Archiv für September 2009
Geschrieben von mariusebert - 20. September 2009
Leverage-Effekt
Du hast etwas Schlaues ausgeheckt,
und nennst es den Leverage-Effekt,
das bedeutet, wenn für geliehenes Geld
mehr reinkommt, als man an Zinsen zählt:
die Leverage-Chance willst Du erlangen,
Du willst es besonders schlau anfangen,
Du leihst Dir Geld für 10 Prozent,
weil Dein Projekt Dir 15 nennt.
Doch wehe es läuft dann doch nicht so,
das ist das Leverage-Risiko.
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 19. September 2009
Hier ein neues Video von Harry Palmer über Eindrücke in unserem Bewusstsein und unsere Entscheidung und wie wir damit umgehen:
Hier ein Zitat:
„Ich bin glücklich, dir zu sagen, dass es nicht die Welt ist, nicht die Vergangenheit und dass es nicht deine Eltern sind, die verantwortlich sind dafür, wie du Realität erlebst. Dein Schicksal wird nicht durch die Einwirkung irgendeiner objektiven Realiät gestaltet; es wird durch die Interpretation gestaltet, die du dieser wahrgenommenen Einwirkung auferlegst. Du bist das, Freundchen! Bleib in der Falle oder wach auf und habe alles.“
Harry Palmer
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Geschrieben von mariusebert - 18. September 2009
Wenn der angehende Technische Betriebswirt/in oder der angehende Betriebswirt/in IHK seine Projektarbeit geschrieben hat, dann ist dieser Teil der Prüfung noch nicht abgeschlossen. Die Projektarbeit muss noch präsentiert werden. Man nennt dies das Fachgespräch und so steht es auch auf dem Abschlusszeugnis. Die Note für dieses Fachgespräch ist völlig separat von der Note der Projektarbeit. Kurzformel:
In der Projektarbeit wird bewertet,WAS der Prüfling gesagt hat. Im Fachgespräch geht es um das „WIE“.
Wie also macht man eine gute Präsentation? Zwei Grundregeln sind unbedingt zu beachten:
Regel 1: Du sollst die Zeitvorgabe unbedingt einhalten.
Regel 2: Du sollst nicht langweilen!
Regel 1
Mündliche Prüfungen, wie die Abnahme des Fachgespräches, sind standardisierte Abläufe. Der Prüfungsausschuss beginnt morgens, z.B. um 8.30 Uhr und nimmt Prüfungen im 40 min Rhythmus ab. Wenn Sie nun das für Sie eingeplante Zeitbudget sprengen, dann verzögern Sie den gesamten folgenden Ablauf. Ein absoluter Tabubruch. Das dürfen Sie auf keinen Fall tun! Sie haben eine Zeitvorgabe für Ihre Präsentation von 10 bis 15 min (je nach Ausschuss). Dann werden noch etwa 15 Minuten Fragen zu Ihrer Präsentation gestellt. Der Rest wird benötigt für Aufbau und Abbau, Notenfindung und Notenbekanntgabe. Üben Sie also die Präsentation zu Hause mit der Stoppuhr so lange, bis Sie die Zeitvorgabe sicher einhalten können.
(Fortsetzung folgt)
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 17. September 2009
Eine gute oder sehr gute Projektarbeit schreibt man vor allem über eine gute Themenwahl.
Merke: Das Thema bestimmt den Maßstab, an dem Ihre Arbeit gemessen wird.
Es gibt leichte und es gibt schwere Themen. Eine “Zwei” oder “Eins” schreibt man also, indem man ein schweres Thema überzeugend löst.
Leichte und schwere Themen
Jetzt bleibt nur noch die Frage: Woran erkennt man ein schweres oder leichtes Thema? Antwort: Ein leichtes Thema arbeitet “innerhalb der bestehenden Struktur”. Ein schweres Thema verändert (verbessert) die Struktur oder entwickelt die Struktur weiter.
Beispiele
Beispiel: Entscheidungsgrundlage für den Kauf einer neuen Maschine. Ein leichtes Thema. Es arbeitet innerhalb der bestehenden Struktur und ersetzt lediglich eine alte durch eine neue Maschine.
Nächstes Beispiel: Markteinführung eines neuen Produktes in der XYZ-Branche. Ein schweres Thema. Hier geht Jemand einen Weg, den vorher noch nie Jemand gegangen ist.
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 16. September 2009
Das Thema der Projektarbeit wird generiert durch die Leitfrage: Was kann ich verbessern? Die Arbeit selber wird geschrieben rund um die beiden “Zauberfragen”:
Wie kann ich es messbar machen? Und: Wie kann ich es machbar machen?
Messbarkeit
Dinge, die nicht messbar sind, existieren betriebswirtschaftlich betrachtet nicht. Diese harte Wahrheit zu verstehen, ist ein wesentlicher Schlüssel zu einer guten Projektarbeit. Quantifizieren Sie! Entwickeln Sie Messkriterien! Auch und vor allem qualitative Dinge, wie Mitarbeiter- oder Kundenzufriedenheit müssen messbar gemacht werden. Dies macht man mit einem ScoringModell, dem großen “Dolmetscher” in der BWL, der Dinge aus der qualitativen Welt in die quantitative Welt übersetzt.
Machbarkeit
Bitte immer daran denken: die Prüfung zum Betriebswirt/in und zum Technischen Betriebswirt/in ist eine handlungsorientierte Prüfung. Das bedeutet, dass am Ende Ihrer Arbeit Aktionen definiert sein müssen. “Wie kann ich es machbar machen?”, ist also eine wichtige Leitfrage. Ruhen Sie nicht, ehe Sie nicht Checklisten, Aktionspläne und personelle Verantwortlichkeiten definiert haben. “Wer macht was, bis wann und womit?” muss in Ihrer Projektarbeit klar definiert sein. Grundsätzlich gilt, dass die Arbeit um so besser bewertet wird, je operationaler sie ist, je mehr sie also Konzepte in konkrete Handlungen übersetzt.
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 15. September 2009
Wie generiere ich ein Thema für eine Projektarbeit?
Zunächst einmal die Grundregeln: Bei den allermeisten Kammern reicht man zwei selbstgewählte Themenvorschläge ein, von denen eines gewählt wird. Es gibt nur wenige Kammern, bei denen Sie ein Thema vorgegeben bekommen. Das heißt: Sie können in den meisten Fällen ihr Thema selbst bestimmen. Auf welcher Basis?
Die Basis der Projektarbeit
Die allermeisten Kandidaten nehmen als Basis für ihre Arbeit das Unternehmen, für das sie arbeiten. Das kann man machen, muss man aber nicht. Man kann auch für ein anderes Unternehmen eine Projektarbeit schreiben, zum Beispiel für einen Unternehmer aus dem Bekanntenkreis, der einen kleinen Fotoladen hat oder für die Freundin, die sich mit einem Nagelstudio selbstständig machen will. Man kann sogar an einem fiktiven Unternehmen arbeiten. Nun folgt der Ausgangspunkt.
Der Ausgangspunkt ist:
Etwas wahrnehmen, das man verbessern kann. Genauer: Etwas wahrnehmen, das man verbessern kann und dessen Verbesserung dem Anderen ein brennendes Bedürfnis ist. Probleme und Ärgernisse sind gute Ansatzpunkte für Projektarbeiten. Ein Ablauf, der zu langsam oder zu fehleranfällig ist, ein Produkt, das sich nicht gut verkauft, eine häufig auftretende Reklamation und so weiter.
Dann kreiert man die Arbeit. Wichtig sind dabei zwei Grundprinzipien: Wie kann ich es messbar machen? Und: Wie kann ich es machbar machen? (Fortsetzung folgt).
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 14. September 2009
Das Seminar Technischer Betriebswirt/in in 28 Tagen ging letzte Woche zu Ende. Ein Andenken an die Teilnehmer bleibt. Vielen Dank dafür. Ich wünsche viel Erfolg für die Prüfung.

Vielen Dank und viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 13. September 2009
Muss ich den Namen des Unternehmens nennen?
Nein. Sie können den Namen nennen, müssen dies aber nicht tun. Hilfreich sind aber bei den meisten Projektarbeiten ein paar Angaben, die helfen einzuordnen, in welchemRahmen sich das Thema bewegt. Nennen Sie also ein paar Daten, wie Mitarbeiterzahl,Branche, Umsatz, Marktanteil, o. ä., wenn es dem Thema dient. Nicht gefragt ist eineDarstellung der geschichtlichen Entwicklung des Unternehmens oder seitenweise aus Imagebroschüren abgeschriebene Selbstdarstellungen.
Was passiert danach mit meiner Arbeit?
Nichts. Sie vergammelt im Archiv der IHK und wird nach 2 Jahren vernichtet. Es werden keine Daten weitergereicht.
Der Controller meines Unternehmens hat Angst, Daten herauszurücken. Was kann ich tun?
Die Gefahr, dass diese Daten in die falschen Hände geraten ist verschwindend gering.
Nutzen Sie trotzdem die folgenden Möglichkeiten:
Verzichten Sie darauf, den Namen des Unternehmens zu nennen.
Nennen Sie keine Namen von Produkten oder Maschinen, sondern sprechen Sie von “A”, “B”, “C” o.ä.
Nehmen Sie in Ihre Projektarbeit den folgenden Hinweis auf: “Ich bitte darum, die hiermitgeteilten Daten unbedingt vertraulich zu behandeln”.
Bin ich an die Gliederung gebunden, die ich bei meinem Themenvorschlag einreiche?
Natürlich nicht. Jeder weiß, dass sich erst beim Schreiben die endgültige Gliederungergibt und Umstellungen des ursprünglichen Konzeptes eher die Regel als die Ausnahme sind. Bindend ist für Sie allein die eingereichte Themenformulierung.
Was mache ich, wenn ich die erforderliche Seitenzahl nicht erreiche?
Fixieren Sie sich nicht auf die Seitenzahl! Wichtig für die Note ist, ob sie das gestellteProblem umfassend und nachvollziehbar gelöst haben. Wenn Ihnen dies auf 22 Seiten gelingt, so ist dies auf jeden Fall besser, als noch 3 weitere Seiten zu “schinden”. Denken Sie darüber nach, ob sie wirklich alle Aspekte des Problems durchdacht haben (z. B. Auswirkungen auf die Kosten, die Liquidität, das Personal, den Betriebsrat, die Zeitplanung, die Sachmittel etc.)
Denken Sie außerdem darüber nach, ob Sie das Problem auch wirklich operational gelöst haben, d. h., ob ihre Vorschläge auch wirklich direkt umsetzbar sind. Entwickeln Sie z. B. eine Checkliste, einen Zeitplan, einen Kostenplan, ein Muster für einen Fragebogen, ein Mailing usw.
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 12. September 2009
Weiter geht es mit Tipps für eine gute Projektarbeit:
Es ist Ihr eigenes Projekt: Alles andere fällt auf!
Manchmal gibt es ganz „schlaue“ Teilnehmer. Diese „besorgen“ sich eine Arbeit von irgendeiner Fachhochschule/Universität oder “aus dem Internet” und schreiben dort ab. Erstens ist dies streng verboten und zweitens fällt es auf und zwar spätestens bei der Präsentation dieser Arbeit. Dann merkt der Ausschuss, dass dort jemand die Arbeit nicht selber geschrieben hat. Resultat: durchgefallen. Wer bei der Präsentation durchfällt, muss auch die Arbeit noch mal schreiben. Genauer: Er muss sich neue Themen ausdenken, diese einreichen und eine neue Arbeit schreiben.
Themenformulierungen
Generell ist ein Thema aus jedem beliebigen Bereich des Betriebswirts (IHK) gestattet.
Die Themenformulierung „Entscheidungsgrundlage für…..“ meint tendenziell: Kriterien auswählen, gewichten und eine Entscheidung ableiten. Die Themen-formulierung „Umsetzungskonzept für…“ geht eher in die Richtung der organisatorischen Abwicklung. Hier erwartet man etwa einen Ablaufplan, Zeitplan, Personaleinsatzplan usw.
Vermeidung formaler Mängel
Immer wieder kommt es zu vermeidbaren formalen Mängeln bei den Projektarbeiten. Die nachfolgende Checkliste hilft Ihnen, diese Mängel zu vermeiden:
•Habe ich gliederungssystematisch richtig gegliedert? (Dem Gliederungspunkt “1.1″ muss der Gliederungspunkt “1.2″ folgen, sonst liegt ein gliederungssystematischer Fehler vor. (“Wer “a” sagt, muss auch “b” sagen.”)
•Sind die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis eingesetzt?
•Habe ich keine Überschriften (Gliederungspunkte) unten am Ende einer Seite?
•Habe ich alle “Platzhalter” ausgefüllt, die ich gesetzt habe, um später z.B. Seitenzahlen einzusetzen, wie z.B. bei “vgl. Anhang Seite xx”?
•Sind die Quellen von Daten/Zahlen angegeben (z. B. in der Fußnote)?
•Habe ich die Zeilenumbrüche gecheckt (Vermeidung von Freiräumen und lang gezogenen Worten in den Zeilen)?
•Habe ich die Arbeit auf Rechtschreibung/Tippfehler und Kommata hin überprüft? Es heißt z. B. die Klientel (vornehmer für Kundschaft), es heißt nicht: das Klientel.
•Habe ich die eidesstattliche Versicherung beigefügt?
• Es heißt mittelständisch, nicht mittelständig.
• Es heißt CDs und nicht CD`s.
Es heißt dieses Jahres, nicht: diesen Jahres. Korrekt heißt es also: im September dieses Jahres….
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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Geschrieben von mariusebert - 11. September 2009
Weiter geht es mit Tipps zur Themenwahl der Projektarbeit:
Tiefe geht vor Breite, operationale Lösung
Lösen Sie lieber ein “kleineres” Problem bis in die Tiefe, anstatt “zu viele Türen aufzumachen und keine richtig zu schließen”. Entwickeln Sie für ihr Problem einen möglichst operationalen (= direkt umsetzbaren) Lösungsvorschlag. Sagen Sie z. B. nicht, die Abteilung müsste “besser organisiert werden”, sondern zeigen Sie genau, wie. Sagen Sie nicht, es müssten “einige Maßnahmen ergriffen werden”, sondern entwickeln Sie eine Checkliste der vorzunehmenden Schritte, entwickeln Sie einen Zeitplan, eine Kostenaufstellung, einen Personaleinsatzplan, einen Ablaufplan usw.
Bringen Sie “ZDF”, ”Zahlen, Daten, Fakten!”
Außerdem gilt: Eine wichtiges Kriterium für die Notengebung ist die eigenständige gedankliche Leistung.
Kein Lehrbuchwissen
Noch einmal: Schreiben Sie nicht aus Lehrbüchern ab, sondern lösen Sie ein konkretes praktisches Problem. Es handelt sich nicht um eine akademische Arbeit, sondern um eine Praxisarbeit. Wenn Sie die angewendeten Methoden (z. B. Kapitalwert, Kostenvergleichsmethode) in ihrer Funktionsweise beschreiben wollen, dann beschränken Sie diese Erläuterungen auf maximal eine Seite. Wenn durch das Thema angezeigt, sind 3 – 4 Literaturhinweise ausreichend. Es handelt sich nicht um eine akademische Arbeit, die ein seitenlanges Literaturverzeichnis erfordert.
Begründung der Prämissen und Daten
Investieren Sie vor allem in Verständlichkeit, nutzen Sie Visualisierungsmöglichkeiten (Ablaufplan, Gantt-Chart etc.) Erklären Sie auch Abkürzungen, die nicht unbedingt allgemeinverständlich sind. Legen Sie gegebenenfalls ein Abkürzungsverzeichnis an. Ein wichtiges Bewertungskriterium heißt “Nachvoll- ziehbarkeit”. Begründen Sie daher, warum Sie z. B. einen Kalkulationszinsfuß von x% annehmen.
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
Marius Ebert

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