Archiv für den Monat: Mai 2015

Gesellschaftsformen

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Gesellschaftsformen)

Willkommen. Mein Name ist Marius Ebert, und in diesem Video möchte ich mal die Frage eines Abonnenten beantworten, und zwar fragt er nach den Gesellschaftsformen. Das, sagt er, verwirrt ihn. Und wie immer ist Struktur die Lösung gegen Verwirrung.

Personen- und Kapitalgesellschaften (Gesellschaftsformen)

Wir haben zwei grundsätzliche Ansatzpunkte, wenn es um Gesellschaften geht die Deutschland. Strukturzahl also 2. Und zwar unterscheiden wir ganz grundsätzlich in

  • Personengesellschaften
  • und Kapitalgesellschaften.

Unterschiede (Gesellschaftsformen)

Und was ist der Unterschied? – Wie der Name schon sagt:

  • Bei der Personengesellschaft steht die Person im Vordergrund, und das ist in vielen Fällen der Mensch, nicht immer, wie wir gleich sehen werden, denn es gibt auch juristische Personen. Also hier steht der Mensch mit seinem Engagement, mit seiner Vision im Vordergrund.
  • Und ganz anders bei der Kapitalgesellschaft: Hier steht das Kapital im Vordergrund, und, ganz entscheidend, der Mensch total im Hintergrund. Das heißt bei einer großen, börsennotierten Aktiengesellschaft wechseln die Gesellschafter praktisch wie im Taubenschlag. Das sollte man bei einer Personengesellschaft mal versuchen, den Menschen, der das Ganze antreibt, der Visionen hat, der das Engagement mitbringt, der andere mitzieht, auszuwechseln. Dann kann man die Gesellschaft praktisch zumachen. Bei einer Kapitalgesellschaft wechselt man die Gesellschafter an einem Börsentag viele, viele Hundert Mal. Das ist also ein wesentlicher Unterschied.

Beispiele  (Gesellschaftsformen)

Was sind Personengesellschaften? – Nun Personengesellschaften ist zunächst mal die OHG, die OHG, wollte ich schreiben, dann eine Spielart davon: die KG; der Unterschied ist, dass bei der OHG alle voll haften – unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch, und bei der KG gibt es Vollhafter, die man Komplementäre nennt, und Kommanditisten, die nur bis zu einer bestimmten Höhe unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch haften. Also die OHG und KG, und dann natürlich, eigentlich dem Ganzen vorgeschaltet, ich müsste es hierhin schreiben, die BGB-Gesellschaft, das ist die Urform der Gesellschaft. Und wenn die BGB-Gesellschaft dann ein Handelsgewerbe betreibt, das heißt eine gewisse Komplexität erreicht, wird sie zur OHG, und wenn sie ihre Haftung teilweise beschränkt, das heißt wenn teilweise Gesellschafter ihre Haftung beschränken, ist eine Spielart die KG.

Das sind die wesentlichen Personengesellschaften. Es gibt noch die Stille Gesellschaft und so weiter. Das sind die wesentlichen Personengesellschaften.

Auch den Einzelunternehmer kann man mit einiger Fantasie hier mit aufnehmen, obwohl es im Grunde keine Gesellschaft ist, denn es ist nur einer.

Apropos: Eine Personengesellschaft ist in der Regel ein Zusammenschluss von mehreren, deswegen nehme ich den Einzelunternehmer hier nicht auf, denn er ist keine Gesellschaft, zählt nur haftungsrechtlich hier dazu. Das heißt: Bei der Personengesellschaft haben wir in der Regel den Menschen, der eintritt für die Gesellschaft, der auch haftet.

Bei der KG ist es ein kleines bisschen anders, aber grundsätzlich tritt der Mensch hier auch ein im Sinne von Haftung.

Ja, das heißt: Eine OHG alleine zu gründen ist nicht möglich, eine KG alleine zu gründen ist nicht möglich

Bei der Kapitalgesellschaft ist das anders: Kapitalgesellschaften sind in Deutschland wesentlich die GmbH und die Aktiengesellschaft.

Damit haben wir schon mit sicherte 90 Prozent oder sogar noch mehr der Gesellschaftsformen abgegriffen. Es gibt noch die Kommanditgesellschaft auf Aktien.

Und hier übrigens bei der Personengesellschaft nicht zu vergessen gibt es noch die GmbH & Co KG. Auch das ist eine Personengesellschaft, weil das KG hier durchschlägt, und hier haben wir den Fall, dass es nicht ein Mensch ist, sondern eine juristische Person. Eine GmbH & Co KG ist also eine KG, deren Vollhafter eine juristische Person ist, nämlich die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist hier der Komplementär bei der GmbH & Co KG.

So, das sind die wesentlichen Gesellschaftsformen. Also ganz wichtig: Die Unterscheidung in Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft, das sind die beiden ganz unterschiedlichen Ansätze.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Gesellschaftsformen)

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Dankeschön.

Mein Name ist Marius Ebert.

 

© Dr. Marius Ebert

 

Eigenkapital- u. Fremdkapitalquote, Eigenkapital- u. Gesamtkapitalrentabilität, Bildung

Eigenkapital-Quote, Fremdkapitalquote, Zuordnung

Wie auch die Fremdkapital-Quote, gehört die Eigenkapital-Quote zur Gruppe der Quotenkennzahlen.

Dagegen gehören die Gesamtkapitalrentabilität, die Fremdkapitalrentabilität und der Return on Investment (ROI) zur Gruppe der Rentabilitätskennzahlen.

Beide, also die Quotenkennzahlen und die Rentabilitätskennzahlen, gehören zur Gruppe der Bilanzkennzahlen.

Bilanzkennzahlen: Quoten und Rentabilitäten

Wenn wir also Bilanzanalyse betreiben, dann haben wir es einerseits mit Quotenkennzahlen (Eigenkapitital-Quote und Fremdkapital-Quote) zu tun. Diese Kennzahlen können wir bilden, indem wir die Daten aus der Passivseite der Bilanz auswerten.

Auf der anderen Seite haben wir es mit Rentabilitätskennzahlen zu tun, wie z. B. der Eigenkapital- und der Gesamtkapitalrentabilität und dem Return on Investment zu tun. Dies Kennzahlen können wir nur bilden, indem wir Daten aus der Gewinn- und Verlustrechnung hinzuziehen.

Eigenkapital-Quote, Fremdkapitalquote, Bildung

Bei Quotenkennzahlen haben wir das Grundprinzip: Teilmasse durch Gesamtmasse mal hundert. Wir ziehen also zunächst einen Bruchstrich und schreiben dahinter "mal hundert". Nun betrachten wir den Zähler. Der Zähler ist der Term über dem Bruchstrich.

Bei einer Quotenkennzahl steht im Zähler immer eine Teilmasse. Gleichzeitig steht dort der Begriff, dessen Quote wir berechnen wollen. Bei der Frauenquote steht dort die Anzahl der Frauen, bei einer Durchfallquote steht dort die Anzahl der Durchfaller und bei der Eigenkapital-Quote steht dort das Eigenkapital. Bei der Berechnung der Fremdkapital-Quote steht dort das Fremdkapital.

Im Nenner steht die Gesamtmasse. Bei der Berechnung der Frauenquote steht dort die Anzahl aller betrachteten Menschen und bei der Durchfallquote steht dort die Anzahl aller Prüfungsteilnehmer. Bei der Eigenkapital-Quote steht dort das Gesamtkapital und bei der Fremdkapital-Quote genauso.

Eigenkapital-Quote, schrittweise Berechnung

Somit berechnet sich die Eigenkapitalquote/Fremdkapitalquote in folgenden Schritten:

1) Bruchstrich ziehen

2) mal Hundert hinter den Bruchstrich schreiben

3) In den Zähler das Eigenkapital/Fremdkapital in EUR schreiben

4) In den Nenner das Gesamtkapital in EUR schreiben

5) Den Wert in Prozent berechnen

Eigenkapitalquote, Fremdkapitalquote, Interpretation

Was sagen nun die Eigenkapitalquote und die Fremdkapitalquote aus? Wie jede Quotenkennzahl sagen sie etwas aus über den Anteil der Teilmasse an der Gesamtmasse. Ist die Teilmasse das Eigenkapital dann sagt eine Eigenkapitalquote von 30% aus, dass 30% das gesamten Kapitals des Unternehmens Eigenkapital sind. Man kann auch sagen: das Unternehmen ist zu 30% eigenfinanziert. Die Fremdkapitalquote ist dann natürlich leicht zu berechnen. Es ist das, was noch zu 100% fehlt. Bei einer Eigenkapitalquote von 30% ist die Fremdkapitalquote natürlich 70%.

Eigenkapitalrentabilität, Bildung

Bei Rentabilitätskennzahlen haben wir das Grundprinzip: Erfolgsgröße durch Bezugsgröße mal hundert. Was heißt das? Wir ziehen zunächst wieder einen Bruchstrich und schreiben "mal hundert".

Oberhalb des Bruchstrichs, also im Zähler steht eine Erfolgsgröße. In den meisten Fällen ist diese Erfolgsgröße der Jahresüberschuss, ganz selten findet man dort den Cash-Flow und noch seltener der Bilanzgewinn. Den Jahresüberschuss entnehmen wir aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), die wir unbedingt brauchen, wenn wir Rentabilitätskennzahlen berechnen wollen (s.o.)

Unterhalb des Bruchstrichs steht die jeweilige Bezugsgröße, also die Größe, auf die sich die Rentabilitätskennzahl bezieht. Wenn wir also die Eigenkapital-Rentabilität berechnen, dann ist die Größe, auf die wir uns beziehen, das Eigenkapital. Folglich steht das Eigenkapital im Nenner.

Eigenkapitalrentabilität, Schritte zur Berechnung

Somit berechnet sich die Eigenkapitalrentabilität durch folgenden Schritte:

1) Bruchstrich ziehen

2) mal 100 hinter den Bruchstrich schreiben

3) In den Zähler den Jahresüberschuss in EUR schreiben

4) In den Nenner das Eigenkapital in EUR schreiben

5) Den Wert in Prozent berechnen

Gesamtkapitalrentabilität, Bildung u. Schritte zur Berechnung

Die Gesamtkapitalrentabilität wird nach dem gleichen Grundprinzip gebildet, unterscheidet sich aber dadurch, dass im Zähler noch ein weiterer Wert hinzuaddiert werden muss und zwar die Fremdkapitalzinsen.

Somit berechnet sich die Gesamtkapitalrentabilität durch folgenden Schritte:

1) Bruchstrich ziehen

2) mal 100 hinter den Bruchstrich schreiben

3) In den Zähler den Jahresüberschuss in EUR schreiben

4) Im Zähler die Fremdkapitalzinsen hinzuaddieren "plus FK-Zinsen"

5) In den Nenner das Gesamtkapital in EUR schreiben

6) Den Wert in Prozent berechnen

© Dr. Marius Ebert

Geschäftsführung u. Vertretung

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geschäftsführung u. Vertretung)

Hallo, herzlich willkommen. Min Nam ist Marius Ebert. Und in diesem Video möchte ich zwei Begriffe klären, die im Gesellschaftsrecht sehr wichtig sind, nämlich die Begriffe Geschäftsführung auf der einen Seite und Vertretung auf der anderen Seite.

Innen- und außengerichtet (Geschäftsführung u. Vertretung)

Nun, im Grunde ist es sehr einfach:

  • Die Geschäftsführung ist nach innen gerichtet
  • und die Vertretung ist nach außen gerichtet.

Geschäftsführung ist also die Arbeitsabwicklung – Arbeitsabwicklung. Ja, man führt die Geschäfte, man bestellt Ware,  man stellt Leute rein oder entlässt Leute – das ist Geschäftsführung.

Und Vertretung ist nach außen. Das heißt: Man tritt für die Gesellschaft auf, nicht nur,  aber vielleicht auch zum Beispiel vor Gericht. Da vertritt man die Gesellschaft. Das ist also nach außen gerichtet.

Ja, das ist der Unterschied Geschäftsführung und Vertretung.

Prüfung: Geheimnisse der Lösungsfindung (Geschäftsführung u. Vertretung)

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Mein Name ist Marius Ebert.

Dankeschön.

 

© Dr. Marius Ebert