf eine Preisänderung, bitte immer im Hinterkopf behalten: Änderung bedeutet Senkung des Preises oder Erhöhung des Preises, auf eine Preisänderung von einem Prozent folgt eine Mengenreaktion von größer ein Prozent. Wenn ich also den Preis senke, steigt die Menge um mehr als ein Prozent, wenn ich den Preis um ein Prozent erhöh, sinkt die Menge um mehr als ein Prozent. Das ist die starke Reaktion. Und das nennen wir elastisch.
  • Entsprechend die schwache Reaktion nennen wir unelastisch: Auf eine Preiserhöhung von ein Prozent folgt eine Mengenreaktion von weniger als ein Prozent. Ich glaube: Wenn das hier klar ist, ist das hier auch klar. Wenn die starke Reaktion klar ist, ist die schwache Reaktion auch klar – weniger als ein Prozent. Das nennen wir unelastisch.
  • So. Was bedeutet nun: Wenn ich eine elastische Reaktion habe? Wie sind die Auswirkungen auf den Umsatz, wenn ich den Preis senke? Entschuldigung: Wenn ich den Preis senke, wollte ich schreiben, wenn ich den Preis senke, P, wenn ich den Preis senke, dann steigt in die Menge stärker als der Preis sinkt. Oder ich könnte auch sagen: Die Preissenkung wird durch die Mengenerhöhung überkompensiert. Warum? – Ich habe hier eine elastischer Reaktion. Und das bedeutet: Der Umsatz, der ja definiert ist als Preis mal Menge, steigt. Und umgekehrt kann man das durchspielen: Wenn ich den – ich bin immer noch bei elastischer Reaktion – wenn ich den Preis erhöhe, dann sinkt die Menge um mehr als ich den Preis erhöhe, nämlich um mehr als ein Prozent, und das bedeutet: Der Umsatz sinkt. Der Umsatz ist Preis mal Menge. U=P*x. Wir haben also die Preiserhöhung und den Mengenrückgang, und das hier schlägt stärker durch als das hier, das heißt: Der Umsatz sinkt. Schauen Sie: Preisbewegung und Umsatzbewegung sind gegenläufig. Preisbewegung und Umsatzbewegung sind gegenläufig. Bei der elastischen Reaktion haben wir also gegenläufige Bewegungen von Preis und Umsatz.
  • Wie ist es bei einer unelastischen Reaktion? – Die Menge, die Nachfrage reagiert um weniger als ein Prozent auf eine Preisveränderung. Wenn ich den Preis senke, dann steigt die Menge, aber die Menge steigt schwächer als ich den Preis senke, das heißt: Der Umsatz geht runter. Und wenn ich den Preis erhöhe, dann geht die Menge zwar zurück, aber nur sehr schwach, und das heißt: Der Umsatz geht rauf. Bei unelastischer Reaktion, ja, ganz, ganz wichtig, bei unelastischer Reaktion. Das heißt: Bei unelastischer Reaktion sind Preisbewegung und Umsatzbewegung gleichläufig. Preisbewegung und Umsatzbewegung gleichläufig. Der Preis steigt, der Umsatz steigt auch. Der Preis sinkt, der Umsatz sinkt auch. Bei unelastischer Reaktion. Bei elastischer Reaktion ist es gegenläufig. Das heißt: Wenn ich den Preis senke, dann kann es sein dass bei elas… nein, wird es so sein, dass bei elastischer Reaktion mein Umsatz steigt, und bei unelastischer Reaktion mein Umsatz sinkt.

So, und damit kommen wir im Grunde zur alles entscheidenden Frage: Was sind die Bestimmungsfaktoren? Was macht denn jetzt eine Reaktion elastisch oder unelastisch? – Das besprechen wir im nächsten Video.

Bis gleich.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Preiselastizitäten, Teil 1)

 

 

© Dr. Marius Ebert

Preiselastizitäten, Grundgedanke

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Preiselastizitäten, Grundgedanke)

Was ist die Grundfrage oder der Grundgedanke der Preiselastizitäten? Es ist im Grunde eine Frage: „Wie wirkt sich eine Preisveränderung auf die Menge aus?“ Das ist die Grundfrage oder der Grundgedanke der Preiselastizitäten. Ja, ist OK bei der Grundfrage, genau? Wie wirkt sich eine Preisveränderung auf die Menge aus?

Auswirkung der Menge auf Preisveränderungen (Preiselastizitäten, Grundgedanke)

Jetzt könnte natürlich sagen: „Das ist aber eine dumme Frage … Wenn ich den Preis erhöhe, dann wird die Menge sinken, und wenn ich den Preis senke, dann wird die Menge steigen.“ Das ist zumindest die klassische Vorstellung.

Ja, OK. Aber die Frage ist: Wie stark? – Und damit sind wir bei den Preiselastizitäten.

  • Wenn wir nämlich eine starke Reaktion haben, wenn wir also den Preis verändern und die Menge reagiert stark, nennen wir das elastisch.
  • Und wenn wir den Preis verändern und die Menge reagiert schwach, nennen wir das unelastisch.

Und jetzt ist natürlich die Frage: „Wo ist der Schwellenwert?“

Und wir gehen bei der Preisveränderung immer aus von einer Preisveränderung um 1 Prozent.

  • Und wenn die Menge jetzt um mehr als 1 Prozent sich verändert, schreiben wir ruhig dazu: größer 1 Prozent, dieses Ungleichheitszeichen (>), größer 1 Prozent, nennen wir das elastisch.
  • Wenn die Mengenveränderung kleiner 1 Prozent ist, nennen wir es unelastisch.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Preiselastizitäten, Grundgedanke)

 

© Dr. Marius Ebert

Preiselastizitäten, Bestimmungsfaktoren

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Preiselastizitäten, Bestimmungsfaktoren)

Hallo, herzlich willkommen. Es geht weiter mit unserer Betrachtung der Preiselastizitäten. Und in diesem kleinen Video geht es um die Bestimmungsfaktoren, die Determinanten, wie man auch sagt, Bestimmungsfaktoren oder Determinanten. Anders gesagt: Was macht es denn, dass eine Reaktion eher elastisch ist, das heißt die Mengen größer die Mengenveränderung ist größer als die Preisveränderung, oder unelastisch. Schauen Sie bitte das andere Video.

5 Determinanten (Preiselastizitäten, Bestimmungsfaktoren)

Was sind die Bestimmungsfaktoren?  

  • Nun, ein Bestimmungsfaktor sind die Substitutionsmöglichkeiten: Kann ich das Produkt, das nun jetzt zum Beispiel teurer geworden ist, ersetzen durch ein anderes Produkt, zum Beispiel Butter durch Margarine? Dann bin ich elastisch. Also wenn ich hohe Substitutionsmöglichkeiten habe, kann ich elastisch reagieren. Wenn ich nicht substituieren kann, Benzin zum Beispiel, jedenfalls im Moment, dann bin ich unelastisch.
  • Der nächste Bestimmungsfaktor ist die die Dringlichkeit: Wenn ich ein Produkt dringend benötige, zum Beispiel Insulin, weil ich zuckerkrank bin, dann bin ich sehr, sehr unelastisch, was Preiserhöhungen angeht. Ja, der unelastischste Mensch ist wahrscheinlich der Junkie, der seine sein tägliches Quantum braucht an Drogen. Der kann nicht durch Mengenrückgang reagieren auf Preiserhöhungen.
  • Dann die Schnelligkeit der Sättigung: Die klassischen Beispiele sind Salz oder Senf. Das heißt: Wenn ich zum Beispiel für Senf den Preis senke, wird außer bei Loriot in dem Film „Papa Ante Portas“ kaum jemand mehr Senf kaufen, weil man halt von Senf nur bestimmte Quantitäten konsumieren kann.
  • Dann die Dauerhaftigkeit: Wenn ein Produkt dauerhaft ist, zum Beispiel eine Wohnzimmereinrichtung, die es noch ein paar Jahre tut, dann kann ich elastisch reagieren. Auch mein Auto kann ich noch ein Jahr länger fahren – nur wehe, es geht dann schnell kaputt, dann bin ich wieder unelastisch.
  • Und der fünfte Einflussfaktor ist das Preisniveau selber. Das heißt: Wenn wir uns mal eine Verteilung so vorstellen: Hier sind wenige Menschen mit viel Geld, viele Menschen mit weniger Geld, und hier oben ist ein Produkt preislich positioniert, dass Menschen von diesen, die diese Möglichkeiten hier noch haben, also weniger Geld gerne hätten und aufgrund des hohen Preises nicht kaufen und ich senke den Preis, dann erziele ich einen sehr hohen Mengenzuwachs, ja. Umgekehrt: Wenn das Produkt bereits sehr niedrigpreisig positioniert ist, dann werde ich durch eine Preissenkung wahrscheinlich keinen großen Mengenzuwachs mehr erzielen.

OK. Schauen Sie auch das andere Video über die Preiselastizitäten.

Mein Name ist Marius Ebert.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Preiselastizitäten, Bestimmungsfaktoren)

Und schauen Sie auch mal bitte unter www.spasslerndenk.de, wenn Sie sich für meine Schnell-Lernmethode interessieren, und www.spasslerndenk-shop.de, wenn Sie Lernhilfen zur Betriebswirtschaftslehre interessieren.

Vielen Dank.

 

© Dr. Marius Ebert