Archiv für den Monat: August 2011

Wenn Marktforschung den Trend der Zeit nicht sieht….

Die Gesellschaft für Konsumforschung, GfK,  ist eine der größten Marktforschungsunternehmen der Welt. Ich bin dort im Verteiler, also bereit, befragt zu werden. So bekomme ich für meine Seminarunterlagen praktische Beispiele und erfahre überdies, was gerade so erforscht wird.

Nun muss ich feststellen, dass man dort den Trend der Zeit nicht erkannt hat. Schon zum zweiten Mal werde ich mit sehr ähnlich klingenden Fragen, die höchste Aufmerksamkeit erfordern, über eine halbe Stunde (!) lang befragt. Das erste Mal ging es um Kaffeemaschinen, gerade ging es um Banken und Finanzierungen.

Eine halbe Stunde Befragung, d.h. eine halbe Stunde meiner Zeit. Es wird von allen Befragten erwartet, dass sie dies  kostenlos tun.

Ich gewinne den Eindruck dass man dort – hat man jemanden mal "am Wickel" – diesen Kandidaten bis ins Letzte ausquetscht, statt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nach meinem Eindruck hätte man die Inhalte, die man wissen wollte, auch in 10 Minuten abhandeln können.

Ich bezweifle überdies, dass die Antworten in den letzten Minuten der Befragung noch valide sind. Die Befragten sind wahrscheinlich nur noch genervt und sagen zu allem "Ja und Amen," ohne noch genau hin zu hören.

Ich bin erstaunt, dass dies einem Marktforschungsinstitut passiert, das doch eigentlich die Hand am Puls der Zeit haben müsste.

Aus gegebenem Anlass noch einmal: Die berühmte Rede von Steve Jobs in Stanford

Erstmals in diesem Blog am 01.07.2009 veröffentlicht, hier noch einmal aus Anlass des Rücktritts eines Jahrhundert-Unternehmers:  

Hier ein übersetzter Ausschnitt:

"Deine Zeit ist begrenzt, also verschwende sie nicht, indem du anderer Leute Leben lebst. Geh nicht dem Dogma in die Falle – was nichts anderes ist, als sein Leben so zu führen, wie Andere es sich vorstellen. Lass’ den Lärm anderer Leute Meinungen nicht deine eigene innere Stimme ertränken. Und am wichtigsten: Hab’ Mut, deinem Herzen und deiner Intuition zu folgen. Irgendwie wissen sie bereits, was du wirklich willst. Alles andere ist sekundär."

Der komplette Text findet sich hier:

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http://news-service.stanford.edu/news/2005/june15/jobs-061505.html